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-thommy-
Lektor Wagner


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BeitragVerfasst am: 05.08.2018 16:13    Titel: Gottesdienst am 10. Sonntag nach Trinitatis, 05.08.2018 Antworten mit Zitat

Gottesdienst am 10. Sonntag nach Trinitatis
10.00 Uhr Ev. Kirche Wächtersbach
05.08.2018
Text: Johannes 4, 19-26


*Orgelvorspiel

* Lied EG + 34     Komm heiliger Geist  

* Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Liebe Gemeinde,
ich heiße Sie und euch alle ganz herzlich willkommen zum Gottesdienst am 10. Sonntag nach Trinitatis. Das Thema unseres Gottesdienstes heute lautet:
Kann man im Aldi fromm werden? Ich wünschen uns allen einen Mut machenden Morgengottesdienst.

*Lied EG 455     Morgenlicht leuchtet

*Eingangspsalm:
Im Wechsel mit der Gemeinde: Psalm 32 EG 717
Kommt lasst uns anbeten:

*Aufforderung zum Bittruf:
"So spricht der Herr, dein Erlöser, der Heilige Israels:
Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was dir hilft,
und dich leitet auf dem Wege, den du gehst.
O daß du auf meine Gebote gemerkt hättest,
so würde dein Friede sein wie ein Wasserstrom
und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen."  
Mit Israel bitten wir Gott um Erbarmen und rufen:


*Aufforderung zum Lobpreis:
"Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen,
aber meine Gnade soll nicht von dir weichen,
und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen,
spricht der Herr, dein Erbarmer."  
Mit Israel danken wir Gott für seine Gnade und singen:

*Kollektengebet:
Lasst uns beten:
Bei dir, Gott, ist Gnade. Deinen Namen hast du Israel offenbart und in deinem Sohn Jesus Christus uns Menschen dein Heil geschenkt.
Wir bitten dich – mit all unserer Schuld: Schenke uns deinen Heiligen Geist, dass wir jetzt dein Wort hören und dich im Geist anbeten. Dir sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit.
G: AMEN

* Schriftlesung: Römer 11, 17-24
17 Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums,
18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.
19 Nun sprichst du: Die Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft würde.
20 Ganz recht! Sie wurden ausgebrochen um ihres Unglaubens willen; du aber stehst fest durch den Glauben. Sei nicht stolz, sondern fürchte dich!
21 Hat Gott die natürlichen Zweige nicht verschont, wird er dich doch wohl auch nicht verschonen.
22 Darum sieh die Güte und den Ernst Gottes: den Ernst gegenüber denen, die gefallen sind, die Güte Gottes aber dir gegenüber, sofern du bei seiner Güte bleibst; sonst wirst du auch abgehauen werden.
23 Jene aber, sofern sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; denn Gott kann sie wieder einpfropfen.
24 Denn wenn du aus dem Ölbaum, der von Natur wild war, abgehauen und wider die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, wie viel mehr werden die natürlichen Zweige wieder eingepfropft werden in ihren eigenen Ölbaum.

(Selig sind die Gottes Wort hören und bewahren. - Halleluja)

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.
* Lied EG 288     Nun jauchzt dem Herren
* PREDIGT:

- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Als Predigttext hören wir auf Worte aus Johannesevangelium Kapitel 4, Verse 19-26

19 Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist.
20 Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten soll.
21 Jesus spricht zu ihr: Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, dass ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.
22 Ihr wisst nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden.
23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
25 Spricht die Frau zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen.
26 Jesus spricht zu ihr: Ich bin's, der mit dir redet.


