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-thommy-
Lektor Wagner


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BeitragVerfasst am: 02.04.2018 20:59    Titel: Ostermontag mit Chor, 02.04.2018 Antworten mit Zitat

Osterfestgottesdienst am Ostermontag
unter Mitwirkung des Liederkranz Lohrhaupten
02. April 2018
Ev. Kirche Lohrhaupten
10.30 Uhr
Text: Markus 16, 1-8


* Lied EG + 34     Komm heiliger Geist

* Begrüßung:
Bruder Christus,
du hast alles gekannt und alles erlebt:
Verraten und verkauft von Judas,
geleugnet und abgeschrieben von Petrus,
von Ferne beobachtet von den Jüngern –
hast du durch Not und Tod
das Vertrauen zu deinem Vater,
unserem Gott, nicht begraben.
Als alle dich im Stich ließen,
hast du dich nicht von ihnen losgesagt.
Als sie dich auf’s Kreuz legten,
hast du um Verständnis gebeten:
Vergib ihnen, Vater, sie wissen nicht, was sie tun.

Bruder Christus,
du hast Gott mehr gehorcht als den Mächtigen,
und deine Fahne hast du nicht nach dem Wind gehängt.
Du hast dich von ihnen nicht abhängig gemacht,
sondern warst bis in den Tod von Gott abhängig.
Bis zum letzten Atemhauch
Bist du eingestanden für die, die dich bloßstellten,
die dir die Kleider vom Leibe rissen und dich schlugen.
Du hast sie nicht verflucht, nicht sie, nicht Gott.
Sie haben dich nicht klein gekriegt,
nicht damals, nicht heute.
Du lebst unter uns,
und wir lernen, auf Gott zu vertrauen,
wie du es getan hast – bis in die Reiche des Todes.
Du bist auferstanden,
Christus, du bist wahrhaftig auferstanden.

Mit diesem Psalm von Hanns-Dieter Hüsch heiße ich Sie und Euch zu diesem Ostergottesdienst willkommen. Wir feiern ihn:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

* Eingangslied EG 100     Wir wollen alle fröhlich sein

* Eingangspsalm: Ps. 30 - EG 715

* Aufforderung zum Bittruf:
Christus ist auferstanden.
Doch unsere Freude ist verhalten.
Unser tägliches Leben verdeckt,
was am Ostermorgen geschah.
Wir bitten Gott um Erbarmen:

*Aufforderung zum Lobpreis:
Christus ist wahrhaftig auferstanden.
Wie die Jünger lässt er uns Leben entdecken
und macht uns froh.
So begegnet er uns.
Wir stimmen ein in den Jubel des Lebens
und singen:

* Kollektengebet:
Herr, unser Gott,
du rufst uns mit Jesus aus dem Tod ins Leben.
Wir bitten dich:
Lass uns nicht in dunkler Nacht bleiben.
Schenke uns wieder Hoffnung auf deinen Tag,
den Tag des Lebens und der Freude
inmitten von Tod und lähmenden Zweifeln.
Durch Christus, unseren Bruder, der für uns lebt, gestern, heute und in Ewigkeit.
AMEN.

* Chor: Passion und Ostern

* Schriftlesung: (Lukas 24,13-35)   Inge
Die Emmaus-Jünger
13 Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tage in ein Dorf, das war von Jerusalem etwa zwei Wegstunden ent-fernt; dessen Name ist Emmaus.
14 Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten.
15 Und es geschah, als sie so redeten und sich miteinander besprachen, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen.
16 Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht er-kannten. 17 Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Dinge, die ihr miteinander verhandelt unterwegs? Da blieben sie trau-rig stehen. 18 Und der eine, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der einzige unter den Fremden in Jerusalem, der nicht weiß, was in diesen Tagen dort gesche-hen ist?
19 Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das mit Jesus von Nazareth, der  ein Prophet war, mächtig in Taten und Worten vor Gott und allem Volk;
20 wie ihn unsre Hohenpriester und Oberen zur Todesstrafe überantwortet und gekreuzigt haben.
21 Wir aber hofften, er sei es, der  Israel erlösen werde. Und über das alles ist heute der dritte Tag, dass dies geschehen ist.
22 Auch haben uns erschreckt einige Frauen aus unserer Mit-te, die sind früh bei dem Grab gewesen,
23 haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben eine Erscheinung von Engeln gesehen, die sagen, er lebe. 24 Und einige von uns gingen hin zum Grab und fanden's so, wie die Frauen sagten; aber ihn sahen sie nicht.
25 Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren, zu trägen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben!
26 Musste nicht Christus dies erleiden und in seine Herrlich-keit eingehen? 27 Und er fing an bei Mose und allen Prophe-ten und legte ihnen aus, was in der ganzen Schrift von ihm gesagt war. 28 Und sie kamen nahe an das Dorf, wo sie hin-gingen. Und er stellte sich, als wollte er weitergehen.
29 Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben.
30 Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen.
31 Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen.
32 Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete? 33 Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten zurück nach Jerusalem und fanden die Elf versam-melt und die bei ihnen waren;
34 die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen. 35 Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wurde, als er das Brot brach.

