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  Thema: Gottesdienste am 23. Sonntag nach Trinitatis, 04.11.2018
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 04.11.2018 12:56   Titel: Gottesdienste am 23. Sonntag nach Trinitatis, 04.11.2018
Gottesdienst am 23. Sonntag nach Trinitatis
09.00 Uhr Kirchraum im DGH Hesseldorf mit Totengedenken
10.00 Uhr Ev. Kirche Wächtersbach mit Totengedenken
04.11.2018
Text: Johannes 15, 18-21

* Lied EG 136, 1 O komm du Geist der Wahrheit

* Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Liebe Gemeinde in Schlierbach, ich heiße Sie und euch alle herzlich willkommen zum GD 23. S. n. Trinitatis.
Das Thema dieses Gottesdienstes lautet: Glaube stößt auf wenig Gegenliebe. In Jesus Christus begegnen sich die irdische und die himmlische Welt.
Das führt zu unvermeidlichen, heftigen Konflikten zwischen diesen Welten. Sie treffen Jesus selbst, aber auch alle Menschen, die ihm nachfolgen.
Auf Jesus Christus hinweisen, zu ihm hinführen,
ihn bezeugen im Reden, im Tun, wenn es sein soll, im Leiden:
dazu sind wir berufen.
Wie oft vergessen wir aus Angst oder aus Bequemlichkeit unsere Berufung.
Nimm von uns, Gott, unsere Trägheit, unsere Furcht vor den Menschen, und gib, dass wir dir dienen
mit allem, was wir tun und lassen.
Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen
Ich wünsche uns allen hier, heute Morgen einen mutmachenden Gottesdienst.

*Lied EG 324, 1-5 Ich singe dir mit Herz und Mund

*Eingangspsalm:
Es ist niemand heilig wie der Herr, außer dir ist keiner,
und ist kein Fels, wie unser Gott ist.
Laßt euer großes Rühmen und Trotzen,
freches Reden gehe nicht aus eurem Munde;
denn der Herr ist ein Gott, der es merkt,
und von ihm werden Taten gewogen.
Der Bogen der Starken ist zerbrochen,
und die Schwachen sind umgürtet mit Stärke.
Die da satt waren, müssen um Brot dienen,
und die Hunger litten, hungert nicht mehr.
Die Unfruchtbare hat sieben geboren,
und die viele Kinder hatte, welkt dahin.
Der Herr tötet und macht lebendig,
führt hinab zu den Toten und wieder herauf.
Der Herr macht arm und macht reich;
er erniedrigt und erhöht.
Er hebt auf den Dürftigen aus dem Staub
und erhöht den Armen aus der Asche,
daß er ihn setze unter die Fürsten
und den Thron der Ehre erben lasse.
Denn der Welt Grundfesten sind des Herrn,
und er hat die Erde darauf gesetzt.
Es ist niemand heilig wie der Herr, außer dir ist keiner,
und ist kein Fels, wie unser Gott ist.
Kommt lasst uns anbeten:

*Aufforderung zum Bittruf:
Herr Jesus Christus! Wie gern teilen wir unser Leben in Bereiche ein, die mit dir zu tun haben und in die anderen, die allein uns gehören. In der Kirche lassen wir uns von dir etwas sagen - im Alltag gilt ein anderes Wort, ein anderes Gesetz. So machen wir dir keine Ehre. So sind wir schlechte Zeugen deiner guten Sache! So bestreiten wir dir deine Herrschaft über unser ganzes Leben und rufen um erbarmen:

*Aufforderung zum Lobpreis:
Gott will Menschen, die in ihrem Denken, Reden und Handeln zeigen, dass sie von Gott und seiner Güte leben. Alles was wir tun und sagen soll den Ruhm deines Namens verkünden. Unser ganzes Leben, unser Alltag und unser Sonntag soll Zeugnis und Hinweis auf Gott sein und ihn preisen.In der Gemeinschaft der Völker singen wir sein Lob:

*Kollektengebet:
Lasst uns beten:
Allmächtiger, ewiger Gott,
lenke du unsere Schritte, wie es dir gefällt.
Zeige uns unsere Aufgaben in dieser Welt
und gib uns Kraft und Mut, sie zu erfüllen.
Durch Jesus Christus, unseren Herrn,
der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert
in alle Ewigkeit.

G: AMEN

* Schriftlesung: Römer 13, 1-7
Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott angeordnet.
Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt der Anordnung Gottes; die ihr aber widerstreben, ziehen sich selbst das Urteil zu.
Denn vor denen, die Gewalt haben, muß man sich nicht fürchten wegen guter, sondern wegen böser Werke. Willst du dich aber nicht fürchten vor der Obrigkeit, so tue Gutes; so wirst du Lob von ihr erhalten.
Denn sie ist Gottes Dienerin, dir zu gut. Tust du aber Böses, so fürchte dich; denn sie trägt das Schwert nicht umsonst: sie ist Gottes Dienerin und vollzieht das Strafgericht an dem, der Böses tut.
Darum ist es notwendig, sich unterzuordnen, nicht allein um der Strafe, sondern auch um des Gewissens willen.
Deshalb zahlt ihr ja auch Steuer; denn sie sind Gottes Diener, auf diesen Dienst beständig bedacht.
So gebt nun jedem, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer gebührt; Zoll, dem der Zoll gebührt; Furcht, dem die Furcht gebührt; Ehre, dem die Ehre gebührt.

(Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren - Halleluja)

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

* Lied EG 351, 1-3 Ist Gott für mich so trete

* PREDIGT:

- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.
Predigt zu Johannes 15,18-21

18 Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat.
19 Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.
20 Gedenkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten.
21 Aber das alles werden sie euch tun um meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.

Liebe Gemeinde, zwei Menschen mit ganz unterschiedlichen Auffassungen treffen sich. Sie kommen ins Gespräch, erzählen von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Dabei wird deutlich, wie die Erfahrungen sie geprägt haben und welche Einstellungen und Meinungen sie sich gebildet haben.

Der eine hat viel Schönes erlebt, hat eine unbeschwerte Kindheit gehabt, dann selber eine eigene Familie gegründet, eine gute Arbeit gefunden und behalten, alles läuft nach Wunsch. Dieser Mensch ist rundum zufrieden, er denkt positiv, freut sich am Leben.

Bei dem anderen ist es genau umgekehrt. Schon die Kindheit war schwer. Keiner hat sich so richtig um ihn gekümmert, überall musste er sich alleine durchbeißen. Viele Träume sind geplatzt, viele Enttäuschungen gab es. Eine eigene Familie hat er nicht, und Arbeit findet er nur hin und wieder mal als Gelegenheitsarbeiter. Aber lange hält das nie. Dieser Mensch ist im Laufe der Jahre hart und bitter geworden. Das Leben ist ihm eine Last, skeptisch und mürrisch betrachtet er alles, was auf ihn zukommt. Es wird sowieso nichts Gutes für mich sein, denkt er.

Wenn diese zwei Menschen sich begegnen, dann prallen zwei Welten aufeinander. Jeder hat eine andere Sicht vom Leben und den Dingen gewonnen. Es fällt ihnen schwer, die Erfahrungen des anderen nachzuvollziehen. Sie sprechen unterschiedliche Sprachen. Der eine glaubt an das Gute, sieht alles positiv, der andere erwartet nichts mehr vom Leben, er hält die Welt und die Menschen für abgrundtief schlecht. Wenn diese beiden über ihre Ziele und den Sinn des Lebens sprechen, dann kommen sie nie und nimmer auf einen gemeinsamen Nenner.
Zwei Welten prallen aufeinander. So ist das auch bei dem, was Johannes in seinem Evangelium beschreibt. Hier scheint es so, als seien die irdische und die himmlische Welt zwei Mengen, die überhaupt nichts gemeinsam haben, zwei entgegengesetzte Pole. Als Jesus Christus auf die Welt kam, sind diese beiden Welten dichter zusammengerückt. In ihm bildet sich eine Schnittmenge. Aber das geschieht nicht ohne Reibungen. Die „Welt“ entwickelt Abwehr, versucht, das Neue und Andersartige zu bekämpfen und zu verdrängen. Christen gehören durch die Taufe in den Herrschaftsbereich Jesu Christi, in die Schnittmenge. Jesus hat uns dazu berufen. Dadurch ist die Gemeinsamkeit mit der übrigen Welt geringer geworden. Sie bleibt gottlos. Wenn sie dann gegen den Bereich des Göttlichen kämpft und ihn wieder hinausdrängen will, dann trifft diese Ablehnung nicht nur Jesus Christus selbst, sondern auch alle, die zu ihm gehören.

An dieser Stelle des Johannesevangeliums bereitet Jesus seine Jünger auf seinen Abschied, sein Leiden, Sterben und Auferstehen vor. Er kündigt ihnen an, womit sie zu rechnen haben, was auf sie zukommt. Sie sollen nicht erwarten, dass sie sich mit ihrem Glauben beliebt machen und auf Gegenliebe stoßen. Die, die ohne Gott leben, werden sie nicht verstehen und als Fremdkörper betrachten. Fremdheit verunsichert, stößt auf Abwehr und Ablehnung. Diese Ablehnung kann so stark sein, dass Hass entsteht. Dass merken wir gerade wieder in unserer Zeit ganz deutlich. Stärkere negative Gefühle als Hass kann es gar nicht geben. Dieser Hass kann sich in Verfolgung, Zerstörung und sogar in dem Willen zum Töten entladen. An Jesus ist das so geschehen, und viele Christen hat dieses Schicksal in der Nachfolge Jesu auch so getroffen und es trifft sie auch heute noch.

