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-thommy-
Lektor Wagner


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 13.12.2007
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BeitragVerfasst am: 09.09.2017 20:58    Titel: Verabschiedung Prädikant Wagner am 09.09.2017 Antworten mit Zitat

Gottesdienst am Vorabend des 13. Sonntag nach Trinitatis mit Verabschiedung von Prädikant Wagner  
17.00 Uhr Ev. Johanneskirche Neudorf
Samstag, 09.09.2017
Text: Mathäus 6, 1-4


* Lied EG 136, 1    O komm du Geist der Wahrheit

* Votum und Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.  AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Der Wort und Treue hält und der nicht
Fahren lässt das Werk seiner Hände. AMEN

Liebe Gemeinde, zum Gottesdienst am Vorabend des 13. Sonntag nach Trinitatis heiße ich Sie und Euch alle ganz herzlich Willkommen. Das ist heute Abend mein letzter Gottesdienst in dieser Kirchengemeinde die ich nach 20 Jahren und auf den Tag genau 9 Monaten zum heutigen Tag verlassen werde. Meinen ersten Gottesdienst hatte ich hier am 08.12.1996 am 2. Advent. Das Thema heute Abend lautet: Tu es einfach. Ich wünsche uns allen einen Mutmachenden Gottesdienst.

*Lied EG 473, 1+2     Mein schönste Zier

*Eingangspsalm:

Psalm 119 EG 748 im Wechsel mit der Gemeinde
Kommt lasst uns anbeten:

*Aufforderung zum Bittruf:
Wir wissen nicht, was wir tun sollen. Das Gute sehen wir nicht. Und wenn wir es sehen, fehlt uns die Kraft, es zu tun.
Wir bitten Gott um erbarmen und rufen:

*Aufforderung zum Lobpreis:
Christus spricht: Lass dir an meiner Gnade genügen, meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!
Wir loben Gott und singen:

*Kollektengebet:
Lasst uns beten:
Herr Jesus Christus,
öffne uns die Ohren, dass wir dein Wort hören. Erleuchte uns den Verstand, damit wir es verstehen. Und bewege unser Herz, damit wir tun, was wir durch deine Gnade als richtig erkennen. Das bitten wir dich, der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist bei uns bist von Ewigkeit zu Ewigkeit.

G: AMEN
* Schriftlesung: Lukas 10, 25-37
Jesus gibt auf eine schwere Frage eine einfache Antwort: Tu das Gute, das nötig ist, um des Nächsten willen.  Im Lukasevangelium im 10 Kapitel heißt es:

25 Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe?
26 Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du?
27 Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst«
28 Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu das, so wirst du leben.
29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Wer ist denn mein Nächster?
30 Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halb tot liegen.
31 Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er vorüber.
32 Desgleichen auch ein Levit: Als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber.
33 Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte er ihn;
34 und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.
35 Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme.
36 Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste gewesen dem, der unter die Räuber gefallen war?
37 Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen!

(Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren - Halleluja)

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

* Lied EG 316, 1-4     Lobe den Herren

* PREDIGT:

- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Predigttext:  Matthäus 6, 1-4
Habt Acht auf eure Frömmigkeit, dass ihr die nicht übt vor den Leuten, um von ihnen gesehen zu werden; ihr habt sonst keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel.  Wenn du nun Almosen gibst, sollst du es nicht vor dir ausposaunen lassen, wie es die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen, damit sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.  Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, [4] damit dein Almosen verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten.

Liebe Gemeinde!
Was soll ich in meiner letzten Predigt sagen. Es fällt mir doch nicht so leicht wie ich dachte nach so langer Zeit zu gehen. Nun, ich denke aber das wir heute Abend leichter als sonst durch die Verse, die wir als Predigttext gehört haben kommen und über die ich mir vorgenommen habe zu predigen. Wir müssen dabei nur drei Wörter in die Sprache unserer Tage übersetzen: Vielleicht sagen wir für „Habt acht auf eure Frömmigkeit...“ - „habt acht auf euer Tun für eure Mitmenschen“, „dass ihr es nicht übt vor den Leuten, um von ihnen gesehen zu werden“. Für „Synagoge“ setzen wir „Kirche“ ein oder vielleicht „Kirchengemeinde“. Und statt „Almosen“ sagen wir „Spenden“. - Und schon beginnen die Worte Jesu auch mit uns zu reden, oder etwa nicht?

