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-thommy-
Lektor Wagner


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Anmeldungsdatum: 13.12.2007
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BeitragVerfasst am: 23.05.2021 11:47    Titel: Pfingssonntagstgottesdienst mit Taufe&Tauferinn., 23.05. Antworten mit Zitat

Pfingstgottesdienst mit Taufe von Annika Acker
und Tauferinnerung von Anton Acker
und Mayla Rose Brill
23. Mai 2021
um 10.00 Uhr
im Vogelsberger Dom Unterreichenbach
Taufe: Psalm 91, 11
Thema: Was ist eigentlich Pfingsten?


* Orgelvorspiel
    
* Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat. AMEN

Herzlich willkommen zum Pfingstgottesdienst hier im Vogelsberger Dom Unterreichenbach. Heute taufen wir Annika Acker und legen ihr Leben in Gottes Hand. Tauferinnerung wollen wir heute feiern für Anton Acker und für Mayla Rose Brill. Am heutigen Pfingstsonntag wollen wir der Frage nachgehen, was ist eigentlich Pfingsten. Ganz besonders begrüße ich die Familie Acker mit Angehörigen und Freunden und den Paten Lena und Jochen, Familie Brill mit ihren Angehörigen und der Patin Karolin.
Lassen sie uns heute den heiligen Geist spüren der über uns kommt und uns beflügelt mit den Augen der Kinder.

*Lied EG 610, 1-2      Herr deine Liebe

* Taufe:
Eingangspsalm:
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

Gott du kennst mich, deine Annika. Du achtest auf mich Herr.
Nie gibst du mich verloren.
Ich sitze oder stehe, ich liege oder gehe,
du hältst deine Hand über mir.

Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

Alle meine Wege sind dir bekannt, alles was ich denke und sage. Du kennst es. Mein ganzes Leben liegt offen wie ein Buch vor dir.
Wenn ich in Schwierigkeiten bin, willst du mich begleiten.
Wenn ich nicht aus noch ein weiß und mich am liebsten
Verstecken möchte, so bleibt dir meine Not nicht verborgen.

Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

Du achtest auch mich.
Du gibst mich nicht verloren.
                                                                      (Nach Psalm 139)
AMEN

Gebet:
Herr Jesus Christus, heute Morgen bringen wir dir Annika um ihr das Sakrament der Taufe zu spenden. Wir nehmen sie heute in die Gemeinschaft und in die Nachfolge Jesu Christi auf. An so viele Dinge denken wir heute zurück. An den Moment der Geburt von Annika. So zerbrechlich die kleinen Händchen, die kleinen Füßchen. So vieles bewegt uns heute Morgen hier im Vogelsberger Dom. Wohin wird die Reise des kleinen Sonnenscheines gehen? Was für Wege muss sie gehen? Annika steht am Anfang ihres Lebens und darf sich getragen und geliebt fühlen. Sie hat wunderbare Eltern und eine wunderbare Bruder. Liebende Großeltern und eine tolle Familie. Tolle Paten. Wir wissen aber auch, dass wir Annikas Leben in deine gnädige Hand legen dürfen und dass Annika geborgen ist in deinem Schutz.
Herr, wir wissen, wie viel Zuwendung, wie viel Liebe Annika braucht, damit sie voller Vertrauen aufwachsen kann. Doch wir wissen auch, Herr, dass unsere Liebe begrenzt ist, zeitlich und räumlich, aber auch in ihrer Kraft und Tiefe.
So werden auch Stunden und Tage kommen, wo Annika unsere Liebe entbehren muss, wo wir ihrem Herzen ferne sind.

Herr Jesus Christus, lass Annika immer dann, wenn wir ihr nicht nahe sein können, die Wahrheit deiner Verheißung erfahren, die auch heute über ihrer Taufe ausgesprochen wird:
"Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende".
AMEN

Lesung Markusevangelium:
Gottes Liebe gilt jedem Menschen von Anfang an, selbst wenn ein Mensch noch gar nichts von Gott weiß, noch gar nichts wissen kann. Deshalb taufen wir auch schon kleine Kinder. Und wir denken dabei an eine Geschichte, die uns im Markus-Evangelium erzählt wird:
Einmal brachten Leute Kinder zu Jesus. Er sollte sie segnen. Aber die Jünger wiesen sie zurück. Als Jesus das merkte, wurde er zornig und sagte zu ihnen: „Lasst die Kinder doch zu mir kommen und hindert sie nicht daran. Denn für Menschen wie sie, ist Gottes Türe weit offen. Und ich sage euch: Wer sich Gott gegenüber nicht wie ein Kind öffnet, der wird nie einen Zugang zu Gott finden.“ Dann nahm er die Kinder in die Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie.