Eigentlich haben Menschen überhaupt keinen Grund dafür, Jesus zu hassen. Das betont Jesus auch in seiner Rede ein paar Verse weiter, wenn er das Psalmwort zitiert: „Sie hassen mich ohne Grund.“ Gott hat Jesus Christus doch aus Liebe zur Welt gesandt. Er wollte sie für sich gewinnen, um ihre Gegenliebe werben. Jesus ist ganz offen und ehrlich den Menschen gegenübergetreten, ohne Macht und Gewalt. Er hat lieber Leiden auf sich genommen, als Leiden zu verursachen. Er wollte Liebe verkündigen, wollte, dass das Miteinander durch Liebe geprägt ist. In dem Abschnitt vor dem heutigen Predigttext ist dies ausdrücklich ausgeführt und bestätigt.

Da der Predigttext so deutlich vom Hass spricht, ist es sinnvoll, sich noch ein bisschen ausführlicher mit diesem Begriff bzw. diesem Gefühl zu beschäftigen.
Wie steht es eigentlich bei uns Christen mit dem Hass?

Haben Sie schon mal jemanden gehasst? Darf ich als Christ überhaupt Hass als Gefühl zulassen? Wenn wir Hass empfinden, müssen wir uns dessen schämen, ihn verstecken oder unterdrücken?

Hass gegenüber Dingen oder Tätigkeiten kennen wir schon eher, und das finden wir auch nicht so schlimm. Manche Schüler sagen: „Ich hasse diese Hausaufgaben.“ Oder eine Hausfrau sagt: „Ich hasse das ständige Putzen.“, Ich sage, ich hasse das Bügeln und kaufe mir zunehmend Bügelfreie Hemden. Oder ein Arbeiter sagt: „Ich hasse diese monotone Arbeit.“ Für alle diese Ausbrüche gibt es Verständnis. Aber darf man einem anderen Menschen an den Kopf schleudern: „Ich hasse dich!“? Da muss uns schon jemand etwas ganz, ganz Schlimmes angetan haben. Da hat mich jemand schwerwiegend verletzt, mir das Liebste genommen, mir unendlich wehgetan. Dann könnte es vielleicht tatsächlich zu einem solchen Ausbruch kommen: „Ich hasse dich!“ Am häufigsten geschieht das, wenn eine große Liebe enttäuscht wurde und zerbricht. Wenn eine tiefe Kränkung erfolgt ist, dann kann Liebe in Hass umschlagen, dann können Wut und Rachegefühle entstehen. Vernünftiges Denken und Nüchternheit sind in solchen Momenten ausgeschaltet.

Wenn man über die Entstehung von Kriegen nachdenkt, dann wird deutlich, dass das Schüren von kollektivem Hass in der Bevölkerung ein wichtiges Mittel zur Vorbereitung eines Krieges ist. Der Gegner wird schlecht gemacht, als unmenschlich dargestellt, als böse bezeichnet, und es wird dazu aufgefordert, das Böse zu bekämpfen.
Wir sollten als Christen jegliche Form des Hasses zu vermeiden suchen, den kollektiven wie auch den individuellen. Hass setzt sich an die Stelle der Liebe, und das ist schlecht. Unser Handeln folgt dann einem ganz anderen Gesetz, als es sollte. Christliches Handeln soll von Liebe geprägt sein. Und unser Gesicht spiegelt auch immer etwas von unseren Empfindungen wider. Hass macht hässlich, und wer möchte schon hässlich sein? Ein liebevolles, gütiges Gesicht ist ein erfreulicher Anblick. Ein von Hass verzerrtes Gesicht ist entstellt, die Schönheit ist weg.

Was kann man aber gegen Hassgefühle tun? Es wäre bestimmt falsch, sie einfach so stehen zu lassen und sich damit abzufinden. Richtig wäre es, sie zu bearbeiten, den Verstand einzuschalten und zu überlegen: Was ist genau passiert? Worin besteht die Kränkung und Verletzung? Warum hat der andere mir das angetan? Gibt es einen Grund? Lässt sich das Geschehene erklären? Habe ich selbst etwas dazu beigetragen?
Als Christen können wir die Angelegenheit auch im Gebet vor Gott tragen. Wir können vor Gott unsere Klage und Verzweiflung äußern. Kann ich mit jemand anderem darüber sprechen? Ist mit dem Betroffenen eine Aussprache möglich? Durch Reden und Reflektieren wird der Druck möglicherweise kleiner. Schließlich stellt sich die Frage: Kann ich irgendwann dazu kommen, dem anderen zu verzeihen, was er mir angetan hat?

Es ist wichtig, eine solche Begebenheit so zu verarbeiten, dass die Macht des Hasses verschwindet und dass ich mit der Verletzung zu leben lerne, ohne dass es mich zu sehr belastet. Vielleicht lässt sich langfristig Hass durch Liebe und Vergebung überwinden. Ein Versuch dahin gehend ist wichtig und lohnend.

Wir leben in einem Land christlicher Kultur und Prägung. Deshalb sind wir wegen unseres Glaubens normalerweise nicht dem Hass und der Verfolgung durch andere Menschen ausgesetzt. Anderen Brüdern und Schwestern im Glauben ergeht es da teilweise leider anders. Sie bekommen das, was Jesus im Predigttext ankündigt, leidvoll zu spüren. An diese Glaubensgeschwister sollten wir denken und für sie beten, dass sie gestärkt und ermutigt werden.

Wenn wir als Christen leben, dann sollte sich das darin äußern, dass wir unser Leben nicht von Hass bestimmen, sondern unser Miteinander durch einen liebevollen Umgang geprägt sein lassen. Die Liebe Gottes soll auch durch uns in die Welt hineinwirken. Amen.

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

* Lied EG 351, 5-6+9 Der, der hat ausgelöschet

* Fürbittengebet:
Herr, unser Gott, wir sind heute hier hergekommen, um eine Stunde der Besinnung und der Erhebung zu haben.
Wir wollten hier in deiner Kirche Kraft und Mut finden, Trost und Erbauung. Aber was wir heute gehört haben, hat uns vielleicht auch erschreckt: Du gibst nicht nur Kraft und neuen Lebensmut, du willst auch unser klares Zeugnis haben, dass Jesus Christus unser Herr ist und wir von ihm unsere Seligkeit empfangen.
Weil du uns durch Jesus Christus erlöst hast, gehört dir, Gott, unser ganzes Leben. Du willst, dass wir dir mit unserem ganzen Wesen dienen und uns mit unserem Reden und Handeln zu dir bekennen - zu jeder Zeit und überall.
Wir bitten dich, lass es uns wenigstens versuchen, dein Wort, dein Gesetz und deinen Anspruch auf unsere Zeit und unser ganzes Leben nach Hause mitzunehmen und dort zu verwirklichen. Wenn wir wieder denken: Das hat ja nichts mit meinem Glauben zu tun, dann rede du uns hinein! Wenn wir wieder so reden, als gelte dein Wille bei unserer Arbeit oder in unserer Freizeit nichts, dann erinnere uns daran, dass du der Herr der Welt, aller Menschen und jeder Stunde unseres Lebens bist. So lass uns eins werden mit dir, mit uns selbst und ein rechtes Bild und glaubhaftes Zeugnis für dein Evangelium abgeben.
Wir bitten dich für unseren verstorbenen Bruder Heinrich Werth aus Hesseldorf der im Alter von 87 Jahren verstorben ist. Nimm ihn auf in dein Himmlisches Heiligtum und tröste du die, die zurückbleiben. Mache uns offen und bereit für deinen Trost.
Guter Gott, lass uns aber auch erkennen, wie gut es ist, wenn Menschen eins mit sich selbst sind: Wenn ihr Denken, Reden und Handeln zusammenstimmt und sie sich nicht verstellen oder verbiegen müssen. Schenke uns Geborgenheit in unserem Glauben. Mach uns Freude daran, zu dir zu gehören. Gib uns Mut in allen Lebenslagen und -bereichen deine Kinder zu sein. Und Herr, mach uns dankbar, dass wir durch Jesus Christus deine Kinder sein dürfen.

Und gemeinsam beten wir mit den Worten unseres Herrn,

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Lied EG 562 Segne und behüte

* Bekanntmachungen:
Die heutige Kollekte ist bestimmt für das Projekte der Suchthilfe der Diakonie Hessen.

Leider hat die GNZ veröffentlicht, dass die Gedenkfeier zum 9. Nov. am 8. Nov. stattfinden würde. Dies ist falsch.

Wie schon im Kirchenblättchen richtig angekündigt, findet die Gedenkfeier am Freitag, 9. Nov 2018, um 19.00 Uhr in der katholischen Kirche mit verschiedenen Texten und mit Musik von Detlef Steffenhagen statt. Anschließend gehen wir zur ehemaligen Synagogein der Bleichgartenstraße, um die Kerzen für die uns bekannten vierzehn Wächtersbacher Mitbürger abzustellen, von denen wir wissen, dass sie umgekommen sind, nur weil sie Jüdinnen und Juden waren.

Der nächster Gottesdienst ist am kommenden Sonntag, 11. November um 16 Uhr in Wächtersbach. Wir feiern einen Familiengottesdienst an St. Martin mit dem Kinderchor und dem Kindergarten. Die Kinder des Kindergartens laufen Laterne nach dem Gottesdienst, es gibt für alle Punsch und Würstchen im Anschluss und der neue Pfarrer Herr Fabian Böhme wird im Gottesdienst vorgestellt. Herzliche Einladung an alle.

Am 29.10.2018 wurde auf dem Friedhof in Hessledorf, Heinrich Werth der im Alter von 87 Jahren verstorben ist, beerdigt. Am Ende eines Menschenlebens suchen wir Trost und Halt in der Heiligen Schrift im Psalm 23 heißt es:
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
AMEN

„Der Tod ist nicht das Ende, er ist die Wende, beginn der Ewigkeit in Gottes gnädigen Händen“. AMEN

* Votum:
Gott sei das Haus,
das uns Geborgenheit schenkt.
Gott sei der Berg,
der uns Gewissheit sichert.
Gott sei der Weg,
der uns führt.
Der Friede Gottes erfülle und schütze uns.
Damit segne uns Gott.

* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.
  Thema: Reformationsgottesdienst zum 501. Geburtstag am 31.10.2018
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 31.10.2018 20:44   Titel: Reformationsgottesdienst zum 501. Geburtstag am 31.10.2018
Reformationsgottesdienst am 31.10.2018
19.00 Uhr Ev. Kirche Wächtersbach
Text: Matthäus 5, 1-12

* Lied EG 473, 1+2 Mein schönste Zier und Kleinod bist

* Begrüßung: Thomas
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Liebe Gemeinde,
ganz herzlich begrüße ich Sie zum Gottesdienst am Reformationstag. Wir wollen diesen Gottesdienst heute Abend als Geburtstag unserer Kirche feiern, wir wollen einige Stellen betrachten aus dem Leben von Dr. Martin Luther. Lassen Sie uns diesem Mann heute unter uns sein, wir wollen ihm gedenken, zurückgehen zur Entstehung unserer Kirche, dazu lade ich Sie herzlich ein.

Ich wünsche uns allen einen Mutmachenden Abendgottesdienst.

*Lied EG 341, 1-3 Nun freut euch liebe Christengemien

*Eingangspsalm: Inge

Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

In der Angst rief ich den HERRN an; und der HERR erhörte mich und tröstete mich.
Der HERR ist mit mir, darum fürchte ich mich nicht; was können mir Menschen tun?
Der HERR ist mit mir, mir zu helfen; und ich werde herabsehen auf meine Feinde.
Es ist gut, auf den HERRN vertrauen und nicht sich verlassen auf Menschen.
Es ist gut, auf den HERRN vertrauen und nicht sich verlassen auf Fürsten.
Alle Heiden umgeben mich; aber im Namen des HERRN will ich sie abwehren.
Sie umgeben mich von allen Seiten; aber im Namen des HERRN will ich sie abwehren.
Sie umgeben mich wie Bienen, sie entbrennen wie ein Feuer in Dornen; aber im Namen des HERRN will ich sie abwehren.
Man stößt mich, dass ich fallen soll; aber der HERR hilft mir.
Der HERR ist meine Macht und mein Psalm und ist [a ] mein Heil.
Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten: Die Rechte des HERRN behält den Sieg!
Die Rechte des HERRN ist erhöht; die Rechte des HERRN behält den Sieg!
Ich werde nicht sterben, sondern leben und des HERRN Werke verkündigen.
Der HERR züchtigt mich schwer; aber er gibt mich dem Tode nicht preis.
Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dass ich durch sie einziehe und dem HERRN danke.
Das ist das Tor des HERRN; die Gerechten werden dort einziehen.
Ich danke dir, dass du mich erhört hast und hast mir geholfen.
Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.
Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen.

Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

Kommt lasst uns anbeten:

Halloween an Reformation: Thomas

Immer wieder sind viele Menschen und auch Theologen verärgert dass die Menschen Halloween am Reformationsfest feiern. Es wird behauptet das Halloween ein Produkt der USA ist. Nun habe ich mich mal schlau gemacht und folgendes von einer Freundin zur Entstehung zum lesen bekommen.

Halloween gründet sich auf das alte keltische Fest „Samhain“. Da die Kelten einen anderen Kalender als wir heute hatten war der 31. Oktober für die Kelten der letzte Tag im Jahr. In dieser Nacht, so glaubten die Menschen damals, würden die Geister, also, die Seelen der Toten, zu ihren Häusern zurückkehren. Jene Geister, die trotz der großen Feuer nicht den Weg nach Hause fanden, irrten umher, spukten durch die Nacht und erschreckten friedliche Menschen. Es waren Iren, die vor vielen Jahren begangen „Samhain“ mit dem Katholischen Feiertag „Allerheiligen“ zu vermischen. So entstand Halloween, die Nacht, in der man sich am Vorabend des 1. November mit furchtbaren Masken und Kostümen verkleidet, um das eigene Haus vor bösen geistern zu beschützen. Irische Auswanderer nahmen diesen Brauch mit nach Amerika, von wo aus er sich fast in der ganzen Welt verbreitete. Auch das Wort Halloween stammt aus dem Englischen: Der Abend vor Allerheiligen,
„All Hallows`Eve“ und schließlich zum heutigen Halloween.
Also kein von den USA gemachtes Fest des Konsums wie es immer heißt.

*Lied EG 243, 1-2 Lob Gott getrost mit Singen

* Lesung aus Galater 5, 1-6 Inge

1 Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!
2 Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wenn ihr euch beschneiden lasst, so wird euch Christus nichts nützen.
3 Ich bezeuge abermals einem jeden, der sich beschneiden lässt, dass er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist.
4 Ihr habt Christus verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, und seid aus der Gnade gefallen.
5 Denn wir warten im Geist durch den Glauben auf die Gerechtigkeit, auf die man hoffen muss.
6 Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnitten sein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe tätig ist.

Selig sind die Gottes Wort hören und bewahren Halleluja

* Glaubensbekenntnis: Thomas

Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

* Lied EG 362, 1-4 Ein feste Burg ist unsere Gott

* PREDIGT:
- Kanzelgruß:Thomas
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Predigttext: Matthäus 5, 1-12 Inge
1 Als er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich; und seine Jünger traten zu ihm.
2 Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:
3 Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.
4 Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
5 Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
6 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
8 Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
9 Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
10 Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.
11 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen.
12 Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.

Thomas
Liebe Gemeinde,
Die Deutschen mögen keine Reformen, schrecken zurück, wenn sie angekündigt werden und fahren lieber weiter im vertrauten Fahrwasser. So eine landläufige Meinung. Grund dafür ist die Befürchtung, dass wenn einer Reform sagt, er Einschränkungen und finanzielle Belastungen meint. Die Folge: Notwendiges unterbleibt.

So aber soll es mit unserem Glauben nicht sein, wenn Reformation angesagt ist. Diese Reform hieß und heißt bis heute:
• Besinnung auf das Wesentliche
• Hinwendung zu Gott
• Christus als Weg und Wahrheit und Leben erkennen.

Mit einem Ruck hatte Luther die Kruste der Zeiten weggerissen und den unverstellten Blick auf den funkelnden Diamanten des Evangeliums ermöglicht.
Und das hieß: Die Antwort auf die Frage, „wie selig werden?“, oder mit Luther gesprochen: „Wie kriege ich einen gnädigen Gott?“ lautete:
Allein durch den Glauben werden wir selig,
allein aus Gnade,
allein mit Jesus Christus und
allein die Heilige Schrift verbürgt das.

Damals waren die Menschen froh und fühlten sich von Lasten, sich die Seligkeit durch eigene Leistung erwerben zu wollen, befreit. Nicht der Kauf eines Ablasszettels, nicht die Aneinanderreihung guter Taten, nicht die Angst vor der Hölle bewirken die Seligkeit. Vielmehr schürt das noch die Angst, es könnte nicht genug sein.
Eine Szene in dem bekannten Luther-Film beschreibt das.

Man sieht Luther im nächtlichen Gebetskampf, verzweifelt ringend um die Zuneigung Gottes, immer wieder zurückgeworfen auf das Gefühl, nicht zu genügen. Er ringt mit seinen finsteren Gedanken wie mit Dämonen. Sein Beichtvater Johann von Staupitz wird unfreiwillig Zeuge seiner Qual. Er tritt in die Zelle, reisst sich sein Kruzifix von der Halskette, drückt es Luther in die Hand und sagt. „Martin, Du brauchst nur eines: Sage einfach: DEIN bin ich Christus, rette mich!“

Luther stellt dem Gedanken, das Heil verdienen zu müssen, die ihm schließlich geschenkte Offenbarung entgegen: Nicht was Du tust hilft zur Seligkeit. Nein: Glaube an den HERRN Christus und Du bist selig. Gott in SEINER Gnade schenkt Dir SEINE Liebe.
Die geschichtsmächtige Bewegung der Reformation begann.
Was aber bleibt von dieser Reformation?

Die Themen von damals sind verblasst, kirchliche Insiderthemen, so scheint es. Daran ändert der Jahrestag der Augsburger Konsenserklärung zur Rechtfertigung zwischen Protestanten und Katholiken nichts. Sie hat die Grabenkriege zwischen den Konfessionen beendet, die im 16. Jahrhundert die Kirche entzweit hat.

Die Frage nach der Seligkeit treibt heute Menschen nicht mehr um, vielmehr geht es um das gelingende Leben, um Glück. Nichts dagegen. Aber die entscheidende Frage bleibt dann offen. Menschen wenden sich von der Kirche ab, weil sie die Beantwortung ihrer Fragen nicht mehr von ihr erwarten und den Zusammenhang zwischen ihrem irdischen Glück und dem geschenkten Heil nicht mehr spüren.
Wir brauchen heute eine neue Reformation der Herzen. Und die fängt naturgemäß bei jedem Einzelnen an.
Eigentlich ist das nichts anderes als Buße.
Täglich, wie Luther meinte:
Hinwendung meines Lebens zu Gott
Von IHM alles erwarten.
Den Weg mit Jesus gehen, SEINER Wahrheit vertrauen.