(Lob sei dir, o Christe - Halleluja)

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinab gestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

* Lied EG 112,1-3     Auf, auf mein Herz mit Freuden

* PREDIGT:
- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Got-tes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

* PREDIGT zu Markus 16, 1-8    

Zielsatz:  Mit dem Tod ist es nicht vorbei

1. Ist alles aus und vorbei?
Liebe Gemeinde,
damals am ersten Karfreitagabend, zeigt sich für alle, die mu-tig öffentlich, oder nur noch verängstigt und heimlich zu Jesus halten, eine riesen Katastrophe ab. Der Mann, Jesus, an dem ihre ganze Hoffnung hängt, ist Tod. Nach kurzem Prozess verurteilt und gehängt. Sein Galgen „ein Kreuz“.

Endgültigkeit eines scheinbar gescheiterten Menschen Schicksals. Mit seinem Tod ist offenbar alles aus, wie üblich, nur im Ablauf brutal. Jesu letztes Stück Weges, sehr brutal und für uns heute unvorstellbar. Der Mann ist Tod, der kein Unrecht begangen hat. Der als er noch lebte, mit starker Überzeugung sagte:„Wer an mich glaubt wird leben, auch wenn er stirbt“. Mit solchen Worten hatte er denen die ihm folgten und auf ihn hörten, umwälzende Veränderung für ihr Leben und für ihren Tod in Aussicht gestellt. Aber sein Kata-strophales Ende stößt sie in kaum vorstellbare Hoffnungslo-sigkeit. Der Evangelist Markus kennzeichnet die Lage an je-nem Bewussten Abend mit den kargen Worten: „Josef von Arimathäa, wohl ein Freund des gekreuzigten, kaufte ein Leinentuch und nahm den Leichnam ab vom Kreuz und wickelte ihn in das Tuch und legte ihn in ein Grab, das war in einen Felsen gehauen, und ein großer Stein war vor des Grabes Tür. Er wälzte ihn vor des Grabes Tür“.

Zu, total zu. Nun hatten sie es doch geschafft, die ihm schon immer nach dem Leben trachteten, die Theologen, die Politi-ker, die Schriftgelehrten, die Knechte des Krieges und die un-durchschaubare Masse Mensch, die Leute wie man sagt. Sie hatten sich nun selbst erlöst, glaubten sie. Von dem der ge-kommen war, wie es hieß, sie zu erlösen, die Menschen. Sein tot habe ihrer Meinung nach eine endgültige Lösung herbei geführt. Die Endlösung wie man sagen würde. Eine Endlö-sung nach Meinung derer, die dabei waren und damals das sagen hatten.

Endlösungen liebe Gemeinde, kommen immer von denen die das sagen haben und von einer schweigenden oder brüllen-den Menschenmasse geduldet oder ermutigt werden. Aber dann geschieht das ganz andere. Man spricht von drei Tagen danach. Im Zwielicht des Morgens, völlig überraschend und niemand bekommt das Ereignis in den Griff seit dem. In der Ostergeschichte beim Evangelisten Markus  im 16. Kapitel heißt es.

1 Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben.
2 Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging.
3 Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?
4 Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß.
5 Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich.
6 Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstan-den, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hin-legten.
7 Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingehen wird nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.
8 Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemandem etwas; denn sie fürchteten sich.

