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-thommy-
Lektor Wagner


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BeitragVerfasst am: 28.10.2018 11:56    Titel: Gottesdienst am 22. Sonntag anch Trinitatis, 28.10.2018 Antworten mit Zitat

Gottesdienst am 22. Sonntag nach Trinitatis  
9.30 Uhr Ev. Kirche Kempfenbrunn mit Totengedenken
28.10.2018
Text: Matthäus 18, 15-20


* Lied EG + 34     Komm heiliger Geist mit deiner Kraft

* Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Liebe Gemeinde herzlich willkommen zum GD am 22. S. n. Trinitatis
Das Thema dieses Gottesdienstes heute lautet: Aus der Befreiung durch Christus leben.

*Lied EG 452, 1-3    Er weckt mich alle Morgen

*Eingangspsalm:
Freuet euch des Herrn und seid fröhlich, ihr Gerechten,
und jauchzet, alle ihr Frommen.

Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind,
dem die Sünde bedeckt ist!
Wohl dem Menschen, dem der Herr die Schuld nicht zurechnet, in dessen Geist kein Trug ist!
Denn als ich es wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine durch mein tägliches Klagen.
Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir,
daß mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürre wird. Darum bekannte ich dir meine Sünde und meine Schuld verhehlte ich nicht.
Ich sprach: Ich will dem Herrn meine Übertretungen bekennen. Da vergabst du mir die Schuld meiner Sünde.
Deshalb werden alle Heiligen zu dir beten zur Zeit der Angst.
Darum, wenn große Wasserfluten kommen, werden sie nicht an sie gelangen.
Du bist mein Schirm, du wirst mich vor Angst behüten,
daß ich errettet gar fröhlich rühmen kann.

Freuet euch des Herrn und seid fröhlich, ihr Gerechten,
und jauchzet, alle ihr Frommen.
Kommt lasst uns anbeten!

*Aufforderung zum Bittruf:
Wir wissen es, Herr, täglich leben wir davon,
dass du uns aus Erbarmen unsere Schuld vergibst.
Aus uns selbst sind wir nichts, können wir nichts und
haben wir nichts. Alles ist von dir, ein Geschenk
deiner Güte. Wir aber verhalten uns immer wieder so,
als könnten wir unser Leben selbst machen und
verdankten uns selbst alles. Darum bitten wir:

*Aufforderung zum Lobpreis:
Gott ist gnädig! Jeden Morgen neu lädt er uns ein,
uns allein auf ihn zu verlassen. Er beschenkt uns mit allem,
was wir zum Leben brauchen - und noch viel mehr als wir wirklich nötig haben kommt aus seiner Güte. Wir haben allen Grund, dankbar zu sein und Gott zu preisen. Lobsinget Gott, erhebt seinen heiligen Namen!

*Kollektengebet:
Herr, unser Gott, du hast uns in Jesus Christus dein Herz geöffnet. Wir sind mit dir in Ordnung, du willst uns unsere Schuld nachsehen und uns nicht strafen. Keines Lebens Länge kann nun reichen, dir in Dank und Freude zurückzuerstatten, was du uns schenkst. Aber hilf uns zu einem Leben, das an den Mitmenschen das Gute tut, das du uns zuerst getan hast. Dass wir die Gaben an sie weitergeben und ihnen Vergebung gewähren, die wir zuerst von dir empfangen haben durch unseren Herrn Jesus Christus.
G: AMEN

* Schriftlesung:  Römer  7, 14 - 25
Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft. Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern was ich hasse, das tue ich. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so gebe ich zu, daß das Gesetz gut ist.
So tue nun nicht ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt. Denn ich weiß, daß in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht.
Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Wenn ich aber tue, was ich nicht will, so tue nicht ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt.
So finde ich nun das Gesetz, daß mir, der ich das Gute tun will, das Böse anhängt. Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen.
Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüt und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.
Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe?
Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn! So diene ich nun mit dem Gemüt dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetz der Sünde.

(Lob sei dir, o Christus. Halleluja.)