Dazu gehört die in der Bibel zu lesen und das persönliche Gebet pflegen. Schlimm genug, das sagen zu müssen im Land der Reformation. Das ändert aber nichts daran, dass es richtig ist, wo doch heute Kinder biblische Geschichten nicht mehr kennen.
Richtig, in einem Land, dem die Bibel verloren zu gehen droht. Indiz dafür ist für mich, als damals vor ein paar Jahren bei der Markteinführung der technischen Errungenschaft von E-books, der Trendsetter mit dem Slogan warb: „Buch der Bücher“ Es hat kaum jemanden aufgeregt. Ich dachte immer, „Buch der Bücher“ sei die Bezeichnung für die Heilige Schrift.
Bibel lesen ist also die Empfehlung der Stunde. Die Bibel bringt uns nämlich die Stimme Jesu ganz nahe.

Der O-Ton Jesu in den Seligpreisungen der Bergpredigt führt uns zur Reformation des Herzens.
Empfangen und Senden als Grund und Haltung des Glaubens werden in den Seligpreisungen beschrieben, diesen Kernworten des Glaubens.
Immer wieder hat man in der Auslegungsgeschichte der Bergpredigt gemeint, das sei eher eine Zukunftsvision auf das künftige Reich Gottes, als eine Handlungsanweisung für Christen heute. Und natürlich sollen die Worte kein Leistungsprogramm für einen permanenten Marathon Christen zum Erwerb der Gottesgunst sein. Der würde scheitern an seiner eigenen Anstrengung. Und doch ist die Bergpredigt die verbindende Klammer des himmlischen und des irdischen Reiches Gottes.

Als meine Ur Oma im Sterben lag, sagte sie plötzlich laut und vernehmlich: „Sterben ist gar nicht schwer, ich bin jetzt schon selig“.
Das ist das Geheimnis Gottes und des Reiches Gottes hier und jetzt und dort und dann, die gemeinsame Überschrift: Selig – zu Gott gehörig.
Das empfangen wir als Geschenk Gottes. Diese „Seligsprechung“ passiert sozusagen von vorneherein. Schon bei unserer Taufe hieß es: „ICH habe Dich erlöst, ICH habe Dich bei Deinem Namen gerufen, Du bist MEIN“ (Jes. 43,1).
Ungewöhnlich, wir sind es von unserer katholischen Schwesterkirche gewohnt, dass besondere Menschen, nach Lebensleistungen eines Heiligmäßigen Lebens, selig- oder gar heiliggesprochen werden. Aber eben im Nachhinein.
Jesus legt diese Grundgedanken des Reiches Gottes in unser Herz, wenn wir auf Empfang schalten.

Irgendwie muss es ja in uns hinein, in unser Herz, in unser Denken, in unsere Seele: Du gehörst zu Gott, in Jesu Namen.
Da sind wir nur Empfangende, Menschen, die wissen, vor Gott sind unsere Hände leer, geistlich arm eben. Luther brachte es auf den Punkt mit seinem letzten Vermächtnis: „Wir sind Bettler, das ist wahr“ Aber trotzdem dürfen wir wissen: „dem, der Gott nichts bieten kann, bietet Gott die Freundschaft an“. So heißt es in der deutschen Version eines Gospelsongs.

Weil das so ist und wenn das für uns so ist, sind wir die Leuchtfeuer des kommenden Reiches Gottes, hier und jetzt.
Kleine Lichter vielleicht nur, aber dennoch. Christen können mit ihrem Glauben auf Sendung gehen.

Wir haben die himmlische Vision, ja Triebkraft im Herzen,
jetzt schon aufscheinen zu lassen, ja, Reich Gottes irdisch erlebbar zu machen, wohin Jesus mit SEINEN Worten führen will, hier zum erfüllten Leben, dort zum ewigen Leben.
Jeder, auch der Nichtglaubende kann spüren, dass die Ideen der Bergpredigt helfen und den Menschen gut tun. Eigentlich muss man sich wundern, dass nicht mehr daraus gemacht wird in Richtung Barmherzigkeit, Sanftmut, Frieden, Gerechtigkeit, Nachgeben, nicht immer zurückschlagen, teilen.

Sehen wir einmal die Zusagen Jesu in den Seligpreisungen als Beschreibung und Interpretation des „Selig seid Ihr“: Kinder Gottes, Gott schauen, satt werden, getröstet, das Erdreich besitzen, Barmherzigkeit erlangen,
im Himmelreich sein. Das alles hieße dann selig sein.
Die Worte lassen es spüren, schon jetzt,
ja, wir sind Kinder Gottes,
ja, Jesus hat uns Gott als den liebenden Vater schauen lassen,
ja, das Evangelium hebt das Oben und Unten vor Gott auf,
ja, wir sind getröstet,
ja, wir leben von der Barmherzigkeit,
ja, zwar besitzen wir das Erdreich nicht, aber wir spüren immer Zeichen der Macht der Liebe gleichzeitig spüren wir aber, da ist zwar eine Kraft in uns, aber zugleich ist es erst ein Anfang.
Tausend Beispiele unseres täglichen Erlebens zeigen uns, wie weit himmlisches und irdisches Gottesreich auseinander klaffen,
natürlich in uns und bei anderen auch,
im eigenen Privatleben
im Leben der Kirche, einer Gemeinde
in der Politik, in der Gesellschaft
und global.

Manche Probleme scheinen erst modern dazugekommen zu sein. Und schließlich: Scheitern gehört eben auch dazu, scheitern an den hohen Idealen. Aber trotzdem sind wir weiter als Kind Gottes geliebt.
Wir haben etwas empfangen und dürfen unverdrossen die Spuren des Reiches Gottes in unseren Alltag zeichnen, Spuren vielleicht nur, manchmal ein Leuchtfeuer, an dem andere sich orientieren. Meist aber haben wir mit uns selbst genug zu tun, die Spuren Gottes im eigenen Leben zu sehen, überwältigt von SEINER Barmherzigkeit und Geduld mit uns. Und dann damit, davon etwas auszuleben.

„Fange bei mir an“ kann denn auch die wichtigste Bitte sein, wenn wir die Seligpreisungen lesen.

„Fange bei mir an“.

HERR, fülle meine leeren Hände, meinen Sinn, meinen Glauben mit DEINER „Seligsprechung“, jeden Tag neu, dass ich DEINE Kraft spüre, DEINEN Impuls,
Lass mich barmherzig sein,
gib’ Kraft im Leiden, hilf Leid lindern,
mach mich zu einem sanftmütigen Menschen,
halte die Sehnsucht nach Gerechtigkeit wach,
schenk mir ein reines Herz,
mache mich zu einem friedfertigen Menschen,
gib mir Mut, von meinem Glauben zu reden.
Liebe Gemeinde, soviel steckt in uns und
möchte mit Gottes Hilfe Kraft entfalten.
Wagen wir die Reformation des Herzens heute neu.
AMEN

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn. AMEN.

* Lied EG 341, 5-7 Nun freut euch liebe Christengemien

Beichtgebet: Thomas

In deine Hände lege ich meine unruhigen Gedanken, meine Ängste, meine Gefühle, mein Leben.
In deinen Schoß lege ich meinen müden Kopf, die Früchte meines Tuns und meine Sorgen.
Unter deinen Mantel lege ich meinen schutzlosen Leib,
meine verwundete Seele, meinen angefochtenen Geist.
In deine Hände lege ich meine Freunde, meine Feinde, mein Leben. Amen.
In einem Augenblick der Stille können Sie an das denken, was Sie inner¬lich beschäftigt, an das, was Sie belastet und bedrückt, aber auch an das, was Ihnen innerlich Zuversicht und Lebensmut gibt.
Augenblick der Stille

Absolution: Thomas
So frage ich euch, begehrt ihr Vergebung der Sünden, so antwortet ja nach Gottes Willem:
G: Ja, mit Gottes Willen
"Welchen ihr die Sünden erlasset, denen sind sie erlassen;
und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten."
Das sagt Christus zu seinen Jüngern.
Weil auch ihr seine Jünger seid, darum seid ihr frei, einander zu vergeben. So tut das auch, und lasst es die anderen spüren.

Wenn ihr aufrichtig bereut und bekennet, wird Gott euch durch Jesus Christus vergeben.

Im Namen des Vater und des Sohnes und des heiligen Geistes,
AMEN.

Hände reichen: Thomas

Wir reichen uns die Hände, suchen eine rechte und linke Hand und halten sie einen Augenblick lang fest. Eine Hand liegt in deiner Hand. Du spürst die Nähe und den Halt.

Jesus, umarme uns, schicke uns deine Botinnen, die uns trösten, wenn wir traurig sind, die ihre Freude mit uns teilen.
Jesus, umarme uns, schicke uns deine Engel, die bei uns sind, wenn wir Angst haben, die sagen: Fürchte dich nicht.

Jesus, umarme uns, schicke uns deine Boten, die uns in unseren Sorgen begleiten und uns mit ihrer Hoffnung anstecken.

Eine Hand liegt in deiner Hand und du spürst die Nähe und den Halt. Komm, sagt die Hand, ich halte dich fest. Wie gut, wenn ein Mensch dem anderen Menschen die Hand reicht. AMEN

* Lied EG 599 Selig seid ihr

* Fürbittengebet:

Thomas
Christus, lieber Herr und Meister,
du hast uns den rechten Sinn deines Wortes aufgetan.
Mehre und stärke unser Verständnis
und hilf dazu, dass wir auch danach leben und tun.
Dir sei Lob und Dank samt dem Vater und dem Heiligen Geist
in Ewigkeit.

Inge
Wandle uns, Christus, und erneuere deine Kirche.
Wir danken für die Reformation: Erneuerung des Glaubens
aus dem lebendigen Wort der Predigt
und den Gaben von Taufe und Abendmahl.
Wir danken für die Reformation:
Erneuerung der Gemeinden
aus dem Leben und Wirken
der Väter und Mütter im Glauben.

Thomas
Wir bitten um Reformation:
um einen wachen Umgang mit der Heiligen Schrift,
um lebendigen Gottesdienst,
um Gottesfurcht und Gottesliebe und um mehr Gottvertrauen.
Wandle uns, Christus, und erneuere deine Kirche.

