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-thommy-
Lektor Wagner


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BeitragVerfasst am: 09.09.2018 22:06    Titel: Taufgottesdienst am 15. Sonntag nach Trinitatis, 09.09.2018 Antworten mit Zitat

Taufgottesdienst von Luisa Hess
am 15. Sonntag nach Trinitatis
am 09. September 2018 um 09.15 Uhr
in der Ev. St. Johanneskirche Lettgenbrunn
Text: Psalm 91, 11


Lied EG + 34     Komm Heiliger Geist

Begrüßung:
Wir feiern diesen Taufgottesdienst im Namen des Vaters, der uns auf allen Wegen begleitet,
im Namen Jesu, der uns alle kennt und für uns da sein will,
und im Namen des Heiligen Geistes, der mitten unter uns ist. Amen.

Wir wollen in diesem Taufgottesdienst heute morgen Luisa Hess taufen.
Unser kleine Täufling Luisa, seine Eltern, Katrin und Markus, Luisa`s Bruder Lukas, die Patin Manuela, Verwandten und Freunde begrüße ich deshalb ganz besonders herzlich heute zum Taufgottesdienst von Luisa.
Ich wünsche uns einen Mutmachenden Gottesdienst.

Lied EG 610     Herr deine Liebe

Eingangspsalm:
HERR, auf dich traue ich, lass mich nimmermehr zu-schanden werden, errette mich durch deine Gerechtig-keit!

Neige deine Ohren zu mir, hilf mir eilends!
Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest!
Denn du bist mein Fels und meine Burg,
und um deines Namens willen wollest du mich leiten und füh-ren.
Du wollest mich aus dem Netze ziehen, das sie mir heimlich stellten; denn du bist meine Stärke.
In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR, du treuer Gott.

HERR, auf dich traue ich, lass mich nimmermehr zu-schanden werden, errette mich durch deine Gerechtig-keit!

(Ps. 31, 1-6)
Kommt lasst uns anbeten

Gebet :
Herr Jesus Christus, so vieles bewegt uns heute morgen,
am Tag der Taufe von Luisa. Wir denken an all das, was nun hinter uns liegt, an die große Freunde und Aufregung, als Lui-sa zu ihrer Familie kam, an die Hoffnungen und Ängste in den ersten Tagen und Wochen.
Wir denken auch an das, was vor uns liegt, an die Verantwor-tung, die wir für Luisa tragen.

Herr,wir wissen, wie viel Zuwendung, wie viel Liebe Luisa braucht, damit sie voller Vertrauen aufwächst.
Doch wir wissen auch, Herr, dass unsere Liebe begrenzt ist,
zeitlich und räumlich, aber auch in ihrer Kraft und Tiefe.

So werden auch Stunden und Tage kommen, wo Luisa unsere Liebe entbehren muss, wo wir ihrem Herzen ferne sind.

Herr Jesus Christus, lass Luisa immer dann,wenn wir ihr nicht nahe sind, die Wahrheit deiner Verheißung erfahren,
die auch heute über diesem Kind ausgesprochen wird:
"Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende".
AMEN

Lesung Markusevangelium:
Gottes Liebe gilt jedem Menschen von Anfang an, selbst wenn ein Mensch noch gar nichts von Gott weiß, noch gar nichts wissen kann. Deshalb taufen wir auch schon kleine Kinder. Und wir denken dabei an eine Geschichte, die uns im Markus-Evangelium erzählt wird:
Einmal brachten Leute Kinder zu Jesus. Er sollte sie segnen. Aber die Jünger wiesen sie zurück. Als Jesus das merkte, wurde er zornig und sagte zu ihnen: „Lasst die Kinder doch zu mir kommen und hindert sie nicht daran. Denn für Menschen wie sie, ist Gottes Türe weit offen. Und ich sage euch: Wer sich Gott gegenüber nicht wie ein Kind öffnet, der wird nie ei-nen Zugang zu Gott finden.“ Dann nahm er die Kinder in die Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie.

