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-thommy-
Lektor Wagner


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BeitragVerfasst am: 24.09.2017 10:56    Titel: Erntedank mit Abendmahl und Taufe am 24.09.2017 Antworten mit Zitat

Erntedankgottesdienst mit Abendmahl
und Taufe von Luis Wenzel  
24.09.2017
09.30 Uhr Ev. Kirche Kempfenbrunn
Taufe: Psalm 16, 11/ Predigt: Lukas 12, 15-21


* Orgelvorspiel
* Lied vom Liedzettel „Komm heiliger Geist“

* Begrüßung: Thomas
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Liebe Gemeinde,
zum Gottesdienst an Erntedank in dem wir das Abendmahl feiern wollen und in dem wir Luis Wenzel taufen wollen heiße ich sie und euch alle ganz herzlich willkommen. Besonders die Familie Wenzel mit Angehörigen und Freunde  begrüße ich heute Morgen.
Ich wünsche uns einen Mutmachenden Gottesdienst.

*Lied EG 506, 1-3     Wenn ich o Schöpfer deine Macht

*     Eingangspsalm: Thomas
(Unter Gottes Schutz)
Wer unter dem Schutz des höchsten Gottes lebt
und bleiben darf bei ihm, der alle Macht hat,
der sagt zum HERRN:
»Du bist meine Zuflucht,
bei dir bin ich sicher wie in einer Burg.
Mein Gott, ich vertraue dir!«

Du kannst dich darauf verlassen:
Der HERR wird dich retten vor den Fallen,
die man dir stellt, vor Verrat und Verleumdung.
Er breitet seine Hügel über dich,
ganz nahe bei ihm bist du geborgen.
Wie Schild und Schutzwall deckt dich seine Treue.
Du musst keine Angst mehr haben
vor Gefahren und Schrecken bei Nacht,
auch nicht vor Überfällen bei Tag,
vor der Seuche, die im Dunkeln zuschlägt,
oder dem Fieber, das am Mittag wütet.

Du sagst: »Der HERR ist meine Zuflucht.«
Beim höchsten Gott hast du Schutz gefunden.
Darum wird dir nichts Böses geschehen,
kein Unheil darf dein Haus bedrohen.
Gott hat seinen Engeln befohlen,
dich zu beschützen, wohin du auch gehst.
Sie werden dich auf Händen tragen,
damit du nicht über Steine stolperst.
und Schlangen können dir nicht schaden,
du wirst sie alle niedertreten.

Gott selber sagt:
»Er hängt an mir mit ganzer Liebe,
darum werde ich ihn bewahren.
Weil er mich kennt und ehrt,
werde ich ihn in Sicherheit bringen.
Wenn er mich ruft, dann antworte ich.
Wenn er in Not ist, bin ich bei ihm;
ich hole ihn heraus und bringe ihn zu Ehren.
Ich gebe ihm ein langes, erfülltes Leben;
er wird die Hilfe erfahren, auf die er wartet.«
(Ps. 91,1-6.9-16)
Kommt lasst uns anbeten

*Taufe:

Gebet: Thomas
Herr Jesus Christus, heute bringen wir dir Luis um ihm das Sakrament der Taufe zu spenden. Wir nehmen ihn heute in die Gemeinschaft und in die Nachfolge Jesu Christi auf. An viele Dinge denken wir heute zurück. An den Moment der Geburt von Luis vor knapp 6 Monaten. An die ersten Schritte, an die ersten Tage und Stunden. So vieles bewegt uns heute Morgen hier in Kempfenbrunn. Positives und negatives. Wir wissen aber dass wir alles in deine gnädige Hand legen dürfen und dass Luis geborgen ist in deinem Schutz.
Herr, wir wissen, wie viel Zuwendung, wie viel Liebe Luis braucht, damit er voller Vertrauen aufwachsen kann. Doch wir wissen auch, Herr, dass unsere Liebe begrenzt ist, zeitlich und räumlich, aber auch in ihrer Kraft und Tiefe.
So werden auch Stunden und Tage kommen, wo Luis unsere Liebe entbehren muss, wo wir seinem Herzen ferne sind.

Herr Jesus Christus, lass Luis immer dann, wenn wir ihm nicht nahe sein können, die Wahrheit deiner Verheißung erfahren, die auch heute über seiner Taufe ausgesprochen wird: "Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende".
AMEN

Lesung -  Mk 10, 13-16:  Inge
Die Bibel erzählt uns, wie Jesus mit Kindern umging:
Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an. Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.