Liebe Gemeinde,
I. Wortlos können wir nicht lange leben

Glaube wird nicht wortlos weitergegeben.
Aber manchmal im Leben werden wir wortlos.
Funktionieren nur noch. „Wozu das alles?“, stöhnen unsere Gedanken auf. „Ich kann nicht mehr,“ pflichtet die Seele bei.
Eine Frau schleppt sich den Berg hinauf. Wasser holen.
Wenn wir nur noch funktionieren, funktionieren müssen, wird das Leben unerträglich.
Glaube braucht das Gespräch. Aber wie soll man da hineinfinden?
Glaube entsteht, wo uns Christus anspricht. In evangelischer Tradition ist dieses Gespräch Gottes mit uns sehr stark auf die Predigt konzentriert. Die Predigt ist – wenn wir es mit einem Telefonat vergleichen – sozusagen „Gottes Anruf“. Zum Gespräch wird eine Predigt dann, wenn ich den „Anruf“ entgegennehme. Glaube wächst, wenn ich spüre: Das Gespräch hat etwas mit mir und meinem Leben zu tun.
Jesus lässt sich an einem Brunnen nieder.
Wenn wir Gottes Anruf annehmen. Was da geschieht, geschehen kann: Davon handelt unsere Predigt heute. Ihr Thema ist ein Gespräch, das Jesus mit einer Frau geführt hat.
Glaube entsteht, wenn wir hinter die Oberfläche der alltäglichen Dinge schauen. Glaube entsteht und bleibt lebendig, wenn wir mit Gottes Wort im Ohr hinter die Dinge des Alltags schauen können. Das ist ein Blick, ein Tiefenblick, den wir kaum noch üben.
Aus diesem Blick kommt uns das zu, was in den wortlosen Situationen fehlt:
Geist.
Wahrheit.
Innere Lebendigkeit.

Wenn wir nur noch funktionieren sind wir auf reine Körperlichkeit reduziert. Das kann ein Mensch nicht lange aushalten. Geistlose Existenz ist für uns wie Blumen ohne Wasser.
Wortlos, geistlos können wir nicht lange leben.
Wenn sie so wollen, können sie die heute Predigt auch als kleine Meditationsanleitung für den Alltag verstehen.
II. Begegnung

Wir besuchen einen Ort, den sie bis heute mit Sicherheit in keinerlei Weise mit Glaube und religiösen Themen in Verbindung bringen würden. Danach mag es anders sein.
Im Johannes-Evangelium treffen wir im 4. Kapitel auf die Begegnung zwischen Jesus und einer Frau aus Samarien. Jesus hatte sich ermüdet an einem Brunnen niedergelassen. Eine Frau kommt, Wasser zu schöpfen. Jesus spricht diese Frau, deren Namen wir nicht erfahren, an und bittet sie um Wasser. „Wie, ein Jude fragt eine wie mich wegen Wasser?“. Sie gibt es ihm mit erstauntem Gesicht. „Wasser kann viel bedeuten“, sagt Jesus dann sinngemäß. Und verwickelt sie ein Gespräch über die Symbolkraft von Wasser.