Lesung Mt 28, 18-20:
Hört den Tauf- und Missionsbefehl Jesu am Ende des Matthäusevangeliums:
Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Taufversprechen der Eltern und Paten:
Uns sind Kinder anvertraut. Euch als Eltern und als Patin. Es ist gut, dass Luisa Menschen haben wird, die für sie Verant-wortung tragen, auf die sie sich verlassen kann. Wir sind auch dafür da, dass Luisa erfährt, dass sier zur Familie Gottes ge-hören soll, dass sie eingeladen ist zu einem Leben mit Gott und in seiner Gemeinde. Daher frage ich Euch Eltern und Pa-tin: Möchtet Ihr, dass Luisa getauft wird auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, Möchtet Ihr sie begleiten auf ihren Wegen in diese Welt hinein? Möchtet Ihr Luisa helfen, dass sie ihre eigenen Weg ins Leben findet und auch dann zu ihr stehen, wenn dieser Weg anders aus-sieht, als Ihr ihn Euch vorstellt? Möchtet Ihr Eurem Kind und Patenkind die Möglichkeiten geben, von Jesus Christus zu er-fahren, in dem Gottes Liebe ein menschliches Gesicht be-kommen hat, weil diese Liebe auch ihr gilt und sie als Kind Gottes leben soll?

So antwortet: Ja, dazu sind wir bereit mit Gottes Hilfe!

Verlesen des Taufspruchs:
Luisa, über Dir wird in der Taufe diese Verheißung ausge-sprochen: DeinTaufspruch lautet:
„Denn er hat seinen Engeln befohlen, das sie dich behü-ten auf allen deinen Wegen“.
(Ps. 91,11)

Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

* Lied vom Liedzettel: Vergiss es nie

Taufe:
Im Namen dessen, der uns bei unserem Namen ruft,
(etwas Wasser ins Taufbecken füllen)
im Namen dessen, zu dem Gott bei seiner Taufe sprach: »An dir habe ich Wohlgefallen!«,
(weiteres Füllen des Taufbeckens mit Wasser)
im Namen dessen, der in der Taufe gegenwärtig ist und Ge-mein¬schaft wirkt –,
(noch einmal Wasser ins Taufbecken gießen)
im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geis-tes.

Taufe Luisa:
Als Zeichen dafür, dass Gott dieses Kind ganz persönlich ruft, nennen Sie als Patin den Namen des Kindes.
Patin:
Luisa

Luisa, ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gott Vater Sohn und heiliger Geist gebe dir seinen Gnade, Schutz und Schirm vor allem Argen, stärke und Hilfe zu allem guten, das du bewart wirst zum ewigen Leben,
Friede sei mit dir (+). AMEN.

Taufsegen:
Noch ehe deine Füße eigene Schritte tun, weiß Gott den Weg für dich Luisa und führt dich deine Pfade. Noch ehe deine Lip-pen die ersten Worte sprechen, ist Sein Wort über dir, und sagt: Du bist mein geleibtes Kind. Noch ehe das Leben dich fordernd empfängt, weiß Er sich gefordert, deine Hilfe zu sein. Mögest du auf all deinen Wegen beschützt und bewahrt sein. Der Wind stärke dir den Rücken. Die Sonne erwärme dein Gesicht. Der Regen erfrische dein Leben. Alle Orte sollen dir Heimat werden. Alle deine Wege mögen zu guten Zielen füh-ren. Das wünsche ich dir im Namen Gottes des Vater und des Sohnes und des heiligen Geistes: AMEN


Anzünden der Taufkerzen:     mit Lukas zusammen
Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Die Taufkerze brennt heute bei der Taufe von Lea und soll sie immer darin erinnern, dass ihr mit der Taufe das Licht des Lebens versprochen wird.
Damit wir die Kerzen alle noch sehen, bitte ich sie, sie auf den Altar zu stellen.

Tauferinnerung von Lukas:
Mit Taufwasser von Luisa segnen und freier Text dazu.

Taufkerze von Lukas anzünden.

Freie Worte
Segen für die Eltern und Paten:
- Gott segne euch Eltern. Er hat euch euer Kind geschenkt. Er helfe euch, ihm zu zeigen, Gott und die Menschen zu lie-ben.
-     Gott segne die Patin. Sie haben eine große Verantwortung übernommen. Er helfe ihnen, diese Aufgabe zu erfüllen.
-     Gott segne den stolzenm Bruder. Du hast eine Schwester die dich braucht und die du lieb hast. Das sieht der liebe Gott sehr gerne.
- Gott segne uns alle. Er helfe uns, dass wir sein Wort in der Gemeinde hören und nach seiner Liebe leben. Amen.

Lied EG 577     Kind du bist uns anvertraut

PREDIGT:
- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Got-tes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Liebe Katrin, lieber Markus, lieber Lukas, liebe Patin Manuela, liebe Verwandte und Freunde von Luisa, liebe Gemeinde!

