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-thommy-
Lektor Wagner


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BeitragVerfasst am: 29.05.2021 14:51    Titel: Beerdigung Horst Müller im Wald bei Büdingen am 29.05.2021 Antworten mit Zitat

Beerdigung von Horst Müller
Am 29.05.2021 um 11.00 Uhr
Im Bestattungshain Büdingen/ Wald
Text: Matthäus 24, 13



Eingangsvotum:
Wir sind heute Morgen hier zusammengekommen, um Abschied zu nehmen von Horst Müller
Wir bringen vor Gott die Klage über diesen Verlust und den Dank für unsere Zeit, die wir mit Ihm haben durften.
Wir tun dies im Namen des Vaters,
und des Sohnes,
und des heiligen Geistes. Amen.

Wir beten mit Worten aus den Psalmen:

Psalmgebet:  
HERR, du erforschest mich
und kennest mich.
2 Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es;
du verstehst meine Gedanken von ferne.
3 Ich gehe oder liege, so bist du um mich
und siehst alle meine Wege.
4 Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge,
dass du, HERR, nicht schon wüsstest.
5 Von allen Seiten umgibst du mich
und hältst deine Hand über mir.
17 Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken!
Wie ist ihre Summe so groß!
18 Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand:
Am Ende bin ich noch immer bei dir.
(Psalm 139, 1-5+17-1Cool
AMEN.

Lesung: Offenbarung des Johannes 21, 1-7
1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
2 Und ich sah die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
3 Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein;
4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!
6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
7 Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.
AMEN                                                                    (Offb. 21, 1-7)

Kurze Stille

PREDIGT:
Votum:
Jesus Christus spricht: Meinen Frieden gebe ich euch, nicht den Frieden, den die Welt euch gibt. Euer Herz erschrecke nicht. AMEN.

Liebe Andrea, lieber Michi, liebe Trauergemeinde,
                    
Wenn ich heute, wie ich das immer mache, nach der besonderen Botschaft dieses Abschieds von Horst frage, dann fällt mir ein: Wie früh Horst gehen von dieser Erde gehen musste...und - noch viel mehr - wie leidvoll seine letzte Lebenszeit doch gewesen ist, auch wenn er das, wie es halt so seine persönliche Art war, nicht so nach außen hat dringen lassen. Er es nicht gezeigt hat. Und ich glaube, das geht uns jetzt allen durch den Kopf. Das beschäftigt nicht nur Andrea, Michi und mich. Das macht auch die besondere Befangenheit von uns allen aus die wir heute hier von Horst Abschied nehmen in dieser Stunde. Das geht uns nah, den Weg den er gehen musste: 6 Jahre langes kämpfen seit Februar 2015. Da die Hoffnung und dann der nächste Tritt in den Allerwertesten und der nächste Tiefschlag. Und dann zum Schluss, der harten und zu-letzt doch vergebliche Kampf. Andrea und Michi, ihr habt ihm den letzten Wunsch erfüllt, er durfte zuhause gehen und das in den Armen seiner zwei Menschen die er liebte, Andrea und Michi.

Ich habe selten einen Menschen kennen lernen dürfen, vor dem ich mich verneige und sage, Hut ab, wie du deine Krankheit getra-gen und ertragen hast. Du Horst, der du so schwer krank warst, lächeltest immer, wenn wir uns sahen und es war nicht aufgesetzt, es kam von Herzen. Du hast anderen noch Mut zugesprochen und hast andere versucht stärke zu geben, obwohl du doch selbst das hättest gebrauchen können

Wenn man mit ansehen muss was Krankheit aus einem gestan-denen Mann macht, der gerne gekocht und gegessen hat und auch mal einen getrunken hat, tut es einem in der Seele weh.
Er lebte für seine Arbeit und er schaffte noch bis ein paar Wochen vor seinem Abschied. Er liebte seinen Garten und sein Haus. Für seine Andrea und seinen Michi machte er dass alleses mit Herz-blut und Hingabe, obwohl die Kräfte schon deutlich nachgelassen hatten.

Wir suchen eine Erklärung dafür, warum er nicht mehr Zeit hatte. Wir wollen wissen...verstehen, sagen können: Darum war das so, aus diesem oder jenem Grund ist das so gekommen. Auch heute wollen wir begreifen. Wir suchen eine Antwort auf unsere Fragen. Ob wir sie finden?

Liebe Andrea, lieber Michi, ich glaube, wir müssen uns davor hü-ten, verstehen zu wollen, warum Horst so früh gehen musste. Und noch mehr müssen wir uns hüten, erklären zu wollen, warum ein Mensch leiden muss, ein anderer nicht. Wir wissen es nicht. Wir sollen es nicht wissen. Den Grund kennt Gott allein. Aber - und das ist mir wichtig! - er kennt ihn auch! Es hat einen Sinn, warum Gott den einen schon früh ruft, einen anderen hochbetagt. Und es hat einen Sinn, wenn wir leiden müssen. Ich vertraue Gott, dass er nichts Sinnloses von uns, von dir und mir verlangt.