2. Es gibt den Hoffnungsschimmer am Ostermorgen

Liebe Ostergemeinde,
drei Frauen auf dem Wege zum Grabe Jesu am Ostermorgen, es ist noch düster und man sieht nur Schatten, im Zwielicht des anbrechenden Tages ehe die Sonne aufgeht. Ich kann diese Frauen so gut verstehen, sie blicken zurück, verzehrt von Schmerz, von Resignation und von Trauer. In wehmütiger Verehrung und Anhänglichkeit halten sie sich am vergängli-chem und sterblichen fest. Sie suchen stütze und halt an dem Leichnam Jesu. Am Grabe des verstorbenen mit dessen Tod für sie eine Welt, ein Leben und Gemeinschaft zerbrochen ist. Gräber haben für viele Menschen magische Anziehungskraft, das wissen wir alle. Die Gräber unserer Lieben rufen uns im-mer wieder zurück und versprechen Beruhigung und Trost. Sie geben Gelegenheit sich zu erinnern an das was war, viel-leicht auch Gelegenheit versäumte Zuwendung und Liebe am Grab des toten nach zu holen. Als ob das möglich wäre. Mit Kränzen etwa und Blumen und den tollsten Grabsteinen. Da nutzen auch die feinen Öle und Salben nichts um nachgeholte Dankabstattung zu betreiben. Er hat so viel für uns getan. Und wir haben ihn so wenig dank spüren lassen, als er noch lebte. Versäumte Zuwendung und Liebe am Grabe verstorbe-ner nachzuholen, als ob das möglich wäre.

Und dann der Stein vor des Grabes Tür in dem ihre Zukunft und ihr Glaube beerdigt liegt. Mit ihrer verständlichen Frage stehen die drei Frauen am Ostermorgen stellvertretend für ungezählte Menschen in der ganzen Welt, auch für uns. Wer wälzt den Stein von dem Grab in dem das Leben, die Zukunft, der Friede, die Gerechtigkeit, die Liebe beerdigt liegt. Noch ist keine rechte Freud da am anbrechenden Ostermorgen, das fällt mir auf an dem Bericht des Evangelisten Markus. Und noch etwas fällt mir auf. Wo sind eigentlich die Männer am Ostermorgen? Sie fehlen zunächst in dem Bericht. Aus ande-ren Informationen wissen wir aber, wo sie sich aufhalten. Hin-ter verriegelten Türen sind sie. Total verängstigte Menschen. Keiner von ihnen weiß etwas genaues, auch nicht ob sie jetzt auch schon auf der Abschussliste stehen, bei denen die das sagen haben und ihren Meister Jesus liquidiert haben. Ab-schusslisten oder so genannte schwarze Listen das ist eine grauenvolle Sache unter uns Menschen. Es gibt sie in allen Epochen unserer Geschichte und an allen Orten auf der gan-zen Welt. Überall dort gibt es sie, wo sich Henkersknechte anmaßen über das Leben anderer Menschen zu entscheiden und eigen Maßstäbe für gut und böse festlegen. Wo sie Gott mit Staatsgewalt und Staatsgewalt mit Gott gleichsetzten, o-der sogar im Namen Gottes kostbares Menschenleben ver-nichten. Das haben wir in der Vergangenheit ja in der Welt wieder erleben und erfahren müssen. Ich kann die Angst der Jünger hinter verschlossenen Türen richtig gut verstehen. Wer schon einmal um sein Leben gezittert hat, angst hatte es zu verlieren, fühlt sich den verängstigten Jüngern nahe.