Lesung Mt 28, 18-20:
Hört den Tauf- und Missionsbefehl Jesu am Ende des Matthäusevangeliums:

Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Taufversprechen der Eltern und Paten:
Uns sind Kinder anvertraut. Euch Claudia und Thomas vor allem als Eltern und euch Lena und Jochen als Paten. Es ist gut, dass Annika Menschen haben wird, die für sie Verantwortung tragen, auf die sie sich verlassen kann. Wir sind auch dafür da, dass Annika erfährt, dass sie zur Familie Gottes gehören soll, dass sie eingeladen ist zu einem Leben mit Gott und in seiner Gemeinde. Daher frage ich Euch Claudia und Thomas und euch die Paten Lena und Jochen: Möchtet Ihr, dass Annika getauft wird auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, Möchtet Ihr sie begleiten auf ihren Wegen in diese Welt hinein? Möchtet Ihr ihr helfen, einen eigenen Weg ins Leben zu finden und auch dann zu ihr stehen, wenn dieser Weg anders aussieht, als Ihr ihn Euch vorstellt? Möchtet Ihr Eurem Kind und Patenkind die Möglichkeiten geben, von Jesus Christus zu erfahren, in dem Gottes Liebe ein menschliches Gesicht bekommen hat, weil diese Liebe auch ihr gilt und sie als Kind Gottes leben soll?

So antwortet: Ja, dazu sind wir bereit mit Gottes Hilfe!

Verlesen des Taufspruchs:

Annika, über Dir wird in der Taufe diese Verheißung ausgesprochen: Dein Taufspruch lautet:
Denn er hats einen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.                                   (Psalm 91, 11)


Taufe:
Im Namen dessen, der uns bei unserem Namen ruft,
(etwas Wasser ins Taufbecken füllen)
im Namen dessen, zu dem Gott bei seiner Taufe sprach: »An dir habe ich Wohlgefallen!«,
(weiteres Füllen des Taufbeckens mit Wasser)
im Namen dessen, der in der Taufe gegenwärtig ist und Gemein¬schaft wirkt –,
(noch einmal Wasser ins Taufbecken gießen)
im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.


Taufe Annika:
Als Zeichen dafür, dass Gott dieses Kind ganz persönlich ruft, nennen Sie als Patin den Namen des Kindes.
Patin::
Annika

Annika, ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gott Vater Sohn und heiliger Geist gebe dir seinen Gnade, Schutz und Schirm vor allem Argen, stärke und Hilfe zu allem guten, das du bewart wirst zum ewigen Leben,
Friede sei mit dir (+).
AMEN.

Taufsegen:
Noch ehe deine Füße eigene Schritte tun, weiß Gott den Weg für dich Annika und führt dich deine Pfade. Noch ehe deine Lippen die ersten Worte sprechen, ist Sein Wort über dir, und sagt: Du bist mein geleibtes Kind. Noch ehe das Leben dich fordernd empfängt, weiß Er sich gefordert, deine Hilfe zu sein. Mögest du auf all deinen Wegen beschützt und bewahrt sein. Der Wind stärke dir den Rücken. Die Sonne erwärme dein Gesicht. Der Regen erfrische dein Leben. Alle Orte sollen dir Heimat werden. Alle deine Wege mögen zu guten Zielen führe. Das wünsche ich dir im Namen Gottes des Vater und des Sohnes und des heiligen Geistes: AMEN

Anzünden der Taufkerzen von Annika:
Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Die Taufkerze brennt heute bei der Taufe unserem Täuflinge und soll sie immer daran erinnern, dass mit der Taufe ihr das Licht des Lebens versprochen wird.
Damit wir die Kerzen alle noch sehen, bitte ich sie, sie auf den Altar zu stellen.

Tauferinnerung für Anton:
Anton, mit dem Wasser von deiner Schwester Annika segnen und dann seine Taufkerzen anzünden.

Freie Texte sprechen.

