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  Thema: Gottesdienste am 8. Sonntag anch Trinitatis, 22.07.2018
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 22.07.2018 12:09   Titel: Gottesdienste am 8. Sonntag anch Trinitatis, 22.07.2018
Gottesdienste am 8. Sonntag nach Trinitatis
09.15 Uhr Ev. Kirche Lettgenbrunn
10.30 Uhr Ev. Kirche Lohrhaupten
22.07.2018
Text: 1. Kor. 6, 9 - 14. 6,18-20

* Lied EG + 34 Komm heiliger Geist

* Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

*Lied EG 441, 1-4 Du höchstes Licht

*Eingangspsalm:
Du, Herr, segnest die Gerechten,
du deckest sie mit Gnade wie mit einem Schilde.

Herr, höre meine Worte,
merke auf mein Reden!
Vernimm mein Schreien, mein König und mein Gott;
denn ich will zu dir beten.
Herr, frühe wollest du meine Stimme hören,
frühe will ich mich zu dir wenden und aufmerken.
Denn du bist nicht ein Gott, dem gottloses Wesen gefällt;
wer böse ist, bleibt nicht vor dir.
Die Ruhmredigen bestehen nicht vor deinen Augen;
du bist feind allen Übeltätern.
Du bringst die Lügner um;
dem Herrn sind ein Greuel die Blutgierigen und Falschen.
Ich aber darf in dein Haus gehen durch deine große Güte
und anbeten vor deinem heiligen Tempel in deiner Furcht.
Herr, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen;
ebne vor mir deinen Weg!
Laß sich freuen alle, die auf dich trauen;
ewiglich laß sie rühmen, denn du beschirmest sie.
Fröhlich laß sein in dir,
die deinen Namen lieben!

Du, Herr, segnest die Gerechten,
du deckest sie mit Gnade wie mit einem Schilde.


Kommt lasst uns anbeten:


*Aufforderung zum Bittruf:
Laßt uns um Erbarmen bitten den Herrn,
dessen Barmherzigkeit kein Ende hat,
dessen Güte alle Morgen neu ist,
der den Elenden hört und vom Tode errettet.
Wir rufen um erbarmen:

*Aufforderung zum Lobpreis:
Christus spricht:
"Ich bin das Licht der Welt.
Wer mir nachfolgt,
der wird nicht wandeln in der Finsternis,
sondern wird das Licht des Lebens haben."
Mit allen Christen laßt uns singen:

*Kollektengebet:
Gott, in deinem Licht
wachsen Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit.
Wir bitten dich:
Sende dein Licht in unsere Dunkelheit,
daß unsere Härte der Güte weicht
und die Lüge der Wahrheit,
daß wir dem Leben gerecht werden als Kinder des Lichtes
im Geist unseres Herrn Jesus Christus.
G: AMEN

* Schriftlesung: Mt. 5, 13-16
13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten.
14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.
16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

(Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren - Halleluja)

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.

* Lied EG 166, 1-4 Tut mir auf die schöne Pforte

* PREDIGT:

- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Textlesung: 1. Kor. 6, 9 - 14. 6,18-20
Oder wißt ihr nicht, daß die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Laßt euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder, Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben. Und solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes. Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangennehmen. Die Speise dem Bauch und der Bauch der Speise; aber Gott wird das eine wie das andere zunichte machen. Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn, und der Herr dem Leibe. Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft. Flieht die Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, bleiben außerhalb des Leibes; wer aber Hurerei treibt, der sündigt am eigenen Leibe. Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und daß ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.

