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  Thema: Gottesdienste am 20. Sonntag nach Trinitatis, 29.10.2017
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 29.10.2017 12:12   Titel: Gottesdienste am 20. Sonntag nach Trinitatis, 29.10.2017
Gottesdienste am 20. Sonntag nach Trinitatis
09.15 Uhr Ev. Kirche Lettgenbrunn
10.30 Uhr Ev. Kirche Lohrhaupten
29.10.2017
Text: 1. Kor. 7, 29-31

* Lied vom Liedzettel: Komm heiliger Geist mit deiner Kraft

* Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Liebe Gemeinde,
ich begrüße Sie und Euch alle ganz herzlich zum Gottesdienst heute am 20. Sonntag nach Trinitatis. Thema dieses Gottesdienstes: Von Gott kommt alles her.
Ich wünsche uns allen einen mutmachenden Gottesdienst

*Lied EG 447, 1-3 Lobet den Herren

*Eingangspsalm:
Psalm 119 (EG 748 im Wechsel)
Kommt lasst uns anbeten:

*Aufforderung zum Bittruf:
Wir suchen nach Klarheit, um nicht den rechten Weg für unser Leben zu verlieren. Dein Wort, Gott, ist klar. Aber wir vertrauen dir oft nicht. Stattdessen gehen wir eigene Wege. Oftmals in die Irre.
Wir bitten um dein Erbarmen und rufen:

*Aufforderung zum Lobpreis:
Deinen Sohn hast du, Gott, in diese Welt gesandt,
damit wir verstehen, wie deine Wege mit uns aussehen sollen.
Liebe soll Hass verdrängen, Geduld die Ungeduld
und Licht die Dunkelheit.
Dafür loben wir dich.
Wir finden unseren Weg.
Dir sei Ruhm und Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Lasst uns Gott lobsingen:

*Kollektengebet:
Guter Gott, wenn wir heute hier Gottesdienst feiern,
hören wir auf dein Wort.
Lass es uns hören als Ermutigung, das zu ändern,
was zu ändern ist,
und das zu belassen, was schon Bestand hat vor dir.
Dann wird alles gut.
Gestärkt gehen wir mit dir in die neue Woche.
G: AMEN

* Schriftlesung: Markus 10, 2-9
2 Und Pharisäer traten zu ihm und fragten ihn, ob ein Mann sich scheiden dürfe von seiner Frau; und sie versuchten ihn damit.
3 Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Was hat euch Mose geboten?
4 Sie sprachen: Mose hat zugelassen, einen Scheidebrief zu schreiben und sich zu scheiden.
5 Jesus aber sprach zu ihnen: Um eures Herzens Härte willen hat er euch dieses Gebot geschrieben;
6 aber von Beginn der Schöpfung an hat Gott sie geschaffen als Mann und Frau.
7 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird an seiner Frau hängen,
8 und die zwei werden ein Fleisch sein. So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.
9 Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.

(Wahrhaft, würdig und Recht, billig und heilsam ist es, das Wort des gekreuzigten zu hören und zu bewahren - Halleluja)

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

* Lied EG 630 Wo ein Mensch vertrauen gibt

* PREDIGT:

- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Predigttext 1.Korinther 7,29-31

29 Das sage ich aber, liebe Brüder: Die Zeit ist kurz. Fortan sollen auch die, die Frauen haben, sein, als hätten sie keine; und die weinen, als weinten sie nicht;
30 und die sich freuen, als freuten sie sich nicht; und die kaufen, als behielten sie es nicht;
31 und die diese Welt gebrauchen, als brauchten sie sie nicht. Denn das Wesen dieser Welt vergeht.