Ich hatte schon oft bei dem, was Menschen in der Gemeinde oder auch in der Gesellschaft für andere tun, das Gefühl, es ginge dabei oft mehr um den Menschen selbst, der sich da für andere einsetzt, als um die, denen er hilft, die er unterstützt oder fördert. Man merkt das z.B. daran, dass der Einsatz für den Mitmenschen schwächer wird und die begonnene Hilfe einschläft, nachdem eine gewisse Zeit vergangen ist und die Öffentlichkeit der Gemeinde oder Gesellschaft sich sozusagen an die guten Taten gewöhnt hat. Es fehlt der lange Atem, der sich nicht aus der Beachtung von außen, sondern nur aus dem eigenen Herzen speisen kann. Oder man sieht es eben daran, dass ein Spender sichtbar oder hörbar darauf aus ist, dass die Leute seine Wohltaten nur ja gebührend wahrnehmen und würdigen.

Sollen wir, die das bei anderen sehen und spüren, diese Menschen dann rügen, dass sie so sind und sich so deutlich anders verhalten als Jesus es seinen Nachfolgerinnen und Nachfolgern empfiehlt?
Drei Gedanken sprechen dagegen: Einmal müssen wir aufpassen, dass wir nicht andere dessen bezichtigen, was auch uns selbst gar nicht so fremd ist. Dabei nämlich würden wir selbst zu Heuchlern und zu Leuten, die wir gern mit „Pharisäer“ bezeichnen. Zum zweiten dient das nicht gerade dem Gemeinschaftsgeist und einem guten Miteinander. Wir hätten bald schon keine Freunde mehr und würden als hochmütig und überheblich gelten - auch und gerade dann, wenn wir mit unserer Kritik Recht hätten. Aber das dritte, da bin ich ganz offen, ist für mich das wichtigste Argument dagegen, dass wir die Mitmenschen auf ihr Verhalten ansprechen, das doch nur ihrem eigenen Ansehen dienen soll: Was wäre denn gewonnen, wenn sie ihre Hilfe, die sie ja immerhin tun, einstellen und ihren Einsatz, den sie - vielleicht um ihrer selbst willen - bringen, aufgeben? Nichts wäre gewonnen, aber viel wäre verloren, wen die Hilfe aufhört.
Das Ziel kann also nur sein, dass die Menschen selbst ihre Einstellung ändern und der Antrieb zu ihrem Tun aus ihrem Herzen kommt und sie ihre Hilfe um der anderen Menschen willen leisten. - Aber wie soll das gehen?
Ich denke dabei an eine Sache, die wir heute etwas hochtrabend, aber wie ich finde nicht unpassend, mit „Anerkennungskultur“ bezeichnen. Allerdings leidet diese „Kultur“ in der Praxis unseres wirklichen Lebens Mangel und Not. Dabei sehnen wir uns alle danach, in dem, was wir tun und wo wir helfen und die Liebe zum Nächsten leben, auch angemessen „anerkannt“ zu werden, was am leichtesten mit einem „Vielen Dank!“ oder „Dankeschön!“ ausgedrückt werden könnte. Aber diese Worte hört man wenig, viel zu wenig!
Und da will ich heute einmal nicht zuerst davon sprechen, wie das bei Ihnen um die Anerkennung anderer und das Danken bestellt ist, sondern ich fange einmal bei der Kirche an und in unserer Gemeinde: Ob die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Gemeindekreisen und -gruppen und in unserem Kirchenvorstand wohl immer wieder einmal ein Dankeschön bekommen - außer wenn sie aus dem Dienst scheiden? Und wie mag es bei unserer Organistin sein? Ob sie hin und wieder gelobt wird, wenn sie uns bei einem neuen Lied so begleitet hat, dass wir schnell die Melodie erfassen, so dass wir mitsingen können, oder ein tolles Vor- oder Nachspiel gespielt wurde? Ach und die Küsterin... Wir könnten sie ja jetzt fragen, wann zuletzt jemand bemerkt und dankbar angesprochen hat, wie schön sie immer wieder den Altar schmückt und alles so liebevoll vorbereitet.
Da wir schon einmal dabei sind, will auch ich selbst jetzt aus meinem Herzen keine Mördergrube machen. Es wäre schon schön, wenn wenigstens hin und wieder jemand „Danke“ gesagt hätte, bei all dem was so in fast 21 Jahren ehrenamtlich von mir gemacht wurde.“  Es wäre auch schön gewesen, am 2. Advent 2016 eine kleine Ehrung zu meinem 20 jährigen Mitarbeiterjubiläum in dieser Kirchengemeinde zu bekommen, doch bis heute hat daran keiner gedacht.