Liebe Gemeinde!
Ein wenig befangen ist man als Prediger dieser Verse schon! Ich hätte ihnen nun wirklich lieber leichter verdauliche Kost vorgesetzt! Und beim besten Willen, uns auch einmal harte Worte gefallen zu lassen, das führt denn doch zu weit: „Knabenschänder, Unzüchtige, Hurerei, Götzendiener, Ehebrecher ..." Wer von uns müsste sich da angesprochen fühlen? Was also sollen wir aus diesen Worten des Paulus mitnehmen in die neue Woche, in unser Leben?
Mich hat mindestens der Schluss dieser Verse zum Nachdenken angeregt und ich glaube, da liegt für uns alle etwas drin - wenn es vielleicht auch nicht so richtig gut ankommen und uns gefallen wird. Ich meine diese zwei Sätze: „Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und daß ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe."
Als aufgeklärte, moderne Menschen, die wir sind, wissen wir es ja: Man kann Leib und Seele nicht von einander trennen, so als wäre das Leibliche die eine, das Seelische die andere Seite unseres Wesens, unserer menschlichen Natur. Und nicht anders sieht es ja schon die Schöpfungsgeschichte in der Bibel, wenn sie vom Menschen als „einer lebendigen Seele" spricht (Gen. 2,7).
Seltsam ist aber vor diesem Hintergrund, dass wir Christen doch in der Praxis unseres Lebens die Einheit von Leib und Seele immer wieder auseinandernehmen. Und dafür gibt es eine Menge von Beispielen:
Da antwortet eine auf die Frage, wie es ihr denn gehe, so: „Mir geht es seelisch zur Zeit nicht so gut!" Dabei hätte sie ja schon die Frage darauf aufmerksam machen können, dass dem Frager auch an ihrem Äußeren schon aufgefallen war, dass sie nicht so ganz auf der Höhe ist.
Da sprechen wir oft solche oder ähnliche Sätze: „Das tut mir in der Seele weh!" Oder: „Ich will in den Ferien einmal die Seele baumeln lassen." Oder auch: „Körperlich bin ich eigentlich ganz zufrieden, wenn nur die seelischen Belastungen meiner Arbeit nicht wären."
Immer tun wir so, als wären das zwei voneinander unabhängige Bereiche: Der Körper und die Seele. Aber das ist nicht so! Und - wie gesagt - wir wissen das auch: Wenn's innen in der Seele weh tut, dann leidet unser ganzer Mensch! Wenn uns das Herz schwer ist (wie wir das oft ausdrücken), dann gehen wir auch gebeugter als sonst. Die Psyche hat viele - bei den Menschen unterschiedliche - körperliche Reaktionen zur Folge: Die eine bekommt stumpfe, spröde Haare, ein anderer hat schlechte Haut, eine Dritte kriegt „Kreuz"-schmerzen (die wohl nicht umsonst so heißen!), eine Vierte Herzrhythmusstörungen.
Aber es gibt zu dieser Sache noch einen Gedanken, der hat eine ganz enge Beziehung zu uns als religiöse Menschen, als Christinnen und Christen: Wir meinen auch oft und reden entsprechend, dass wir Gott eigentlich nur den Anspruch auf unsere Seele zugestehen müssen: Wenn wir in den Gottesdienst gehen, dann tun wir etwas für die „seelische Erhebung", vielleicht sagen wir auch: für unseren „Geist", aber damit meinen wir dasselbe. Wenn wir die Bibel aufschlagen, erwarten wir gewiss keine Steigerung unseres körperlichen Wohlbefindens. Da suchen wir Hilfe oder eine Antwort, die unser Herz betrifft. Und auch noch das müssen wir ansprechen: Es scheint uns eigentlich auch eher unangenehm, Gott in unseren körperlichen Bereich hineinsehen zu lassen, am Ende gar in unsere Sexualität! Nein, das ist nicht die Einflusszone Gottes! Das ist nicht seine Zuständigkeit!
Die andere Seite ist nun wieder, dass wir es doch sehr wohl spüren, dass eines mit dem anderen ganz eng zu tun hat: Wenn ich aus einem bösen Herzen heraus böse an meinem Mitmenschen handle, dann kann ich Gott doch nicht verweigern, dass er mein Handeln verurteilt. Und ganz sicher wünsche ich mir insgeheim, wenn ich in der Bibel Rat für mein Leben suche, dass auch die Beschwerden meines Körpers positiv beeinflusst werden. (Und das ist ja auch so! Wenn ich in der Heiligen Schrift etwa Trost in meiner Trauer, eine Antwort auf eine quälende Frage oder Vergebung meiner Schuld finde, dann werden sich auch die körperlichen Symptome bessern! Von daher ist es nun eigentlich eher kindisch, wenn wir als Christenmenschen meinen, Gott hätte nur mit unserer Seele zu tun und solle sich aus dem Bereich des „rein Körperlichen" heraushalten - als gäbe es einen solchen Bereich überhaupt.
Jedenfalls hören wir heute dieses Wort Gottes an uns: „Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und daß ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe." Und vielleicht können sie jetzt doch mit mir sehen, dass dieses Wort wichtig ist und uns sehr wohl einen wesentlichen Anstoß geben kann.
Man spricht in dieser Zeit oft von „ganzheitlicher" Medizin oder Therapie. Dahinter steht eben die Auffassung, dass man den Menschen nicht in zwei Teile aufspalten kann, die wenig oder gar nichts miteinander zu schaffen hätten. Wir sind eine „lebendige Seele"! Wer nur das eine oder das andere bedenkt, bespricht und behandelt, der lässt den Menschen nicht „ganz" und damit nicht unversehrt, der zerteilt ihn, der löst die Einheit auf, aus der wir bestehen, oder besser: die wir sind.
Sprechen wir heute also auch einmal von einer „ganzheitlichen Religiosität". Sagen wir und bekennen wir uns dazu: Wir sind Christinnen und Christen - ganz! - mit Leib und Seele. Vielleicht sollten wir so weit gehen, dass wir von unserer Leibseele reden oder unserem Seelenleib. Denn es ist oft gar nicht möglich, noch zu trennen: hier ist unsere Seele, hier aber unser Leib betroffen. Denken sie doch nur an eine Lüge, die wir aussprechen. Obwohl das doch zuerst mit unserem Gewissen zu tun hat - was wir sicher eher dem „Seelischen" zuordnen würden - werden wir doch momentan auch mit unserer Haltung und unserem Gesicht zeigen, dass wir nicht die Wahrheit sagen. (Von den ganz Abgebrühten spreche ich heute einmal nicht, denn die sind nicht unter uns.)
Was könnte das nun bedeuten, wenn wir uns in Zukunft mehr darum bemühten, Gottes Herrschaft über unseren ganzen Menschen, unser ganzes Leben anzuerkennen? - Mir fallen dazu einige Dinge ein:
Wir hätten z.B. nicht mehr für unsere Laster die Ausflüchte und Entschuldigungen parat, die wir immer gern vorbringen: Das hätte doch nun wirklich nichts mit Gott und unserem Glauben zu tun, wenn wir dem Alkohol zu sehr zusprechen. Oder: Wir könnten doch wohl auch als starke Raucher gute Christen sein und Gott liebte doch sowieso alle Menschen und achte nicht auf diese eher leiblichen, weltlichen Sachen.
Gewiss liebt Gott uns alle, die er uns nach seinem Bild geschaffen hat, sonst hätte er auch das „Experiment Mensch" schon lange - und sicher zu unserem Unheil! - beendet. Andererseits aber ist unser „Leib der Tempel des heiligen Geistes". Oder sagen wir es so: Wir können mit uns als der Einheit von Körper und Seele eben nicht alles machen, was wir wollen. Gott hat uns geschaffen. Er hat ein Recht auf uns. Wir sollen ihm dienen und unseren Mitmenschen. Wenn wir uns also mit Alkohol oder Nikotin selbst schädigen, dann schwächen oder zerstören wir unsere Möglichkeiten zum Dienst Gottes und unserer Nächsten.
Aber ich denke auch an unsere Neigung, Gott sozusagen damit abzuspeisen, dass wir „aber doch alle 14 Tage in die Kirche gehen" oder „am Morgen die Tageslosung lesen" oder „abends in unserem Bett ein Nachtgebet sprechen". Als Einheit von Geist und Körper, als „Seelenleib", der wir sind, hat Gott eben nicht nur Anspruch auf die paar Minuten täglich oder die Stunde alle zwei Wochen, in denen wir uns - wie wir meinen - in einen Bereich begeben, der Gott angeht.
Und noch ein Gedanke kommt mir dazu in den Sinn: Unser Glaube müsste auch über Jesus Christus ganz neu nachdenken und über das, was sein Tod am Kreuz für uns bedeutet: Die Erlösung durch sein Opfer am Kreuz ist doch für uns auch so etwas, das eher in die religiöse Ecke unseres Denkens und unseres Lebens gehört. Vielleicht sagen wir: Es wird von uns dahin verbannt!
Die Vergebung, die aus Jesu Opfer kommt, hat mit dem „Christlichen" zu tun, mit „Kirche" und mit dem „Abendmahl", bei dem sie uns durch den Pfarrer, die Pfarrerin vermittelt wird. Und das alles betrifft eben unsere Seele und damit eine geistliche Zone, die mit dem sonstigen Leben in der Welt nur sehr entfernt zusammenhängt. So meinen wir jedenfalls.
Aber unser Herr Jesus Christus hat uns nicht nur für die Stunden geistlicher Erhebung erlöst. Die Rettung, die am Kreuz für uns geschehen ist, schenkt uns nicht nur hin uns wieder am Tisch des Herrn Vergebung von unserer Schuld. Wir - und eben ganz!- sind „teuer erkauft". Unser ganzer Mensch ist erlöst und für all unsere Zeit und in allen Lebensbereichen, in denen wir uns bewegen: Bei der Arbeit, in der Freizeit, wenn wir froh sind, traurig oder verzweifelt, ob bei Tag oder Nacht, an Werktagen oder am Sonntag, im Büro, der Schule, der Werkstatt oder der Kirche.
„Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und daß ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe."
Es tut Not und es tut gut, dass wir uns und unseren Glauben überdenken. Wir sind eine lebendige Seele. Körper und Geist sind eine Einheit. Ganz sind wir und gehören unserem Gott. Jesus Christus hat uns am Kreuz frei gemacht von aller Schuld. Wir können eins sein mit uns, mit ihm und unseren Nächsten.