Liebe Gemeinde,

ein erstaunlicher Text, oder? Eigentlich möchte man kopfschüttelnd die Bibel Beiseitelegen und sich dem Sportteil der Zeitung zuwenden, wenn nicht beim zweiten Nachdenken der Reiz des Textes sich auftäte. Irgendwie verrückt dieser Text. Es heißt nicht, wie wir es in jeder „Apothekenrundschau“ lesen können: „Lebe Dein Leben!“, „Mach Dein Ding!“. Der Reiz des Textes liegt in den Zumutungen, die uns verwirren.
Lebe so, als hättest du es nicht!
Leben, ja, aber nicht so verbissen!
Gebrauch der Welt, ja, aber aus einer den Überblick verschaffenden Distanz.
Kaufen, ja, aber nicht sich verkaufen.
Eine Frau haben, ja, aber sie nicht besitzen.
Wer soll das verstehen?
Folgen wir dem Denken des Paulus.
Er ist der Grundüberzeugung, dass wir nicht für uns selbst leben, nicht unser eigener Mittelpunkt sind und auch nicht der Mittelpunkt anderer, sondern dass unser Leben im Mittelpunkt der Liebe Gottes steht. Im Umkehrschluss heißt das:
Des Christen Herz gehört allein Gott; und das hat Konsequenzen. Der Glaube justiert alles menschliche Dichten und Trachten neu. Davon spricht Paulus in unglaublichen Sätzen der Freiheit. Sätze aber nicht aus Geringschätzung und Abwertung gegenüber den gegenwärtigen Mühen der Menschen.
Weil Gott diese Welt liebt, darum sollen wir als seine Werkzeuge seine Liebe in dieser Welt auch leben, genau dort, wo Gott uns hinstellt. Vom Lohn der Mühen lesen wir im letzten Buch der Bibel. In der Offenbarung, Kapitel 21, heißt es: „Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“
Paulus befreit seine Leser und Hörer von der klein machenden Angst um die tägliche Daseinsvorsorge, von der Selbstverliebtheit und Selbstzentriertheit, von Angst und Gewalt; ja, sogar den Tod überwindet der, der auf Gott vertraut.
Paulus‘ Botschaft ist die einer großartigen Befreiung des Menschen von sich selbst und seinen alltäglichen Nöten zu rückhaltloser Liebe allen, sogar den Feinden gegenüber. Hört auf, um euch selbst zu kreisen. Hört auf mit der Kleinlichkeit eurer Liebe, die mehr Fessel eurer selbst und anderer ist.
Dann nennt er ein Beispiel: Eine Frau haben, als hätte man keine! Wie bitte? Wie soll das gehen? Werden nicht beide eins, sollen sie nicht ein Leben lang zusammenbleiben, bis der Tod sie scheidet? Und dann dieser ärgerliche Satz! Was meint Paulus wohl?

Paulus macht Ernst mit der eigenen Freiheit und der Freiheit des anderen, der - wie ich selbst - nicht irgendjemandes Besitz ist. Ja, Ehe ist nicht Eigentumsanspruch an den jeweils anderen. Ehe ist andauerndes Ausrichten auf die Bedürfnisse des anderen. Liebe braucht Raum, um mit der richtigen Distanz den anderen ganz zu sehen. Ein Liebesklumpen kann keine Bewegung zulassen. Und eine Beziehung braucht Bewegung, sonst erstickt sie. Dauerndes Werben braucht die Liebe. Sie braucht Spannung und Entspannung. Sie braucht das Ja-Wort als Grundsatz, aber sie braucht auch den streitbaren Dialog um den rechten Weg heute und morgen.
Das ist das Geheimnis einer dauerhaften, lebendigen Beziehung, in der nicht einer von beiden untergeht und nach Jahrzehnten bis zur Unkenntlichkeit verheiratet ist. Nur so gelingen wahre Beziehungen zwischen aufrecht bleibenden Menschen. So meint es dieser Satz wohl. Wie finden Sie das, liebe Gemeinde? Noch nicht überzeugend? Nun, dann hören Sie auf folgendes Zitat:
„Lasst Raum zwischen euch. Liebt einander, aber macht die Liebe nicht zur Fessel.
Lasst sie ein wogendes Meer zwischen den Ufern eurer Seelen sein. Singt und tanzt zusammen und seid fröhlich, aber lasst jeden von euch auch allein sein.
So wie die Saiten der Laute allein sind und doch von derselben Musik erzittern.
Gebt eure Herzen, aber nicht in des anderen Obhut. Denn nur Gottes Hand kann eure Herzen umfassen.
Und steht zusammen, aber nicht zu nah; denn die Säulen des Tempels stehen für sich, und die Eiche und die Zypresse wachsen nicht im Schatten des anderen.“
Das finde ich überzeugend! Paulus argumentiert nicht von sich aus. Er schaut auf die Beziehungen von Menschen einzig von Gott her. Er ist das Maß. Gott überwindet menschliches Erkennen und nennt es Stückwerk. Er allein umfasst unser Herz ganz und erfasst deshalb menschliches Streben allein ganz. Wer miteinander recht und glücklich leben will, denke alles von Gott her. Deshalb kann Paulus sagen: Habt einander als Menschen, die Gott gehören. Geht mit euch selbst um als Personen, die Gott gehören. Die Würde des Menschen hat genau darin ihren Grund. Von dort her bekommt alles die Achtung voreinander. Wer die Würde eines Gottesgeschöpfes verletzt, bekommt es mit Gott selbst zu tun. Das war und ist Glaubensgut über Generationen hinweg. Die Achtung vor Gottes Wort und die Hoffnung in die Macht des Heiligen bringt uns doch auch heute hier im Gottesdienst wieder zusammen.