Da ich nun schon einmal bei mir angekommen bin, will ich auch das noch sagen: Ich fasse mich hier - wie immer! - auch an die eigene Nase, wenn wir das jetzt einmal von der anderen Seite her sehen: Wir hören eben nicht nur selbst zu wenig Lob und Dank - wir geben davon auch den Mitmenschen zu wenig. Mit dem hochtrabenden Begriff von vorhin ausgedrückt: Die Anerkennungskultur leidet auch durch uns selbst Mangel und Not, liebe Gemeinde.
Aber ich glaube wirklich, dass der Mangel an Anerkennung, den wir selbst erfahren und empfinden, damit zu tun hat, wie viel Lob und Anerkennung wir den anderen Menschen gönnen. Wenn wir einem anderen, der das ja meist kaum erwartet hat, ein Lob sagen oder ein Dankeschön, wo wir sonst immer geschwiegen haben, dann wird dieser andere ganz gewiss erst staunen und dann darüber nachdenken, ob er nicht demnächst auch einem Mitmenschen, der damit gar nicht rechnet, für das danken sollte, was er tut und wo er anderen oder uns hilfreich ist oder unserer Freude dient. So wie ich am
30.07.2017 bei meinem letzten Eventgottesdienst in Aufenau Ralf und Doreen Brill und deren Freund Dirk danke gesagt habe, für die Hilfe der letzten 2 Jahre bei allen größeren Gottesdiensten. Ingrid Brill die aus dem Kirchenvorstand ausgeschieden ist und ich waren froh und dankbar für die Hilfe. Es braucht einfach einmal eine oder einen, die oder der damit anfängt. Nach und nach werden sicher weitere Menschen aufmerksamer in Sachen Anerkennungskultur werden!
Einen ganz wichtigen Gedanken in den Worten Jesu, die wir heute bedenken, habe ich bisher noch gar nicht angesprochen. Ich meine diesen, von dem hier gleich zweimal die Rede ist, nämlich dass uns auch „Lohn“ von „unserem Vater im Himmel“ verheißen ist, der Lohn, den wir verlieren, wenn wir unsere guten Taten nur tun, um „von den Leuten gepriesen zu werden“. Denn dann haben wir, wie Jesus sagt, „unseren Lohn schon gehabt“.
Ich bin ganz ehrlich: Ich habe diesen Gedanken um den Lohn unserer Taten bewusst ans Ende der Predigt „verlegt“. Ich finde ihn - um es so auszudrücken - unevangelisch. Denn wir wissen es ja, dass Jesus Christus der einzige ist, der bei unserem himmlischen Vater etwas verdient hat, was Lohnes wert ist, nämlich durch sein unschuldiges Leiden und Sterben für uns und alle Menschen. Trotzdem soll es nicht ganz vergessen werden, dass uns auch ein Lohn versprochen ist, wenn wir nicht aus unserem Streben nach Beachtung und um von den Leuten gepriesen zu werden, denken, reden und Gutes tun. Wer nämlich nicht um des Lohnes Gottes willen für seine Mitmenschen da ist und sich für sie in Hilfe und Beistand einsetzt, der wird diesen Lohn spüren - und er soll ihn auch sehen und beachten! Dieser Lohn ist vielleicht das wunderbare Gefühl, für einen Menschen wichtig zu sein. Oder es ist der Glanz in den Augen eines Kindes, wenn es fühlt: Hier ist jemand, der kann mich leiden, der kümmert sich um mich, der hat es gern mit mir zu tun. Immerhin erfahren Kinder in unserer Gesellschaft ja oft genug, dass sie nicht willkommen oder gar lästig sind. Schließlich ist „Lohn“ auch der Händedruck und der dankbare Blick eines alten Menschen, der uns sagen will, wie sehr er sich freut, dass wir ihm helfen, auch die letzte Lebensphase würdig zu bestehen. Aber auch bei allen anderen Menschen, ob sie jung sind oder alt, kommt echte Nächstenliebe, die in unserem Herzen gewachsen ist, gut an. Sie merken es sehr genau, ob wir dabei um ihretwillen oder für uns selbst handeln, wenn wir ihnen Hilfe, Begleitung in schwerer Zeit oder auch Spenden geben. Es kommt jedenfalls zu uns selbst immer etwas zurück, auch und gerade dann, wenn wir selbstlos für andere da sind. Wenn wir dann noch ein ehrliches Dankeschön und ein Unerwahrtes Lob hören, haben wir verstanden, warum Jesus uns heute sagt: Habt acht auf euer Tun für eure Mitmenschen, „dass ihr es nicht übt vor den Leuten, um von ihnen gesehen zu werden“. Das wünsche ich allen Ehrenamtlichen die das Fundament einer Kirchengemeinde sind und ohne die Gemeinde nicht mehr funktioniert, das sie wertgeschätzt und geachtet werden und das sie ein Dankeschön bekommen für das was sie leisten. AMEN