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

* Lied EG 389 Ein reines Herz

* Fürbittengebet:
Herr, wir bitten um deinen Segen für deine Gemeinde
in allen Teilen der Erde.
Leuchte du selbst in unserem Tun und Lassen,
daß wir mit allen deinen Jüngern
Licht der Welt und Zeugen deiner Liebe werden.

Herr, wir bitten um deinen Segen für die Staaten und ihre Verantwortlichen.
Stärke sie mit Weisheit und Mut,
daß ihren Worten Taten der Gerechtigkeit folgen,
daß sie die Würde des Menschen achten
und zäh und geduldig für den Frieden wirken.

Herr, wir bitten um deinen Segen für die Glücklichen und Erfolgreichen.
Lehre sie in ihrer Leistung deine Gaben erkennen,
daß sie dir danken und sich der Schwächeren annehmen.

Herr, wir bitten um deinen Segen für die Leidenden und die Müden.
Gib ihnen neue Kraft und neue Freude,
daß sie nicht in Neid, Trotz, Verzweiflung ersticken,
sondern in Geduld und Hoffnung ihr Schicksal bestehen.

Und gemeinsam beten wir mit den Worten unseres Herrn,

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Lied EG 588 Tragt in die Welt nun ein Licht

* Bekanntmachungen:
Nur Lohrhaupten:
Aus unserer Gemeinde ist am vergangenen Freitag, 20.07.2018 im Alter von 77 Jahren Siegfried (Siggi) Raupach verstorben. Der Termin zur Beisetzung wird noch bekannt gegeben.

„Der Tod ist nicht das Ende, er ist die Wende, beginn der Ewigkeit in Gottes gnädigen Händen“. Amen

Kollekte: Eigene Gemeinde

Wochenspruch: Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Eph. 5, 8.

Nächste Gottesdienste

Sonntag, 29. Juli 2018 Lektorin Srocke

9:15 Uhr Kirchweih – Gottesdienst in Lettgenbrunn


Kein Gottesdienst in Lohrhaupten!!


Nächster Gottesdienst in Lohrhaupten

05.08.2018 um 10:30 Uhr

* Votum:
Mit uns nehmen wir Gottes Segen und teilen ihn aus, wem immer wir begegnen:
Gott allen Trostes und aller Verheißung, segne uns und behüte uns.
Begleite uns mit deiner Liebe, die uns trägt und fordert.
Lass dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
denn deine Gnade schafft neues Leben.
Wende dein Angesicht uns zu und schenke uns Frieden.

* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden. AMEN.
  Thema: Abendgottesdienst am 7. Sonntag nach Trinitatis, 15.07.2018
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 15.07.2018 19:18   Titel: Abendgottesdienst am 7. Sonntag nach Trinitatis, 15.07.2018
Abendgottesdienst am 7. Sonntag nach Trinitatis
18.00 Uhr Ev. Kirche Wittgenborn
15.07.2018
Text: Phil. 2, 1 - 4

* Lied EG + 34 Komm heiliger Geist

* Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Guten Abend liebe Gemeinde, ich heiße sie und euch alle ganz herzlich willkommen zum Gottesdienst am 7. Sonntag nach Trinitatis. Thema dieses Gottesdienstes heute lautet: Am Tisch des Herrn

Ich wünsche uns einen mutmachenden Gottesdienst

*Lied EG 326, 1-3 Sei Lob und Ehr

*Eingangspsalm:
Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

So sollen sagen, die erlöst sind durch den Herrn,
die er aus der Not erlöst hat,
die er aus den Ländern zusammengebracht hat
von Osten und Westen, von Norden und Süden.
Die irre gingen in der Wüste, auf ungebahntem Wege,
und fanden keine Stadt, in der sie wohnen konnten,
die hungrig und durstig waren
und deren Seele verschmachtete,
die dann zum Herrn riefen in ihrer Not,
und er errettete sie aus ihren Ängsten
und führte sie den richtigen Weg,
daß sie kamen zur Stadt, in der sie wohnen konnten:
die sollen dem Herrn danken für seine Güte
und für seine Wunder,
die er an den Menschenkindern tut,
daß er sättigt die durstige Seele
und die Hungrigen füllt mit Gutem.

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

Kommt lasst uns anbeten:

*Bittruf:
Wir bedenken unsere Armut,
unseren Hunger nach Liebe,
nach Verständnis und Anerkennung
und unsere Unfähigkeit,
anderen diesen Hunger zu stillen.
Wir bitten Gott um Erbarmen und rufen:

*Lobpreis:
Jesus sagt: „Ich bin das Brot des Lebens.
Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern,
und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“
Mit allen, die das erfahren,
mit allen, die darauf warten,
lobsingen wir:

*Kollektengebet:
Brot und Wein, Liebe und Leben finden wir bei dir, Gott.
Du rufst uns zu dir
und weckst in uns die Kraft, miteinander zu leben.
Steh uns bei, wenn wir einander trösten,
uns gegenseitig helfen und ermutigen.
Sei du nahe in Streit und Ärger und hilf uns,
uns in die anderen einzufühlen und die Konflikte zu lösen
oder, wenn sie nicht lösbar sind,
sie auszuhalten und fair zu bleiben.
In dir sind wir geborgen, in dir ist die Quelle des Lebens
und in deinem Licht sehen wir das Licht.

