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-thommy-
Lektor Wagner


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Anmeldungsdatum: 13.12.2007
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BeitragVerfasst am: 09.12.2018 12:17    Titel: Gottesdienste am 2. Advent, 09.12.2018 Antworten mit Zitat

Gottesdienst am 2. Sonntag im Advent
09.15 Uhr Ev. Kirche Lettgenbrunn
10.30 Uhr Ev. Kirche Lohrhaupten
09.12.2018
Text: Jakobus 5, 7+8
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* Lied EG + 34     Komm heiliger Geist mit deiner Kraft    

* Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Liebe Gemeinde am heutigen 2. Advent, ich heißen Sie und euch alle ganz herzlich willkommen zum Gottesdienst.
Wir wollen uns heute liebe Gemeinde, auf den Weg des Wartens und der Geduld machen. Wir wollen dem Alltagsstress für eine Stunde entfliehen und ich laden Sie ein sich fallen zu lassen, in Gebete Lieder und Predigt. Abschalten von allem was uns im Moment noch belastet:
Die Angst vor dem Terror
Arbeitslosigkeit und Hartz 4
Krankheit und Tod
Liebeskummer
Schulprobleme
Alleinsein, gerade an den Feiertagen
Wir wollen heute warten und das warten aushalten, gemeinsam als Christen uns besinnen auf das, was wichtig ist. Ich wünsche uns allen einen Erwartungsvollen Gottesdienst am 2. Advent.

* Lied EG 17,  1+2      Wir sagen euch an  

*Eingangspsalm:
Dezember Psalm von Hans Dieter Hüsch.

Mit fester Freude lauf ich durch die Gegend
Mal durch die Stadt
Mal meinen Fuß entlang Jesus kommt
Der Freund der Kinder und der Tiere
Ich gehe völlig anders
Ich grüße freundlich
Möchte alle Welt berühren
Mach dich fein
Jesus kommt
Schmück dein Gesicht
Schmücke dein Haus und deinen Garten
Mein herz schlägt ungemein
Macht Sprünge
Mein Auge lacht und färbt sich voll
Mit Glück
Jesus kommt
Alles wird gut

Kommt lasst uns anbeten:

Bittruf: Warten und Geduld:
Alles ist in Aufbruchstimmung. Unsere Welt dreht sich unaufhaltsam und wir haben kaum noch Zeit zum warten, alles muss schnell gehen, alles gibt es sofort ohne Wartezeit. 24 Std. Lieferung Freihaus bei AMAZON und erst nach der ZAHLPAUSE von 6 Monaten bezahlen, so viele Anbieter. Sind wir bereit? Bereit, Jesus zu empfangen? Können wir überhaupt noch warten? Ist uns noch bewusst was Advent und Weihnacht ist? Wissen wir noch warum wir es alle Jahre wieder feiern?
Auf was warten die Menschen? Auf wen warten Sie?
Haben wir unser inneres Chaos geordnet um Ihn zu empfangen?
Sind wir allzeit bereit?
Eine Geschichte dazu habe ich im Internet gefunden:
Auf einer Halbinsel eines italienischen Sees liegt eine verträumte Villa. Nur der Gärtner lebt da und führt auch die Besucher. „Wie lange sind sie schon hier?“ „24 Jahre.“ „Und wie oft war die Herrschaft hier in dieser Zeit?“ „Viermal.“ „Wann das letzte Mal?“ „Vor 12 Jahren“, sagte der Gärtner. „ich bin fast immer allein. Sehr selten, dass ein Besuch kommt.“ „Aber sie haben den Garten so gut instand, so herrlich gepflegt, dass ihre Herrschaft morgen kommen könnte.“ Der Gärtner lächelt: „Heute, mein Herr, heute.“
Wir rufen und singen:
G: Herr erbarme dich