III. Beim ALDI fromm werden?

Ganz im Sinne einer modernen Wagner-Inszenierung verändern wir jetzt die Bühne. Wo würde das Gespräch zwischen Jesus und der Frau, die ja zum Einkaufen gegangen ist, heute stattfinden?
Gehen wir los. Wir betreten einen Discounter. Wir gehen einkaufen. Da wir sparsam sind, aber auf Qualität nicht verzichten wollen und weil wir uns nicht für besser als andere halten, gehen wir zum ALDI.
Vor uns der erste, lange Gang. Menschen eilen an uns vorbei. Wir haben Zeit. Wir bleiben stehen und versuchen einmal, dass, was wir von unserem Glauben wissen, mit dem, was wir sehen, in Verbindung zu bringen. Dazu brauchen wir kein Studium. Uns reichen die Stücke, Bruchstücke, Erinnerungsstücke unseres Glaubens.
Rechts sehen wir das verlockende Angebot: Milka Schokolade mit ganzen Nüssen. De Beukela Kekse. KAFFEE Gebäck. Links beginnt die Reihe mit Schnaps und endet mit Wein. Was wird einem Christenmenschen einfallen? Etwa diese Zeile aus dem Vater-Unser „Und führe mich nicht in Versuchung“.
Was ist Religion für sie, liebe Gemeinde? Ist Glaube für sie mit Warnung, Verbot und Vorschrift verbunden? Erwarten sie von Gottes Anruf klare Vorschriften?
Was spräche dagegen, fiele uns beim Eingang des Discounters dieser Vers ein: …dass der Wein erfreue des Menschen Herz (Psalm 15). Evangelium heißt „frohe Botschaft“. Glaube ist Einladung zum Leben.
Rechts, beim Schokoladenregal könnten wir darüber nachdenken, wie oft wir diese „Seelentröster“ brauchen. Nur sie wissen, wie sie Schokolade essen: Stück für Stück genießend. Mancher stopft sie wahrlich in sich rein.
Wenn unser Jakobsbrunnen-Gespräch beim ALDI stattfinden würde, fragte Jesus vielleicht: Frau, warum kaufst du so viel Schokolade. Und sie würde ihn irritiert anschauen. „Hab ja kaum was, was schön ist.“ Nein, noch ist sie bereitet, tiefer zu gehen mit ihren Gedanken.
Ich habe nun keine platte Konsumkritik vor, die in etwa besagen würde: Bete und du musst keine Schokolade mehr essen… Anders hielte ich es für besser: Ich genieße Schokolade und mach mir ab und zu bewusst, was meinem Leben Süßigkeit gibt. Und wem ich diese Süße im Leben weitergeben könnte. Glaube, und darauf zielt das Gespräch Jesu ab, hebt uns aus der bloßen Existenz heraus.
Unsere Samariterin schiebt ihren Wagen schnell weiter. Fast, als wollte sie flüchten. Am Ende des ersten Ganges stehen die Putzmittel. Da kann er ja wohl nichts dagegen haben, wenn eine Hausfrau Putzmittel kauft.
Sie ahnen es, liebe Gemeinde, natürlich könnten wir nun angesichts der meterlang aufgetürmten Reinigungsmittel über unser Bedürfnis nach Reinheit sprechen.
In der Bibel nimmt Jesus den Wasserkrug in die Hand:
„Warum holst du Wasser“?
„Sollen wir verdursten? Wir trinken es. Wir waschen uns damit“.
„Ist das alles. Lebst du nur, dass du trinkst und dich wäschst?“
„Hat er etwa meine stille Klage gehört: Ich kann nicht mehr?“ Die Frau läuft nicht weg.
Sie lässt sich beim Einkaufen Jesu Frage nach dem Grundsinn ihres Lebens gefallen. Sie läuft nicht davon. Sie ahnt das Tor zur Freiheit, das in dieser Frage liegt. Endlich stellt sie mir jemand. Erste Wassertropfen benetzen den vertrockneten Geist.
So beginnt Glaube. Du musst vor der Frage, warum du lebst, nicht davonlaufen. Das ist die evangelische, die ermutigende Botschaft, die in dieser kleinen Szene von damals liegt. Wenn du dich dieser Frage stellst, wirst du nicht ohne Antwort bleiben.
In unserer Geschichte ist es Jesus, der spricht:
„Es gibt etwas, dass dich wirklich rein macht. Es gibt ein lebendiges Wasser, das deiner Seele guttut. Ein Wasser, das in dir zur Quelle wird und dein Leben in Ordnung bringt.“ In unserer Geschichte, wie Johannes sie erzählt, ist es Gott, der sich der Frau zuwendet. Sie ahnt es. Das ist der Anfang.
Wir könnten nun durch den ganzen Laden laufen. Bei den Konserven mag uns der Gedanke kommen: Was weiß ich eigentlich noch von meinem Glauben? Hatte der Pfarrer damals nicht immer im Konfirmanden-Unterricht gesagt: Wir lernen auf Vorrat? Aber wo ist dieser Vorrat geblieben? Konserven haben ein Verfallsdatum. In Sachen Glauben ist das bei vielen Menschen schon längst überschritten.
Vor der Tiefkühltruhe mag uns der Gedanke kommen: Kann man Leben wirklich einfrieren?
Das Wurst- und Käseregal zur Rechten könnte uns Anlass geben, über unsern Umgang mit den Geschöpfen nachzudenken.