G: AMEN

* Schriftlesung: Lukas 9, 10-17
10 Und die Apostel kamen zurück und erzählten Jesus, wie große Dinge sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich, und er zog sich mit ihnen allein in die Stadt zurück, die heißt Betsaida.
11 Als die Menge das merkte, zog sie ihm nach. Und er ließ sie zu sich und sprach zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften.
12 Aber der Tag fing an, sich zu neigen.
Da traten die Zwölf zu ihm und sprachen: Lass das Volk gehen, damit sie hingehen in die Dörfer und Höfe ringsum und Herberge und Essen finden; denn wir sind hier in der Wüste.
13 Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen. Sie sprachen: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische, es sei denn, dass wir hingehen sollen und für alle diese Leute Essen kaufen.
14 Denn es waren etwa fünftausend Mann. Er sprach aber zu seinen Jüngern: Lasst sie sich setzen in Gruppen zu je fünfzig.
15 Und sie taten das und ließen alle sich setzen.
16 Da nahm er die fünf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel und dankte, brach sie und gab sie den Jüngern, damit sie dem Volk austeilten.
17 Und sie aßen und wurden alle satt; und es wurde aufgesammelt, was sie an Brocken übrig ließen, zwölf Körbe voll.

(Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren - Halleluja)

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

* Lied EG 221 Das sollt ihr Jesu Jünger nie vergessen

* PREDIGT:

- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Liebe Gemeinde,
zusammenzuleben ist schwierig. Ob man nun miteinander verwandt ist oder verheiratet oder einfach nur eine Zweckgemeinschaft bildet. Man muss sich aufeinander einstellen und ein Stück weit auch die Eigenheiten des oder der anderen ertragen. Das weiß jeder auch der Apostel Paulus. Und der hat die Aufgabe, das Zusammenleben in einer Gemeinde zu organisieren. Und zwar in einer Gemeinde, in der die Menschen aus völlig unterschiedlichen Schichten und Lebenszusammenhängen kommen. Das gab jede Menge Ärger und Konflikte. Und Paulus versucht diese Konflikte zu lösen, indem er den Menschen das christliche Ideal des Umgangs miteinander nahebringt. Unser Predigttext heute stammt aus dem Brief des Paulus an die Gemeinde in Philippi. Diese Gemeinde ist diejenige, die am harmonischsten ist und am besten läuft, also die Vorzeigegemeinde des Paulus. Hier kann er sein Ideal des gemeindlichen Zusammenlebens ausbreiten und hoffen, dass die Gemeindeglieder wenigstens versuchen, sich daran zu halten.

Textlesung: Phil. 2, 1 - 4
Ist nun bei euch Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid. Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.