Und gemeinsam beten wir mit den Worten unseres Herrn:

Vater unser: Thomas
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
AMEN.

* Bekanntmachungen: Inge
Kollekte: Für neue Gesangbücher der Gemeinde.

Gottesdienste sind am kommenden Sonntag, 04.11.2018
09.00 Uhr in Hesseldorf
10.00 Uhr in Wächtersbach

Der Wochensspruch steht im 1. Korintherbrief 3, Vers 11
„Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus“.

* Votum: Thomas
Möge dann und wann
deine Seele aufleuchten
im Festkleid der Freude.
Möge dann und wann
deine Last leicht werden
und dein Schritt beschwingt
wie im Tanz.
Möge dann und wann
ein Lied aufsteigen
vom Grunde deines Herzens,
das Leben zu grüßen
wie die Amsel den Morgen.
Möge dann und wann
der Himmel über deine Schwelle treten.

* Segen: Thomas
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.

* Lied EG 487 Abend ward bald kommt die Nacht
  Thema: Gottesdienst am 22. Sonntag anch Trinitatis, 28.10.2018
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 28.10.2018 11:56   Titel: Gottesdienst am 22. Sonntag anch Trinitatis, 28.10.2018
Gottesdienst am 22. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr Ev. Kirche Kempfenbrunn mit Totengedenken
28.10.2018
Text: Matthäus 18, 15-20

* Lied EG + 34 Komm heiliger Geist mit deiner Kraft

* Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Liebe Gemeinde herzlich willkommen zum GD am 22. S. n. Trinitatis
Das Thema dieses Gottesdienstes heute lautet: Aus der Befreiung durch Christus leben.

*Lied EG 452, 1-3 Er weckt mich alle Morgen

*Eingangspsalm:
Freuet euch des Herrn und seid fröhlich, ihr Gerechten,
und jauchzet, alle ihr Frommen.

Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind,
dem die Sünde bedeckt ist!
Wohl dem Menschen, dem der Herr die Schuld nicht zurechnet, in dessen Geist kein Trug ist!
Denn als ich es wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine durch mein tägliches Klagen.
Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir,
daß mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürre wird. Darum bekannte ich dir meine Sünde und meine Schuld verhehlte ich nicht.
Ich sprach: Ich will dem Herrn meine Übertretungen bekennen. Da vergabst du mir die Schuld meiner Sünde.
Deshalb werden alle Heiligen zu dir beten zur Zeit der Angst.
Darum, wenn große Wasserfluten kommen, werden sie nicht an sie gelangen.
Du bist mein Schirm, du wirst mich vor Angst behüten,
daß ich errettet gar fröhlich rühmen kann.

Freuet euch des Herrn und seid fröhlich, ihr Gerechten,
und jauchzet, alle ihr Frommen.
Kommt lasst uns anbeten!

*Aufforderung zum Bittruf:
Wir wissen es, Herr, täglich leben wir davon,
dass du uns aus Erbarmen unsere Schuld vergibst.
Aus uns selbst sind wir nichts, können wir nichts und
haben wir nichts. Alles ist von dir, ein Geschenk
deiner Güte. Wir aber verhalten uns immer wieder so,
als könnten wir unser Leben selbst machen und
verdankten uns selbst alles. Darum bitten wir:

*Aufforderung zum Lobpreis:
Gott ist gnädig! Jeden Morgen neu lädt er uns ein,
uns allein auf ihn zu verlassen. Er beschenkt uns mit allem,
was wir zum Leben brauchen - und noch viel mehr als wir wirklich nötig haben kommt aus seiner Güte. Wir haben allen Grund, dankbar zu sein und Gott zu preisen. Lobsinget Gott, erhebt seinen heiligen Namen!

*Kollektengebet:
Herr, unser Gott, du hast uns in Jesus Christus dein Herz geöffnet. Wir sind mit dir in Ordnung, du willst uns unsere Schuld nachsehen und uns nicht strafen. Keines Lebens Länge kann nun reichen, dir in Dank und Freude zurückzuerstatten, was du uns schenkst. Aber hilf uns zu einem Leben, das an den Mitmenschen das Gute tut, das du uns zuerst getan hast. Dass wir die Gaben an sie weitergeben und ihnen Vergebung gewähren, die wir zuerst von dir empfangen haben durch unseren Herrn Jesus Christus.
G: AMEN

* Schriftlesung: Römer 7, 14 - 25
Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft. Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern was ich hasse, das tue ich. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so gebe ich zu, daß das Gesetz gut ist.
So tue nun nicht ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt. Denn ich weiß, daß in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht.
Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Wenn ich aber tue, was ich nicht will, so tue nicht ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt.
So finde ich nun das Gesetz, daß mir, der ich das Gute tun will, das Böse anhängt. Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen.
Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüt und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.
Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe?
Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn! So diene ich nun mit dem Gemüt dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetz der Sünde.

(Lob sei dir, o Christus. Halleluja.)

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

* Lied EG 404, 1-3+6+8 Herr Jesu, Gnadensonne

* PREDIGT:

- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Predigt zu Matthäus 18,15-20
15 Sündigt aber dein Bruder an dir, so geh hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.
16 Hört er nicht auf dich, so nimm noch einen oder zwei zu dir, damit jede Sache durch den Mund von zwei oder drei Zeugen bestätigt werde.
17 Hört er auf die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und Zöllner.
18 Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel gelöst sein.
19 Wahrlich, ich sage euch auch: Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel.
20 Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

Liebe Gemeinde,
schon immer richten Menschen ihren Blick wehmütig zurück. Früher sei alles besser gewesen, sagen sie. Die Jugend war höflicher. Die Ehen waren besser. Die Politiker waren fähiger und die Winter schneereicher. War es wirklich so? Ein Sprichwort sagt: „Die Erinnerung malt mit goldenem Pinsel.“ Sie neigt dazu zu verklären. Und doch ist diese Nostalgie verständlich. Wie sieht die Gegenwart aus? Oft nur Probleme und schlechte Nachrichten, im Nahen wie im Fernen. Wir hören davon, dass ein Bekannter schwer erkrankt ist, dass eine Ehe zu scheitern droht. Die Arbeitslosenzahlen erreichen ungeahnte Höhen, auch wenn im Moment mal ein Tiefstand erreicht sei wie lange nicht. Und erst die Welt im Großen! Da scheint es nur Probleme und Konflikte, Unfrieden und Katastrophen zu geben. Allein diese Terrorangst und diese Bombenbedrohung in den USA, die Gewalt die bis Gelnhausen und Wächtersbach die schon um sich greift, wie in dieser Woche zu lesne war mit dem Überfall einer jungen Frau die das Geld der Firma in einer Bank einwerfen wollte und überfallen wurde. Dass die Welt bei genauerer Betrachtung in früheren Zeiten anders aber nicht besser war, wird dabei leicht übersehen.

Wie auch immer: Die Sehnsucht nach Frieden und Harmonie ist groß; sie ist verständlich. Doch wo lassen sich solche Oasen finden? Schön wäre es, wenn die Kirche eine wäre. In gewisser Weise kann die Kirche auch eine Oase sein: Aus dem Alltag kurz auszubrechen, sich einfach fünf Minuten in eine Kirche zu setzen, zur Ruhe zu kommen, das ist wohltuend und kann die Gedanken ordnen. Genauso der Gottesdienst: beten, singen, die Musik, das Evangelium, die gute Botschaft Gottes hören. Doch auch die Kirche ist keine Insel der Seligen, kein Ort ungetrübter Harmonie. Es gibt in ihr wie überall den mal offen, mal weniger offen ausgetragenen Streit der Meinungen. Der Kirche gelten die Verheißungen Gottes, weil sie aus Menschen besteht, werden Fehler gemacht, gibt es Versagen, werden Menschen aneinander schuldig. Auch das ist die Kirche.
War das schon immer so? Man mag die Hoffnung hegen, dass zumindest für die Kirche gilt: Die früheren Zeiten waren besser. Das ist nicht ganz falsch: Fast alle Menschen gehörten früher in unserem Land der Kirche an, und die Geschichten der Bibel waren ihnen bekannter, als sie heute sind. Doch war die Kirche eine Oase des Friedens? Hat es zumindest am Anfang der Kirche paradiesische Zustände gegeben, in der die Gemeinde der ersten Christen, wie es in der Apostelgeschichte heißt, „ein Herz und eine Seele“ war?

Der Predigttext zum heutigen Sonntag aus dem Matthäusevangelium belegt anderes; er beschreibt, wie man als christliche Gemeinde mit einer Konfliktsituation umgehen soll. Ein Mitglied der Gemeinde wird an einem anderen schuldig. „Sündigt aber dein Bruder an dir“, so heißt es im Matthäusevangelium. Sündigen - man kann sich vieles darunter vorstellen und sollte die Zehn Gebote zur Hand nehmen: Gewalt, Ehebruch, Diebstahl, Lüge oder üble Nachrede, Neid – worauf auch immer. Auch das gibt es in der Kirche – in Gedanken, Worten und Werken.
Wie empfiehlt das Matthäusevangelium, mit einer solchen Situation umzugehen? Es gibt den Rat, zunächst das Gespräch zwischen beiden Beteiligten zu suchen - in einem kleinen, geschützten Bereich. Das ist klug und doch nicht selbstverständlich, auch heute.