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

* Lied EG 404, 1-3+6+8   Herr Jesu, Gnadensonne

* PREDIGT:

- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Predigt zu Matthäus 18,15-20
15 Sündigt aber dein Bruder an dir, so geh hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.
16 Hört er nicht auf dich, so nimm noch einen oder zwei zu dir, damit jede Sache durch den Mund von zwei oder drei Zeugen bestätigt werde.
17 Hört er auf die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und Zöllner.
18 Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel gelöst sein.
19 Wahrlich, ich sage euch auch: Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel.
20 Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

Liebe Gemeinde,
schon immer richten Menschen ihren Blick wehmütig zurück. Früher sei alles besser gewesen, sagen sie. Die Jugend war höflicher. Die Ehen waren besser. Die Politiker waren fähiger und die Winter schneereicher. War es wirklich so? Ein Sprichwort sagt: „Die Erinnerung malt mit goldenem Pinsel.“ Sie neigt dazu zu verklären. Und doch ist diese Nostalgie verständlich. Wie sieht die Gegenwart aus? Oft nur Probleme und schlechte Nachrichten, im Nahen wie im Fernen. Wir hören davon, dass ein Bekannter schwer erkrankt ist, dass eine Ehe zu scheitern droht. Die Arbeitslosenzahlen erreichen ungeahnte Höhen, auch wenn im Moment mal ein Tiefstand erreicht sei wie lange nicht. Und erst die Welt im Großen! Da scheint es nur Probleme und Konflikte, Unfrieden und Katastrophen zu geben. Allein diese Terrorangst und diese Bombenbedrohung in den USA, die Gewalt die bis Gelnhausen und Wächtersbach die schon um sich greift, wie in dieser Woche zu lesne war mit dem Überfall einer jungen Frau die das Geld der Firma in einer Bank einwerfen wollte und überfallen wurde. Dass die Welt bei genauerer Betrachtung in früheren Zeiten anders aber nicht besser war, wird dabei leicht übersehen.

Wie auch immer: Die Sehnsucht nach Frieden und Harmonie ist groß; sie ist verständlich. Doch wo lassen sich solche Oasen finden? Schön wäre es, wenn die Kirche eine wäre. In gewisser Weise kann die Kirche auch eine Oase sein: Aus dem Alltag kurz auszubrechen, sich einfach fünf Minuten in eine Kirche zu setzen, zur Ruhe zu kommen, das ist wohltuend und kann die Gedanken ordnen. Genauso der Gottesdienst: beten, singen, die Musik, das Evangelium, die gute Botschaft Gottes hören. Doch auch die Kirche ist keine Insel der Seligen, kein Ort ungetrübter Harmonie. Es gibt in ihr wie überall den mal offen, mal weniger offen ausgetragenen Streit der Meinungen. Der Kirche gelten die Verheißungen Gottes, weil sie aus Menschen besteht, werden Fehler gemacht, gibt es Versagen, werden Menschen aneinander schuldig. Auch das ist die Kirche.
War das schon immer so? Man mag die Hoffnung hegen, dass zumindest für die Kirche gilt: Die früheren Zeiten waren besser. Das ist nicht ganz falsch: Fast alle Menschen gehörten früher in unserem Land der Kirche an, und die Geschichten der Bibel waren ihnen bekannter, als sie heute sind. Doch war die Kirche eine Oase des Friedens? Hat es zumindest am Anfang der Kirche paradiesische Zustände gegeben, in der die Gemeinde der ersten Christen, wie es in der Apostelgeschichte heißt, „ein Herz und eine Seele“ war?

Der Predigttext zum heutigen Sonntag aus dem Matthäusevangelium belegt anderes; er beschreibt, wie man als christliche Gemeinde mit einer Konfliktsituation umgehen soll. Ein Mitglied der Gemeinde wird an einem anderen schuldig. „Sündigt aber dein Bruder an dir“, so heißt es im Matthäusevangelium. Sündigen - man kann sich vieles darunter vorstellen und sollte die Zehn Gebote zur Hand nehmen: Gewalt, Ehebruch, Diebstahl, Lüge oder üble Nachrede, Neid – worauf auch immer. Auch das gibt es in der Kirche – in Gedanken, Worten und Werken.
Wie empfiehlt das Matthäusevangelium, mit einer solchen Situation umzugehen? Es gibt den Rat, zunächst das Gespräch zwischen beiden Beteiligten zu suchen - in einem kleinen, geschützten Bereich. Das ist klug und doch nicht selbstverständlich, auch heute.