Vor dem Obst- und Gemüsestand – und hier kommen wir der Realität wohl am nächsten – blitzen immer mehr auch tatsächlich ethische Überlegungen in uns auf. „Bio“ soll darauf stehen und natürlich soll es auch „fair“ gehandelt sein und nix kosten.
Kann man beim ALDI fromm werden? Das will ich jetzt nicht ausschließen, liebe Gemeinde.
Nun habe ich den Discounter noch aus einem anderen Grund als Bühne für unsere biblische Szene gewählt. Jesus trägt in dieser Geschichte das Thema „Religion“ sozusagen auf den Markt. Da ist kein Tempel, keine Kirche, kein Gemeindesaal, kein Raum, in dem wir für gewöhnlich unseren Glauben wohnen lassen und ihm Gestalt geben.
„Früher war das hier eine heilige Stätte“, sagt die Frau zwar. Aber Jesus antwortet:
„Es kommt die Zeit, dass ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.“, und er fügt hinzu: „Ihr wisst nicht, was ihr anbetet“.
Sätze, die wir ohne Abstriche in unsere Zeit holen können.
Zeit, sich endlich einmal im Laden umzuschauen.
Wie viel Religionen und Konfessionen sind mit uns gleichzeitig im Laden?
Evangelische, Katholische, Freikirchler, Konfessionslose, Islamis, Buddhisten, Atheisten.
Wir wissen es nicht. Aber immerhin kann man durchaus feststellen:
ALDI führt die Menschen zusammen. Unsere Religionen trennen uns. Das ist kein Vorwurf. Nur ein Denkanstoß. Jesus begegnet diesen Menschen mit Respekt. Er belehrt sie nicht. Er tritt mit ihnen ins Gespräch. Nicht absichtslos. Er will ihre Augen, ihre Sinne, ihr Herz für Gott öffnen. In Liebe. Ohne Herrschsucht. Ohne Bevormundung. In Freiheit.
In unserer Geschichte heißt es: Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
Das kann nur in Freiheit, in Liebe und mit Respekt geschehen. Davon handelt die Begegnung Jesu mit der namenlosen Frau am Jakobsbrunnen beim Einkaufen des Wassers.
Es gelingt, wenn wir Glauben und Leben dort zusammenbringen, wo wir sind. ALDI ist ja nur ein Beispiel für viele Räume, in denen wir uns angewöhnt haben, Religion draußen zu lassen, obwohl sie gegenwärtig ist. Aber wollen wir das sehen?
Es wird Zeit, den Laden wieder zu verlassen. Es ist ja schon ziemlich lange her, dass wir uns vor dem Süßigkeiten-Regal die ersten Fragen haben stellen lassen.
Aber ehe wir hinausgelangen, müssen wir an der Kasse vorbei. Das ist wie beim „Jüngsten Gericht“. Jetzt wird alles offenbar, was wir durch den Lebensmittel-Laden geschoben haben. Stück um Stück dessen, was wir auf das Band legen, erzählt von uns: Was wir brauchen, genießen, verschlingen.
Zur Rechten und Linken teilt man sich auf. Wie beim „Jüngsten Gericht“. Man spekuliert noch, ob man strategisch so günstig steht, dass man die vielleicht bald sich öffnende Kasse vor den anderen erreicht. Allein das sagt viel über uns aus.
Und dann liegt alles auf dem Band. Wird notiert. Festgehalten. Berechnet. Ob das beim Jüngsten Gericht ähnlich sein wird: Alles liegt auf dem Band. Und man kriegt die Rechnung.
Vor einer Weile konnte ich dies an einer Kasse beobachten. Eine sehr junge Frau, deren Kleidung und unsichere Haltung in etwa ihren Seelenzustand ahnen ließen, hatte zu viel eingekauft. Es fehlten ihr gut zwanzig Euro. Kein Kreditinstitut hatte ihr eine Plastikkarte ausstellen wollen. Planlos griff sie einzelne Stücke aus dem Einkaufswagen heraus und legte sie mit hochrotem Kopf auf das Band zurück. Da aber zog der hinter ihr stehende Mann sein Portemonnaie hervor. „Ich zahle das für sie“, sagte er.
Diese einfache Szene sagt mehr aus über das, was Jesus im Jüngsten Gericht für uns tun wird als tausend Seiten kluge Dogmatik.
Glaube entsteht, wenn wir hinter die Oberfläche der alltäglichen Dinge schauen und sie auf diese Weise mit Gottes Wort ins Gespräch bringen.
Das ist ein Blick, ein Tiefenblick, den wir kaum noch üben. Heute wollte ich sie dazu animieren: Nehmen sie einfach irgendetwas, was ihnen wichtig ist in die Hand. Versuchen sie, unter die Oberfläche zu schauen. Es kann sein, dass sie sehr schnell bei ganz wichtigen Lebensthemen ankommen. Das tut dem Geist gut und verhindert, dass wir innerlich austrocknen.
Die Frau, der Jesus begegnet war, hat danach ihr ganzes Dorf bekehrt.