Was bleibt am Ende eines Menschenlebens? Für mich ein starker Kämpfer, der Horst, der noch 10 Tage vor seinem Abschied am Gartentürchen mich mit einem Lächeln begrüßte und dass es von Herzen kam spürte ich.
Für Andrea und Michi bleibt der Ehemann und Vater der auf seine Familie nichts kommen ließ. Der trotz seiner Ecken und Kanten die wir alle auch haben ein wunderbarer Mensch war, der sagte was er dachte und der sein Leben lang geschafft und geschuftet hat. Es bleiben die vielen wunderbaren Erinnerungen in euren Herzen, die frohen und hellen Momente.

Sinnlos war das Leiden von Horst nie und nimmer. Er hat so viele positive Fußstapfen in seinem Leben in dieser Welt hinterlassen.
So könnten wir uns auch erklären, warum er so geduldig war, wa-rum er nie geklagt hat, bis an seinen letzten Tag.

Mir hilft bei solchen Gedanken ein Wort Jesu aus dem Matthäus-evangelium. "Wer aber beharret bis ans Ende, der wird selig." Beharren sollen wir! Das Leben ist kein leichter Weg im Sonnen-schein. Es gibt etwas zu bestehen. Für den einen weniger, den anderen mehr. Es gibt etwas auszuhalten. Und wenn das für uns dran ist, dann denken wir daran: "Wer aber beharret bis ans En-de, der wird selig." Dieser Vers und was er sagt wird uns das Leid nicht ersparen, aber er wird uns helfen, darüber hinaus zu kommen, nicht daran hängen zu bleiben: Wenn ich weiß, mein Schicksal, meine Krankheit, mein Siechtum - alles das wird einmal zu Ende sein, wird nicht ewig dauern, dann kann mich das stärken, im Leiden nicht die Hoffnung aufzugeben.

Für Horst der die Bitterkeit menschlichen Leids in ganzer Tiefe kennengelernt hat, bitten wir, dass er nun auch die Seligkeit sehen darf, von der dieses Wort spricht: "Wer beharret bis ans Ende, der wird selig."

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

Kurze Stille

Gebet:
Wir sind heute hier zusammengekommen, um Abschied zu nehmen von Horst. So vieles geht uns heute durch den Kopf. So vieles wollten wir doch noch sagen und machen. Wir bitten dich, gnädiger Gott nimm Horst auf in deinem Himmlischen Heiligtum und tröste du uns, die wir zurückbleiben.
Gott, du hast mir einen Mund geschenkt – ich klage dir mein Leid.
Gott, du hast mir ein Herz geschenkt – es ist mir so schwer gewor-den.
Gott, du hast mir Augen geschenkt – sie sind voller Tränen.
Gott, du hast mir Ohren geschenkt – ich bin Taub für Zuspruch und Mitleid.
Gott, du hast mir Hände geschenkt – sie können nicht mehr helfen.
Gott, du hast mir Füße geschenkt – ich bin wie gelähmt.
Gott, du hast mir das Liebste genommen – schenke mir deinen Trost.  
Amen.

Abschlussvotum:
Wir wollen jetzt zum Baum gehen.
Gott berühre uns im Kommen und Gehen.
Er bewahre uns im Tun und Lassen.
Gott behüte unseren Ausgang und Eingang
von nun an bis in Ewigkeit.

Votum:
So lasst uns nun die Urne mit Horst an den Baum seiner letzten Ru-he bringen.

- Am Baum-
Votum:
Der Friede Gottes sei mit euch allen.
Amen.
An der Grenze dieses Lebens vertrauen wir darauf, dass jenseits der Grenze Leben möglich ist.
Voll Vertrauen auf Gottes Liebe und Barmherzigkeit nehmen wir Ab-schied von Wilfried Simon.  

Aussegnung:
1. Du kannst nicht tiefer fallen
als nur in Gottes Hand,
die er zum Heil uns allen
barmherzig ausgespannt.
2. Es münden alle Pfade
durch Schicksal, Schuld und Tod
doch ein in Gottes Gnade
trotz aller unsrer Not.
3. Wir sind von Gott umgeben
auch hier in Raum und Zeit
und werden in ihm leben
und sein in Ewigkeit. AMEN.

Urne wird herabgelassen

Votum:
Alles, was zerfällt, gehört der Erde
Doch alles, was uns lieb ist, dem Himmel.
Nimm, Erde, den Staub.
Nimm, Himmel, das Leben.
Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zum Staube. (+)

Im Vertrauen auf diese Verheißung des Glaubens beten wir fürei-nander und miteinander zu dir, Gott, das Vater unser.

Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten
über dir und sei dir gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht über dich
und gebe dir Frieden.
AMEN

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BeitragVerfasst am: 29.05.2021 14:51    Titel: Re:


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