Wegen Kleinigkeiten verklagen sich Nachbarn, man wendet sich an den Rechtsanwalt an die Zeitung und ganze Fernsehabende gibt es mit Nachbarschaftsstreitigkeiten vom feinsten, keine nachgestellten Szenen, nein das echte Leben unter Erwachsenen wird da gezeigt, anstatt zuerst ein klärendes Gespräch zu führen fetzt man sich vor laufender Kamera. Einfach klingt dieser Vorschlag des Evangeliums, doch ist er oft schwierig umzusetzen: in der Gemeinde, am Arbeitsplatz oder in der Familie. Es ist schwer, über Konflikte und Verletzungen offen zu sprechen. Auch deshalb, weil Sprechen etwas anderes ist als Schimpfen oder Vorwürfe machen. Das Matthäusevangelium beginnt mit einem guten Vorschlag. Teilweise wird er in unserer Zeit auch im Rechtswesen angewandt: bei Jugendlichen als so genannter Täter-Opfer-Ausgleich, bei dem beide Seiten an einem Tisch zum Gespräch zusammengebracht werden. Unsere Erfahrung zeigt, dass durch ein Gespräch Konflikte gelöst werden, Schuld eingestanden und verziehen werden kann.

Wir Menschen aber sind schwach. Es fällt uns schwer, Schuld einzugestehen. Auch diese Erfahrung steht hinter dem Predigttext. Wenn ein Gespräch unter vier Augen nichts gefruchtet hat, so empfiehlt er, einen oder mehrere „Zeugen“ hinzuzuziehen. Manche Konflikte lassen sich besser lösen, wenn sie von anderen, nicht unmittelbar Beteiligten, begleitet werden. Denn vielleicht sind beide Parteien zu befangen, um sich in die Lage des anderen zu versetzen. Ein Dritter kann dann helfen.

Doch Matthäus hat wohl auch die Erfahrung gemacht, dass das Modell, Zeugen hinzuziehen, nicht immer zu einem Ergebnis führt. Die letzte Instanz ist für ihn dann die Gemeinde. Dort werden Streit und Schuld öffentlich, beides kann dann von vielen bedacht werden. Hier endlich sollte Einvernehmen herzustellen sein. Hier liegt für die frühe Christenheit die letzte Instanz und der letzte Versuch zu Einigung und Versöhnung. Doch auch er kann scheitern. Was uns das Matthäusevangelium für einen solchen Fall vorschlägt, mag uns zunächst befremden. „Hört er auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide oder Zöllner.“ Das heißt: Man ist fertig mit ihm, man stößt ihn aus der Gemeinschaft aus, so wie Heiden und Zöllner zur Zeit Jesu in der jüdischen Gemeinschaft nicht erwünscht waren. Die Frage liegt nahe: Wie verträgt sich das mit dem Liebesgebot der Bibel, mit der Mahnung Jesu zur Vergebung? Dieser letzte Weg der Ausgrenzung hatte in der Geschichte der Christenheit hochproblematische Folgen: Mit Bezug auf diese Bibelstelle haben die Kirche und ihre Mächtigen Menschen als Ketzer gebrandmarkt und diskriminiert, kritische Christen – wie  Martin Luther - ausgeschlossen. Auch die evangelische Kirche hat sich oft nicht besser verhalten.
Der Vorschlag des Matthäus, wie Christen Konflikte bearbeiten sollen, ist klug und maßvoll. Aber wir kennen auch die Erfahrung: Es gibt Fälle, da ist alles Bemühen um Einigung und Ausgleich vergebens; Trennung kann, nicht nur in Ehen oder im Beruf, dann die bessere, die ehrlichere Lösung sein. Das ist eine schmerzliche Einsicht. Dies gilt auch für Trennungen innerhalb der Kirche: Doch dieser Schritt darf nie leichtfertig oder aus einer Haltung der moralischen Überlegenheit getan werden. Es ist besser, alles daranzusetzen, dass es zu schmerzhaften Konflikten, zu Schuld und Trennung nicht kommt. Und wenn es doch einen scharfen, endgültigen Schnitt geben muss, sollte dabei immer noch Liebe zu erkennen sein und eine Möglichkeit zur Einigung offen gehalten werden.            
        