„Gott liebt diese Welt, er rief sie ins Leben.
Gott ist‘s, der erhält, was er selbst gegeben.
Gott gehört die Welt.“

So singen wir gleich. Der Liederdichter Walter Schulz versteht Gottes Liebe so, dass sie uns stärkt und herausfordert, uns für diese vorfindliche Welt einzusetzen, ihr nicht zu entfliehen in den stillen Winkel der Gleichgültigkeit.
Paulus schreibt nicht, um die Menschen zu irritieren. Paulus geht es um die Vollendung der Sache Jesu. Entschiedene Menschen braucht das Land. Deshalb fordert Paulus heraus. Ein Christ lebt in der Welt, aber er geht nicht in der Welt auf. Der Christ bezieht Stellung im privaten wie im gesellschaftlichen Leben. Denn Gleichgültigkeit ist die Sache des Paulus sicher nicht. Haben, als hätte man nicht -, das kann nur der, der von sich selbst absieht, der auf den anderen in neuer Weise aufmerksam wird und dessen Würde entdeckt. Dem anderen Menschen und sich selbst in Würde begegnen, ist Aufgabe der jungen Gemeinde in Korinth damals und der Gemeinden heute.
Unsere Gemeinden können die alten Paulusworte gut gebrauchen. Dass die Glieder der Gemeinde sich von Gott her verstehen, ist der Grund, auf dem sich alles andere aufbaut. Aber was strahlt davon auf den Einzelnen und die Gesellschaft über? Warum muss Paulus ein ums andere Mal dies in Briefen betonen?
Gemeinden sind vergesslich. Verlassen den Gottesweg. Straucheln. Fallen. Geben auf. Zu schwer ist die Umsetzung der göttlichen Wahrheit. Zu klein ist das Gottvertrauen. Deshalb immer wieder der Appell: Glaubt und handelt! Immer wieder mag Paulus Geschichten des gelingenden Gottvertrauens aufschreiben. Gottvertrauen, das Mut macht, scheinbar unmögliche Dinge zu tun, etwa sich zu lösen vom Gelingen-Müssen aus eigener Kraft.

Wir werden die Erde nur im Vertrauen auf Gott bewahren können. Göttliche Weisheit wird uns beistehen, wenn unser kleines Herz mutlos wird. Göttliche Kraft wird uns stärken, wenn wir vor dem Berg der weltweiten Armut stehen und nicht weiterwissen. Gott wird uns so lange um oder auf den Berg tragen, bis uns die Idee kommt, wie wir den Berg abtragen können. Gott verbindet die Bruchstücke unserer Taten der Nächstenliebe zu einem wunderbaren Ganzen, in dem das Versprechen einer gerechten Gesellschaft erfüllt ist. Hier findet jeder sein Glück im Glück des anderen. Aufrecht begegnen sich die Geschöpfe. In Achtung voreinander als Geschöpfe Gottes leben Menschen, lieben einander, lachen und weinen.
Paulus ist überzeugt, dass in Kürze der Herr Jesus wiederkommt, um Gottes Reich zu vollenden. So sind seine scheinbar unzumutbaren Forderungen zu verstehen. Für kurze Zeit wünscht er sich gewaltige Anstrengungen in den Gemeinden. Verweigert euch den Sitten und Gesetzen der Zeit, haltet dagegen mit eurem Vertrauen in Gott alleine. Und er wird euch nicht alleine lassen. Denkt alles, was ihr tut, von Gott her, auch und gerade in der Wartezeit, bis er wiederkommt und sein Versprechen erfüllt, dass alle Menschen wie Brüder und Schwestern angstfrei und in Würde beieinander leben – in der Familie, an der Arbeit, in Staaten und Religionen.
Vertraut auf Gott. Ihm gehört diese Welt. Ihm gebühren Ehre und Ruhm. Worauf noch warten? Gott ist doch mit uns, „am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag“. Ob vor oder nach der Sportseite der Zeitung. Amen.

