Willkommen auf der Seite von Prädikant Wagner

 Predigten und Andachten zu vielen Anlässen
Willkommen auf der Seite von Prädikant Wagner Foren-Übersicht
Benutzergruppen Check your PMs Login
Registrieren
    Intro   Portal   Index  Wichtige SeitenHomepage  Foto AlbumFoto Album  KarteKarte 


Go Back Neues Thema eröffnen Neue Antwort erstellen  
Autor Nachricht
-thommy-
Lektor Wagner


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 13.12.2007
Beiträge: 565

Wohnort: 63607 Wächtersbach

Offline

BeitragVerfasst am: 17.06.2018 11:15    Titel: Gottesdienst am 3. Sonntag anch Trinitatis, 17.06.2018 Antworten mit Zitat

Gottesdienst am 3. Sonntag  nach Trinitatis
10.00 Uhr Ev. Kirche Wächtersbach
17.06.2018
Text: 1. Johannes 1, 5-2,6


* Lied EG + 34     Komm heiliger Geist
  
* Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Guten Morgen liebe Gemeinde, herzlich Willkommen zum Gottesdienst am 3. Sonntag nach Trinitatis. Das Thema heute Morgen lautet: Wir haben einen Fürsprecher bei Gott, Jesus Christus. Ich wünsche uns einen Mut machenden Gottesdienst.

*Lied EG 316, 1-4    Lobe den Herren

*Eingangspsalm:
Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt,
so erbarmt sich der Herr über die, die ihn fürchten.

Lobe den Herrn, meine Seele,
            und was in mir ist, seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
            und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat:
der dir alle deine Sünde vergibt
            und heilet alle deine Gebrechen,
der dein Leben vom Verderben erlöst,
            der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit.
Barmherzig und gnädig ist der Herr,
            geduldig und von großer Güte.
Er handelt nicht mit uns nach unseren Sünden
            und vergilt uns nicht nach unserer Missetat.
Denn so hoch der Himmel über der Erde ist,
            läßt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten.
So fern der Morgen ist vom Abend,
            läßt er unsere Übertretungen von uns sein.

Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt,
so erbarmt sich der Herr über die, die ihn fürchten.
Kommt lasst uns anbeten:

*Aufforderung zum Bittruf:
Die Wahrheit liegt, so heißt es, im Auge des Betrachters. Wir erwischen uns dabei, dass wir uns in unseren Wahrnehmungen täuschen können. Darum suchen wir Erbarmen und rufen zu Gott:
G.: Herre Gott, erbarme dich

*Aufforderung zum Lobpreis:
Doch da ist einer, der sagt: Ich will vergeben und Gnade schenken. Wer zu mir kommt, dem sei vergeben.  Dafür können wir Gott nur loben und singen:
G.: Ehre sei Gott in der Höhe

*Kollektengebet:
Gott, du kennst uns, wie wir hier sind.
Du suchst uns, auch wenn wir uns oft genug entfernt haben von dir.
Wir bitten dich: Gib uns offene Herzen für dein Rufen.
Sprich durch dein Wort zu uns, so dass wir uns gerne von dir finden lassen.
Lass es uns neu hören, wie nahe du uns bist, damit wir deine Nähe suchen und bewahrt werden in deinem Heil.
Das bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und deine Welt erhält von Ewigkeit zu Ewigkeit.
G: AMEN

* Schriftlesung:  Lukas 15, 1-10
1 Es nahten sich ihm aber allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören.
2 Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen.
3 Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach:
4 Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eins von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er's findet?
5 Und wenn er's gefunden hat, so legt er sich's auf die Schultern voller Freude.
6 Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.
7 Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.
8 Oder welche Frau, die zehn Silbergroschen hat und einen davon verliert, zündet nicht ein Licht an und kehrt das Haus und sucht mit Fleiß, bis sie ihn findet?
9 Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen und spricht: Freut euch mit mir; denn ich habe meinen Silbergroschen gefunden, den ich verloren hatte.
10 So, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.

(Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren - Halleluja)

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

* Lied EG 66, 1-4     Jesus ist kommen

* PREDIGT:

- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Liebe Gemeinde,
Sie werden die Situation kennen: Sie sehen, dass etwas schiefläuft. Sie überlegen: Muss ich das sagen? Muss ich mich da reinhängen?
Relativ leicht beantwortet bei Eltern, die mitbekommen, wie ihr Kind sich in der Schule in Sicherheit wiegt: Das ist doch klar, dass ich ihm sage: Wenn du so weitermachst, dann gibt es eine Ehrenrunde.
Aber schwieriger wird es schon, wenn wir abends in der Wirtschaft zusammensitzen. Sage ich da zu einem Freund: Wenn du nicht die Finger vom Bier lässt, obwohl du noch Auto fahren willst, dann bist du verantwortungslos. Sage ich ihm: Dass der Führerschein bei einer Kontrolle weg sein kann, ist das kleinere Übel -, du bist ein Unfallrisiko.  
Noch schwieriger wird es womöglich sein, guten Bekannten zu sagen: So wie ihr miteinander umgeht in eurer Ehe, werdet ihr euch bald nichts mehr zu sagen haben.
Es ist gut zu verstehen, dass sich da der Gedanke einstellt: Ist das wirklich meine Aufgabe? Es ist gut zu verstehen, dass viele sagen: Misch dich nicht in fremde Geschichten ein -, jeder ist für sich selbst verantwortlich. Schließlich wir wissen nur zu gut: Man liebt den Kritiker nicht, der einen von Wolke 7 herunterholt. Man handelt sich schnell böse Worte ein: Du bist ein Besserwisser, du bist ein Moralapostel. Was geht dich das an? Du gönnst mir das nicht.
Es ist sicherlich einfacher, sich aus allem rauszuhalten, andere ihren Weg gehen zu lassen, auch wenn wir das Gefühl haben: das wird schief gehen. Und gewiss ist wahr: Schmeicheleien sagen sich leichter als Kritiken. Wer reichlich lobt, ist allgemein beliebter, als der, der häufig kritisiert oder tadelt. Überlegen Sie einmal für sich selbst: Wie gehen Sie mit den Leuten um, die Sie kritisieren, die Ihnen unangenehme Wahrheiten sagen, und wie stellen Sie sich zu denen, von denen Sie reichlich Lob erfahren?
Ich möchte eine Behauptung aufstellen: Es ist eine Form von Unbarmherzigkeit, wenn ich einen Menschen in sein Unglück rennen lasse, und es ist ausgeübte Barmherzigkeit, wenn ich ihn warne: Wenn du so weitermachst dann ……
Wichtig dabei wird aber sein: Rede ich von oben herab, oder stelle ich mich mit meinen Worten auf eine Stufe mit dem, zu dem ich rede?
Wie es gelingen kann, unbequeme Wahrheiten zu sagen, ohne von oben herab zu sprechen, ohne hochmütig zu sein und doch einen neuen Weg aufzuzeigen, das hören wir in unserem Predigttext aus dem 1. Johannesbrief.
5 Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.
6 Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit.
7 Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.
8 Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.
9 Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.
10 Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.
2 1 Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.
2 Und er ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.
3 Und daran merken wir, dass wir ihn kennen, wenn wir seine Gebote halten.
4 Wer sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in dem ist die Wahrheit nicht.
5 Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind.
6 Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat
Ja. Liebe Gemeinde Johannes sagt unbequeme Wahrheiten. Aber er sagt sie nicht aus einer Position der Besserwisserei heraus. Er sagt sie nicht von unten nach oben -, er sagt sie in der Solidarität dessen, der den Weg des Glaubens mit seinen Brüdern und Schwestern in der Gemeinde geht.
Das können wir merken an der Art, wie er spricht: „Wenn wir sagen”- „Wer sagt”, so fängt er seine Sätze an und macht damit deutlich: Was da gesagt wird, das kann ich auch sagen, das ist auch mein Glaube.  

Drei Absichten verfolgt Johannes mit seinen Worten:
1. Er will aufrütteln aus falscher Sicherheit.
2. Er will freimachen aus bedrängender Angst.
3. Er will hinführen zu wahrhaftigem Leben.