3. Tapfere Frauen in der Glaubens- und Weltgeschichte
Umso mehr habe ich Hochachtung und Respekt vor den mu-tigen Frauen auf dem Weg zum Grab Jesu. Und sind wir mal ganz ehrlich, hat nicht die Frau in der Geschichte der Kirche, auch in der Glaubensgeschichte des Alten- und Neuen Tes-tamentes immer wieder ein Beispiel gebende Rolle gespielt? Tapfere Frauen auch in Zeiten der Verfolgung und Gefangen-schaft, in den Kriegen und auf der Flucht und in den Bomben-nächten manchmal „Engel“ genannt. Wenn sie unter Einsatz ihres eigenen Lebens und das Leben von verschütteten und eingeschlossenen, von verwundetet und sterbenden kämpf-ten. Nicht ohne Grund tragen Frauen in besondern Berufsein-satz den Ehrentitel „Schwester“. Und nicht zuletzt denke ich heute auch an alle Mütter die unter Einsatz ihrer Gesundheit und oftmals auch ihres Lebens, Kindern leben schenken. Ich habe Hochachtung vor den mutigen Frauen am Ostermorgen, bis in diese Gottesdienstliche Stunde hinein gedenkt man ih-rer. Nennt sogar ihre Namen in der ganzen Welt, Maria von Magdala und Maria des Jakobus Mutter und Salome. Alle Menschlichen Erwartungen werden am Ostermorgen umge-stoßen. Das Osterereignis Jesu Auferstehung führt uns an das Ende menschlicher Logik. An das Ende unserer Möglich-keiten und Erfahrung. Jesu Auferstehung sprengt die mittel und Schablonen und Grenzen in denen wir Menschen abwä-gen, planen und denken. Genau aus dem Grund geraten die Frauen am Ostermorgen zunächst in totale Verunsicherung und Furcht. Denn das Ereignis führt alle die sich in das ge-schehen mit einbeziehen lassen zunächst in Verlegenheit. Macht sie sprachlos und hilflos. Und erst wenn wir am Ende unsrer Beurteilung und Bewertungen angekommen sind. Wenn wir auf abgesicherte Erklärungen verzichten auch auf die vielen versuche religiöser Deutungen liebe Ostergemein-de, kann Gott anfangen mit uns zu reden. So jedenfalls ergeht es den Frauen am Ostermorgen. Das was sie erwarten finden sie nicht mehr vor. Der Stein ist weggewälzt und das Grab ist leer. Und beides war doch ihr bedrückendes Problem, das verschlossene Grab und der Wunsch, oder die Absicht, sich um den Leichnam Jesu zu kümmern. Manchmal denke ich, es drückt sich in dieser so persönlichen Not der Frauen die gro-ße allgemeine Sehnsucht des sterblichen Menschens aus. Wenn doch da einer wäre, der mir hilf mit dem Problem des verschlossenen Grabes fertig zu werden. Eine Antwort zu wissen, die der Endgültigkeit der ungezählten verschlossenen Gräber widersteht und diese Höhlen der Hoffnungslosigkeit öffnet. Eine Antwort, die mit überraschender Eindeutigkeit der sprechende Wegweiser Gottes am Ostermorgen zu geben weiß. Er sagt: „Ihr sucht Jesus von Nazareth, den gekreu-zigten, er ist Auferstanden, er ist nicht hier“. Der Engel Gottes im offenen und leeren Grab Jesu redet die entsetzten und sprachlosen Frauen an, mit menschlicher Sprache. Er nimmt das vergebliche suchen von vertrautem im Grab ernst, zeigt dann aber den Weg zum Leben, zu dem lebendigem und bittet sie: „Geht hin und kehrt um, der lebendige Herr ist nicht hier“. Gottes Stimme aus dem Munde des sprechen-den Wegweisers, des Engels, führt vom Grab fort, zurück an den Ort des alltäglichen Lebens. Dort so sagt der sprechende Wegweiser; „werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat“. Wer die menschliche Sprache versteht findet am Wort Gottes halt und Orientierung. Und Gottes Wort heißt deswe-gen Frohe Botschaft, weil es dem Tod die Macht der Endgül-tigkeit nimmt. Jesus Auferweckung ist beginn der unaufhalt-samen Gegenbewegung gegen alles Tödliche. Wer sich die-ser Bewegung anschließt, weiß, dass Gott zu allem fähig ist. Gott hat gemacht das auch auf den Tod kein verlass mehr ist. Karfreitag und Ostern, liebe Ostergemeinde, Passion und Auferstehung Jesu gehören ganz eng zusammen. Das ver-kündigt jedenfalls laut und deutlich der sprechende Wegwei-ser Gottes, der Engel im leeren und offenen Grab Jesu. Er sagt: „Jesus von Nazareth der gekreuzigte ist auferstan-den“.