1. Einmaligkeit und Dankbarkeit

Es gibt wunderschöne Worte, die ausdrücken, was viele von uns beim Anblick eines kleinen Kindes bewegt.
»Du bist zur Welt gekommen, Luisa.
Einmalig, mit einem unverwechselbaren Äußeren, einem We-sen, das nur du hast.
Wir schauen dich an und wissen, dass wir vor einem Geheim-nis stehen, dem Geheimnis des lebens, vor dem Geschenk deines Lebens. Dafür empfinden wir tiefe Dankbarkeit,
und wie vor deiner Geburt spüren wir jetzt, dass wir das Ei-gentliche deines Lebens nicht in Händen halten.«

Luisa ist euer zweiter Sonnenschein. Sie schreit nur dann, wenn sie Hunger hat. Das kann ich sehr gut verstehen. Lukas der Bruder von Luisa ist stolz auf seine kleine Schwester und liebt sie. Er ist ihr beschützer.

Zu Luisas Taufspruch den wir gleich hören habe ich uns eine Wahre Geschichte mitgebracht.
Nach der Konfirmation ist er in den Küsterdienst an der Ha-nauer Marienkirche gegangen, war mit auf Küsterrüstzeiten gefahren. Und irgendwann hat er sich entschieden, dass er mit dem Glauben ernst machen wollte. Dass er ganz bewusst als Christ leben wollte. Er hatte quasi genau die Antwort ge-geben, die auf die Taufe als Baby irgendwann einmal folgen soll, damit die Taufe einen Sinn hat. Und genau an diesem Tag, als er das getan hatte, als er ganz intensiv gebetet hatte, genau an dem Tag fuhr er mit dem Fahrrad von der Marien-kirche Hanau nach  Hause in den Tümpelgarten und da pas-sierte es: Er legte sich heftig mit dem Fahrrad auf Höhe des Sportgeländes der 1860 auf die Nase. Es ist nichts Schlim-mes passiert, aber Schürfwunden, Verstauchungen, und das Fahrrad war Schrott. Eine halbe Stunde vorher hatte er ganz intensiv gebetet und Gott gesagt, dass er an ihn glauben woll-te, dass er Jesus in seinem Leben nachfolgen wollte. Und dann liegt er da auf der Straße mit kaputtem Fahrrad. Und er überlegt ganz ernsthaft: Soll ich den Glauben nicht am besten direkt wieder an den Nagel hängen? Was bringt das schon – wenn Gott mich noch nicht einmal vor Fahrradunfällen be-schützt? Er hat sich die Frage ganz ernsthaft gestellt. Aber dann hat dieser Junge, der später Lektor und dann Prädikant wurde, mit dem Glauben doch weiter gemacht, obwohl seine Eltern dagegen waren. Die hatten mit Kirche und Glauben so gar nichts am Hut. Weil er begriffen hat, dass Glaube keine Versicherung ist gegen die Unglücksfälle des Lebens. Keine Garantie, dass im Leben immer alles glatt geht. Sondern ein letztes Vertrauen auf Gott und eine letzte Geborgenheit bei Gott, auch wenn man Leid und Unglück erfährt.
Darum ihr liebenliebe Gemeinde geht es auch in Luisas Taufspruch, aus Psalm  91 Vers 11 wo es heißt:

„Denn er hat seinen Engeln befohlen, das sie dich behü-ten auf allen deinen Wegen“.