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

* Lied EG 331, 1-4     Großer Gott wir loben dich


* Fürbittengebet:
     
Lasst uns beten:
Herr, du hast dir Israel erwählt
und der Welt deinen Sohn Jesus Christus geschenkt.
Du willst Leben und Heil für uns.
Doch das Leben ist bedroht und Unheil herrscht immer wieder.
Darum kommen wir zu dir und bitten dich:
Hilf, Herr, dass Menschen nie wieder Menschen wegen ihrer Religion verfolgen und töten.

Bewahre deine Kirche vor Rechthaberei und Überheblichkeit.
Schenke ihr Menschenfreundlichkeit und Liebe zu den Nächsten.
Bewahre die Politiker vor Ignoranz und Menschenverachtung.
Schenke ihnen einen klaren Kopf und deinen Heiligen Geist.
Bewahre die Wohlhabenden vor Raffgier,
und die Armen schütze in ihrem Elend.
Schenke ihnen, was sie brauchen, um erfüllt leben zu können.

Bewahre uns, Gott, in deinem Heil und in deiner Liebe,
und schenke uns deinen Heiligen Geist,
der uns hilft, miteinander Leben und Glauben zu gestalten.

Wir bitten dich für unseren Täufling Leano und seine Familie, sei du der Weg und segne sie. Du hast den kleinen vor 17 Tagen angenommen und hälst deine schützende Hand über ihm.

In der Stille bringen wir vor dich, was uns persönlich bewegt


Und gemeinsam beten wir mit den Worten unseres Herrn Jesus Christus

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Lied EG 588     Tragt in die Welt nun ein Licht


* Bekanntmachungen:
Die Kollekte für den heutigen Sonntag ist bestimmt, für die Schneller Schulen.
Gott segne Geber und Gabe.


Ich lade ein zu den Schulanfangsgottesdiensten am Dienstag den 07.08.18 um 9.30 Uhr in Spielberg, sowie am Mittwoch, 08.08.18 um 08.30 Uhr in der Kath. Kirche hier in Wächtersbach.

Am kommenden Sonntag, 12.08.2018 feiern wir Gottesdienste:

09.00 Uhr in Weilers
10.00 Uhr in Wächtersbach
18.00 Uhr Wittgenborn.

Als Wochenspruch geleite uns durch die vor uns liegende Woche aus Psalm 33, der 12 Vers.
„Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe gewählt hat“.

*Taufaufgebot:
Am 25.August 2018 taufen wir hier in der Ev. Kirche Wächtersbach Leano Volkmann der am 19.07.2018 das Licht der Welt erblickte. Gott der als Licht der Welt in diese Welt gekommen ist, leuchtet unserem Täufling und seiner Familie. In jedem Kind wird die große liebe Gottes erfahrbar und die Freude die damit verbunden ist. In den Kinderaugen sehen wir das Licht das Jesus Christus verkörpert.
Wir wollen für Leano Volkmann beten:
Lieber Vater, wir bitten dich für unseren Täufling um Schutz und Begleitung auf all seinen Wegen. Lass du Leano viele Fußabdrücke in dieser Welt hinterlassen. Hilf den Eltern Stephanie und Jan, Leano`s Brüdern Julien und Leander und der Patin Meike dass sie Leano im Christlichen Glauben erziehen und ihm Vorbild sind. Lass sein Leben getragen sein von Liebe, Respekt, Achtung, Hoffnung und Glauben.
Dankbar sind wir Herr, für Leano den du angenommen hast und den du liebst. AMEN

* Votum:  
Mit uns nehmen wir Gottes Segen
und teilen ihn aus,
wem immer wir begegnen:
Gott allen Trostes und aller Verheißung,
segne uns und behüte uns.
Begleite uns mit deiner Liebe,
die uns trägt und fordert.
Lass dein Angesicht leuchten über uns
und sei uns gnädig,
denn deine Gnade schafft neues Leben.
Wende dein Angesicht uns zu
und schenke uns Frieden.

* Segen:
So gehet hin im Frieden in die kommende Woche.
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.

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BeitragVerfasst am: 05.08.2018 16:13    Titel: Re:


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