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-thommy-
Lektor Wagner


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BeitragVerfasst am: 09.03.2019 16:22    Titel: Beerdigung Östreich am 09.03.2019 Antworten mit Zitat

Beerdigung von Dieter Östreich
am 09.03.2019 um 14.00 Uhr
in der Trauerhalle auf dem Friedhof in Schlierbach
Text: Psalm 131, 2



Eingangsvotum:
Wir sind heute Mittag hier zusammengekommen, um Abschied zu nehmen von Dieter Östreich.
Wir bringen vor Gott die Klage über diesen Verlust und den Dank für unsere Zeit, die wir mit Ihm haben durften.
Wir tun dies im Namen des Vaters,
der uns dieses Leben gibt und nimmt,
im Namen des Sohnes,
der unser Leben lebte
und durch unseren Tod hindurchgegangen ist, und im Namen des heiligen Geistes, der uns zum ewigen Leben führt. Amen.

Wir beten mit Worten aus den Psalmen:

Psalmgebet:  
HERR, du erforschest mich
und kennest mich.
2 Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es;
du verstehst meine Gedanken von ferne.
3 Ich gehe oder liege, so bist du um mich
und siehst alle meine Wege.
4 Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge,
dass du, HERR, nicht schon wüsstest.
5 Von allen Seiten umgibst du mich
und hältst deine Hand über mir.
17 Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken!
Wie ist ihre Summe so groß!
18 Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand:
Am Ende bin ich noch immer bei dir.
(Psalm 139, 1-5+17-1Cool
AMEN.

Lesung: Offenbarung des Johannes 21, 1-7
1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
2 Und ich sah die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
3 Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein;
4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!
6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
7 Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.
AMEN                                                                    (Offb. 21, 1-7)

Lied: So nimm denn meine Hände  /  In den kleinen Heften steht es drin, wer mit singen möchte kann dies gerne tun.

PREDIGT:
Votum:
Jesus Christus spricht: Meinen Frieden gebe ich euch, nicht den Frieden, den die Welt euch gibt. Euer Herz erschrecke nicht. AMEN.

Liebe Familie Östreich, liebe Angehörigen, liebe Trauergemeinde,

Fürwahr, meine Seele ist still und ruhig geworden wie ein kleines Kind bei seiner Mutter, wie ein kleines Kind, so ist meine Seele in mir. (Psalm 131, 2)

Dieser Vers aus den Psalmen ist wenigen Menschen bekannt. Als ich nach unserem Gespräch am 27.02. zuhause nachdachte und mir alles Gesagte durch den Kopf gehen ließ, war klar, dieser Schatz aus den Psalmen soll unsere Gedanken und Empfindun-gen zu Dieter heute bei seinem Abschied lenken, leiten und füh-ren. Es ist immer sehr schwer loszulassen und zu begreifen, dass der Mann, der Vater, der Großvater und Schwager nicht mehr da ist. Plötzlich ist ein Leben zu Ende und vieles bleibt ungesagt, un-ausgesprochen und wir können es nun nicht mehr nachholen. Manchmal ist das so erdrücken und wir machen uns Vorwürfe, aber das brauchen wir nicht.  Diese kurze Passage aus dem Psalm ist so wunderbar und beschreibt wunderschön wie ein Abendlied der Mutter am Bett ihres Kindes, bei dem wenige Worte reichen, um es einzuhüllen in einen sanften Schlaf.
In einen sanften Schlaf gefallen ist Dieter auch. Er, der doch ein eher lauter Typ Mensch war und immer einen Spruch auf den Lip-pen hatte, schlief sanft und ruhig neben seiner Anna ein. Friedlich lag er da. Er war im Leben laut und ging im Sterben leise, so habt ihr mir das gesagt.
Ich finde das der Tod von Dieter nach seinem Leben ein heim-kommen zu Gott ist, dass ist so wie wenn ein Kind heimkommt, zerzaust und nicht mehr so wie es ging, nicht mehr unschuldig, nicht mehr so kraftvoll, sondern erfüllt, aber auch ermüdet, mit manchen Wunden, Enttäuschungen im Gesicht. Und dann ist es geborgen im Schoß der Mutter, in den Armen des Vaters.
Nach einem langen Leben sind wir auch gezeichnet von Wunden auf der Seele oder am Körper und wir können von vielen Enttäu-schungen berichten. Und so ist das Sterben auch. Wir verlassen unsere Hülle und treten heraus. Was von uns bleibt ist die Erinne-rung, die Bilder, die vielen Erlebnisse und die frohen und schweren Wege, die wir zusammen mit Dieter gegangen sind.
Dieter war immer sehr direkt und sagte das was er dachte. Das hat nicht immer allen gefallen, aber so war er eben. Er war Natur-verbunden und liebte es von seinem Sessel aus die Vögel zu be-obachten.
Er liebte es mit seiner Familie zusammen zu sein und er genoss es, wenn seine beiden Kinder und sein Enkelkind da waren. Die Grillabende waren für ihn immer ein Highlight. Er war großzügig und er träumte davon im Lotto zu gewinnen, um auf der Wiese ne-benan für seine Lieben ein Haus zu bauen.
An vielen Äußerungen unseres Lebens merken wir, das wir zu-rückkehren am Ende unseres Lebens dorthin, wo wir am Anfang unseres Lebens waren. Die Erinnerung an diese Zeit leuchtet auf und wir sprechen darüber. Wir werden hinfälliger und wir werden Hilfebedürftig wie Kinder, wir strecken die Hände aus und brau-chen die Hilfe wie als Kind. Und so sind wir am Ende unseres Le-bens wieder wie ein Kind.
Mansches aus dem Leben von Dieter erinnert uns an diese Be-schreibung. Anna war für ihn da und umsorgte ihn bis zum Ende. 53 Jahre seid ihr als Paar euren Weg in guten und in bösen Tagen gegangen und du hattest es nicht immer leicht hast du mir gesagt. Wer die Lebensgeschichte von unserem verstorbenen kennt, weiß das er es als Kind sehr schwer hatte und oft nach Liebe und Aner-kennung vergeblich gesucht hat. So etwas prägt und formt. Und deshalb war er so wie er war. Umso wichtiger war ihm seine Fa-milie.  In den letzten Tagen hat er es wohl gespürt sagtet ihr, dass es zu Ende geht. Dieter ging still und ruhig von dieser Welt. Er hin-terlässt aber ein erfülltes und gutes Leben wenn auch seit 2013 die Gesundheit bergab ging. Was beliebt nun am Ende eines Men-schenlebens?  
„Fürwahr, meine Seele ist still und ruhig geworden wie ein kleines Kind bei seiner Mutter, wie ein kleines Kind, so ist meine Seele in mir“.
Dieses schöne Bild wollen wir behalten und in unsere Herzen auf-nehmen. Denn es bleiben so viele Fußstapfen von Dieter an die wir uns erinnern und die uns auch in der Zeit des Abschiedes und der Trauer kraft geben und Mut machen. So wie diese wunderbare Psalm Wort.
AMEN
-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