Wegen Kleinigkeiten verklagen sich Nachbarn, man wendet sich an den Rechtsanwalt an die Zeitung und ganze Fernsehabende gibt es mit Nachbarschaftsstreitigkeiten vom feinsten, keine nachgestellten Szenen, nein das echte Leben unter Erwachsenen wird da gezeigt, anstatt zuerst ein klärendes Gespräch zu führen fetzt man sich vor laufender Kamera. Einfach klingt dieser Vorschlag des Evangeliums, doch ist er oft schwierig umzusetzen: in der Gemeinde, am Arbeitsplatz oder in der Familie. Es ist schwer, über Konflikte und Verletzungen offen zu sprechen. Auch deshalb, weil Sprechen etwas anderes ist als Schimpfen oder Vorwürfe machen. Das Matthäusevangelium beginnt mit einem guten Vorschlag. Teilweise wird er in unserer Zeit auch im Rechtswesen angewandt: bei Jugendlichen als so genannter Täter-Opfer-Ausgleich, bei dem beide Seiten an einem Tisch zum Gespräch zusammengebracht werden. Unsere Erfahrung zeigt, dass durch ein Gespräch Konflikte gelöst werden, Schuld eingestanden und verziehen werden kann.

Wir Menschen aber sind schwach. Es fällt uns schwer, Schuld einzugestehen. Auch diese Erfahrung steht hinter dem Predigttext. Wenn ein Gespräch unter vier Augen nichts gefruchtet hat, so empfiehlt er, einen oder mehrere „Zeugen“ hinzuzuziehen. Manche Konflikte lassen sich besser lösen, wenn sie von anderen, nicht unmittelbar Beteiligten, begleitet werden. Denn vielleicht sind beide Parteien zu befangen, um sich in die Lage des anderen zu versetzen. Ein Dritter kann dann helfen.

Doch Matthäus hat wohl auch die Erfahrung gemacht, dass das Modell, Zeugen hinzuziehen, nicht immer zu einem Ergebnis führt. Die letzte Instanz ist für ihn dann die Gemeinde. Dort werden Streit und Schuld öffentlich, beides kann dann von vielen bedacht werden. Hier endlich sollte Einvernehmen herzustellen sein. Hier liegt für die frühe Christenheit die letzte Instanz und der letzte Versuch zu Einigung und Versöhnung. Doch auch er kann scheitern. Was uns das Matthäusevangelium für einen solchen Fall vorschlägt, mag uns zunächst befremden. „Hört er auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide oder Zöllner.“ Das heißt: Man ist fertig mit ihm, man stößt ihn aus der Gemeinschaft aus, so wie Heiden und Zöllner zur Zeit Jesu in der jüdischen Gemeinschaft nicht erwünscht waren. Die Frage liegt nahe: Wie verträgt sich das mit dem Liebesgebot der Bibel, mit der Mahnung Jesu zur Vergebung? Dieser letzte Weg der Ausgrenzung hatte in der Geschichte der Christenheit hochproblematische Folgen: Mit Bezug auf diese Bibelstelle haben die Kirche und ihre Mächtigen Menschen als Ketzer gebrandmarkt und diskriminiert, kritische Christen – wie Martin Luther - ausgeschlossen. Auch die evangelische Kirche hat sich oft nicht besser verhalten.
Der Vorschlag des Matthäus, wie Christen Konflikte bearbeiten sollen, ist klug und maßvoll. Aber wir kennen auch die Erfahrung: Es gibt Fälle, da ist alles Bemühen um Einigung und Ausgleich vergebens; Trennung kann, nicht nur in Ehen oder im Beruf, dann die bessere, die ehrlichere Lösung sein. Das ist eine schmerzliche Einsicht. Dies gilt auch für Trennungen innerhalb der Kirche: Doch dieser Schritt darf nie leichtfertig oder aus einer Haltung der moralischen Überlegenheit getan werden. Es ist besser, alles daranzusetzen, dass es zu schmerzhaften Konflikten, zu Schuld und Trennung nicht kommt. Und wenn es doch einen scharfen, endgültigen Schnitt geben muss, sollte dabei immer noch Liebe zu erkennen sein und eine Möglichkeit zur Einigung offen gehalten werden.

Damit nehmen wir einen wichtigen Gedanken des Matthäusevangeliums auf. Es erschöpft sich auch an dieser Stelle ja nicht in der Beschreibung der Konfliktbearbeitung in der Gemeinde. Die Verse, die darauf folgen, ermutigen. Jesus sagt uns zu, dass wir erhört werden, wenn wir in Gemeinschaft etwas ernsthaft von Gott erbitten. Er sichert uns zu, dass er bei und mit uns ist, wenn wir uns in seinem Namen versammeln – und mögen wir auch nur wenige, nur „zwei oder drei“ sein. Die Aussicht, erhört zu werden, und das Versprechen, dass Jesus bei uns ist, erleichtern es uns, in einer Welt mit ihren Widersprüchen und Konflikten zu bestehen. Auch als Christen in und mit der Kirche. Gott hilft uns; er ist mit uns. Wir brauchen nicht allein auf unsere Kraft zu vertrauen. Jesus ist mitten unter uns – auch in Situationen, wenn Versöhnung schwer fällt und ernste Entscheidungen notwendig sind. Denn auf Jesus zu vertrauen heißt, in seinem Geist der Liebe zu handeln und einander von Herzen zu vergeben. Das ist möglich, so unvollkommen diese Welt, Menschen, Christen und die Kirche auch sein mögen. Amen.

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

* Lied EG 302, 1-3 Du meine Seele singe

* Fürbittengebet:
Himmlischer Vater, heute bitten wir dich um wache Sinne, dass wir sehen und erkennen können, wir gut du zu uns bist.

Wir bitten um die rechte Demut, die nicht nur von geschenkter Gnade spricht, sondern so lebt und handelt, wie es beschenkten Menschen zukommt.

Wir bitten dich um Herzen, die sich für andere öffnen, die nach dem fragen, was die Nächsten bewegt, sorgt, ängstigt und was sie brauchen.

Wir bitten dich um Hände, die ihnen geben, was sie nötig haben und um das Vertrauen in dich, dass du uns immer wieder von allem darreichst, was wir mit anderen teilen.
Stärke den Glauben im Hintergrund unseres Handelns: Dass wir erkennen und wissen, dass nichts von alledem, was wir sind und haben durch unser eigenes Verdienst und Vermögen herkommt. Festige in uns den Glauben an Jesus Christus, der allein alles für uns verdient und uns mit dir ins Reine gebracht hat. Lass unser Vertrauen in ihn immer noch wachsen, dass uns nichts von unserem Weg hinter Jesus her abbringen und kein Geld und Gut der Welt von seiner Seite ziehen kann.

Sei auch bei denen, die meinen, durch Leistung und eigene Verdienste deine Liebe gewinnen zu können. Schenke ihnen eine Stunde, in der sie begreifen, dass sie nur von deiner Barmherzigkeit leben und selbst ihr Bemühen noch von deiner Kraft gespeist ist.

Besonders befehlen wir dir die Menschen an, die deine Güte über sich nicht oder nicht mehr sehen und glauben können, vielleicht weil sie behindert, krank oder einsam sind. Lass sie auch wieder andere Tage erleben und stärke in ihnen das Wissen, dass in deiner ewigen Welt einmal alles zu einem herrlichen und gerechten Ausgang kommen soll.

Heute bitten wir dich um rechtes, christliches Verhalten dann, wenn wir uns über unsere Mitmenschen geärgert haben oder mit ihnen im Streit liegen. Dass wir alles tun, zu schlichten und den Anstoß, soweit es an uns liegt, auszuräumen. Hilf uns, dass wir zur Versöhnung und zum gerechten Ausgleich beitragen und so dem Frieden zwischen den Menschen dienen, den du zuerst mit uns geschlossen hast.

Besonders gedenken wollen wir heute Morgen unserem Bruder Friedhelm Adam Ernst Weigand der am 16.10.2018 im Alter von 64 Jahren verstorben ist. Herr Weigand wurde am 26.10.2018 im Wald der Stille Lohrhaupten beigesetzt. Nach diesem Tod fragen wir uns nach dem Sinn des Lebens und nach dem Sinn des Sterbens. Wir bitten dich für die Familien und Freunde unseres verstorbenen, schenke ihnen Kraft und Hoffnung. Mache ihren Weg der Trauer zu einem Weg des Vertrauens, dass wir bei dir Herr geborgen sind. Schenke uns die Kraft den Tod im Leben zu ertragen und zu tragen, auch wenn wir glauben daran zu zerbrechen. In der Bibel heißt es, leben wir dem Herrn so leben wir dem Herrn, sterben wir dem Herrn so sterben wir dem Herrn. Nimm unseren verstorbenen Bruder auf in deinem Himmlischen Heiligtum. Ihnen den Angehörigen möge dieser Vers Kraft geben in der Zeit des Trauerns: „Der Tod ist nicht das Ende, er ist die Wende, beginn der Ewigkeit, in Gottes gnädigen Händen“.

--------------------------------Stilles Gebet--------------------------------------

Und gemeinsam beten wir mit den Worten unseres Herrn,

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Lied EG 562 Segne und behüte

* Bekanntmachungen:
Kollekte: Eigene Gemeinde

Wochenspruch: Bei dir ist die Vergebung, dass man dich fürchte. PS. 130,4

Nächster Gottesdienst

Mittwoch, 31. Oktober 2018

19:00 Uhr Reformationsgottesdienst in Bieber in der Laurentiuskirche
Nach dem Gottesdienst sind alle herzlich eingeladen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Es wäre schön, wenn aus allen drei Kirchengemeinde möglichst viele Gemeindeglieder an diesem Gottesdienst teilnehmen könnten. Die Laurentiuskirche ist groß genug!
Um eine gemeinsame Anfahrt für möglichst viele Gäste zu gewährleisten treffen wir uns in:
Kempfenbrunn: 18:30 Uhr / Parkplatz Pfarrhaus
Flörsbach: 18:40 Uhr / SKG - Halle
Lohrhaupten: 18:30 Uhr auf dem roten Platz
Hier können alle auf die Autos verteilt werden

Sonntag, 04. November 2018 mit Lektorin Atzert

9:30 Uhr Kempfenbrunn

* Votum:

Hier geht es nicht
um solche kleinen Dinge:
Daß wir versäumen,
was der Anstand lehrt,
ob ich der Neugier Drängen
nicht bezwinge,
ob ich nicht achte,
was beachtenswert...