* Lied EG 577, 1+2      Kind du bist uns anvertraut

* Taufansprache
Liebe Claudia, lieber Thomas, lieber Anton, liebe Paten Lena und Jochen, liebe Gemeinde!


Es gibt wunderschöne Worte, die ausdrücken, was viele von uns beim Anblick eines kleinen Kindes bewegt.
»Du bist zur Welt gekommen, Annika.
Einmalig, mit einem unverwechselbaren Äußeren, einem Wesen, das nur du hast.
Wir schauen dich an und wissen, dass wir vor einem Geheimnis stehen, dem Geheimnis des Lebens, vor dem Geschenk deines Lebens. Dafür empfinden wir tiefe Dankbarkeit,
und wie vor deiner Geburt spüren wir jetzt, dass wir das Eigentliche deines Lebens nicht in Händen halten.«

Annika ist euer zweiter Sonnenschein. Sie weint gerne mit großen Krokodilstränen, wenn was nicht nach ihrem Kopf geht.  Sie ist ein aufgewecktes fröhliches und lautes Kind, die weiß was sie will.

In Anikas Taufspruch, aus Psalm  91 Vers 11 heißt es:

„Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen“.

Ist dass nicht wunderschön, diese Zusage aus den Psalmen. Weil es von Gottes Schutz spricht. Aber wohl auch, weil es so ein schönes, anschauliches Bild ist: Engel, die einen auf Händen tragen. Heutzutage sind Engel wieder ziemlich „in“. Es gab mal eine Zeit in den 70 ern bis den Anfang der jahrtausendwende, da waren Engel verpöhnt. Ihr kennt sie ja alle die Bilder und Figuren. Am bekanntesten sind die Putten, kleine dicke süße Engel. Ich hatte mal ein solches Köstum an als ich noch 30 kg mehr hatte.
Eine aufgeklärte und intelligente Frau hat mir einmal davon erzählt, dass sie in einer bestimmten Situation ihres Lebens ihren Schutzengel gesehen hat. Ich kann nicht beurteilen, ob das wirklich so war. Aber warum nicht? Ich bin davon überzeugt das in meinem Leben, mein Schutzengel ganz schön zu tun hat und auch noch zu tun haben wird.
Unser Wort „Engel“ kommt vom griechischen Wort „Angelos“ - und das heißt übersetzt. Bote oder Gesandter. Engel sind Boten, Gesandte Gottes. In der Bibel sind nicht die Engel selbst wichtig, sondern wichtig ist, dass von Gott her etwas bei den Menschen ankommt: Seine Botschaft, sein Schutz, seine Nähe.
Ein Pfarrer wollte einmal einen Hausbesuch bei einer alten Dame machen. Die Dame erwartete in dem Moment aber nicht den Pfarrer, sondern ihre Enkeltochter. Und deswegen fragte sie, als der Pfarrer klingelte, durch die Gegensprechanlage: „
Bist du es, mein Engel?“ „Nein, bin ich nicht, aber ich komme von der gleichen Firma“ bekam sie zur Antwort.
Wir sind von der gleichen Firma. In dem Sinn können und sollen wir alle Engel sein. Nicht, dass wir alle so lieb wären wie ein Engel oder so aussehen wie ein Engel oder mit einer Engelsgeduld gesegnet wären.
Sondern dass wir Boten Gottes sein sollen. Menschen, die anderen etwas von Gott weitersagen und weitergeben. Menschen, die anderen Nähe schenken. Und vielleicht spürt der andere durch unsere Nähe etwas von Gottes Nähe. Sie Claudia und Thomas als Eltern und sie Lena und Jochen als Paten haben das übrigens vorhin erklärt, dass sie Engel sein wollen. Dass sie nämlich Annika den Glauben an Gott, den Glauben an Jesus Christus nahe bringen wollen.
Die frohe Botschaft an ihren Sonnenschein Annika weitergeben, Botschafter Gottes, Engel sein wollen. Und auch das Umgekehrte kann gelten: Ich weiß nicht, ob „Engelchen“ zu den Kosenamen gehört, mit denen sie Annika anreden. Aber auch das kann und soll so sein, dass Annika für sie und für andere ein Engel, ein Botschafter Gottes ist. Ein indische Dichter hat einmal gesagt:
»Jedes Kind bringt die Botschaft mit auf die Welt, dass Gott sich von den Menschen noch nicht hat entmutigen lassen.«
Dass Er noch mit uns zu tun haben will.
Hoffentlich kommt die Botschaft bei uns an und wir reagieren darauf und antworten auf Gottes Botschaft.
Wenn man so ein süßes einzigartiges Kind anguckt, kann man sagen: Ganz süß, und man kann staunen und den Schöpfer loben, der hinter diesem Wunder steht. Engel sein für andere, Botschafter Gottes sein für andere – das können und das sollen wir.
Sie Claudia und Thomas als Eltern, Anton als Bruder, Lena und Jochen als Paten und Annika selbst werden es einmal sein. Ihr Engelchen ist ein von Gott angenommenes und geliebtes Kind. Er hat ja zu Annika gesagt und er will das Annika behütet und beschütz wird auf all ihren Wegen. Er wird sie tragen und stützen und in allem was sie tut wird, wird er bei ihr sein. Amen