Lesung Mt 28, 18-20: Thomas  GEMEINDE STEHT AUF
Hört den Tauf- und Missionsbefehl Jesu am Ende des Matthäusevangeliums:

Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

* Glaubensbekenntnis: Thomas
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.

Tauffrage: Thomas
Liebe Eltern, liebe Patin, Ihr wollt, dass eure Kind Luis getauft wird. Damit übernehmt ihr die Aufgabe, euer Kind im christlichen Glauben zu erziehen und ihm durch Wort und Beispiel zu helfen, Gott und die Menschen zu lieben. So frage ich euch, die Eltern und die Patin:
Seid ihr dazu bereit, so antwortet: "Ja, mit Gottes Hilfe"

Eltern und Patin: "Ja, mit Gottes Hilfe".

Taufe: Thomas
Im Namen dessen, der uns bei unserem Namen ruft,
(etwas Wasser ins Taufbecken füllen)
im Namen dessen, zu dem Gott bei seiner Taufe sprach: »An dir habe ich Wohlgefallen!«,
(weiteres Füllen des Taufbeckens mit Wasser)
im Namen dessen, der in der Taufe gegenwärtig ist und Gemeinschaft wirkt –,
(noch einmal Wasser ins Taufbecken gießen)
im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Taufe Luis: Thomas
Als Zeichen dafür, dass Gott dieses Kind ganz persönlich ruft, nennen Sie als Patin den Namen des Kindes.
Patin::
Luis

Verlesen des Taufspruchs: Thomas
Luis, über Dir wird in der Taufe diese Verheißung ausgesprochen: Dein Taufspruch lautet:
„Du tust mir kund den Weg zum Leben. Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.“.                                                                                        (Psalm 16, 11)

Luis, ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gott Vater Sohn und heiliger Geist gebe dir seinen Gnade, Schutz und Schirm vor allem Argen, stärke und Hilfe zu allem guten, das du bewart wirst zum ewigen Leben,
Friede sei mit dir (+).
AMEN.

Anzünden der Taufkerzen von Luis: Thomas
Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Die Taufkerze brennt heute bei der Taufe unserem Täuflinge und soll sie immer daran erinnern, dass mit der Taufe ihr das Licht des Lebens versprochen wird.
Damit wir die Kerzen alle noch sehen, bitte ich sie, sie auf den Altar zu stellen.

Tauferinnerung von Liam:  Thomas
Freie Worte:
Mit Wasser segnen

Taufkerze entzünden.

Segen für die Eltern und Paten: Thomas
- Gott segne euch die Eltern. Er hat euch diese Kinder geschenkt. Er helfe euch, ihnen zu zeigen, Gott und die Menschen zu lieben.
- Gott segne die Patin, Sie hat eine große Verantwortung übernommen. Er helfe ihr, diese  Aufgabe zu erfüllen.
- Gott segne seinen Bruder. Er helfe ihm für Luis da zu sein und ihm ein Bruder im Glauben zu sein. Amen.