Das ist das Ideal: Liebe und Erbarmen regieren in der Gemeinschaft. Die Einzelnen achten die Anderen höher als sich selbst.
Im Vergleich zu Jesus steigert Paulus hier seine Ansprüche an die Menschen. Jesus sagt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Paulus sagt: Achte den anderen höher als dich selbst. Das sind hohe Ansprüche an das Verhalten der Gemeindeglieder. Aber wenn alle das tun, dann entsteht eine liebevolle Gemeinschaft, in der sich alle Wohlfühlen und zu der jeder gerne gehören möchte. Dass eine solche Gemeinschaft keine Probleme hat, neue Mitglieder zu werben, ist einleuchtend. Das Ideal ist also gut. Aber wie sieht das Alltagsleben mit diesem Ideal aus?
Sehen wir uns das mal an einem praktischen Beispiel heute an. Die meisten Gemeindehäuser haben eine Küche und nur eine begrenzte Menge Geld für Hausmeistertätigkeiten. Sie sind also darauf angewiesen, dass diejenigen, die die Küche benutzen, sie schonend behandeln, auf andere Nutzer Rücksicht nehmen und sie sauber und ordentlich hinterlassen. Es ist auch nötig, ein Auge auf den Kühlschrank zu haben und Dinge, die dabei sind zu verderben, sofort zu entsorgen, damit sich der Schimmel nicht ausbreitet und alle die Küche mit einem guten Gefühl benutzen können.
Ich habe einmal in einer Gemeinde einen Zettel gesehen, der versucht, das Ideal des Paulus auf die Benutzung der Gemeindehausküche anzuwenden. Auf dem Zettel stand: „Bitte verlassen Sie nach der Benutzung der Küche die Küche ein wenig ordentlicher und sauberer, als Sie sie vorgefunden haben.“
Da heißt es praktisch, barmherzig mit den Fehlern anderer umzugehen und den anderen höher zu achten als sich selbst. Sich also nicht zu gut zu sein, auch mal den Dreck einer anderen Gruppe wegzumachen. Soweit das Ideal. Das klingt gut.
Aber, so habe ich mich gefragt, warum ist denn so ein Zettel überhaupt nötig? Auf welche Situation reagiert der Zettel?
Der Zettel reagiert auf Schwierigkeiten bei der gemeinsamen Küchenbenutzung. Da hat die eine Gruppe Gläser ungespült stehen lassen, die im Laufe der Woche angeschimmelt sind. Die andere hat ihre Butter nicht mitgenommen. Niemand hat sie weggeworfen, woraufhin der Kühlschrank nach Buttersäure stinkt. Die dritte Gruppe hat Brot gebacken und vergessen, den Backofen zu säubern. Ein paar übermütige Jugendliche haben das Nutella der anderen weggegessen. Der fünften Gruppe ist ein Glas Limo umgekippt, und der Boden klebt. Jede Gruppe beschwert sich über die anderen beim Kirchenvorstand. Und der hat versucht, die Probleme mit einem Zettel zu lösen, der an das richtige christliche Verhalten nach Paulus erinnert und an das Ideal, dass eine Gemeinde doch eine liebevolle Gemeinschaft sein sollte, wo der eine die Fehler, der anderen auffängt.
Hat der Zettel die Probleme gelöst? Richten sich jetzt alle nach der Aufforderung: „Bitte verlassen Sie nach der Benutzung der Küche die Küche ein wenig ordentlicher und sauberer, als Sie sie vorgefunden haben!“? Das glaube ich nicht. Aber das ist auch nicht der Zweck des Zettels. Der Zettel soll diejenigen, die sich über Schmutz in der Küche ärgern, zum Nachdenken bringen. Denn der Zettel macht einen Anspruch deutlich, der gar nicht so einfach zu akzeptieren ist. Mich selbst und meine Interessen zu Gunsten eines anderen zurückstellen. Bereit sein, für andere etwas zu tun, was mir niemand dankt. Das ist schwierig. Und man fragt sich, ist es denn überhaupt sinnvoll? Fördert man damit nicht das unsoziale Verhalten von anderen? Und das ist für niemanden gut!
Wie in jeder Gemeinde gab es sicher auch in dieser Gemeinde verantwortungsvolle Menschen, die sich darum gekümmert haben, die Küche sauber zu halten. Es gab Menschen, die die Gläser nach der Kirchenvorstandssitzung gespült haben. Es gab Leute, die vor ihrer Gruppenstunde erst mal den Küchenboden gewischt haben, damit ihre Gruppenmitglieder sich in der Gruppe Wohlfühlen. Und die haben sich natürlich auch zu Recht darüber beschwert, dass sie immer diejenigen sind, die den Dreck der anderen wegmachen. Sie fanden: So kann es nicht weitergehen. Ich stelle mir eine Frau vor, die sagt: „Es kann doch nicht sein, dass ich hier immer spüle und andere lassen ihre Gläser einfach herumstehen. Das ist ungerecht.“ Und liebe Gemeinde, sie hat recht: Es ist ungerecht, wenn immer wieder dieselben versuchen, alles in Ordnung zu bringen und andere fühlen sich kein bisschen für die Küchenarbeit verantwortlich. Es ist ungerecht, wenn immer nur die Frauen in der Küche stehen und die Männer noch nicht mal wissen, wie man die Gemeindespülmaschine bedient oder umgekehrt. So geht es auch tatsächlich nicht. Die Gefahr ist doch, dass, wenn die einen bereit sind, mehr zu tun, die anderen das ausnutzen, um überhaupt nichts mehr zu tun.
Was würde Paulus dazu sagen? Paulus könnte sagen: „Meine Forderung gilt für alle. Alle sollen barmherzig miteinander umgehen und den anderen höher achten als sich selbst. Nicht nur die einen, damit sich die anderen darauf ausruhen können. Niemand darf sagen: „Die anderen machen das schon, und ich muss nichts machen.“ Diejenigen, die versuchen die Küche in Ordnung zu halten, beschweren sich zu Recht über die, die immer alles stehen lassen. So ein Verhalten geht tatsächlich nicht.“ Aber Paulus weiß noch etwas anderes über die Menschen: nämlich auf die Gerechtigkeit und gerechte Verteilung der Arbeit zu pochen, führt nicht zu einer liebevollen Gemeinschaft.
Meine Beobachtung bei der Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Gruppen über die Sauberkeit in der Küche ist: Diejenigen beschweren sich am lautesten, wenn ein anderer etwas nicht richtig sauber gemacht hat, die selbst öfter mal was dreckig hinterlassen.
Wenn man eine liebevolle Gemeinschaft und eine saubere Küche in der Kirchengemeinde möchte, dann müssen alle lernen, sich selbst an die eigene Nase zu fassen. Und wenn sich dann jemand über Krümel auf der Arbeitsplatte ärgert, dann sollte er sich erinnern, wie er ein anderes Mal schnell wegmusste und vielleicht ein paar Krümel auf dem Herd vergessen hatte. Und dann wird er möglicherweise barmherzig über die Krümel hinwegsehen und sie gerade wegputzen. Wenn sich so eine Einstellung in einer Kirchengemeinde ausbreitet, dann wird nicht nur die Küche sauberer, sondern der Umgang miteinander wird überhaupt freundlicher. Das wollte meines Erachtens der Apostel Paulus mit seinen Ermahnungen an die Gemeinde in Philippi erreichen.
In dem Text nach unserer Predigtstelle begründet Paulus übrigens seine Forderung, barmherzig miteinander umzugehen und die anderen höher zu achten als sich selbst. Er sagt: Christus hat sich selbst erniedrigt bis zum Tod am Kreuz zu unseren Gunsten. Ich setze fort: Da können wir doch auch mal was für andere tun und von uns selbst dabei absehen, auch wenn es schwer fällt - oder? Schließlich versuchen wir ja, Christus nachzufolgen. Aber Vorsicht! Das Problem bei moralischen Ansprüchen auch an uns selbst ist: Wir werden immer mal wieder darunterbleiben und den Ansprüchen nicht genügen. Damit rechnet Paulus, wenn er empfiehlt, barmherzig mit anderen umzugehen. Dazu gehört auch, barmherzig mit uns selbst umzugehen. Also, wenn wir es mal nicht geschafft haben, den anderen höher zu achten als uns selbst, nicht verzweifeln, sondern es das nächste Mal einfach noch mal versuchen. Dabei wünsche ich viel Erfolg und gutes Gelingen. Wenn immer mehr Christinnen und Christen das gelingt, werden unsere Gemeinden immer mehr zu liebevollen Gemeinschaften und damit zu Orten, an denen sich alle Wohlfühlen. Und das wünschen wir uns doch für uns selbst und für andere! Amen.

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

* Lied EG 418 Brich mit dem Hungrigen dein Brot

* Fürbittengebet:
Gott wir danken dir, dass du deinen Sohn zu uns gesandt hast. Du hast uns durch ihn Gemeinschaft mir dir geschenkt und Gemeinschaft untereinander.
Wir freuen uns darüber und wollen diesem großen Geschenk gerecht werden.
Hilf uns, einander anzunehmen, wie wir sind.
Vergib uns, wenn wir wieder nur den Splitter im Auge des Bruders oder der Schwester sehen und den Balken im eigenen Auge nicht wahrnehmen.
Hilf uns zu einem liebevollen Umgang miteinander:
in unseren Familien,
in der Nachbarschaft,
bei der Arbeit,
in der Schule,
in der Kirchengemeinde.

Wir denken vor dir an die Menschen, die immer schnell die Verantwortung übernehmen und viel für andere tun, segne sie und hilf ihnen, trotzdem genügend Ruhe und Erholung zu finden.
Wir denken vor dir auch an diejenigen, die entspannt andere die Dinge für sich regeln lassen. Segne sie und hilf ihnen zu sehen, wo ihre Anstrengung gebraucht wird und sie etwas für andere tun können.
Herr erbarme dich über uns alle und stärke deine Gemeinden an allen Orten in der Welt.