Lobpreis: Gedanken:
Was wird aus uns? Wieder ist es Advent geworden und Frieden auf Erden ist es immer noch nicht. Der Terror steht vor unserer Tür und wir haben angst. Wir mischen wieder mal bei einem Krieg mit und das macht vielen Angst.
Immer noch Menschen die über andere reden, anstatt mit ihnen. Immer noch Menschen die Moppen und sich schuldig machen an ihren Mitmenschen. Immer noch Gewalt an unseren Schulen und aus Tätern werden Opfer.
Immer mehr Kinder verschwinden und werden Missbraucht und der Staat ist machtlos.
Immer mehr Terror, der IS ist schon längst nicht mehr nur woanders, weit weg.
Und doch ist es Advent geworden, die schöne besinnliche Zeit, Lichterketten und der Duft von Mandeln und Zimt. Bei allem schlimmen feiern wir die Ankunft von Jesus. Lasst uns die Freude weitergeben, aber nicht die vergessen, denen die Freude schwer fällt, lasst uns denen helfen die alleine sind, ängstlich und verlassen, lasst sie uns einladen mit uns zu feiern und fröhlich zu sein, lasst uns Boten der Liebe sein, damit wir Engel werden die aus Dankbarkeit, weil wir für andere da sind auch ein „Merci“ bekommen. Lasst uns die Türen auf machen für unseren Nächsten, der uns braucht.
Wir singen dein Lob:
G: Ehre sei Gott in der Höhe

*Kollektengebet:
Barmherziger Gott, du hast mit den Menschen immer wieder und wieder einen neuen Anfang gewagt.
Die, denen du dich offenbart hast, lässt du nicht im Stich,
und die, die dich noch nicht kennen, bietest du deine Liebe an.
Du begleitest uns Menschen auf vielfältige Weise.
Bei dir ist die Liebe, die uns fehlt.
Bei dir ist die Hoffnung, die wir brauchen.
Bei dir ist die Freude, nach der wir uns sehnen.
Bei dir ist das warten, was uns heutzutage oft fehlt.
Bei dir ist die Geduld die wir nicht mehr haben.

So bitten wir dich: Komm, nimm Platz in unserer Welt
und in unseren Herzen.
Lass dein Reich unter uns Wohnung finden und schenke uns deine Gegenwart, hier und jetzt und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
AMEN

Schriftlesung: Lukas 21, 25-33
25 Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres,
26 und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen.
27 Und alsdann awerden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.
28 Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, aweil sich eure Erlösung naht.
29 Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Seht den Feigenbaum und alle Bäume an:
30 wenn sie jetzt ausschlagen und ihr seht es, so wisst ihr selber, dass jetzt der Sommer nahe ist.
31 So auch ihr: wenn ihr seht, dass dies alles geschieht, so wisst, dass das Reich Gottes nahe ist.
32 Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis es alles geschieht.
33 Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte vergehen nicht.

(Selig sin die Gottes Wort hören und bewahren, Halleluja)

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.

* Lied EG 13     Tochter Zion

* PREDIGT:

- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Predigttext Jakobus 5, 7+7
[7] So seid nun geduldig, liebe Brüder, bis zum Kommen des Herrn. Siehe, der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde und ist dabei geduldig, bis sie empfange den Frühregen und Spätregen. [8] Seid auch ihr geduldig und stärkt eure Herzen; denn das Kommen des Herrn ist nahe.

„Bitte gedulden Sie sich noch einen Moment. Sie werden mit dem nächsten freien Mitarbeiter verbunden.“
Please hold the Line, düt düt düt. Sie werden gleich mit dem nächsten freien Mitarbeiter verbunden.
„Bitte gedulden Sie sich noch einen Moment. Sie werden mit dem nächsten freien Mitarbeiter verbunden.“
Please hold the Line, düt düt düt. Sie werden gleich mit dem nächsten freien Mitarbeiter verbunden.