* Lied EG 577     Kind du bist uns anvertraut

*Taufansprache: Thomas
Liebe Tauffamilie,
es gibt verschiedene Wunschreiseziele, die wir so gerne einmal im Leben ansteuern, sehen und erleben würden. Die Ziele sind ganz verschieden voneinander - das ist wohl biografisch bedingt und je nach Interessenslage anders. Der eine will vielleicht für einige Monate seine Ruhe in der Einsamkeit abgelegener Bergwelten haben, die andere interessiert sich für kulturelle Besichtigungsziele, Kunst, Architektur oder Religion, der nächste mehr für extreme Sportarten in den besten Freizeit- und Outdoor-„paradiesen“. Andere wollen eine gesunde Mischung aus Kulinarischem und Kultur. Wieder andere wandern am liebsten auf altbekannten Pfaden, auf denen sie schon immer gegangen sind.
Und dann gibt es noch die, die, aus welchen anderen Gründen auch immer, oder am liebsten aus Überzeugung daheim bleiben: weil es hier bei uns im Spessart- halt doch am schönsten ist. Wie eine Redensart frei nach Goethe lautet: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah!
Wohin die Reise auch geht, ob hier- oder dahin, ob in der Ferne oder in der Heimat – überall soll es uns auf unseren Wegen gut gehen.
Und darüber hinaus noch mehr, wie es der Taufspruch von Luis im Psalmvers sagt, der lautet:
Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.
So heißt es im Psalm 16, 11. Der Psalm 16 ist ein Vertrauenspsalm, in dem der Beter sich über sein Leben im Angesichte Gottes freut und es gut dabei hat. Er freut sich und frohlockt in Sicherheit und Geborgenheit. Er ist sich gewiss, auf dem Weg des Lebens zu gehen und Freuden und Wonnen zu finden.
Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.
Liebe Tauffamilie,
es gibt Konfirmanden, aber auch Brautpaare, die diesen Spruch als Leitspruch für ihr Leben auswählen. Heute darf ich das erste Mal bei einer Taufe über diesen Vers predigen. Und ich finde er passt auch an den Anfang eines Lebens.
Denn: wohin die Reise auch geht, das ist ja nicht nur ein Tourismusthema.
Es ist ein Lebensthema. Es ist das Thema jedes persönlichen Lebensweges. Von klein auf, von Geburt an durch die verschiedenen Phasen der Kindheit, der Jugend bis zum Erwachsenwerden und bis ins mittlere und höhere Erwachsenenalter hinein. Und am Ende? Wohin geht da die Reise? Was für Wege wird Luis einmal gehen. Wohin wird es ihn verschlagen?
Hinter der Vorstellung vom Weg zum Leben – es heißt nicht: Weg des Lebens – steckt die wohl uralte Märchenvorstellung vom Weg ins Lebensland, in dem es den Menschen umfassend, ja voll gut geht, geistlich und leiblich: Wohlstand, Gesundheit, Sicherheit, Geborgenheit, alles nur erdenkliche Gute, alle Güter. Und Freude die Fülle genießt der Mensch, der so sein Leben vor Gott wahrnimmt, und darauf baut, dass er – bei allem eigenen Planen, Machen und Bemühen – letztlich von Gott zum vollen Leben geführt wird. Sein Weg zum Leben wird ihm gezeigt.
Die alte Vorstellung, dass der Mensch auf dem Weg zum Leben ist, beinhaltet ja auch, liebe Tauffamilie, dass dieses schöne Ziel noch nicht erreicht ist. Luis steht am Anfang seines Lebens und mit seiner Taufe eben, hat Gott ja zu ihm gesagt. Ja ich nehme dieses Kind an. Ich lege meine schützende Hand auf Luis und begleite ihn, so wie Gott auch seinen Bruder Liam angenommen hat und begleitet. Luis ist ein Sonnenschein, er weint kaum und ist sehr ruhig und sehr gelassen. Dafür ist sein Bruder der wilde. Luis lacht sehr gerne und sehr viel. Bei unserem Taufgespräch hat er mich angestrahlt und gelacht. Eben einfach ein Sonnenschein,
Der Psalm ist ja auch ein Gebet an Gott: er ist es, der den Weg zum Leben weist, wenn wir nicht mehr weiter wissen.
Ein Gebet an Gott, der mit „Du“ angeredet wird, wie eine Vertrauensperson, der man sich ganz öffnen und hingeben kann: DAS wünsche ich Luis, dass er in Gott immer seinen Halt und seine Stütze findet.

Wer so glaubt, liebe Tauffamilie, der kann gar nicht anders beten:
Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.

Ich bewundere den Psalmbeter für sein Gottvertrauen.
Wer so glaubt, der kann gelassen auf sich zukommen lassen, wohin die Reise geht, was kommen wird, was er erleben wird, wie es ihm ergehen wird, ob auf Reisen, zu Hause, im Leben, auf dem Weg zum Leben, ins „Lebensland“. Luis kann mit seinem Taufspruch zuversichtlich in sein Leben starten, weil er bei Ihnen liebe Eltern, bei seinem Bruder, der Patin und der ganzen Familie wo der Rückhalt vorbildlich ist, das bekommt was er zu, Leben braucht. Liebe, Achtung, Respekt, Vertrauen und Hoffnung. Amen.

*Lied EG 200, 1+2+4     Ich bin getauft auf deinen Namen

* PREDIGT: Thomas und Inge

- Kanzelgruß: Thomas
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Predigtext aus Lukas 12, 15-21 Inge
15 Und er sprach zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.
Der reiche Kornbauer
16 Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, dessen Feld hatte gut getragen.
17 Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle.
18 Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorräte
19 und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut!
20 Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast?
21 So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott.