1. Aufrütteln aus falscher Sicherheit
Gott ist für mich. Gott ist mit mir. Gott ist bei mir. Das sind Glaubens-Sätze, zu denen wir kommen sollen. Wir sollen es für unser Leben glauben können: Wenn wir morgens aus dem Haus gehen zu unserer Arbeit, so ist Gott mit uns. Wenn wir uns abends zu Bett legen, so ist er bei uns. Wenn wir unterwegs sind mitten im dicksten Verkehr, so will Gott mit uns sein.
Diese Woche war ich am Dienstag mitten im wilden Gewittersturm auf der Heimfahrt. Ich hatte in dem prasselnden Regen doch etwas Angst und hab mir dann am nächsten Tage gesagt: „Manchmal, wenn da so ein Wasserschwall auf meine Windschutzscheibe kommt, ein Blitz vor dem Wagen so hell leuchtet das man glaubt er schlägt vor mir auf der Straße ein, dann habe ich zu Gott gebetet.” Lass mich sicher nach Hause kommen, beschütze mich Herr auf all meinen Wegen“. Dazu will uns unser Glaube bringen, dass wir das wissen und uns darauf verlassen: Gott ist für mich, Gott ist bei mir, Gott ist mit mir.
Aber es wird alles falsch, wenn ich daraus mache: Egal, welche Wege ich gehe -, Gott muss auf meiner Seite sein. Egal, welche Wege ich gehe -, Gott ist wie eine Art Bodyguard immer hinter mir. Gott hat sich nicht so an uns gebunden, dass er immer nur unser Erfüllungsgehilfe ist, immer die Garantie für unsere Erfolge, egal, welche Mittel wir verwenden und welche Ziele wir verfolgen.
Ich möchte es so einfach wie möglich sagen: Gott ist nicht für mich und nicht mein Beistand, wenn ich meinen Nachbarn betrüge. Gott ist auch nicht mit mir, wenn ich meinen Ehegatten betrüge. Gott ist nicht meine Rückendeckung, wenn ich faule Dinger drehe, ob in der Schule oder im Betrieb. Gott ist nicht meine Sicherheitsgarantie, wenn ich mich mit drei Promille ins Auto setze. Gott ist nicht mein freundlicher Helfer, wenn ich auf Lug und Trug setze.
Gott ist nicht der Mann an meiner Seite wenn ich versuche einen anderen Menschen zu zerstören, durch Mobbing und Falschasusagen.
Johannes sagt: Wenn wir in der Finsternis wandeln -, dann lässt Gott uns da alleine laufen. Das heißt doch: Wenn wir leben, ohne uns nach Gottes Willen zu richten, ohne uns an ihm zu orientieren, dann lässt er es zu, dass wir uns in unseren eigenen Wegen verrennen. Die Zusage der Nähe Gottes gilt nicht für die Wege, mit denen Gott nicht einverstanden ist. Die Zusage des Beistandes Gottes gilt nicht für die Wege, die dem Willen Gottes widersprechen.
Wir wiegen uns in falscher Sicherheit, wenn wir glauben: Gott ist allemal auf unserer Seite, egal, ob wir seinen Willen achten oder ob wir seinen Willen missachten.

2. Freimachen aus bedrängender Angst
Wer nur einigermaßen nachdenklich ist und selbstkritisch, der wird jetzt wohl sagen müssen: Das ist doch ganz oft so, dass ich erschrecke über das, was ich getan habe -, und ich kann es nicht mehr gutmachen. Das ist ganz oft so, dass ich ein schnelles Wort wieder zurückholen möchte -, aber ich kann es nicht ungesagt machen. Und das ist ganz oft so, dass ich irgendeine Entscheidung am Tag treffe und hinterher erst merke ich: Das passt nicht mit meinem Glauben zusammen.
Und dann zieht jemand die Summe seiner Taten und sagt: Das ist doch ganz oft so bei mir, dass mein Leben nicht nach dem Willen Gottes läuft.
So erging es mir und meinem Berufsleben, ich kann dieses nicht mehr mit meinem Glauben vereinbaren.
Wenn Gott aber so ist, dass er sich von uns abwendet, wenn wir uns von ihm abgewandt haben - wie soll ich dann vor ihm bestehen können?
Es gibt nicht nur die Haltung der Selbstsicherheit: Ich bin o.k. und Gott muss und wird mit mir schon zufrieden sein. Es gibt auch die Haltung, die an sich selbst kein gutes Haar lässt und nicht glauben kann, dass Gott es doch gut mit uns meint.
Denen, die so über sich erschrecken, denen, die so sagen: Dann kann ich vor Gott ja gar nicht bestehen -, denen sagt Johannes: Wir haben einen Fürsprecher vor Gott - trotz und gerade wegen unserer Sünde. Wir haben einen Fürsprecher bei Gott, der weiß, wie wir sind, und nicht auf Abstand von uns geht. Das ist die Erfahrung der Jünger gewesen: Jesus hat sich der Sünder angenommen. Er hat sich zu der Ehebrecherin gestellt, er hat Sünden vergeben - noch am Kreuz; er hat einen Dieb mit weißem Kragen, einen Wirtschaftskriminellen und Ausbeuter wie Zachäus zur Umkehr gebracht durch seine Güte; er hat Petrus, der ihn verleugnet hat, einen neuen Anfang geschenkt.  
Daraus hat die Gemeinde gelernt: Wer sich zu ihm kehrt, wer vor ihm seine Schuld eingesteht, zu dem stellt er sich. Es ist genau anders, als es heutzutage läuft: Bei uns gehen alle auf Abstand, wenn einer seine Fehler eingesteht. Jesus aber stellt sich zu denen, die sagen „Ja, das habe ich getan“ und sucht mit ihnen einen neuen Anfang.
Wenn das wahr ist, muss ich mich nicht mehr selbst entschuldigen, muss ich nicht mehr eigene Schuld unter den Teppich kehren -, ich darf sagen, was wahr ist, und wissen: Gott lässt mich deshalb nicht fallen.