* Lied EG 200, 1+2     Ich bin getauft auf deinen Namen

Lesung für den Pfingstsonntag: Johannes 14, 23-27
23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.
24 Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat.
25 Das habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin.
26 Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
27 Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
Selig sind die Gottes Wort hören und bewahren Halleluja

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.

* Lied EG 136, 1-3     O komm du Geist der Wahrheit

* PREDIGT:
- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Liebe Gemeinde!
"Was ist eigentlich Pfingsten?" In der Frankfurter Fußgängerzone antworteten laut dem Bericht einer Tageszeitung verschiedene jüngere und durchaus auch erwachsene Menschen:

"Weiß ich nicht."
"Ein verlängertes Wochenende."
"Irgendwas mit der Auferstehung, glaub ich ..."
"Tut mir leid, das hab ich mal gelernt, aber vergessen."

Und endlich, man fasst es kaum:
"Das war doch das mit dem heiligen Geist oder so."

Vor 20, vor 10 Jahren noch hätten wir uns echt gewundert und wären sehr erschrocken gewesen über so ein Umfrageergebnis.
Viele leben in dieser Welt im "nachchristlichen Zeitalter".
Erinnerungsreste, Bruchstücke, Sprachfetzen des alten Glaubens mögen noch vorhanden sein, aber wie das alles zusammengehört, da ist bei sehr, sehr vielen Menschen längst "von der Festplatte verschwunden".
Vielleicht kommt das alles ja nicht von ungefähr. Mag sein, eine der großen Ursachen für diesen Wissens-Verlust bzw. für die weit verbreitete Gleichgültigkeit den Inhalten des Glaubens gegenüber liegt auch in einer großen Enttäuschung: "Der Geist, von dem ihr da sprecht, den ihr da feiert, wo ist er denn?"
In der Tat: Ein Blick in die Nachrichten gleich welcher Art legt nahe, dass unsere Welt "von allen guten Geistern verlassen" ist. Wenn man z.B. einen Bericht in "Psychologie Heute" über die Schrecken der Pubertät liest, möchte man wirklich nicht mehr Jugendlicher sein in diesen Tagen: Alles, was zu zählen scheint, ist körperliche Attraktivität, das dazugehörige teure Outfit und ein Vermögen, zu jeder Situation den passenden coolen Spruch parat zu haben, sorgsam gebleichte Zähne nicht zu vergessen. Ach ja und schlank muss man sein.
14-Jährige, die ihre Eltern um Geld für eine »Schönheitsoperation anbetteln, Magersucht, Depression, Zukunftsangst und Selbstmordgedanken - das ist weit verbreitet und lässt uns - nicht nur als Eltern - fragen: Wo sind wir bloß hingeraten? Biblisch gesagt: "Hilfe ist sehr ferne". Ehrlich – ich möchte heute nicht mehr in der Pubertät sein.

Geist Gottes, wo bist du? Bist du da? Hilfst du uns noch?
Ich denke, so dürfen, so müssen die Fragen, die sich auf ihn beziehen, die noch etwas von ihm erwarten, die den Glauben an ihn nicht aufgeben wollen.