Wir beten in der Stille.

STILLES GEBET

Dir vertrauen wir uns an,
du lädst alle an einen Tisch,
daß sie das volle Leben haben.

Und gemeinsam beten wir mit den Worten unseres Herrn,

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Lied EG 320, 7+8 Wir bitten deine Güte

* Bekanntmachungen:
Kollekte:
Bahnhofsmission unserer Landeskirche

Nächster Gottesdienst in Wittgenborn ist am 29.07.2018 um 10.00 Uhr.

* Votum:
Die Liebe Gottes sei dir nahe in all deiner Angst.
Die Gnade Jesu Christi zeige dir den Weg der Befreiung aus all deiner Schuld.
Die Gemeinschaft des Heiligen Geistes richte dich auf
und leite dich in seine Zukunft.
Du bist gesegnet
und kannst ein Segen sein

* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.

* Lied EG 487 Abend ward bald kommt die Nacht
  Thema: Gottesdienste am 7. Sonntag anch Trinitatis, 15.07.2018
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 15.07.2018 19:17   Titel: Gottesdienste am 7. Sonntag anch Trinitatis, 15.07.2018
Gottesdienste am 7. Sonntag nach Trinitatis
09.00 Uhr DGH Hesseldorf
10.00 Uhr Ev. Kirche Wächtersbach
15.07.2018
Text: Phil. 2, 1 - 4

* Lied EG + 34 Komm heiliger Geist

* Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Guten Morgen liebe Gemeinde, ich heiße sie und euch alle ganz herzlich willkommen zum Gottesdienst am 7. Sonntag nach Trinitatis. Thema dieses Gottesdienstes heute lautet: Am Tisch des Herrn

Ich wünsche uns einen Mutmachenden Gottesdienst

*Lied EG 326, 1-3 Sei Lob und Ehr

*Eingangspsalm:
Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

So sollen sagen, die erlöst sind durch den Herrn,
die er aus der Not erlöst hat,
die er aus den Ländern zusammengebracht hat
von Osten und Westen, von Norden und Süden.
Die irre gingen in der Wüste, auf ungebahntem Wege,
und fanden keine Stadt, in der sie wohnen konnten,
die hungrig und durstig waren
und deren Seele verschmachtete,
die dann zum Herrn riefen in ihrer Not,
und er errettete sie aus ihren Ängsten
und führte sie den richtigen Weg,
daß sie kamen zur Stadt, in der sie wohnen konnten:
die sollen dem Herrn danken für seine Güte
und für seine Wunder,
die er an den Menschenkindern tut,
daß er sättigt die durstige Seele
und die Hungrigen füllt mit Gutem.

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.
Kommt lasst uns anbeten:

*Bittruf:
Wir bedenken unsere Armut,
unseren Hunger nach Liebe,
nach Verständnis und Anerkennung
und unsere Unfähigkeit,
anderen diesen Hunger zu stillen.
Wir bitten Gott um Erbarmen und rufen:

*Lobpreis:
Jesus sagt: „Ich bin das Brot des Lebens.
Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern,
und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“
Mit allen, die das erfahren,
mit allen, die darauf warten,
lobsingen wir:

*Kollektengebet:
Brot und Wein, Liebe und Leben finden wir bei dir, Gott.
Du rufst uns zu dir
und weckst in uns die Kraft, miteinander zu leben.
Steh uns bei, wenn wir einander trösten,
uns gegenseitig helfen und ermutigen.
Sei du nahe in Streit und Ärger und hilf uns,
uns in die anderen einzufühlen und die Konflikte zu lösen
oder, wenn sie nicht lösbar sind,
sie auszuhalten und fair zu bleiben.
In dir sind wir geborgen, in dir ist die Quelle des Lebens
und in deinem Licht sehen wir das Licht.

G: AMEN

* Schriftlesung: Lukas 9, 10-17
10 Und die Apostel kamen zurück und erzählten Jesus, wie große Dinge sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich, und er zog sich mit ihnen allein in die Stadt zurück, die heißt Betsaida.
11 Als die Menge das merkte, zog sie ihm nach. Und er ließ sie zu sich und sprach zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften.
12 Aber der Tag fing an, sich zu neigen.
Da traten die Zwölf zu ihm und sprachen: Lass das Volk gehen, damit sie hingehen in die Dörfer und Höfe ringsum und Herberge und Essen finden; denn wir sind hier in der Wüste.
13 Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen. Sie sprachen: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische, es sei denn, dass wir hingehen sollen und für alle diese Leute Essen kaufen.
14 Denn es waren etwa fünftausend Mann. Er sprach aber zu seinen Jüngern: Lasst sie sich setzen in Gruppen zu je fünfzig.
15 Und sie taten das und ließen alle sich setzen.
16 Da nahm er die fünf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel und dankte, brach sie und gab sie den Jüngern, damit sie dem Volk austeilten.
17 Und sie aßen und wurden alle satt; und es wurde aufgesammelt, was sie an Brocken übrig ließen, zwölf Körbe voll.

(Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren - Halleluja)

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

* Lied EG 221 Das sollt ihr Jesu Jünger nie vergessen

* PREDIGT:

- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Liebe Gemeinde,
zusammenzuleben ist schwierig. Ob man nun miteinander verwandt ist oder verheiratet oder einfach nur eine Zweckgemeinschaft bildet. Man muss sich aufeinander einstellen und ein Stück weit auch die Eigenheiten des oder der anderen ertragen. Das weiß jeder auch der Apostel Paulus. Und der hat die Aufgabe, das Zusammenleben in einer Gemeinde zu organisieren. Und zwar in einer Gemeinde, in der die Menschen aus völlig unterschiedlichen Schichten und Lebenszusammenhängen kommen. Das gab jede Menge Ärger und Konflikte. Und Paulus versucht diese Konflikte zu lösen, indem er den Menschen das christliche Ideal des Umgangs miteinander nahebringt. Unser Predigttext heute stammt aus dem Brief des Paulus an die Gemeinde in Philippi. Diese Gemeinde ist diejenige, die am harmonischsten ist und am besten läuft, also die Vorzeigegemeinde des Paulus. Hier kann er sein Ideal des gemeindlichen Zusammenlebens ausbreiten und hoffen, dass die Gemeindeglieder wenigstens versuchen, sich daran zu halten.