3. Hinführen zu wahrhaftigem Leben
Das kennen wir nur zu gut: Unsere Worte und unsere Taten fallen auseinander. Es ist leichter, von Liebe zu reden als Liebe zu üben. Es ist leichter, von Vergebung zu reden als zu vergeben oder um Vergebung zu bitten. Es ist auch leichter, über den Glauben, über das Vertrauen auf Gott zu sprechen, als es in den großen und kleinen Alltagssituationen zu leben.
Johannes will seine Leser damals und uns heute hinführen zu einem wahrhaftigen Leben: Unsere Taten sollen anfangen, unseren Worten mehr und mehr zu entsprechen. Dein Wille geschehe - so beten wir - und dieses Beten soll unser Handeln bestimmen. Es soll dazu führen, dass wir nicht zurückschlagen mit Worten, wenn einer uns angegriffen hat, dass wir aufhören, mit Blicken und Gedanken zu töten, dass wir Geduld üben, weil Gott doch auch mit uns geduldig ist. Leben, wie er gelebt hat -, das ist das Ziel, das Johannes uns zeigt: Jesus als Vorbild, als Maßstab für unser Handeln.
Aber - so denken Sie wohl und ich auch - das schaffen wir doch nie. Nein, das schaffen wir nie. Und doch: Wir können anfangen, so zu tun als ob. Wir können anfangen, Maß an ihm zu nehmen, seine Maßstäbe zu unseren Maßstäben zu machen. Wir können anfangen zu üben: Vergeben, Geduld bewahren, über den anderen nichts Böses reden. Wir können anfangen, die Freundlichkeit, die wir bei Jesus erfahren, weiterzugeben, über unseren Schatten zu springen und nicht zurückzuschlagen.
Wer nie anfängt, kommt auch nicht weiter. Wer einen Weg beginnt, der hat nicht mit den ersten Schritten schon den ganzen Weg geschafft. Wer aber erste Schritte auf einem Weg geht, der gerät manchmal ins Stolpern und mag auch einmal fallen -, aber er geht diesen Weg. Und erfährt im Gehen: Ich komme trotz aller Schwierigkeiten weiter.  Amen.

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

* Lied EG 593     Licht, das in die Welt gekommen

* Fürbittengebet:
Gott, unser Vater, wir danken dir, dass du uns suchst. Du hast Jesus Christus, deinen Sohn als Zeichen deiner suchenden Liebe, deiner nachgehenden Hoffnung zu den Menschen gesandt. Gib uns, dass wir dir trauen.

Wir bitten dich: Bewahre uns vor aller falschen Sicherheit, dass wir nicht gleichgültig werden und von dir nichts mehr erwarten. Bewahre uns genauso vor der Angst, die über eigenen Schulderfahrungen  nicht mehr deinem Vergeben zutraut, dass es uns neue Wege öffnet - zu Dir und zu den Menschen.

Wir sehen: Viele verzweifeln, und niemand richtet sie auf. Viele fragen und bekommen doch keine Antwort. Viele leben und wissen nicht wozu. Viele sterben und haben keine Hoffnung über den Tod hinaus.