Ja da lacht ihr, da lachen sie. Wer kennt das nicht? Das kennen sie bestimmt alle auch liebe Gemeinde?
Man will mit einer zuständigen Person in einer Firma oder Behörde sprechen und wird am Telefon hingehalten. Sie müssen echt Geduld aufbringen, bis Sie den gewünschten Gesprächspartner am Apparat haben. Und wenn Sie ihn dann dran haben hat er zu 99% keine Ahnung und glänzt mit großartiger Blödheit. Oder Sie werden mit dem Falschen verbunden. Oder die Verbindung wird einfach unterbrochen, oder Sie legen irgendwann genervt auf, weil sich nichts rührt. Das ist ihnen doch bestimmt auch schon so gegangen? Oder?
(Schmunzeln) Ja und nicht nur einmal. Aber man muss aushalten können und geduldig sein. Man muss sich manchmal zurück nehmen und nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. O was habe ich schon für Wutausbrüche am Telefon gehabt wenn mir das passiert ist. Ich hätte in den Schreibtisch beißen können, die Person am anderen Ende in die Luft sprengen. Mein Blutdruck dann immer 260/150.
Haltet aus! Seid geduldig! Dieser Satz ist schnell gesagt und kann einem vor Zorn platzen lassen: Wie lange soll ich denn noch warten? Warten und sich in Geduld üben können, das kann ganz schön belastend sein – vor allem dann, wenn wir schon sehr lange auf etwas Bestimmtes warten.
Sicherlich ist das so liebe Gemeinde, trotzdem müssen wir manchmal warten. Aber können wir das überhaupt noch: warten? Wir leben in einer Zeit, die sich immer mehr beschleunigt. Alles muss schnell gehen. Zeit ist Geld. Warten können und Geduld haben sind zu einer seltenen Tugend geworden. Wer will heute schon noch warten? Wer sich im Straßenverkehr an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält, gilt als lahme Ente und ist ein Verkehrshindernis.
Wehe, wenn jemand an der Ampel nicht in der Sekunde losfährt, wenn sie auf Grün springt! Das gibt ein Hupkonzert und der Mittelfinger wird uns mit drohenden Gesten gezeigt. Auch der 24h-Service vieler Versandhäuser bedient diese Haltung: Ich kann, ich will nicht warten. Und auf eine Anschaffung, zum Beispiel eine neue Schrankwand oder Soundanlage, muss ich auch nicht warten – selbst dann, wenn ich momentan kein Geld habe. Heute kaufen, morgen da und in einem halben Jahr bezahlen. Gegen gute Zinsen natürlich. Warten und Geduld? Nein danke! Wer wartet und sich in Geduld übt, ist offensichtlich nicht auf der Höhe der Zeit. Warten ist mittlerweile zu einer Kunst geworden. Selbst die Weihnachtsmärkte öffnen inzwischen vor der Adventszeit, so wie in Offenbach, da ging das Spektakel schon in der Woche zum Ewigkeitssonntag los. Den passenden Zeitpunkt abzuwarten, ist wohl eine Kunst, den nur Wenige beherrschen.
Wir warten  eigentlich immer auf etwas. Warten gehört zum Leben dazu. Wer nichts mehr vom Leben zu erwarten hat, ist bemitleidenswert.  Ich frage mich: Worauf warten wir? Wen oder was erwarten wir? Da gibt es frohe oder sogar freudige Erwartungen: Eine Frau erwartet ein Baby. Oder Kinder freuen sich auf Weihnachten oder den Geburtstag. Oder jemand, der eine Party gibt, freut sich auf die Gäste. Es gibt aber auch bange Erwartungen. Ein banges Warten ist es für Patienten, die eine Untersuchung hinter sich haben und nun auf den Befund warten. Ist die Geschwulst gutartig oder bösartig? Ich muss doch wissen was mit mir ist. Die Angst dass da etwas drin steht was uns ans Ende der Kraft bringt weiter zu kämpfen. Oder was wird mit meiner Arbeitsstelle? Was wird am Ende meiner Krankengeld Zeit? Wird das Geld reichen? Und noch viele andere Dinge könnte ich anfügen.
Ja, mit dem Warten ist das so eine Sache. Es gibt immer irgendetwas auf das wir warten, aber das Warten fällt manchmal schwer. Geduld aufzubringen kostet Mühe. Sehr schön können wir das an unseren Kindern beobachten, die in der Vorweihnachtszeit ganz aufgeregt und zappelig sind und es nicht mehr erwarten können, bis endlich der Weihnachtsmann kommt. Dabei hat das Warten auch seinen eigenen Wert, denn es heißt ja: Vorfreude ist die schönste Freude.
Ha, aber nicht nur die Kinder sind Zappelig, auch wir Erwachsenen, wir sind ja manchmal noch schlimmer als unsere Kinder.
