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-thommy-
Lektor Wagner


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BeitragVerfasst am: 05.01.2021 17:41    Titel: Beerdigung von Willfried (Obbi) Simon am 05.01.2021 Antworten mit Zitat

Beerdigung von Willfried Simon
Am 05.01.2021 um 14.00 Uhr
in der Trauerhalle auf dem Friedhof in Aufenau
Text: Psalm 131, 2



Eingangsvotum:
Wir sind heute Mittag hier zusammengekommen, um Abschied zu nehmen von Wilfried Simon
Wir bringen vor lGott die Klage über diesen Verlust und den Dank für unsere Zeit, die wir mit Ihm haben durften.
Wir tun dies im Namen des Vaters,
der uns dieses Leben gibt und nimmt,
im Namen des Sohnes,
der unser Leben lebte
und durch unseren Tod hindurchgegangen ist, und im Namen des heiligen Geistes, der uns zum ewigen Leben führt. Amen.

Wir beten mit Worten aus den Psalmen:

Psalmgebet:  
HERR, du erforschest mich
und kennest mich.
2 Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es;
du verstehst meine Gedanken von ferne.
3 Ich gehe oder liege, so bist du um mich
und siehst alle meine Wege.
4 Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge,
dass du, HERR, nicht schon wüsstest.
5 Von allen Seiten umgibst du mich
und hältst deine Hand über mir.
17 Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken!
Wie ist ihre Summe so groß!
18 Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand:
Am Ende bin ich noch immer bei dir.
(Psalm 139, 1-5+17-1Cool
AMEN.

Lesung: Offenbarung des Johannes 21, 1-7
1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
2 Und ich sah die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
3 Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein;
4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!
6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
7 Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.
AMEN                                                                    (Offb. 21, 1-7)

Lied: Stern auf den ich schaue

PREDIGT:
Votum:
Jesus Christus spricht: Meinen Frieden gebe ich euch, nicht den Frieden, den die Welt euch gibt. Euer Herz erschrecke nicht. AMEN.

Liebe Marianne, liebe Inge, liebe Elke, liebe Angehörigen, liebe Trau-ergemeinde,
Fürwahr, meine Seele ist still und ruhig geworden wie ein kleines Kind bei seiner Mutter, wie ein kleines Kind, so ist meine Seele in mir. (Psalm 131, 2)

Als ich am Heiligen Abend mittags mit dir Inge telefonierte und wir uns darauf verständigten, dass ich ein schönes Psalmwort für Will-fried aussuchen möchte, gingen mir danach viele Erlebnisse die wir alle zusammen mit Willfried hatten durch den Kopf und ich ent-schied mich für dieses Psalmwort, denn mir war auf einmal klar, dieser Schatz aus den Psalmen soll unsere Gedanken und Emp-findungen zu Willfried heute bei seinem Abschied lenken, leiten und führen. Es ist immer sehr schwer loszulassen und zu begrei-fen, dass der Mann, der Vater, der Großvater, der Urgroßvater und Schwager nicht mehr da ist. Plötzlich ist ein Leben zu Ende und vieles bleibt ungesagt, unausgesprochen und wir können es nun nicht mehr nachholen. Manchmal ist das so erdrücken und wir machen uns Vorwürfe, aber das brauchen wir nicht. Wir müssen uns frei machen von allen Vorwürfen und müssen lernen mit dem Verlust zu leben.  Diese kurze Passage aus dem Psalm ist so wunderbar und beschreibt wunderschön wie ein Abendlied der Mutter am Bett ihres Kindes, bei dem wenige Worte reichen, um es einzuhüllen in einen sanften Schlaf.

In einen sanften Schlaf gefallen ist Willfried auch. Er, der ein so wunderbarer und liebenswürdiger Mensch war. Er liebte sein Le-ben und seine Familie, die war das höchste gut für ihn. Sein fester Glaube prägte sein Leben, sein arbeiten und auch ihn als den Wilfried, den Obbi, der voller Stolz bei der Taufe seiner Urenkelin strahlte und dass bei jedem Besuch der kleinen.

Ich finde das der Tod von Wilfried nach seinem Leben ein heim-kommen zu Gott ist, dass ist so wie wenn ein Kind heimkommt, zerzaust und nicht mehr so wie es ging, nicht mehr unschuldig, nicht mehr so kraftvoll, sondern erfüllt, aber auch ermüdet, mit manchen Wunden, Enttäuschungen im Gesicht. Und dann ist es geborgen im Schoß der Mutter, in den Armen des Vaters.

Nach einem langen Leben sind wir auch gezeichnet von Wunden auf der Seele oder am Körper und wir können von vielen Enttäu-schungen berichten. Und so ist das Sterben auch. Wir verlassen unsere Hülle und treten heraus. Was von uns bleibt ist die Erinne-rung, die Bilder, die vielen Erlebnisse und die frohen und schweren Wege, die wir zusammen mit Willfried gegangen sind.