2. Bewahrung im Unglück
In der Zeitung stand einmal folgende Kleinanzeige:
„Ich danke Gott und dem Fahrer des blauen Mercedes,
der uns durch seine schnelle Reaktion vor einem schlimmen Unfall bewahrt hat.“  
Am nächsten Tag stand an der gleichen Stelle der Zeitung ei-ne Antwort, eine Kleinanzeige mit dem Text:
„Schwein gehabt. Der Mercedesfahrer“.
Eine gefährliche Situation, in der zwei Menschen ganz knapp einem Unglück entgangen sind. Und die beiden betrachten das ganz unterschiedlich: „Ich danke Gott“ auf der einen Sei-te, auf der anderen Seite „Schwein gehabt“. Es kommt also ganz auf meine Einstellung an, wie ich solche Situationen be-trachte und
mit ihnen umgehe. Jemand hat einmal gesagt:
„Ein Atheist ist ein Mensch, der niemanden hat, dem er „Dan-ke“ sagen kann.“
Da ist viel Wahres dran: Wenn ich an Gott glaube, dann habe ich eine Adresse, an die ich mich wenden kann mit meinem Dank. Mit meinem Dank für die Geburt von Luisa. Mit meinem Dank, wenn ich vor etwas Schlimmem bewahrt worden bin. Wenn ich nicht an ihn glaube, dann bleibt als Reaktion nur ein „Schwein gehabt“.
Wenn ich an Gott glaube, habe ich jemanden, dem ich danken kann für Schutz und Bewahrung in meinem Leben. Von die-sem Schutz, dieser Bewahrung ist in Luisas Taufspruch und in dem ganzen Psalm ausführlich die Rede. Aber es gibt ja – leider – auch die Erfahrung, dass Leid und Unglück passieren, dass man nicht auf Händen getragen wird, sondern zu Boden stürzt. In solchen Situationen von Leid und Unglück kann ich
sagen „Pech gehabt“. Oder ich kann so damit umgehen, wie es die Menschen in der Bibel getan haben: Ich kann mein Leid, meine Traurigkeit, auch meine Enttäuschung und meine Zweifel Gott klagen. Denn zum Glauben gehören beide Erfah-rungen: Die Erfahrung von Schutz und Bewahrung, für die ich Gott danke. Aber auch die Erfahrung von Leid, von Dingen, die ich nicht verstehe – und die mir das Glauben vielleicht manchmal schwer machen.
„Er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen“.
Dieser Satz allein genommen hört sich so an, als gäbe der Glaube eine Garantie, dass einem kein Unglück, nichts Böses geschehen könnte. Aber wenn man den Psalm genauer liest, dann merkt man: Da ist ja ganz viel von Unglückserfahrungen die Rede: Und so ist der Glaube ja nicht eine naive
Vorstellung, dass einem nichts Schlimmes zustoßen könnte. Sondern das Vertrauen: Auch in Leid und Unglück, ist Gott bei mir.

3.) Engel sein
Der Taufspruch von Luisa ist ein beliebtes Bibelwort. Weil es von Gottes Schutz spricht. Aber wohl auch, weil es so ein schönes, anschauliches Bild ist: Engel, die einen auf Händen tragen. Heutzutage sind Engel wieder ziemlich „in“. Es gab mal eine Zeit in den 70 ern bis in in den Anfang der jahrtau-sendwende, da waren Engel verpöhnt. Ihr kennt sie ja alle die Bilder und Figuren. Am bekanntesten sind die Putten, kleine dicke süße Engel. Ich hatte mal ein solches Köstum an als ich noch 30 kg mehr hatte. Eine aufgeklärte und intelligente Frau hat mir einmal davon erzählt, dass sie in einer bestimmten Si-tuation ihres Lebens ihren Schutzengel gesehen hat. Ich kann nicht beurteilen, ob das wirklich so war. Aber warum nicht? Ich bin davon überzeugt das in meinem Leben, mein Schutz-engel ganz schön zu tun hat und auch noch zu tun haben wird.
Unser Wort „Engel“ kommt vom griechischen Wort „Angelos“ - und das heißt übersetzt. Bote oder Gesandter. Engel sind Bo-ten, Gesandte Gottes. In der Bibel sind nicht die Engel selbst wichtig, sondern wichtig ist, dass von Gott her etwas bei den Menschen ankommt: Seine Botschaft, sein Schutz, seine Nä-he.
Ein Pfarrer wollte einmal einen Hausbesuch bei einer alten Dame machen. Die Dame erwartete in dem Moment aber nicht den Pfarrer, sondern ihre Enkeltochter. Und deswegen fragte sie, als der Pfarrer klingelte, durch die Gegensprechan-lage: „
Bist du es, mein Engel?“ „Nein, bin ich nicht, aber ich komme von der gleichen Firma“ bekam sie zur Antwort.
Wir sind von der gleichen Firma. In dem Sinn können und sol-len wir alle Engel sein. Nicht, dass wir alle so lieb wären wie ein Engel oder so aussehen wie ein Engel oder mit einer En-gelsgeduld gesegnet wären.
Sondern dass wir Boten Gottes sein sollen. Menschen, die anderen etwas von Gott weitersagen und weitergeben. Men-schen, die anderen Nähe schenken. Und vielleicht spürt der andere durch unsere Nähe etwas von Gottes Nähe. Sie Kath-rin und Markus als Eltern und sie Manuela als Patin haben das übrigens vorhin erklärt, dass sie Engel sein wollen. Dass sie nämlich Luisa den Glauben an Gott, den Glauben an Je-sus Christus nahe bringen wollen.
Die frohe Botschaft an ihren Sonnenschein Luisa weiterge-ben, Botschafter Gottes, Engel sein wollen. Und auch das
Umgekehrte kann gelten: Ich weiß nicht, ob „Engelchen“ zu den Kosenamen gehört, mit denen sie Luisa anreden. Aber auch das kann und soll so sein, dass Luisa für sie und für an-dere ein Engel, ein Botschafter Gottes ist. Ein indische Dich-ter hat einmal gesagt:
»Jedes Kind bringt die Botschaft mit auf die Welt, dass Gott sich von den Menschen noch nicht hat entmutigen lassen.«
Dass Er noch mit uns zu tun haben will.
Hoffentlich kommt die Botschaft bei uns an und wir reagieren darauf und antworten auf Gottes Botschaft.
Nach der glücklichen Geburt von Luisaa kann man sagen: „Schwein gehabt.“ Oder man kann Gott dafür danken. Wenn man so ein süßes einzigartiges Kind anguckt, kann man sa-gen: Ganz süß, und man kann staunen und den Schöpfer lo-ben, der hinter diesem Wunder steht. Engel sein für andere, Botschafter Gottes sein für andere – das können und das sol-len wir.
Sie als Eltern, Lukas als Bruder, Sie als Patin und Luisa selbst werden es einmal sein. Ihrr Engelchen ist ein von Gott ange-nommenes und geliebtes Kind. Er hat ja zu Luisa gesagt und er will das Luisa behütet und beschütz wird auf all ihren We-gen. Er wird sie tragen und stützen und in allem was sie tut wird er bei ihr sein. Amen

Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn. AMEN.

Lied: EG 200,1+2+4     Ich bin getauft auf deinen Namen

Fürbittengebet:
Prädikant
Wir bitten dich, liebender Gott, für Luisa.
dass sie deine Liebe stets spürt, dass stets Menschen da sind, die zuhören können, dass Menschen da sind, die ihren Glauben stärken,dass sie offen sind für deine frohe Botschaft und darin Hilfe für ihr Leben finden, dass sie deinen Segen spüren und ein Segen für andere Menschen sein kann.

Manuela
Wir bitten dich, sanfter Gott, für Luisa, dass sie viel Liebe und Geborgenheit durch die Menschen erfahre, die sie so anneh-men wie sie ist, denen sie vertrauen kann und die für sie im-mer da sind und ihr helfen, dass sie im Vertrauen wachsen kann
und dass sie lieben lernen kann von ganzem Herzen. Das Lu-isa getragen wird in Liebe und dass auf all ihren Wegen Gott an ihrer Seite ist.

Lukas
Wir bitten dich, lieber Gott, für die Familie und die Patin um deinen Beistand, damit sie Luisa mit Güte, Weisheit und Ge-duld begleiten und dass sie für sie beten und ihr Christsein vorleben.

Manuela
Wir bitten dich, lieber Gott, für uns alle, dass wir uns der Ver-antwortung für dieses Kind bewusst sind und dass wir allen Kindern eine Welt übergeben, in der sie gut und gerne leben mögen.

Lukas
Wr bitten dich, lieber Gott, das wir uns der Verantwortung für die Schöpfung bewusst sind und mit den Rohstoffen behut-sam umgehen für die nächsten generationen. Das uns, den Kinder eine Welt hinterlassen wird, in de wir gut leben können.

Prädikant
Wir danken dir, dass du Luisa mit Namen gerufen und in die Gemeinschaft der Kirche eingeführt hast.
Amen

In der Stille bringen wir vor dich Herr, was uns in dieser Gottesdienstlichen Stunde besonders am herzen liegt.

Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

Lied EG 562     Segne und behüte

Bekanntmachungen:
Kollekte: Diakonie Katastrophenhilfe (Info-Zettel liegen in der Kirche)

Wochenspruch:
Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch. 1. Petr. 5, 7

Nächste Gottesdienste:
Sonntag, 16. September 2018 mit Lektorin Kempf

9:15 Uhr in Lettgenbrunn
10:30 Uhr in Lohrhaupten


Abkündigungen:

Mittwoch, 12. September 2018

19:00 Uhr     Frauenkreis in Lohrhaupten im Gemeindehaus

Samstag, 15. September 2018

16:00 Uhr     Kindergottesdienst in Lohrhaupten im Gemein-dehaus

Votum:
Schwestern und Brüder,
erhebt euch zum Segen,
fasst die Hände der Menschen zu beiden Seiten:
Geht hin im Namen des lebendigen und fürsorgenden Gottes,
der uns seinen Geist schenkt.
Geht hin, um euch allem entgegenzustellen,
was das Leben von Kindern, Frauen und Männer versklavt.
Geht hin, um euch daran zu freuen,
dass wir einander haben,
geht hin, um das neue Leben aus Gottes Geist zu feiern.
Gott segne euch!

Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein An-gesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.

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BeitragVerfasst am: 09.09.2018 22:06    Titel: Re:


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