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

* Lied EG 262, 1-4     Sonne der Gerechtigkeit

* Verabschiedung:
Nach 20 Jahren und 9 Monaten heißt es heute Abend Adieu zu sagen. Dass ich das in Neudorf tun kann freut mich besonders, liebe ich doch diese wunderschöne Kirche. Besonders bedanke ich mich bei den Kirchenvorständen der letzten 19 Jahre. Den Kirchenältesten besonders bei Elimar Goller und seiner Familie die wir doch auch freundschaftlich verbunden sind und bleiben werden. Ich danke Ingrid Brill die heute leider nicht hier sein kann, da sie ihrs Familie in Japan besucht, für die große Unterstützung und Hilfe bei so vielen Projekten und in vielen Gottesdiensten. Ich bedanke mich bei unseren drei Organistinnen Frau Bölting die heute Abend auch spielt, bei Frau Tkachova und besonders bei Ilse Dorka die nach 19 Jahren am 30.11.2017 auch die Kirchengemeinde Aufenau verlässt. Uns verbinden eine 20 Jährige Freundschaft und viele wunderbare Gottesdienste. Ilse Dorka war an vielen Wegpunkten Begleitung Hilfe und Stütze. Ich danke unseren drei Küsterinnen Frau Salmen aus Aufenau, Frau Fink aus Kassel und Frau Wegmann hier aus Neudorf (Ihre Schwester vertritt sie Frau Seitz). Ich danke den Kreisen und Gruppen unserer Gemeinde für die gute und schöne Zusammenarbeit. Besonders möchte ich da die Churchies und die Ökumenischen Frauen heute nicht vergessen. Ich danke unserer Gemeindesekretärin Astrid Althaus für die Jahrzehnte lange Unterstützung und Freundschaft.  Ich danke ihnen der Gemeinde für die Begleitung auch in der dunklen Zeit in meinem Leben und in der zeit meiner Fort- und Weiterbildung zum Prädikanten. Ich habe so viele Freundschaften schließen dürfen die auch bleiben.
Danke sagen möchte ich auch meinem Ehemaligen Chef, Mentor und bis heute guten Freund Pfarrer Matthias Fischer ohne den ich nicht das wäre was ich heute bin.
In dieser Kirche hier habe ich meine erste Taufe gemacht. Am Pfingstfest 2014 taufte ich  hier mein Patenkind der mir wie ein Sohn ans Herz gewachsen ist. Dafür danke ich seiner Pflegemama meiner besten Freundin, ohne die ich Tobin nicht kennen gelernt hätte. Hier taufte ich Jans ersten Sohn und die Kinder meiner Freunde Familie Jung aus Wächtersbach. Viele andere Kinder taufte ich hier. Hier traute ich Paare und Konfirmierte Kinder und Jugendliche. Hier feierten wir Jubiläen. Wir nahmen Abschiede in Totengedenkgottesdiensten, wir  lachten und wir weinten zusammen.
Danke dass ihr alle heute Abend gekommen seid um Adieu zu sagen. Ab morgen bin ich dann als Prädikant an der Evangelischen Kirche Wächtersbach tätig. Ich freue mich auf meine neue Gemeinde und auf viele Begegnungen. Dieser Kirchengemeinde aus der ich nun gehe wünsche ich Gottes Segen und alles Gute.