Damit nehmen wir einen wichtigen Gedanken des Matthäusevangeliums auf. Es erschöpft sich auch an dieser Stelle ja nicht in der Beschreibung der Konfliktbearbeitung in der Gemeinde. Die Verse, die darauf folgen, ermutigen. Jesus sagt uns zu, dass wir erhört werden, wenn wir in Gemeinschaft etwas ernsthaft von Gott erbitten. Er sichert uns zu, dass er bei und mit uns ist, wenn wir uns in seinem Namen versammeln – und mögen wir auch nur wenige, nur „zwei oder drei“ sein. Die Aussicht, erhört zu werden, und das Versprechen, dass Jesus bei uns ist, erleichtern es uns, in einer Welt mit ihren Widersprüchen und Konflikten zu bestehen. Auch als Christen in und mit der Kirche. Gott hilft uns; er ist mit uns. Wir brauchen nicht allein auf unsere Kraft zu vertrauen. Jesus ist mitten unter uns – auch in Situationen, wenn Versöhnung schwer fällt und ernste Entscheidungen notwendig sind. Denn auf Jesus zu vertrauen heißt, in seinem Geist der Liebe zu handeln und einander von Herzen zu vergeben. Das ist möglich, so unvollkommen diese Welt, Menschen, Christen und die Kirche auch sein mögen.  Amen.          

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

* Lied EG 302, 1-3    Du meine Seele singe

* Fürbittengebet:
Himmlischer Vater, heute bitten wir dich um wache Sinne, dass wir sehen und erkennen können, wir gut du zu uns bist.

Wir bitten um die rechte Demut, die nicht nur von geschenkter Gnade spricht, sondern so lebt und handelt, wie es beschenkten Menschen zukommt.

Wir bitten dich um Herzen, die sich für andere öffnen, die nach dem fragen, was die Nächsten bewegt, sorgt, ängstigt und was sie brauchen.

Wir bitten dich um Hände, die ihnen geben, was sie nötig haben und um das Vertrauen in dich, dass du uns immer wieder von allem darreichst, was wir mit anderen teilen.
Stärke den Glauben im Hintergrund unseres Handelns: Dass wir erkennen und wissen, dass nichts von alledem, was wir sind und haben durch unser eigenes Verdienst und Vermögen herkommt. Festige in uns den Glauben an Jesus Christus, der allein alles für uns verdient und uns mit dir ins Reine gebracht hat. Lass unser Vertrauen in ihn immer noch wachsen, dass uns nichts von unserem Weg hinter Jesus her abbringen und kein Geld und Gut der Welt von seiner Seite ziehen kann.

Sei auch bei denen, die meinen, durch Leistung und eigene Verdienste deine Liebe gewinnen zu können. Schenke ihnen eine Stunde, in der sie begreifen, dass sie nur von deiner Barmherzigkeit leben und selbst ihr Bemühen noch von deiner Kraft gespeist ist.

Besonders befehlen wir dir die Menschen an, die deine Güte über sich nicht oder nicht mehr sehen und glauben können, vielleicht weil sie behindert, krank oder einsam sind. Lass sie auch wieder andere Tage erleben und stärke in ihnen das Wissen, dass in deiner ewigen Welt einmal alles zu einem herrlichen und gerechten Ausgang kommen soll.