Wir wollen jetzt, auf den Predigttext schauen:

Text: Johannes 4,19-26:
19 »Herr, ich sehe, du bist ein Prophet«, sagte die Frau zu Jesus am Jakobsbrunnen.
20 »Unsere Vorfahren verehrten Gott auf diesem Berg. Ihr Juden dagegen behauptet, dass Jerusalem der Ort ist, an dem Gott verehrt werden will.«
21 Jesus sagte zu ihr: »Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, da werdet ihr den Vater weder auf diesem Berg noch in Jerusalem anbeten.
22 Ihr Samariter betet zu Gott, aber ihr kennt ihn nicht; doch wir kennen ihn, denn die Rettung für alle Menschen kommt von den Juden.
23-24 Aber die Stunde kommt, ja sie ist schon gekommen, da wird der Heilige Geist, der Gottes Wahrheit enthüllt, Menschen befähigen, den Vater an jedem Ort anzubeten. Gott ist ganz anders als diese Welt, er ist machtvoller Geist, und alle, die ihn anbeten wollen, müssen vom Geist der Wahrheit erfüllt sein. Von solchen Menschen will der Vater angebetet werden.«
25 Die Frau sagte zu ihm: »Ich weiß, dass der Messias kommen wird, der versprochene Retter. Wenn er kommt, wird er uns alles sagen.«
26 Jesus antwortete: »Er spricht mit dir; ich bin es.«

Liebe Gemeinde!
Auf den ersten Blick: Enttäuscht. Ein Gespräch mit "abgehobenen" Inhalten, herausgeschnitten aus dem Zusammenhang. Sehr theologisch. Hohe theologische Einsicht und Wahrheit: "Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten".
Ja. Aber.

Hilft uns das? Hilft uns solch ein Satz? Gibt er uns auch nur einen Zipfel zu fassen, woraus wir Erkenntnis gewinnen für unsere an so vielen Stellen bedrängende, beängstigende Situation? Einer, sagen wir, 13-Jährigen dürfte das ziemlich wenig sagen, wenig helfen bei ihren Problemen, sich gegen die Ansprüche, die auf sie zukommen, zu wappnen.

Wie also? Woher kommt uns Hilfe?

Sie kommt, mir jedenfalls, wie so oft, aus dem Zusammenhang, aus dem scheinbar äußeren Rahmen, in den dieser Auszug eines Gespräches eingebettet ist. Die Wahrheit, die Perspektive, der Geist liegt für mich heute nicht im WAS des Gespräches, sondern im DASS.

Schauen wir hin, was da passiert. Jesus reist nach Galiläa. Auf dieser Reise führt sein Weg ihn durch Samaria. Jesus macht Halt an einem Brunnen, er ist durstig. Und eine Frau aus Samaria kommt, um Wasser zu schöpfen. Was tut Jesus?
Es ist so einfach, es ist so schwer. Wörtlich: »Jesus spricht zu ihr«.
Er spricht zu ihr, er spricht sie an, nimmt Kontakt auf, nimmt, wie wir das heute sagen, ›Beziehung‹ auf zu einer Frau, die zu ›den Anderen‹ gehört. »Die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern«, Punkt! Jesus scheint das egal zu sein.
Und darin liegt für mich heute das Entscheidende. In dieser scheinbar so einfachen Kontaktaufnahme, in dieser so unüblichen Herstellung von Beziehung. Darin sehe ich Gottes Geist am Werk.

Wir haben gefragt: Wo ist Gottes Geist? Ist er noch da? Hilft er uns auch heute?
Antwort: Ja, er ist da. Auch heute, wie zu jeder Zeit (denn in Gott ist alle Zeit eins). Gottes Geist ist da, aber glauben wir nur nicht, dass er es sonderlich leicht hätte. Leicht hatte er es noch nie bei uns Menschen. Er hat es heute womöglich schwerer. Wenn eine Gesellschaft mehr und mehr nur nach Ego, Erfolg und Economy fragt, dann vereisen die Einflugschneisen für den Geist Gottes, sozusagen. Dann werden die Löcher, durch die er in unsere Sphäre schlüpft, enger. Bildlich gesprochen.

Doch seien wir gewiss: Er nutzt diese Öffnungen, wo immer es möglich ist. Ich glaube: Wo das Ungewöhnliche geschieht, was Jesus mit so großer Selbstverständlichkeit getan hat, da wird der Geist sein weiteres Werk tun.
Für die Eltern pubertierender Kinder gilt: Beziehung nicht abbrechen lassen, auch nach wüsten Beschimpfungen nicht. "Wo Jugendliche spüren, dass sie den Ansprechpartner verloren haben, da gehen sie unter".