Das sind nur Schwächen,
gern und leicht verziehen,
gehn meist nur mich
und meinen Nächsten an
und bleiben selbst,
wo sie zur Schuld gediehen,
wovon ein Mensch
den andern lösen kann.

Doch gibt's auch Schulden,
die mir zu begleichen
bei keinem Menschen
jemals möglich sind:
Wenn meine Jahre
ungenutzt verstreichen
für Gottes Wink und Auftrag
taub und blind.

Wenn ich nicht spüre,
daß ich die Geschenke,
die er mir gab,
nicht nur für mich empfing;
wenn ich an den
von Zeit zu Zeit nur denke,
der für mein Heil
in Schmach und Leiden ging.

Hier geht's um mehr!
Hier kann nur Gott vergeben.
Doch wenn sich Reue
zu Bekennen fügt,
dann schenkt er neues,
todbefreites Leben,
und ich erfahre,
was zum Glück genügt.

* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.
  Thema: Gottesdienste am 21. Sonntag nach Trinitatis, 21.10.2018
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 21.10.2018 11:14   Titel: Gottesdienste am 21. Sonntag nach Trinitatis, 21.10.2018
Gottesdienst am 21. Sonntag nach Trinitatis
9.15 Uhr Ev. Kirche Lettgenbrunn
10.30 Uhr Ev. Kirche Lohrhaupten
21.10.2018
Text: Jeremia 29, 1.4-7.10-14


* Lied EG + 34 Komm heiliger Geist mit deiner Kraft

* Begrüßung:

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Liebe Gemeinde
ich begrüße Sie und Euch alle ganz herzlich zum Gottesdienst am 21. Sonntag nach Trinitatis.
Thema dieses Gottesdienstes: Liebe mutet neue Wege zu.

Ich wünsche uns einen Mutmachenden Gottesdienst

*Lied EG 455 Morgenlicht leuchtet

*Eingangspsalm:
Die Furcht des Herrn ist rein und bleibt ewiglich.

Die Rechte des Herrn sind Wahrheit, allesamt gerecht.
Sie sind köstlicher als Gold und viel feines Gold,
sie sind süßer als Honig und Honigseim.
Auch lässt dein Knecht sich durch sie warnen;
und wer sie hält, der hat großen Lohn.
Wer kann merken, wie oft er fehlet?
Verzeihe mir die verborgenen Sünden!
Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen,
dass sie nicht über mich herrschen;
so werde ich ohne Tadel sein
und rein bleiben von großer Missetat.
Lass dir wohlgefallen die Rede meines Mundes
und das Gespräch meines Herzens vor dir, Herr,
mein Fels und mein Erlöser.

Die Furcht des Herrn ist rein und bleibt ewiglich.

Kommt lasst uns anbeten:

*Aufforderung zum Bittruf:
Kaum einer von uns, der keine Feinde hat -,
Menschen, von denen er sich missverstanden,
bedroht und gekränkt fühlt.
Wir können das ruhig zugeben.
Wir bringen unsere Angst, unseren Hass,
unsere dunklen Gedanken vor Gott
und bitten ihn um Erbarmen:

*Aufforderung zum Lobpreis:
Jesus sagt:
„Liebt eure Feinde
und bittet für die, die euch verfolgen,
damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel.“
Im Vertrauen auf ihn,
bereit, ihm zu folgen,
singen wir Gottes Lob:

*Kollektengebet:
Lasst uns beten:
Gott, du unendliche Liebe,
wir hören die guten Worte,
die du uns ins Gedächtnis rufst
und neu ans Herz legst.
Wir hören sie und denken: Ja, aber….
Böses mit Gutem überwinden: Ja, aber….
Unsere Feinde lieben: Ja, aber….
Gott, wir wissen, wie sehr wir deine Worte brauchen,
und haben erfahren, wie schwer es ist, sie zu leben.
Vergib uns unser halbherziges „Ja“,
sei barmherzig mit unseren Versuchen,
die neuen Wege deiner Liebe zu gehen.
Stärke uns,
lass uns die Zumutung annehmen,
ohne „Wenn und Aber“ zu lieben,
gib uns die Kraft, deinen Frieden zu leben.

G: AMEN

* Schriftlesung: Matthäus 5, 38-45
Jesus macht ganz ungewöhnliche Vorschläge, wie Menschen den Angriffen von anderen und ihren Ansprüchen wirkungsvoll begegnen können. Man muss damit nicht sofort einverstanden sein. Man kann diese Worte für unrealistisch und ärgerlich halten. Aber sie gehören zum Kern unseres Glaubens. Einmal gehört, vergisst man sie niemals. Wer sich auf sie einlässt, kann erstaunliche Erfahrungen machen. Das bezeugen sogar Menschen, die gar keine Christen sind! In der Bergpredigt macht Jesus ganz ungewöhnliche Vorschläge.

38 Ihr habt gehört, dass gesagt ist »Auge um Auge, Zahn um Zahn.«
39 Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar.
40 Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel.
41 Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei.
42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der etwas von dir borgen will.
43 Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst deinen Nächsten lieben« und deinen Feind hassen.
44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen,
45 damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

(Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren - Halleluja)

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

* Lied EG 377, 1-3 Zieh an die Macht, du Arm des Herrn

* PREDIGT:

- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Textlesung: Jeremia 29,1.4-7.10-14
Dies sind die Worte des Briefes, den der Prophet Jeremia von Jerusalem sandte an den Rest der Ältesten, die weggeführt waren, an die Priester und Propheten und an das ganze Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel weggeführt hatte:
So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, zu den Weggeführten, die ich von Jerusalem nach Babel habe wegführen lassen: Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte; nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt für eure Söhne Frauen und gebt eure Töchter Männern, dass sie Söhne und Töchter gebären; mehrt euch dort, dass ihr nicht weniger werdet.
Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohlgeht, so geht's auch euch wohl.
Denn so spricht der HERR: Wenn für Babel siebzig Jahre voll sind, so will ich euch heimsuchen und will mein gnädiges Wort an euch erfüllen, dass ich euch wieder an diesen Ort bringe.
Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.
Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten und ich will euch erhören. Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR, und will eure Gefangenschaft wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, wohin ich euch verstoßen habe, spricht der HERR, und will euch wieder an diesen Ort bringen, von wo ich euch habe wegführen lassen.


Liebe Gemeinde!
Wir spüren es deutlich: Es geht auf das Ende des Kirchenjahres zu. Es sind die ernsteren Texte und Themen der Bibel dran: Verbannung, Gefangenschaft, Leid und Tod. Wir schreiben das Jahr 594 vor Christus. Der Prophet Jeremia verfasst in Jerusalem einen Brief an den Rest des Volkes Israel, seiner Priester und Ältesten, die aus ihrer Heimat weggeführt wurden und jetzt als Verbannte in Babylon leben müssen. Er will sie trösten, ihnen Mut machen und die Verheißung Gottes weitersagen: „Ich will euch gnädig sein, eure Gefangenschaft wenden und euch wieder nach Hause führen - wenn die Zeit da ist.“ Und er sagt ihnen, wie sie sich in der Fremde verhalten sollen, dass sie die Jahre bis zum Ende ihrer Gefangenschaft gut überstehen und nicht untergehen. - Ein guter Brief! Mit beherzigenswerten Vorschlägen. Aber was soll uns das - über 2600 Jahre später?
Wir wollen den Brief des Propheten einmal so lesen, als wäre er an uns geschrieben. Was der Zeit des Jeremia entspricht und nur in ihr verständlich ist, wollen wir so übertragen, dass es in die Welt unserer Tage passt. Wir wollen dem Brief aber nicht seinen Ernst nehmen, vielmehr soll deutlich werden, dass es in ihm auch um Schuld geht, um Gefangenschaft und um Strafe. Aber wir wollen auch die Worte der Hoffnung hören, die uns Mut machen wollen und Zuversicht, dass Leid, Gefangenschaft und Tod einmal vergehen werden.
Wir wollen sehen, ob uns ein Brief des Propheten Jeremia, wie er an uns geschrieben sein könnte, das darin enthaltene Wort Gottes näher bringt und ob er auch für uns heute eine Botschaft hat, auf die wir hören können. Wir gehen dazu diesem Brief an uns Abschnitt für Abschnitt entlang. Das hört sich dann so an:
Dies sind die Worte des Briefes, den der Prophet Jeremia an uns hier in der Kirchengemeinde von ................ sendet, an die Ältesten (Kirchenvorsteher), den Pfarrer und an alle Glieder der Gemeinde, die in einer Gesellschaft und einer Welt leben müssen, die ihnen häufig fremd sind und deren Lebensweise und Werte sie oft nicht verstehen und nicht mit ihrem Glauben vereinbaren können.