Musik: Vögel

Gebet:
Wir sind heute hier zusammengekommen, um Abschied zu nehmen von Dieter. So vieles geht uns heute Nachmittag durch den Kopf. So vieles wollten wir doch noch sagen und machen. Wir bitten dich, gnädiger Gott nimm Dieter auf in deinem Himmlischen Heiligtum und tröste du uns, die wir zurückbleiben.
Gott, du hast mir einen Mund geschenkt – ich klage dir mein Leid.
Gott, du hast mir ein Herz geschenkt – es ist mir so schwer gewor-den.
Gott, du hast mir Augen geschenkt – sie sind voller Tränen.
Gott, du hast mir Ohren geschenkt – ich bin Taub für Zuspruch und Mitleid.
Gott, du hast mir Hände geschenkt – sie können nicht mehr helfen.
Gott, du hast mir Füße geschenkt – ich bin wie gelähmt.
Gott, du hast mir das Liebste genommen – schenke mir deinen Trost.  
Amen.

- Im Namen der Angehörigen lade ich alle zum Tröster ins Ev. Gemeindehaus hier ins Schlierbach ein.

Abschlussvotum:
Wir wollen jetzt zum Grab gehen.
Gott berühre uns im Kommen und Gehen.
Er bewahre uns im Tun und Lassen.
Gott behüte unseren Ausgang und Eingang
von nun an bis in Ewigkeit.

Votum:
So lasst uns nun die Urne mit Dieters Asche zu ihrer letzten Ruhe-stätte geleiten.

- Am Grab-

Votum:
Der Friede Gottes sei mit euch allen.
Amen.
An der Grenze dieses Lebens vertrauen wir darauf, dass jenseits der Grenze Leben möglich ist.
Voll Vertrauen auf Gottes Liebe und Barmherzigkeit nehmen wir Ab-schied von Dieter Östreich.  

Aussegnung:
1. Du kannst nicht tiefer fallen
als nur in Gottes Hand,
die er zum Heil uns allen
barmherzig ausgespannt.
2. Es münden alle Pfade
durch Schicksal, Schuld und Tod
doch ein in Gottes Gnade
trotz aller unsrer Not.
3. Wir sind von Gott umgeben
auch hier in Raum und Zeit
und werden in ihm leben
und sein in Ewigkeit. AMEN.

Urne wird herabgelassen

Votum:
Alles, was zerfällt, gehört der Erde
Doch alles, was uns lieb ist, dem Himmel.
Nimm, Erde, den Staub.
Nimm, Himmel, das Leben.
Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zum Staube. (+)

Im Vertrauen auf diese Verheißung des Glaubens beten wir fürei-nander und miteinander zu dir, Gott, das Vater unser……..

Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten
über dir und sei dir gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht über dich
und gebe dir Frieden.
AMEN

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BeitragVerfasst am: 09.03.2019 16:22    Titel: Re:


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