Willfried war ein Mensch bei dem ich sage, schön das unsere We-ge sich begegnet sind und dass wir viele der Wege gemeinsam gehen konnten

Er liebte es mit seiner Familie zusammen zu sein und er genoss es, wenn seine beiden Töchter, sein drei Enkel und seine Urenke-lin da waren. Die Familienfeste und Zusammenkünfte waren für ihn immer ein Highlight.

An vielen Äußerungen unseres Lebens merken wir, das wir zu-rückkehren am Ende unseres Lebens dorthin, wo wir am Anfang unseres Lebens waren. Die Erinnerung an diese Zeit leuchtet auf und wir sprechen darüber. Wir werden hinfälliger und wir werden Hilfebedürftig wie Kinder, wir strecken die Hände aus und brau-chen die Hilfe wie als Kind. Und so sind wir am Ende unseres Le-bens wieder wie ein Kind.

Mansches aus dem Leben von Wilfried erinnert uns an diese Be-schreibung. Marianne war für ihn da und umsorgte ihn. Über 60 Jahre seid ihr als Paar euren Weg in guten und in bösen Tagen gegangen. Wer die Lebensgeschichte von unserem verstorbenen kennt, weiß das er es als Kind sehr schwer hatte, er müsste früh Verantwortung übernehmen in den Kriegswirren und lernen zu ko-chen und zu backen. So etwas prägt und formt. Und deshalb war er so wie er war. Umso wichtiger war ihm seine Familie. In den letzten 23 Tagen hat er es wohl gespürt, dass es zu Ende geht. Willfried ging still und ruhig von dieser Welt, mit dem Vater unser Gebet und der Hand seiner Tochter Inge. Er hinterlässt aber ein erfülltes und gutes Leben. Was beliebt nun am Ende eines Men-schenlebens?  

„Fürwahr, meine Seele ist still und ruhig geworden wie ein kleines Kind bei seiner Mutter, wie ein kleines Kind, so ist meine Seele in mir“.

Dieses schöne Bild wollen wir behalten und in unsere Herzen auf-nehmen. Denn es bleiben so viele Fußstapfen von Wilfried an die wir uns erinnern und die uns auch in der Zeit des Abschiedes und der Trauer kraft geben und Mut machen. So wie diese wunderbare Psalm Wort.  
AMEN

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

Lied: So nimm denn meine Hände

Gebet:
Wir sind heute hier zusammengekommen, um Abschied zu nehmen von Wilfried. So vieles geht uns heute Nachmittag durch den Kopf. So vieles wollten wir doch noch sagen und machen. Wir bitten dich, gnädiger Gott nimm Willfried auf in deinem Himmlischen Heiligtum und tröste du uns, die wir zurückbleiben.
Gott, du hast mir einen Mund geschenkt – ich klage dir mein Leid.
Gott, du hast mir ein Herz geschenkt – es ist mir so schwer gewor-den.
Gott, du hast mir Augen geschenkt – sie sind voller Tränen.
Gott, du hast mir Ohren geschenkt – ich bin Taub für Zuspruch und Mitleid.
Gott, du hast mir Hände geschenkt – sie können nicht mehr helfen.
Gott, du hast mir Füße geschenkt – ich bin wie gelähmt.
Gott, du hast mir das Liebste genommen – schenke mir deinen Trost.  
Amen.

An dieser Stelle dürfen nun die Vertreter der Vereine und der Polizei etwas sagen.

Abschlussvotum:
Wir wollen jetzt zum Grab gehen.
Gott berühre uns im Kommen und Gehen.
Er bewahre uns im Tun und Lassen.
Gott behüte unseren Ausgang und Eingang
von nun an bis in Ewigkeit.

Votum:
So lasst uns nun den Sarg mit Willfried zu seiner letzten Ruhestätte geleiten.


- Am Grab-

Votum:
Der Friede Gottes sei mit euch allen.
Amen.
An der Grenze dieses Lebens vertrauen wir darauf, dass jenseits der Grenze Leben möglich ist.
Voll Vertrauen auf Gottes Liebe und Barmherzigkeit nehmen wir Ab-schied von Wilfried Simon.  

Aussegnung:
1. Du kannst nicht tiefer fallen
als nur in Gottes Hand,
die er zum Heil uns allen
barmherzig ausgespannt.
2. Es münden alle Pfade
durch Schicksal, Schuld und Tod
doch ein in Gottes Gnade
trotz aller unsrer Not.
3. Wir sind von Gott umgeben
auch hier in Raum und Zeit
und werden in ihm leben
und sein in Ewigkeit. AMEN.

Sarg wird herabgelassen

Votum:
Alles, was zerfällt, gehört der Erde
Doch alles, was uns lieb ist, dem Himmel.
Nimm, Erde, den Staub.
Nimm, Himmel, das Leben.
Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zum Staube. (+)

Im Vertrauen auf diese Verheißung des Glaubens beten wir fürei-nander und miteinander zu dir, Gott, das Vater unser.

Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten
über dir und sei dir gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht über dich
und gebe dir Frieden.
AMEN

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BeitragVerfasst am: 05.01.2021 17:41    Titel: Re:


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