Textlesung: Phil. 2, 1 - 4
Ist nun bei euch Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid. Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.

Das ist das Ideal: Liebe und Erbarmen regieren in der Gemeinschaft. Die Einzelnen achten die Anderen höher als sich selbst.
Im Vergleich zu Jesus steigert Paulus hier seine Ansprüche an die Menschen. Jesus sagt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Paulus sagt: Achte den anderen höher als dich selbst. Das sind hohe Ansprüche an das Verhalten der Gemeindeglieder. Aber wenn alle das tun, dann entsteht eine liebevolle Gemeinschaft, in der sich alle Wohlfühlen und zu der jeder gerne gehören möchte. Dass eine solche Gemeinschaft keine Probleme hat, neue Mitglieder zu werben, ist einleuchtend. Das Ideal ist also gut. Aber wie sieht das Alltagsleben mit diesem Ideal aus?
Sehen wir uns das mal an einem praktischen Beispiel heute an. Die meisten Gemeindehäuser haben eine Küche und nur eine begrenzte Menge Geld für Hausmeistertätigkeiten. Sie sind also darauf angewiesen, dass diejenigen, die die Küche benutzen, sie schonend behandeln, auf andere Nutzer Rücksicht nehmen und sie sauber und ordentlich hinterlassen. Es ist auch nötig, ein Auge auf den Kühlschrank zu haben und Dinge, die dabei sind zu verderben, sofort zu entsorgen, damit sich der Schimmel nicht ausbreitet und alle die Küche mit einem guten Gefühl benutzen können.
Ich habe einmal in einer Gemeinde einen Zettel gesehen, der versucht, das Ideal des Paulus auf die Benutzung der Gemeindehausküche anzuwenden. Auf dem Zettel stand: „Bitte verlassen Sie nach der Benutzung der Küche die Küche ein wenig ordentlicher und sauberer, als Sie sie vorgefunden haben.“
Da heißt es praktisch, barmherzig mit den Fehlern anderer umzugehen und den anderen höher zu achten als sich selbst. Sich also nicht zu gut zu sein, auch mal den Dreck einer anderen Gruppe wegzumachen. Soweit das Ideal. Das klingt gut.
Aber, so habe ich mich gefragt, warum ist denn so ein Zettel überhaupt nötig? Auf welche Situation reagiert der Zettel?
Der Zettel reagiert auf Schwierigkeiten bei der gemeinsamen Küchenbenutzung. Da hat die eine Gruppe Gläser ungespült stehen lassen, die im Laufe der Woche angeschimmelt sind. Die andere hat ihre Butter nicht mitgenommen. Niemand hat sie weggeworfen, woraufhin der Kühlschrank nach Buttersäure stinkt. Die dritte Gruppe hat Brot gebacken und vergessen, den Backofen zu säubern. Ein paar übermütige Jugendliche haben das Nutella der anderen weggegessen. Der fünften Gruppe ist ein Glas Limo umgekippt, und der Boden klebt. Jede Gruppe beschwert sich über die anderen beim Kirchenvorstand. Und der hat versucht, die Probleme mit einem Zettel zu lösen, der an das richtige christliche Verhalten nach Paulus erinnert und an das Ideal, dass eine Gemeinde doch eine liebevolle Gemeinschaft sein sollte, wo der eine die Fehler, der anderen auffängt.
Hat der Zettel die Probleme gelöst? Richten sich jetzt alle nach der Aufforderung: „Bitte verlassen Sie nach der Benutzung der Küche die Küche ein wenig ordentlicher und sauberer, als Sie sie vorgefunden haben!“? Das glaube ich nicht. Aber das ist auch nicht der Zweck des Zettels. Der Zettel soll diejenigen, die sich über Schmutz in der Küche ärgern, zum Nachdenken bringen. Denn der Zettel macht einen Anspruch deutlich, der gar nicht so einfach zu akzeptieren ist. Mich selbst und meine Interessen zu Gunsten eines anderen zurückstellen. Bereit sein, für andere etwas zu tun, was mir niemand dankt. Das ist schwierig. Und man fragt sich, ist es denn überhaupt sinnvoll? Fördert man damit nicht das unsoziale Verhalten von anderen? Und das ist für niemanden gut!
Wie in jeder Gemeinde gab es sicher auch in dieser Gemeinde verantwortungsvolle Menschen, die sich darum gekümmert haben, die Küche sauber zu halten. Es gab Menschen, die die Gläser nach der Kirchenvorstandssitzung gespült haben. Es gab Leute, die vor ihrer Gruppenstunde erst mal den Küchenboden gewischt haben, damit ihre Gruppenmitglieder sich in der Gruppe Wohlfühlen. Und die haben sich natürlich auch zu Recht darüber beschwert, dass sie immer diejenigen sind, die den Dreck der anderen wegmachen. Sie fanden: So kann es nicht weitergehen. Ich stelle mir eine Frau vor, die sagt: „Es kann doch nicht sein, dass ich hier immer spüle und andere lassen ihre Gläser einfach herumstehen. Das ist ungerecht.“ Und liebe Gemeinde, sie hat recht: Es ist ungerecht, wenn immer wieder dieselben versuchen, alles in Ordnung zu bringen und andere fühlen sich kein bisschen für die Küchenarbeit verantwortlich. Es ist ungerecht, wenn immer nur die Frauen in der Küche stehen und die Männer noch nicht mal wissen, wie man die Gemeindespülmaschine bedient oder umgekehrt. So geht es auch tatsächlich nicht. Die Gefahr ist doch, dass, wenn die einen bereit sind, mehr zu tun, die anderen das ausnutzen, um überhaupt nichts mehr zu tun.
Was würde Paulus dazu sagen? Paulus könnte sagen: „Meine Forderung gilt für alle. Alle sollen barmherzig miteinander umgehen und den anderen höher achten als sich selbst. Nicht nur die einen, damit sich die anderen darauf ausruhen können. Niemand darf sagen: „Die anderen machen das schon, und ich muss nichts machen.“ Diejenigen, die versuchen die Küche in Ordnung zu halten, beschweren sich zu Recht über die, die immer alles stehen lassen. So ein Verhalten geht tatsächlich nicht.“ Aber Paulus weiß noch etwas anderes über die Menschen: nämlich auf die Gerechtigkeit und gerechte Verteilung der Arbeit zu pochen, führt nicht zu einer liebevollen Gemeinschaft.
Meine Beobachtung bei der Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Gruppen über die Sauberkeit in der Küche ist: Diejenigen beschweren sich am lautesten, wenn ein anderer etwas nicht richtig sauber gemacht hat, die selbst öfter mal was dreckig hinterlassen.
Wenn man eine liebevolle Gemeinschaft und eine saubere Küche in der Kirchengemeinde möchte, dann müssen alle lernen, sich selbst an die eigene Nase zu fassen. Und wenn sich dann jemand über Krümel auf der Arbeitsplatte ärgert, dann sollte er sich erinnern, wie er ein anderes Mal schnell wegmusste und vielleicht ein paar Krümel auf dem Herd vergessen hatte. Und dann wird er möglicherweise barmherzig über die Krümel hinwegsehen und sie gerade wegputzen. Wenn sich so eine Einstellung in einer Kirchengemeinde ausbreitet, dann wird nicht nur die Küche sauberer, sondern der Umgang miteinander wird überhaupt freundlicher. Das wollte meines Erachtens der Apostel Paulus mit seinen Ermahnungen an die Gemeinde in Philippi erreichen.
In dem Text nach unserer Predigtstelle begründet Paulus übrigens seine Forderung, barmherzig miteinander umzugehen und die anderen höher zu achten als sich selbst. Er sagt: Christus hat sich selbst erniedrigt bis zum Tod am Kreuz zu unseren Gunsten. Ich setze fort: Da können wir doch auch mal was für andere tun und von uns selbst dabei absehen, auch wenn es schwer fällt - oder? Schließlich versuchen wir ja, Christus nachzufolgen. Aber Vorsicht! Das Problem bei moralischen Ansprüchen auch an uns selbst ist: Wir werden immer mal wieder darunterbleiben und den Ansprüchen nicht genügen. Damit rechnet Paulus, wenn er empfiehlt, barmherzig mit anderen umzugehen. Dazu gehört auch, barmherzig mit uns selbst umzugehen. Also, wenn wir es mal nicht geschafft haben, den anderen höher zu achten als uns selbst, nicht verzweifeln, sondern es das nächste Mal einfach noch mal versuchen. Dabei wünsche ich viel Erfolg und gutes Gelingen. Wenn immer mehr Christinnen und Christen das gelingt, werden unsere Gemeinden immer mehr zu liebevollen Gemeinschaften und damit zu Orten, an denen sich alle Wohlfühlen. Und das wünschen wir uns doch für uns selbst und für andere! Amen.