* Lied EG 329     Bis hierher hat mich Gott

* Fürbittengebet:

Lasst uns beten:

Allmächtiger Vater,
wie du allen Menschen das Leben gibst,
so gibst du auch uns das Leben.
Du rufst uns in die Kirche,
dass wir als Frauen und Männer
verschiedener Rassen, Farben und Sprachen
und als Menschen unterschiedlicher Erfahrungen und Traditionen
ein Leib seien zur Ehre Christi auf Erden.
Hilf uns sein, wozu du uns berufen hast.
Du bist der Geber des Lebens.
Vater, erneuere uns durch deinen Geist.

Vater aller Menschen,
du gibst uns Überfluss auf der Erde und in den Meeren,
in den Wäldern und auf den fruchtbaren Ebenen.
Du gibst uns Luft zum Atmen, Wasser zum Trinken
und alles, was nötig ist für ein menschliches Leben:
Wir bitten dich für die,
die wenig wissen von deiner Großzügigkeit,
für die diese Erde eine grauenhafte Wüste ist
und Leben ein dauernder Kampf gegen erdrückende Misslichkeiten.
Wir geben zu, dass ihre Lasten unsere Lasten sein sollten,
gehören wir doch zusammen zu einer Menschheit.
Du bist der Geber des Lebens.
Vater,
du hast uns so geschaffen,
dass wir einander brauchen.
Weil wir nicht alle Menschen zu lieben vermögen,
hast du uns aufgetragen,
mit der Schwester und dem Bruder an unserer Seite zu beginnen.
Wir bitten dich für alle, die uns fremd geworden sind:
Segne sie
und segne uns in unserem zukünftigen Verhalten zu ihnen.
Wir bitten dich für unsere Familie,
für die alten Menschen, die uns nahestehen,
und für alle, denen wir Tag für Tag begegnen.
Wir bitten dich: Segne sie und unsere Gemeinschaft mit ihnen.
Du bist der Geber des Lebens.

Vater,
du bist gegenwärtig in allen Bereichen des Lebens.
Wir bringen vor dich
das Kind, das im Arm seiner Mutter liegt;
die jungen Liebenden, die gemeinsam ihr erstes Heim planen;
die Kranken und Kraftlosen,
die mit Schwäche und Hilflosigkeit kämpfen;
die Sterbenden, die bald vor der Erfahrung eines neuen Lebens stehen.
Du bist der Geber des Lebens.
Ewiger Vater,
vor dir denken wir an die,
die aus dieser Welt geschieden sind
und wie wir alle von dir die Gabe des Lebens empfangen haben.
So bitten wir dich:
Führe uns in das ewige Leben.
Du bist der Geber des Lebens.

Denn dein Geist ist es,
der uns das Leben schafft und erhält
in Ewigkeit.

Wir beten in der Stille weiter was uns in dieser Gottesdienstlichen Stunde besonderes am Herzen liegt......
                                      
Stilles Gebet

Das Unaussprechliche und Namenlose legen wir in die Worte, die Jesus Christus uns gelehrt hat und beten:

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Lied EG 562     Segne und behüte uns

* Bekanntmachungen:

* Votum:
Nicht, dass jedes Leid dich verschonen möge,
noch dass dein zukünftiger Weg stets Rosen trage,
keine bittere Träne über deine Wege komme
und kein Schmerz dich quäle -
dies alles wünsche ich dir nicht.
Sondern:
dass dankbar du allzeit bewahrst die Erinnerung an gute Tage.
Dass mutig du gehst durch Prüfungen,
auch wenn das Kreuz auf deinen Schultern lastet,
auch wenn das Licht der Hoffnung schwindet.
Was ich dir wünsche:
dass jede Gabe Gottes in dir wachse,
dass einen Freund du hast,
der deiner Freundschaft wert.
Und dass in Freud und Leid
das Lächeln des Mensch gewordenen Gotteskindes
dich begleiten möge.

* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.      

* Lied EG 487     Abend ward bald kommt die Nacht

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BeitragVerfasst am: 09.09.2017 20:58    Titel: Re:


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