Thomas
Liebe Gemeinde an Erntedank,

über 20 Jahre predige ich nun schon von der Kanzel. Und doch habe ich bisher noch kein einziges Mal über das hier beschriebene Gleichnis Jesu vom sog. Reichen Kornbauer zum Erntedankfest gepredigt. An anderen Sonntagen schon, aber nicht an Erntedank.
Ich bin selber in der Landwirtschaft mit groß geworden und das Gleichnis vom reichen Kornbauern war mir immer zu moralisch. Oder zu moralisch ausgelegt. In Geislitz wo ich groß wurde und bei Familie Viehmann auf dem Bauernhof mit half, waren nur kleine meist Nebenerwerbslandwirte. Damals war die Welt noch in Ordnung und der Landwirt war etwas Besonderes und wurde wertgeschätzt und geachtet. Da bekam man für die harte Arbeit noch etwas. Und heute? Die Milchpreise sinken und die anderen Einnahmequellen in der heutigen Landwirtschaft sind auch immer Wettereinflüssen und immer mehr Angebots- und Nachfragesituationen der Weltwirtschaft ausgesetzt. Landwirtschaft ist schwer heutzutage und wir müssen und sollten unseren Landwirten dankbar dafür sein, was alles aus Gottes Erde in Saat und Ernte für uns angebaut und geerntet wird. Getreide, Gemüse, Kartoffeln, Rüben und Kraut, das uns satt macht und uns Gottes Lebensspendende Fülle aus der Natur schenkt. Das ist nicht selbstverständlich. Dafür sollten wir dankbar sein. Den Bauern die 365 Tage im Jahr für uns da sind zu aller erst.
Doch ein Thema des Gleichnisses ist unbestritten die unermessliche und selbstgefällige Gier in uns Menschen. Aber auch dümmlicher Größenwahn und korrupte Selbstgefälligkeit werden im Gleichnis angesprochen.

Heutzutage ginge das Gleichnis vielleicht so:    Inge
Es war einmal ein bekannter Autobauer, der schon lange viele gute Autos herstellte. Ursprünglich waren es kleine und robuste Fahrzeuge, liebevoll „Käfer“ genannte Autos, die zum „Volkswagen“ für viele wurden. Und der Autobauer wurde damit und durch dieses Auto und noch Millionen anderer reich und berühmt. Denn dieses Auto, dieser Volkswagen lief, und läuft und wird wahrscheinlich noch laufen. Er war einfach "das Auto".
Doch das reichte dem Autobauer innerlich nicht: Er wollte der größte und wichtigste Autobauer der Welt werden. Er wollte einfach nur das „Auto“ sein. Und so produzierte er immer mehr Autos und kaufte alle prominenten Automarken. Und führte sie alle unter seinem Dach. Und er erweiterte und vergrößerte seinen Fuhrpark auch gegen die fernöstliche Konkurrenz. Schließlich war er fast am Ziel: der größte Autobauer der Welt zu sein. Und das Geschäft lief gut. Da wurde er noch gieriger und sprach zu sich selbst und durch seine unzufriedene Managerseelen in sich selbst: Noch mehr Gewinn und Profit wäre möglich, wenn Du in deine Dieselmotoren, die sauber sein sollen, einfach Dinge nicht einbaust oder die Software so manipulierst, dass die Emissionen und Abgase sauber scheinen, ohne zu sein. Das war eine schlaue Idee! sagte sich die „Profit- und Gier Seele im Autobauer. Und noch besser ist es, wenn du deinem Auto das Image eines besonderen Umweltwagens gibst. Und am besten machst du dies im Land des Kapitalismus, denn dann sind noch mehr Profite möglich. Lügen und Betrügen gehört irgendwie zum Geschäft, dachte sich der Autobauer. Und macht sein Geschäft.
Doch eines Tages kam allerdings die nicht korrumpierbare und strenge Aufsichtsbehörde im Land des Kapitalismus hinter diesen Betrug. Und so musste der Chefmanager und noch andere Manager des Autobauers zurücktreten. Und das Image des Autobauers liegt nun am Boden. Seine Seele hatte er an den teuflischen Profit und die Gier verkauft. Und vergessen hatte er, dass wer sich solche Schätze sammelt, dann durch seinem Hochmut tief fällt und auf dem Boden liegen bleibt und daran wirtschaftlich sterben kann.