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

* Lied EG 418 Brich mit dem Hungrigen dein Brot

* Fürbittengebet:
Gott wir danken dir, dass du deinen Sohn zu uns gesandt hast. Du hast uns durch ihn Gemeinschaft mir dir geschenkt und Gemeinschaft untereinander.
Wir freuen uns darüber und wollen diesem großen Geschenk gerecht werden.
Hilf uns, einander anzunehmen, wie wir sind.
Vergib uns, wenn wir wieder nur den Splitter im Auge des Bruders oder der Schwester sehen und den Balken im eigenen Auge nicht wahrnehmen.
Hilf uns zu einem liebevollen Umgang miteinander:
in unseren Familien,
in der Nachbarschaft,
bei der Arbeit,
in der Schule,
in der Kirchengemeinde.

Wir denken vor dir an die Menschen, die immer schnell die Verantwortung übernehmen und viel für andere tun, segne sie und hilf ihnen, trotzdem genügend Ruhe und Erholung zu finden.
Wir denken vor dir auch an diejenigen, die entspannt andere die Dinge für sich regeln lassen. Segne sie und hilf ihnen zu sehen, wo ihre Anstrengung gebraucht wird und sie etwas für andere tun können.
Herr erbarme dich über uns alle und stärke deine Gemeinden an allen Orten in der Welt.

Wir beten in der Stille.

STILLES GEBET

Dir vertrauen wir uns an,
du lädst alle an einen Tisch,
daß sie das volle Leben haben.

Und gemeinsam beten wir mit den Worten unseres Herrn,

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Lied EG 320, 7+8 Wir bitten deine Güte

* Bekanntmachungen:
Kollekte:
Bahnhofsmission unserer Landeskirche

Nächster Gottesdienst in Hesseldorf ist am 16.09.2018 um 09.00 Uhr.
Am kommenden Sonntag, 22.07.2018 um 10.00 Uhr in Wächtersbach.
* Votum:
Die Liebe Gottes sei dir nahe in all deiner Angst.
Die Gnade Jesu Christi zeige dir den Weg der Befreiung aus all deiner Schuld.
Die Gemeinschaft des Heiligen Geistes richte dich auf
und leite dich in seine Zukunft.
Du bist gesegnet
und kannst ein Segen sein

* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.
  Thema: Monatslosungen für 2011
-thommy-

Antworten: 1
Aufrufe: 5241

BeitragForum: Chatforum Kritik & Kommunikation, Wünsche und Anregungen   Verfasst am: 25.10.2010 15:39   Titel: Re: Monatslosungen für 2011
Hallo,

ich bin auf der Suche nach den Losungen (Monatssprüchen) für das Jahr 2011. Wo finde ich die für die evang-luth.Kirche geltenden?

Würde mich über einen hilfreichen Tip freuen.


Angela

Hallo Angela,

es gibt Jahreslosungshefte und Monatslosungsheftchen. Diese kann man über einige Verlage bekommen. Am einfachsten ist aber diese Page:

www.losungen.de/losungenheute/jahreslosung.php

Hier findet man für jeden Monat einen Spruch als Monatslosung.

LG
Thomas Wagner
Lektor
  Thema: Wie gafällt euch das Forum???
-thommy-

Antworten: 1
Aufrufe: 5372

BeitragForum: Chatforum Kritik & Kommunikation, Wünsche und Anregungen   Verfasst am: 25.04.2008 21:14   Titel: Wie gafällt euch das Forum???
Nun sind wir seid Dezember 2007 im Netzt mit dem Forum und es wäre mal interessant zu hören wie es euch gefällt. Wäre schön wenn sich mal jemand trauen würde was zu schreiben.

Also los.....freuen uns............
Nun sind wir seid Dezember 2007 im Netzt mit dem Forum und es wäre mal interessant zu hören wie es euch gefällt. Wäre schön wenn sich mal jemand trauen würde was zu schreiben.
 
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