Gott, für alle diese Menschen beten wir zu dir und bitten dich: Lehre uns die Sprache der Liebe, damit wir ihnen ihr Elend tragen helfen. Mache unser Leben zu einem Spiegelbild deiner Liebe und Treue. Lass unter uns dein Reich wachsen, in dem Friede und Gerechtigkeit wohnten

Wir beten in der Stille:

Und gemeinsam beten wir mit den Worten unseres Herrn,

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Lied EG 562    Segne und behüte uns

* Bekanntmachungen:
Wer heute Nachmittag Zeit und Lust hat auf Kaffee, Kuchen und Livemusik, ist herzlich eingeladen zum Gartenfest unserer “Hospizgruppe Lichtbogen” bei Väths im Garten ab 14.00 Uhr. Geschenke bitte nicht mitbringen, wer kommt ist ein Geschenk. Helga wird ein Spendenschwein aufstellen, wenn jemand die wichtge Arbeit der Hospiz unterstützen möchte.

Sommer, Sonne, Segen
Zu einem besonderen Gottesdienst lädt die evangelische Kirchengemeinde Wächtersbach am 24.6. um 18 Uhr in Wittgenborn ein.
6 Monate vor dem Heiligen Abend, in der Mitte des Jahres, zu Beginn der Sommerferien feiern wir Gottesdienst. Im Mittelpunkt soll der Segen Gottes für die Sommer- und Reisezeit stehen. Im Anschluss an den kurzweiligen Gottesdienst sind alle eingeladen um ein Feuer herum zu Würstchen und Getränken.

In Wächtersbach Innenstadt findet kein Gottesdienst statt.

Die Kollekte ist für Projekte der Diakoniestationen (im Gebiet der EKKW).

Wochenspruch: Lukas 19, 10
„Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist“.

* Votum:
Gott, sei über uns und segne uns,
sei unter uns und trage uns,
sei neben uns und stärke uns,
sei vor uns und führe uns.
Sei du die Freude, die uns belebt,
die Ruhe, die uns erfüllt,
das Vertrauen, das uns stärkt,
die Liebe, die uns begeistert,
der Mut, der uns beflügelt.

Du bist da, wenn ich mich von allen verlassen fühle;
wenn ich meine,
vor Angst sterben zu müssen;
wenn mich alle verachten;
wenn ich vor Schmerzen weine;
wenn es dunkel wird um mich;
wenn ich arm bin und sich alle abwenden von mir;
wenn ich zu schwach bin,
um zum Gebet meine Hände zu falten;
Du bist da,
und faltest meine Hände zum Gebet.
Gott, halte deine Hand über uns
und behüte uns.

* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.

Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Google










BeitragVerfasst am: 17.06.2018 11:15    Titel: Re:


Dein kostenloses Forum -> Super Funktionen, leicht bedienbar, 400+ Styles, schnell einzurichten

Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   Forum Index.   Home.
(Seite 1 von 1)  
     
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen


Schnell Antwort:
Benutzername:

» Weitere Smilies ansehen
 

Ähnliche Beiträge
Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Abendgottesdienst am 7. Sonntag nach Trinitat... -thommy- Predigten 0 15.07.2018 19:18 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Gottesdienste am 7. Sonntag anch Trinitatis, ... -thommy- Predigten 0 15.07.2018 19:17 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Abendgottesdienst am Trinitatissonntag, 27.05... -thommy- Predigten 0 27.05.2018 21:25 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Nachfeier zum Pfingstfest am 27.05.2018 -thommy- Predigten 0 27.05.2018 11:39 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Andacht zur Silberhochzeit am 26.05.2018 -thommy- Predigten 0 26.05.2018 23:22 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Pfingstsonntag mit Abendmahl, 20.05.2018 -thommy- Predigten 0 20.05.2018 12:27 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Gottesdienste am Sonntag Exaudi, 13.05.2018 -thommy- Predigten 0 13.05.2018 12:04 Letzten Beitrag anzeigen


Willkommen auf der Seite von Prädikant Wagner letztes Thema RSS feed 
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Dein eigenes kostenloses Forum
phpbb template by zig zag web design
© 2005 Copyright zig zag web design. All rights reserved.


Kostenloses Forum mit Portal, Shoutbox, Album Galerie, Smilies, Styles, Cash » kostenloses phpbb forum

© 2007-2009 phpBB 6 & Gooof.de, ein Kostenloses Forum mit unvorstellbaren Möglichkeiten. kostenloses phpbb forum

Forum-Tools: Impressum - Datenschutzerklärung - Sitemap - Archiv - Portal - Smilie Album
Links: Webtools : Support : Kostenloses Forum : Free Forum : phpBB3 : Gratis-Board : Entdecken web tracker