4. Mit dem Ostermorgen beginnt etwas ganz neues
So gibt es für alle die Gottes Wort vertrauen keinen untröstli-chen Tatbestand, keine unabänderliche Lage und keinen Hoffnungslosen Fall mehr. Dass liebe Ostergemeinde ist un-sere Chance. Die Sache des Glaubens und unsere Zugehö-rigkeit zu unserer Kirche nicht als etwas Abgeschlossenes zu verstehen, sondern vielmehr als einen Wachstumsprozess, als einen Weg mit ständigen Überraschungen. Ein Weg auf dem wir in Bewegung bleiben und ohne vorbehalte aufeinan-der zu gehen. Egal woher wir kommen, egal wer wir sind. Ein Weg der Ideen freisetzt um die angeschlagenen Beziehungen zwischen einzelnen Menschen, Völkern, Rassen und denen die bei uns Hilfe suchen, zu heilen, zu helfen und zu pflegen. Ein weg der neuen Impulse schenkt, sich einander zu verzei-hen und den schwachen, armen, Gefangenen, den Verfolgtem und Obdachlosen, den Heimatlosen zu ihrem Recht zu verhel-fen. Ein Weg der die Phantasie zur Lösung aller Probleme an-regt um auf der ganzen Welt friedlich leben zu können. Ein Weg schließlich, der uns alle einlädt zum beständigen bleiben in der Apostellehre, in der Gemeinschaft, im Brot brechen und im Gebet. Der Osterglaube orientiert sich nicht mehr daran was menschliche Erfahrung für möglich hält, sondern daran das bei Gott alle Dinge möglich sind. Diese Hoffnung und die-ses Vertrauen des Glaubens vertritt Jesus Christus einmalig und auf wunderbare Weiße. Er versetzt Berge, er überwindet böses mit gutem. Er liebt seine Feinde, er legt sich selbst als Brücke über alle Abgründe zwischen Menschen und zwischen Gott und Menschen. Er tritt auch dem grauenvollen Tod am Kreuz in all seinen Formen entgegen. Allerdings so meinte ein Theologe einmal, müsse die neue Logik des Glaubens aus unserm Mund und aufgrund unseres täglichen Lebens sehr viel bescheidener klingen. Er hält es schon für viel, wenn Christen im Glauben an die Auferstehung Jesu Christi anstatt Berge versetzten und unmögliches für möglich halten wollen, erst einmal einige Hügel abtragen und das mögliche nicht mehr für unmöglich halten.
Der Sprechende Wegweiser Gottes im leeren Grab Jesu gibt den drei Frauen sehr genaue Anweisungen für ihren Weg, weg vom Grab, geht zu seinen Jüngern und Petrus und sagt ihnen: „in Galiläa werdet ihr den Auferstanden sehen.“ In Galiläa hatte er sie in seinen Dienst gerufen, dort hatte alles angefangen. Nun soll nach der menschlichen Katastrophe und dem Zusammenbruch ihrer Beziehung zu Jesus der ganz an-dere Anfang gesetzt werden. Neubeginn. Besonders auch mit Petrus, den der Engel in merkwürdiger Weiße nicht in die Schar der Jünger mit einbezieht, so als ob Petrus besondern Zuspruch und ganz persönliche Ermutigung nötig hätte, nach alledem was in den zurück liegenden Stunden geschehen ist. Bis hin zu seinen Worten in der Nacht des Verrates; „ich kenne den Menschen nicht, als der Hahn krähte“.  Gut zu wissen, das Gott der Jesus Christus von den toten auferweckt hat, gerade der schwachen, der im Glauben zweifelnden und auch der suchenden Zweifler annimmt. Was würde sonst aus und? Aber Zittern und Entsetzten lassen nicht ab von den drei Frauen, trotz des Weggewälzten Steines, trotz des leeren Grabes, trotz der Erklärenden Worte des sprechenden Weg-weisers, der ihnen wie ein Jüngling im langen weißen Gewand im Höhlengrab Jesu entgegentritt. Sie begreifen das alles nicht. Sie fliehen von dem Grab und sagten niemanden etwas, denn sie fürchten sich. Also schafft die Entdeckung des lee-ren Grabes noch keinen Glauben, entsetzten und schweigen der Frauen zeigen an, das es keinen Einblick darin geben kann wie das Lebendigwerden geschehen kann. Und wie für die ersten Zeugen der Auferstehung Jesu zur Gewissheit wurde. Allerdings, besitzen wir ergänzende und zusätzliche Nachrichten in allen Evangelien, zudem was danach ge-schieht. Wir erfahren, dass Jesus seinen Jüngern begegnet und vielen anderen als der Lebendige. Und erst diese Begeg-nungen mit dem lebendigen Herrn führen zu der Zeit übergrei-fenden Bekenntnis, Jesus lebt. Der Glaubensgrund schlecht hin liebe Ostergemeinde. So richtet sich auch unser Glaube bis in diese Stunde heute am Ostermonat hinein in erster Li-nie, auf den lebendigen Herrn und bleibt nicht hängen am wie seines lebendig Werdens. Gleichwohl ist das leere Grab Zei-chen für die Einzigartigkeit des hier geschehenen. In allen Ostergeschichten stellen sich die sprechenden Wegweiser Gottes sehr klar der Angst und des Entsetzens wie es bei den drei Frauen am Ostermorgen Ausdruck findet. Sie sagen aber freut euch, denn dass was Jesus voraus gesagt hat ist einge-troffen, Gott hat ihn am dritten Tag auferweckt von den Toten. Genauso wird auch alles andere eintreffen was er gesagt hat. Auch das: „wer an mich glaubt wird leben, auch wenn er stirbt“, und „siehe ich bin bei euch, alle Tage bis an der Welt Ende“, und „ich will wiederkommen und euch zu mir nehmen, dass ihr seid, wo ich bin“. Der Biologische Tod hat Jesus nicht aus der Hand Gottes reisen können. Darum können Men-schen nach Ostern, also wir alle, daraus den Schluss ziehen, dass der Naturbedingte Tod keinen einzigen Menschen von Gott trennt. Kein einziges Leben vor Gott beendet. Jesus Auf-erstehung hat der ganzen Menschheit das alles entscheiden-de Lebenszeichen gegeben, in jeder Hinsicht.
Jesus lebt und mit ihm auch ich.
Amen