Liebe Gemeinde, ist es nicht so? Fragen wir uns nicht, warum in unserer Welt die einen hungern müssen, während die anderen im Überfluss leben und nicht wissen, was sie mit ihrem Geld noch an sinnlosem Zeug kaufen sollen? Und können wir das verstehen, warum in unserem Land die Erlaubnis zum Bau von Moscheen erteilt wird, aber in muslimischen Ländern die Errichtung einer christlichen Kirche undenkbar ist, ja, schon ein solches Vorhaben als todeswürdiges Verbrechen gilt? Und meinen wir nicht oft, wir wären eigentlich die Dummen, wenn wir immer wieder versuchen, nach unserem Glauben, eben christlich zu handeln, wenn wir dann erleben müssen, dass andere ganz ohne Skrupel nur ihren eigenen Vorteil wahrnehmen. - Aber hören wir weiter:
So spricht der HERR, euer Gott, zu euch, denen ich das Leben in dieser Welt, die nur auf Zeit eure Heimat ist, geschenkt habe: Baut Häuser und wohnt darin; geht eurer Arbeit nach und genießt deren Früchte. Ihr Männer nehmt euch Frauen, ihr Frauen nehmt Männer und bekommt Söhne und Töchter. Auch eure Söhne sollen Frauen nehmen und eure Töchter Männer, dass sie auch wieder Söhne und Töchter haben; mehrt euch in dieser Welt, dass ihr nicht weniger werdet. - Es ist Gottes Wille - auch wo wir ihn nicht verstehen - dass wir in dieser Welt leben sollen. Es ist kein göttliches Versehen, dass es auch viel Böses gibt, dass Menschen ganz anders glauben als wir, dass wir unterschiedliche Sprachen haben, Gesellschaftssysteme und eine eigene Prägung durch unsere Geschichte. Vor allem ist es kein Irrtum gewesen, wenn Gott uns als freie Menschen geschaffen hat mit der Möglichkeit zu entscheiden, mit der Wahl zwischen Gut und Böse. Aber das Leben jedes Einzelnen, auch unser persönliches Leben!, kann mithelfen, dass unser Glaube, unsere christlichen Werte in der Gesellschaft gesehen und wahrgenommen werden. Dass sie Einfluss gewinnen und den Willen unseres Gottes und seiner Sache bekannt machen. Auch das Wunder, dass aus uns Kinder und Enkel kommen, soll dem dienen. Durch die Erziehung, die wir unseren Nachkommen angedeihen lassen, kann auch der Einfluss unseres Glaubens in der Welt größer werden. Darum sollen wir alles, was uns wert und heilig ist, an unsere Kinder und Kindeskinder weitergeben.
Suchet das Beste für die Menschen in eurer Umgebung, in allen Bezügen und Beziehungen, in denen ihr lebt, denn ich habe euch euren Platz genau dort gegeben. Betet für eure Mitmenschen; denn, wenn es ihnen wohl geht, so geht's auch euch wohl. - Wir sollen uns nicht anpassen, nicht so werden wie die anderen, die oft ohne Maßstab, Richtung und Ziel ihre Tage verbringen. Halten wir fest, woran wir glauben! Geben wir nicht leichtfertig auf, was an unserer christlichen Überzeugung in unserer Welt und Gesellschaft Anstoß erregt und Ärgernis. Sagen wir die Wahrheit, auch wo die Menschen sie nicht hören wollen. Meiden wir die Lüge, auch wenn sie uns Unannehmlichkeiten erspart. Wir stehen dort, wohin Gott uns gestellt hat. Es ist genau unser Platz, an dem wir leben sollen. Lassen wir uns nicht von dem abbringen, was unser Halt ist. Lassen wir uns die Mitte nicht nehmen, wir verlieren uns sonst selber. Wenn wir unsere Mitmenschen auch nicht von dem überzeugen können, was uns im Innersten trägt, so können wir doch für sie beten! Und das sollen wir tun. Und wir wollen es auch tun. So wird unser Leben (noch) nicht von stetem Glück erfüllt sein, aber erträglich. - So geht der Brief an uns weiter:
Wenn eure Zeit in dieser oft fremden Welt um ist, dann will ich mein gnädiges Wort an euch erfüllen und euch in eine Heimat führen, in der ihr wirklich zu Hause sein könnt. - Vergessen wir es nie: Uns ist mehr verheißen als dieses Leben, in dem wir heute sind. Um Jesu Christi Willen wartet eine Herrlichkeit auf uns, von der wir heute nur träumen können: Das Land ohne Tränen, ohne Leid, ohne Sorgen, ohne Krankheit, ohne Not und Tod. Einer des anderen Bruder und Schwester, einer unser aller Vater ... ewig ... ohne Ende.
Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides. Dort wo ihr meint, alles wäre zu Ende, geht es weiter in der Ewigkeit meiner neuen Welt. - Alle Schuld wird vergeben sein. Einer, Jesus Christus, hat sie für uns ans Kreuz getragen und abgetan. Gottes Verheißung für uns ist das Leben, nicht der Tod. Wo wir vom Ende sprechen, beginnt unser Leben in Gottes Reich.

Wenn ihr nicht ablasst, alle eure Bitten im Gebet vor mich zu bringen, dann will ich euch erhören. Wenn ihr mich von Herzen sucht, dann werdet ihr mich finden, spricht der HERR. Ich werde, wenn die Zeit da ist, eure Gefangenschaft in dieser Welt beenden und meine Menschenkinder sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, wohin sie das Schicksal zerstreut hat, spricht der HERR, und will euch nach Hause bringen, dorthin, von wo ich euch einmal ausgesandt habe. - Wir wollen unser Leben, das uns Gott bestimmt hat, aushalten, auch dort wo es schwer ist. Wir wollen immer wieder die Hände falten und Gott sagen, was uns bedrückt uns quält. Wir wollen ihm aber auch danken, wenn er uns mit guten Gaben beschenkt und wir Freude erfahren. So werden wir auch schon in diesem Leben Gottes Nähe spüren und unter seinem Segen sein. Und einmal wird für uns der Morgen des Tages anbrechen, der keinen Abend mehr hat. Wir werden frei sein von allem, was uns hier noch beschwert. Und wir werden daheim sein dort, wo wir das wirkliche, das wahre Leben haben. Und alle Geschwister, alle Kinder des einen Vaters werden bei uns sein und keiner von uns wird mehr an die Zeit in dieser Welt denken, denn sie ist - für uns - für immer vergangen. AMEN

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

* Lied EG 322, 2-7 Ermuntert euch und singt mit Schall

* Fürbittengebet:
Lasst uns beten:
Barmherziger Gott,
deine Liebe trägt uns,
deine Liebe fordert uns heraus.
Deine Liebe mutet uns neue Wege zu.
Denn du willst Zukunft und Hoffnung für uns, für alle.

Wir bitten dich, Gott,
für Menschen, die in Lebenskrisen stecken.
Lass sie den Halt finden, den sie brauchen,
und einen Weg für sich erkennen in schwerer Zeit.

Wir bitten dich, Gott,
für Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten,
dass sie die Kraft bekommen, neu anzufangen,
und anderen begegnen, die sie willkommen heißen und aufnehmen.

Wir bitten dich, Gott,
für alle, die unter Gewalt und Terror leiden –
Gewalt, die jetzt geschieht
oder auch vor langer Zeit erlitten wurde.
Dass sie Worte finden
für das, was ihnen geschieht
oder damals geschehen ist.
Dass andere zuhören und sich bewegen lassen.

Barmherziger Gott,
deine Liebe trägt uns,
deine Liebe fordert uns heraus.
Deine Liebe traut uns neue Wege zu.
Denn allen gehören Zukunft und Hoffnung.
Dir sei Lob und Dank – alle Zeit.

Und gemeinsam beten wir mit den Worten unseres Herrn,

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Lied EG 170 Komm Herr Segne uns

* Bekanntmachungen:
Kollekte: Eigene Gemeinde

Wochenspruch: Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Röm. 12, 21

Nächste Gottesdienste

Sonntag, 28. Oktober 2018 mit Pfrin. Ehlers

9:15 Uhr Gottesdienst in Lettgenbrunn

10:30 Uhr Gottesdienst in Lohrhaupten

* Votum:
Wusstest du schon?
Gott ist dir nah.
Er ist für immer ganz für dich da.
In deiner Angst spendet er Licht,
in der Wüste verlässt er dich nicht.

In deinen Freuden lädt er zum Tanzen dich ein,
deine Erwartungen lässt er mit Sehnsucht genähret sein.
In deiner Not hält er ein Taschentuch bereit,
in deinem Kampf beschwichtigt er den Streit.
Er ist Begleiter auf all deinen Wegen
darum geh hin in seinem Segen ...

* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.
  Thema: Monatslosungen für 2011
-thommy-

Antworten: 1
Aufrufe: 5290

BeitragForum: Chatforum Kritik & Kommunikation, Wünsche und Anregungen   Verfasst am: 25.10.2010 14:39   Titel: Re: Monatslosungen für 2011
Hallo,

ich bin auf der Suche nach den Losungen (Monatssprüchen) für das Jahr 2011. Wo finde ich die für die evang-luth.Kirche geltenden?

Würde mich über einen hilfreichen Tip freuen.


Angela

Hallo Angela,

es gibt Jahreslosungshefte und Monatslosungsheftchen. Diese kann man über einige Verlage bekommen. Am einfachsten ist aber diese Page:

www.losungen.de/losungenheute/jahreslosung.php

Hier findet man für jeden Monat einen Spruch als Monatslosung.

LG
Thomas Wagner
Lektor
  Thema: Wie gafällt euch das Forum???
-thommy-

Antworten: 1
Aufrufe: 5415

BeitragForum: Chatforum Kritik & Kommunikation, Wünsche und Anregungen   Verfasst am: 25.04.2008 20:14   Titel: Wie gafällt euch das Forum???
Nun sind wir seid Dezember 2007 im Netzt mit dem Forum und es wäre mal interessant zu hören wie es euch gefällt. Wäre schön wenn sich mal jemand trauen würde was zu schreiben.

Also los.....freuen uns............
Nun sind wir seid Dezember 2007 im Netzt mit dem Forum und es wäre mal interessant zu hören wie es euch gefällt. Wäre schön wenn sich mal jemand trauen würde was zu schreiben.
 
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