(Lachend) O ja, das stimmt, was habe ich mich auf den Adventskalender meiner Uroma gefreut, oder auf die Plätzchen……mhhhhhhhhhh. Aber die Adventszeit ist nun eine Zeit der Erwartung und das nicht nur für die kleinen. Wir warten auf Weihnachten. Wir warten auf die Ankunft Gottes bei uns Menschen. Jedes Jahr neu feiern wir Weihnachten und erinnern uns, wie Gott in Gestalt eines Menschenkindes zu uns kam. Und die Adventszeit gehört als Vorbereitungszeit dazu. Der hektische Charakter der heutigen Vorweihnachtszeit auch im Raum der Kirche lässt davon nur noch wenig spüren.
Die Bibeltexte der Adventszeit erinnern daran, dass wir uns nicht nur an die Geburt des Jesuskindes vor über 2000 Jahren erinnern sollen, sondern dass es um mehr geht. Advent heißt Ankunft. Der Blick bleibt nicht bei Maria, Josef, der Krippe und den Hirten stehen, sondern er ist auf die Wiederkunft des Herrn gerichtet.
Ja genau, Weihnachten – das ist der Beginn einer Geschichte, die in der Kreuzigung und Auferstehung Jesu ihren Höhepunkt hat und in der Wiederkunft des erhöhten Herrn ihren Abschluss findet. Ohne diesen Ausblick wäre Weihnachten mehr oder weniger gegenstandslos. Die Texte der Adventszeit erklären uns, warum wir überhaupt Weihnachten feiern. Den Zusammenhang beispielsweise zwischen Weihnachten und Karfreitag stellt Johann Sebastian Bach auf hervorragende Weise heraus, denn der Choral: Wie soll ich dich empfangen vertont er im Weihnachtsoratorium mit der Melodie: O Haupt voll Blut und Wunden. Das Kind in der Krippe: Das ist der gekreuzigte Christus, der am Ende der Tage wiederkommen wird.
Die ersten Gemeinden haben das Wiederkommen Christi noch sehr bald erwartet. Für sie gehörte das Warten zum Christ sein dazu. Die Gemeinden, an die sich der Jakobusbrief richtet, gehören schon zur nächsten Generation. Ihre Geduld wurde auf die Probe gestellt, denn bis jetzt war die angekündigte und erwartete Wiederkunft des Herrn ausgeblieben.
Interessant nicht wahr, liebe Gemeinde, ich stelle mir das wie auf dem Bahnhof vor. Erst hat der Zug 10 Minuten Verspätung, dann 30, dann eine Stunde und immer so weiter. Eine Vertröstung folgt auf die andere. Das Warten wird immer schwieriger und nerviger. Kommt der Zug überhaupt noch an oder haben wir die Mitteilung verpasst, dass er ganz ausfällt?
Irgendwie finde ich es verständlich, wenn sich Ungeduld und Resignation breit machen: Wenn überhaupt nichts passiert, worauf sollen wir dann noch warten? Das ist vielleicht die Frage, auf die der Schreiber des Jakobusbriefes antwortet. Seid geduldig! Habt Ausdauer! Lasst nicht nach im Warten! Verliert das Kommen des Herrn nicht aus dem Blick, selbst wenn es sich immer weiter hinauszögert. Nur weil es bis jetzt noch nicht eingetroffen ist, heißt das noch lange nicht, dass es sich prinzipiell erübrigt hat. Das ist seine Antwort.
Und wir? Was machen wir in unserer unruhigen Zeit, in der alles schnell gehen muss und das Warten ein Störfaktor ist? Worauf warten wir im Advent und zu Weihnachten?
Nun, ich denke, mit der Gemeinde des Jakobusbriefes haben wir gemeinsam, dass die Wiederkunft des Herrn immer noch aussteht, nur dass inzwischen einige Jahre mehr vergangen sind. Oder ist Gott schon längst wieder da, und wir wissen es nur nicht? Es ist in der Tat nicht ganz leicht, auf etwas zu warten, was sich immer weiter hinauszögert. Wie das Warten auf das Telefongespräch, das nicht zu Stande kommt, und stattdessen immer nur zu hören ist:
„Bitte gedulden Sie sich noch einen Moment. Sie werden mit dem nächsten freien Mitarbeiter verbunden.“
Please hold the Line, düt düt düt. Sie werden gleich mit dem nächsten freien Mitarbeiter verbunden.
Gott mutet uns zu, dass wir uns in Geduld üben. Vielleicht ist das auch ganz gut so, denn sind wir überhaupt auf seine Ankunft vorbereitet? Die Aufforderung des Jakobus zur Geduld steht im engen Zusammenhang mit dem Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen: Da geht es darum, sich bereit zu halten, denn der Bräutigam kann jederzeit kommen.
Im Advent besinnen wir uns auf das Warten. Wir warten auf Gott, der zu uns Menschen kommt. Nicht nur als Kind in der Krippe.
Am Schluss möchte ich noch einmal den Text aus dem Jakobusbrief lesen:
[7] So seid nun geduldig, liebe Brüder, bis zum Kommen des Herrn. Siehe, der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde und ist dabei geduldig, bis sie empfange den Frühregen und Spätregen. [8] Seid auch ihr geduldig und stärkt eure Herzen; denn das Kommen des Herrn ist nahe.
Amen.