Heute bitten wir dich um rechtes, christliches Verhalten dann, wenn wir uns über unsere Mitmenschen geärgert haben oder mit ihnen im Streit liegen. Dass wir alles tun, zu schlichten und den Anstoß, soweit es an uns liegt, auszuräumen. Hilf uns, dass wir zur Versöhnung und zum gerechten Ausgleich beitragen und so dem Frieden zwischen den Menschen dienen, den du zuerst mit uns geschlossen hast.

Besonders gedenken wollen wir heute Morgen unserem Bruder Friedhelm Adam Ernst Weigand der am 16.10.2018 im Alter von 64 Jahren verstorben ist. Herr Weigand wurde am 26.10.2018 im Wald der Stille Lohrhaupten beigesetzt. Nach diesem Tod fragen wir uns nach dem Sinn des Lebens und nach dem Sinn des Sterbens. Wir bitten dich für die Familien und Freunde unseres verstorbenen, schenke ihnen Kraft und Hoffnung. Mache ihren Weg der Trauer zu einem Weg des Vertrauens, dass wir bei dir Herr geborgen sind. Schenke uns die Kraft den Tod im Leben zu ertragen und zu tragen, auch wenn wir glauben daran zu zerbrechen. In der Bibel heißt es, leben wir dem Herrn so leben wir dem Herrn, sterben wir dem Herrn so sterben wir dem Herrn. Nimm unseren verstorbenen Bruder auf in deinem Himmlischen Heiligtum. Ihnen den Angehörigen möge dieser Vers Kraft geben in der Zeit des Trauerns: „Der Tod ist nicht das Ende, er ist die Wende, beginn der Ewigkeit, in Gottes gnädigen Händen“.  

--------------------------------Stilles Gebet--------------------------------------

Und gemeinsam beten wir mit den Worten unseres Herrn,

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Lied EG 562     Segne und behüte

* Bekanntmachungen:
Kollekte: Eigene Gemeinde

Wochenspruch: Bei dir ist die Vergebung, dass man dich fürchte. PS. 130,4

Nächster Gottesdienst

Mittwoch, 31. Oktober 2018

19:00 Uhr Reformationsgottesdienst in Bieber in der Laurentiuskirche
Nach dem Gottesdienst sind alle herzlich eingeladen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Es wäre schön, wenn aus allen drei Kirchengemeinde möglichst viele Gemeindeglieder an diesem Gottesdienst teilnehmen könnten. Die Laurentiuskirche ist groß genug!
Um eine gemeinsame Anfahrt für möglichst viele Gäste zu gewährleisten treffen wir uns in:
Kempfenbrunn:  18:30 Uhr / Parkplatz Pfarrhaus
Flörsbach: 18:40 Uhr / SKG - Halle
Lohrhaupten:  18:30 Uhr auf dem roten Platz
Hier können alle auf die Autos verteilt werden

Sonntag, 04. November 2018 mit Lektorin Atzert

9:30 Uhr     Kempfenbrunn

* Votum:

Hier geht es nicht
um solche kleinen Dinge:
Daß wir versäumen,
was der Anstand lehrt,
ob ich der Neugier Drängen
nicht bezwinge,
ob ich nicht achte,
was beachtenswert...

Das sind nur Schwächen,
gern und leicht verziehen,
gehn meist nur mich
und meinen Nächsten an
und bleiben selbst,
wo sie zur Schuld gediehen,
wovon ein Mensch
den andern lösen kann.

Doch gibt's auch Schulden,
die mir zu begleichen
bei keinem Menschen
jemals möglich sind:
Wenn meine Jahre
ungenutzt verstreichen
für Gottes Wink und Auftrag
taub und blind.

Wenn ich nicht spüre,
daß ich die Geschenke,
die er mir gab,
nicht nur für mich empfing;
wenn ich an den
von Zeit zu Zeit nur denke,
der für mein Heil
in Schmach und Leiden ging.

Hier geht's um mehr!
Hier kann nur Gott vergeben.
Doch wenn sich Reue
zu Bekennen fügt,
dann schenkt er neues,
todbefreites Leben,
und ich erfahre,
was zum Glück genügt.

* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.

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BeitragVerfasst am: 28.10.2018 11:56    Titel: Re:


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