Pfingsten: Der Geist Gottes ist dort, wo Kontakt aufgenommen und ausgehalten und durchgehalten wird (auch wenn man den Kram am liebsten hinschmeißen würde). Pfingsten. Der Glaube an die Kraft, die uns den Mut, die Geduld, die Gelassenheit gibt, trotz allem in Beziehung zu bleiben, die Hoffnung auf bessere Tage nicht aufzugeben. Pfingsten. Der Glaube an die Möglichkeiten, die der Liebe trotz allem immer noch bleiben.  AMEN
-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

* Lied EG 557     Ein Licht geht uns auf

*Tauferinnerung Mayla Rose Brill
Morgen am Pfingstmontag vor zwei Jahren am 10.06.2019 haben wir Mayla Rose getauft und haben ihr Leben in Gottes Hand gelegt.
Heute wollen wir uns an diesen Tag erinnern und Gott danken.
Es ist ein Geschenk auf Maylas Weg mit gehen zu dürfen. Zu sehen wie aus dem Baby der Mensch Mayla wird. Die Entwicklung zu begleiten ist ein Segen und nicht in Worte zu fassen. Von damals der Taufe bis heute hast du dich schon toll entwickelt und bist ein Sonnenschein, manchmal auch ein Teufelchen.
Wie einzigartig ist Leben, wie einzigartig ist Mayla. Für die Eltern Doreen und Dirk, die Patin Karolin und für die ganze Familie. Du bist ein Geschenk Mayla und etwas ganz besonderes.


*Tauferinnerung:
Mayla kommt nach vorne und wird mit dem Wasser gesegnet und die Taufkerze wird angezündet.

Freie Worte

* Lied EG 206, 1     Liebster Jesu wir sind hier


* Fürbittengebet:  Wagner und Pate(stehend)
Wagner
Lasst uns beten zu Gott,
der uns nahe ist durch seinen Geist.

Für die Kirche Jesu Christi auf Erden:
dass wir alle von der frohen Botschaft
frei und öffentlich Zeugnis geben.

Pate:
Uns allen sind als Eltern und Großeltern, als Paten und Freunden dieses Kind anvertraut. In dieser Verantwortung beten wir zu dir, Herr.

Dass wir uns immer genügend Zeit für Annika nehmen, damit sie nicht ohne unsere Hilfe und Fürsorge in dieser Welt leben müssen.

Wagner:
Liebender Vater, wir bitten dich lass uns darauf achten das wir Maila den Raum schenken, den sie braucht um ihre Fähigkeiten und Talente ausleben zu können. Lass sie zu einer Persönlichkeit heranwachsen.
Pate:
Für Anton und Mayla, für die wir heute Tauferinnerung gefeiert haben, dass sie heranwachsen nach dem Bilde Jesu, im Geist der Freude und des Friedens, im Geist der Liebe und Treue. Schenke unseren beiden die schützende Hand Gottes vor allem übel und lass beiden immer die Sonne des Glaubens leuchten.

Wagner:
Herr, unser Gott, erfülle uns alle mit deinem Heiligen Geist,
dass wir einer dem anderen dienen und auch in Unglück und Not deine Liebe erfahren. AMEN

Und gemeinsam beten wir mit den Worten unseres Herrn Jesus Christus:


* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. AMEN.

* Lied EG 562     Segne und behüte uns


* Bekanntmachungen:

Die Kollekte, die am Ausgang erbeten wird, ist bestimmt für
Den Innovationsfonds der Landeskirche.

Gott segne Geber und Gabe.     


Wochenspruch
Der Spruch, der uns durch die kommende Woche geleitet, steht
bei Sacharja, dort heißt es:
Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.    
                                                                                                                                
* Votum:
Geht mit der Einsicht, dass wir als Christen Verantwortung tragen, nicht nur für uns, sondern für alle Menschen.
Geht mit der Absicht, in Wort und Tat Einzustehen für Gerechtigkeit, Liebe und Frieden und lasst den Geist des Pfingstfestes in eure Herzen.
Geht mit der Aussicht, dass der Herr euch begegnet, wenn ihr dem Geringsten seiner Brüder Gutes tut.

Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden. AMEN.

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BeitragVerfasst am: 23.05.2021 11:47    Titel: Re:


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