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

* Lied EG 11, 1-4     Wie soll ich dich empfangen

* Fürbittengebet:

Wir wollen auf die Bitte: „ ja so soll es sein“  Antworten: „Wir warten auf dich“
So lasst uns unsere Fürbitte vor Gott bringen:
Guter Gott,
wir bitten dich:
Begleite uns durch diese Adventszeit.
Lass uns etwas von der Freude spüren,
die durch das Kommen deines Sohne diese Welt erfüllt.
Schenke uns in dieser Zeit
die nötige Ruhe und Gelassenheit,
denn dein Fest soll feierlich und fröhlich sein, ja so soll es sein:

G: Wir warten auf dich

Wir wollen aber nicht die vergessen,
die in dieser Zeit die Einsamkeit schmerzhafter zu spüren bekommen.
Schenkte du ihnen Menschen,
die sich ihrer annehmen
und sie ein Stück weit begleiten können.
Und da,
wo unsere Kräfte es nicht vermögen,
da erfülle du die Leere
mit deiner Gegenwart. Ja so soll es sein:

G. Wir warten auf dich

Wir bitten dich für alle Menschen,
die körperliches oder seelisches Leid tragen müssen.
Gib du ihnen in ihrem Gebrechen
Hoffnung auf Besserung.
Sie sollen den Mut finden,
Hilfe zu suchen,
auf dass ihre Worte Gehör finden
-bei uns Menschen
und bei dir. Ja so soll es sein:

G: Wir warten auf dich

Gib uns allen die Einsicht,
dass diese Welt mit all ihrem vielfältigen Leben
deine Schöpfung ist,
die wir von unseren Kindern nur geliehen
und von dir zur Bewahrung anvertraut bekommen haben.
Lass uns Wege finden,
das Leben in Vielfalt zu fördern
und nicht zunichte zu machen.
Dies und alles,
was uns noch am Herzen liegt,
bringen wir vor dich
in den Worten deines Sohnes und beten gemeinsam:

Gemeinsam beten wir mit den Worten die Jesus uns geleert hat.

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Lied EG 562     Segen und behüte

* Bekanntmachungen:
Kollekte: Rehabilitations- und Erholungszentrum Nadeshda Weissrußland

Wochenspruch: Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin. Sach 9, 9


Nächste Gottesdienste

Sonntag, 3. Advent – 16. Dezember 2018 mit Lektor Ziegenbein

9:15 Uhr     Gottesdienst in Lettgenbrunn

10:30 Uhr     Gottesdienst in Lohrhaupten


Abkündigungen:

Mittwoch, 12. Dezember 2018

19:00 Uhr     Frauenkreis in Lohrhaupten im Gemeindehaus

Nur Lohrhaupten:
Am 07.12.2018 ist Frau Katharina Freund im Alter von 93 Jahren verstorben. Der Termin für die Trauerfeier steht noch nicht fest.
----------------Freies Gebet-------------------------------------------

* Votum:
Schwestern und Brüder, erhebt euch zum Segen,
faßt die Hände der Menschen zu beiden Seiten.
Geht hin im Namen des lebendigen Gottes,
der für uns sorgt wie Vater und Mutter.
Geht hin und hört auf die Weisheit
der Geschichten eurer Mütter und Väter im Glauben.
Geht hin und stellt euch dem entgegen,
was das Leben von Kindern, Frauen und Männern einengt.
Und freut euch daran, daß wir einander haben.

* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden. AMEN.

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BeitragVerfasst am: 09.12.2018 12:17    Titel: Re:


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