Thomas
Soweit liebe Gemeinde, das aktuelle Gleichnis über diese in uns wachsende und gedeihende unersättliche Gier. Gier mit Größenwahnsinn gepaart.
Auf hessisch: „Was mer hat, das hat mer. Hat mers net, dann fehlts eim!
An Moral, Gewissen und Verantwortung fehlte es dort wohl. Am Gewinn nicht.
Auch an Ehrlichkeit, Zufriedenheit und Selbstbescheidenheit mangelte es.
Uns allen könnte das natürlich nicht passieren, denn wir sind ja keine reichen Kornbauern oder betrügerische Autobauer?!
Man könnte jetzt noch mehr darüber nach sinnieren, was im Gleichnis noch so alles drinsteht und welche Lehre daraus zu ziehen sei?!
Doch heute geht es um Dankbarkeit, die wir als Geschöpfe und mit und in der Schöpfung lebende, hoffentlich mit Gewissen und Verantwortung ausgestattete Menschen, empfinden können und dürfen.
Der Fehler und die Sünde, die im Gleichnis vom reichen Kornbauer oder im aktuellen Beispiel vom betrügerischen Autobauer zum Ausdruck kommen, sind doch nicht der Reichtum oder der Gewinn an sich. Es sind vielmehr die unersättliche Gier und unerträgliche Selbstgefälligkeit, die in einem schlimmen und tödlichen Egoismus enden.
Dieser selbstgefällige und gierige Mensch sieht doch nur sich und sein selbst gefälliges Werk. Alles wird dem Profit unterworfen. Mitmensch und Gott werden total ausgeblendet.
Der Gott Mammon ist der Abgott dieser Menschen.
Gewinn, Profit, Rendite, Kostenoptimierung, Effizienz und Dividende so heißen die anderen Abgötter dazu.
Doch es gibt auch noch eine Moral und Lehre aus dem Gleichnis, das ganz zum Schluss von den Schätzen vor und bei Gott redet.
Und dazu möchte ich auch noch ein Beispiel nennen.
Es ist ein gutes Beispiel für Nächstenliebe, barmherziger Hilfe und nicht Profitgeleiteter Mitmenschlichkeit und Humanität, wenn wir in unserem Land für die da sind die nichts haben, die Obdachlosen, die Kinder auf der Straße. Damit sammelt man Schätze im Himmel.
Denn das was ihr einem meiner geringsten Brüder tut sagt Jesus, das tut ihr mir.
Wer aus Dankbarkeit und Demut weiß und tief aus seiner inneren Glaubensüberzeugung heraus lebt, dass wir nur Gäste auf der Erde sind und Verantwortung für unsere Kinder und Kindeskinder haben.
Auch ehrfürchtig vor dem Leben und demütig vor Gott und auch natürlich wieder dankbar, dass Kinder solche große Geschenke sind und ein jedes Kind und jeder Mensch ein Ebenbild Gott.
Aus dieser Dankbarkeit wächst auch die Freude von seinem eigenen, persönlichen Reichtum, von seiner durch Gottes Gnade empfangenen Gutsituierten Leben etwas abzugeben, zuteilen und für andere dazu sein.
Nicht das dümmliche Werbe-Motto der Millionärsfamilie Geißen: „Wer hat; der hat!“ sollte unser Motivationscredo sein, sondern Jesu Diktum. Wer gibt, der empfängt.
Und wer gerne gibt, der empfängt nicht nur Dankbarkeit oder freut sich an dankbaren, großen Kinderaugen, sondern sammelt diese Schätze, die im Himmel zählen. Und so können wir Gott heute danken für alles sein, was er uns zum Leben schenkt.
Dafür danken wir Gott, dem Schöpfer allen Lebens, Jesus Christus unserem Erlöser und dem Heiligen Geist, der uns in Nächstenliebe verbindet.

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn. AMEN.

* Lied EG 321     Nun danket alle Gott

ABENDMAHL
Beichtbekenntnis: Thomas
Herr, oftmals interessieren wir uns nicht für dich und deine Wege.
Meist sind uns unsere eigenen Wünsche wichtiger, als das Wohl unserer Mitmenschen.
Aus Neid oder Angst werden wir gewalttätig, verletzen andere Menschen.
Wir verleugnen dich vor Bekannten und Freunden.
HERR, wir bitten dich, vergib uns unsere Sünden
und unsere Schuld!!!