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn. AMEN.

*Chor: Auferstanden ist der Herr

* Fürbittengebet:

Du bist auferstanden, Bruder Christus.
Du, das Licht, siegst über alle Finsternis.
Du, die Wahrheit, endest allen Wahn.
Du, die Liebe, befreist von aller Furcht.
Der Stein ist abgewälzt.
In Angst und Schwermut leuchtet dein Licht auf.
Fesseln der Seele fallen.

Das Werk des Todes, von Menschen getan, endet. Pilatus und der Hohe Rat urteilten vergeblich. Leben, das nicht getö-tet werden kann, setzt sich durch.
Die Frauen am Grab erschrecken, die ohnmächtigen.
Sie waren zum Zuschauen verdammt.
Sie erkennen, wie mächtig die Liebe ist, und fassen Mut.
Wir empfangen das Leben. Wir wollen unser Leben austeilen für das Leben der Menschen.
Dein sind wir im Licht deines Tages und im Dunkel unsrer Nächte.
Behüte unsern Ausgang und Eingang jetzt und in Ewigkeit. AMEN


Und gemeinsam beten wir mit Jesu Worten
* Vater unser:
Vater werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Lied EG 103     Gelobt sei Gott im höchsten Thron

* Bekanntmachungen:
Wochenspruch: Chistus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. Offb. 1, 18


Nächster Gottesdienst

Sonntag, 08. April 2018 mit Lektorin Kempf

10:30 Uhr      Lohrhaupten

Abkündigungen:

Mittwoch, 04. April 2018

14:30 Uhr     Seniorencafé in Lohrhaupten

Samstag, 07. April 2018

16:00 Uhr     Kindergottesdienst in Lohrhaupten im Gemein-dehaus


* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein An-gesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.

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BeitragVerfasst am: 02.04.2018 20:59    Titel: Re:


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