Absolution: Thomas
Hört und vertraut auf das Wort der Vergebung:
Gott, der das Leben liebt
Und Mensch geworden ist,
vergibt Euch Eure Sünden
zum Leben in Frieden
und Gerechtigkeit.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
AMEN.

Danksagung (Präfation): Inge
Wahrhaft würdig und recht ist es,
dich zu loben, Gott
und dir für die Gaben zu danken,
die wir an deinem Tisch empfangen:
Kraft und Mut,
um aufzutanken für den Alltag,
Brot und Wein,
die uns ein Stückchen Himmel öffnen,
überall dort,
wo wir´s in deinem Namen teilen.
Dafür loben wir dich, Gott und singen!

Lied EG 185, 3     Heilig, Heilig Heilig

Einsetzungsworte: Thomas
Unser Herr Jesus Christus / in der Nacht, da er verraten ward / nahm er das Brot / dankte und brach's / und gab's seinen Jüngern / und sprach: Nehmet hin und esset / das ist mein Leib (+) / der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis.
Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl / dankte / gab ihnen den / und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus / dieser Kelch ist das neue Testament (+) in meinem Blut / das für euch vergossen wird / zur Vergebung der Sünden . Solches tut, sooft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis.

Vater unser: Thomas
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. AMEN.
Lied EG 190.2 "Christe, du Lamm Gottes"

Friedensgruß: Thomas
Der Friede des Herrn sei mit euch allen. Keiner sei gegen den anderen, keiner in sich verschlossen. Vergebt, wie euch vergeben ist, nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zum Lobe Gottes.

Austeilung Thomas (Wein) und Inge (Brot)

Lobpreis: Inge
Danke Gott,
dass du es bist,
der uns mit unseren Schwächen versöhnt.
Danke,
dass du es bist,
der auch das Kleine
zum Leuchten und Glänzen bringt.
Danke,
dass du uns in Wein und Brot so nahe bist
und ein Wort der Versöhnung für uns übrig hast.

* Fürbittengebet:

Thomas
Dank sei dir, du Schöpfer des Lebens.
Luft gabst du zum Atmen, zum Leben.
Erwecke unsere Sinne für das Atmen des Lebens:
zu nehmen und zu geben,
zu schaffen und zu ruhen,
zu kommen und zu gehen
und aufzuatmen in deiner unendlichen Güte.
Wir bitten:

          G:  Herr erbarme dich

Inge
Dank sei dir, du Schöpfer des Lebens.
Du gabst uns zum Leben die Erde.
Doch ihr Antlitz ist zerfurcht;
tiefe Wunden haben wir ihr geschlagen.
Öffne du unsere Herzen und Hände,
zu säen die Saat der Gerechtigkeit,
zu pflegen das wachsende Leben,
zu ernten die Früchte des Friedens.
Wir bitten:

     G:  Herr erbarme dich

Thomas
Uns allen sind als Eltern und Bruder, als  Großeltern und Patin und Freunden denen dieses Kind anvertraut ist, bewusst dass wir große Verantwortung übernommen haben.  In dieser Verantwortung beten wir zu dir, Herr. Dass wir uns immer genügend Zeit für Luis nehmen, damit er nicht ohne unsere Hilfe und Fürsorge in dieser Welt leben muss.
Hilf uns Herr, dass wir als Erwachsene wenn wir Fehler machen, sie auch zugeben und dass wir unsere Schwächen eingestehen, damit Luis fähig wird, zur Wahrheit und zur Liebe und zum gegenseitigen Respekt.
Liebender Vater, wir bitten dich lass uns darauf achten das wir Luis den Raum schenken, den er braucht um seine Fähigkeiten und Talente ausleben zu können. Lass ihn zu einer Persönlichkeit heranwachsen.
Wir danken dir, dass du Luis mit Namen gerufen und in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen hast.
AMEN.

* Lied EG 508, 1+2     Wir pflügen und wir streuen

* Bekanntmachungen:
Sonntag, 01. Oktober 2017 mit Lektorin Weigelt

9.30 Uhr     Gottesdienst

Abkündigungen

Ist zwar in Lohrhaupten, wir freuen uns aber auch über Kinder aus Kempfenbrunn und Flörsbach

Samstag, 30. September 2017

16.00 Uhr     Kindergottesdienst in Lohrhaupten im Gemeindehaus

Kollekte: Für Hungernde in der Welt und Opfer von Katastrophen

* Segen: Thomas
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.

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BeitragVerfasst am: 24.09.2017 10:56    Titel: Re:


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