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

* Lied EG 409 Gott liebt diese Welt

* Fürbittengebet:
Lasst uns beten:
Herr, unser Gott, du siehst und hörst uns.
Du kennst uns, einen jeden.
Du liebst uns, eine jede.
Du hilfst uns immer und immer wieder.
Du bist der, der uns fordert und uns Zumutung ist.
Doch immer begegnest du uns als unser Heiland.
Dafür danken wir dir.
Erwartungsvoll sind wir, wenn das Wesen der Welt vergeht und wir schauen dürfen, wozu du uns frei machen willst,
dann, wenn der Glaube diese Welt verzaubert.
Mach uns frei dazu.
Gib uns den rechten, aufrichtigen, tätigen Glauben
an dich, an deine Wahrheit.
Gib ihn allen Menschen.
Da ist keiner, der es nicht nötig hätte,
mit glaubenden Augen zu sehen.
Zu wunderbar wird die Zukunft sein,
auf die wir ungeduldig warten.
Milch und Honig werden fließen und das Leid hat ein Ende.

Und gemeinsam beten wir mit den Worten unseres Herrn,

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Lied EG 562 Segne und behüte uns

* Bekanntmachungen:
Nächste Gottesdienste

Dienstag, 31. Oktober 2017

16.00 Uhr Reformationsgottesdienst in der SKG Halle in Flörsbach im Anschluss gibt es Reformationswürstchen und Getränke der Erlös ist für die Renovierung der St. Johanneskirche Flörsbach bestimmt

Sonntag, 04. November 2017 mit Lektorin Kempf

9.15 Uhr Lettgenbrunn
10.30 Uhr Lohrhaupten


Abkündigungen

Mittwoch, 01. November 2017
19.00 Uhr Frauenkreis im Gemeindehaus in Lohrhaupten

Samstag, 04. November 2017

16.00 Uhr Kindergottesdienst in Lohrhaupten im Gemeindehaus

* Votum:
Der GOTT der Liebe,
der uns seine Gnade zugewandt hat,
festige in uns die Liebe
zu unseren Schwestern und Brüdern, zu Freundinnen und Freunden.
Herr,
segne meine Hände,
dass sie behutsam seien,
dass sie halten können,
ohne zur Fessel zu werden,
dass sie geben können
ohne Berechnung,
dass ihnen innewohne die Kraft,
zu segnen
und zu trösten.
Herr,
segne meine Augen,
dass sie Bedürftigkeit wahrnehmen,
dass sie das Unscheinbare nicht übersehen,
dass sie hindurchschauen durch das Vordergründige,
dass andere sich wohlfühlen können
unter meinem Blick.
Herr,
segne meine Ohren,
dass sie deine Stimme zu erhorchen vermögen,
dass sie hellhörig seien
für die Stimme der Not,
dass sie verschlossen seien
für den Lärm und das Geschwätz,
dass sie das Unbequeme nicht überhören.
Herr,
segne meinen Mund,
dass er dich bezeuge,
dass nichts von ihm ausgehe,
was verletzt und zerstört,
dass er heilende Worte spreche,
dass er Anvertrautes bewahre.
Herr,
segne mein Herz,
dass es Wohnstatt sei Deinem Geist,
dass es Wärme schenken und bergen kann,
dass es reich sei an Verzeihung,
dass es Leiden und Freude teilen kann.
Lass mich DIR verfügbar sein,
mein Gott,
mit allem, was ich habe und bin.

* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden. AMEN.
  Thema: Dankgottesdienst zum 80. Geburtstag am 07.10.2017
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 07.10.2017 10:51   Titel: Dankgottesdienst zum 80. Geburtstag am 07.10.2017
Dankgottesdienst
zum 80. Geburtstag von Wilfried Simon
10.30 Uhr In der Ev. Kirche Wächtersbach
07.10.2017
Text: Psalm 37, 5

*Orgelmusik und Einzug (Prädikant, Wilfried und Inge)

*Lied EG 329 Bis hierher hat mich Gott gebracht

* Begrüßung: Thomas
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat. AMEN

Lieber Wilfried, liebe Gemeinde,
dass heute ist dein Tag lieber Wilfried. Heute an deinem 80. Geburtstag war es dir wichtig in einem Dankgottesdienst „Gott danke“ zu sagen für dein Leben. Es war dir auch wichtig, dass ich dir diesen Gottesdienst gestalte, was mir eine große Ehre ist und für mich auch selbstverständlich. Seit vielen Jahren bin ich ein guter Freund der Familie Simon und Brill und habe schon viele Familienanlässe mit euch gefeiert. Schön das wir heute hier in meiner neuen Gemeinde, der wunderschönen Wächtersbacher Kirche deinen 80. Geburtstag feiern dürfen.
Ich wünsche uns allen einen mutmachenden Dankgottesdienst.

*Lied EG 331, 1-3 Großer Gott wir loben dich

*Eingangspsalm: Inge
Auszüge aus Psalm 37
Befiehl dem HERRN deine Wege
und hoffe auf ihn, er wird's Wohlmachen
und wird deine Gerechtigkeit heraufführen wie das Licht
und dein Recht wie den Mittag.
Sei stille dem HERRN und warte auf ihn.
Entrüste dich nicht, damit du nicht unrecht tust.
Bleibe fromm und halte dich recht,
denn einem solchen wird es zuletzt gut gehen.
Der Herr hilft den Gerechten,
er ist ihre stärke in der Not

Kommt lasst uns anbeten

*Bittruf: Thomas
Nicht alles ist mir gelungen in meinem Leben und vieles würde ich anders machen. Manche Wege waren die falschen und manche Menschen habe ich verletzt. Darum bitten wir Gott um Erbarmen und Rufen.

G: Herre Gott erbarme dich

*Lobpreis: Thomas
Dankbar bin ich heute das ich diesen Tag mit meinen lieben feiern darf. Du Gott warst immer mit auf meinem Weg und hast deine Hand nicht von mir genommen. Darum loben wir dich und singen:

G: Ehre sei Gott in der Höhe

*Gebet: Thomas
Lasst uns beten:
Gott, du hast Wilfried bis hierher auf all seinen Wegen begleitet.
In allem guten und in allem bösen warst du bei ihm, wir bitten dich heute Morgen um deinen Segen für Wilfried, der dankbar auch 80 Jahre zurück blickt..
Bleibe du an seiner Seite, stärke und stütze ihn,
nimm deine Hand nicht von ihm.
Segne auch seine Frau, die Kinder, die Enkel, die Schwiegersöhne, alle die in seiner Familie ein und ausgehen und alle die einen Platz in Wilfrieds Herzen haben.
Das bitten wir dich durch deinen lieben Sohn Jesus Christus.

G: AMEN

*Lesungen aus dem Alten Testament: Inge
An vielen Stellen des Alten und neuen Testamentes wird über das Alter gesprochen.

Bei Hiob im 32. Kapitel heißt es:

„Ich dachte: Lass das Alter reden, und die Menge der Jahre lass Weisheit beweisen. Aber der Geist ist es in den Menschen und der Odem des Allmächtigen, der sie verständig macht“.

In den Sprüchen 16 heißt es:
„Graue Haare sind eine Krone der Ehre; auf dem Weg der Gerechtigkeit wird sie gefunden“.

Im 1. Timotheusbrief heißt es:

„Einen Älteren fahre nicht an, sondern ermahne ihn wie einen Vater, die jüngeren Männer wie Brüder, die älteren Frauen wie Mütter, die jüngeren wie Schwestern, mit allem Anstand“.

Im 3. Buch Mose heißt es:

„Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren“.

Selig sind die Gottes Wort hören und bewahren Halleluja


* Glaubensbekenntnis: Thomas
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

*Lied EG 317, 1-3 Lobe den Herren

* Predigt zu Psalm 37 Vers 5 Thomas

Lieber Wilfried,

Über deinen Geburtstag stelle ich einen Vers der in einem deiner alten Gesangbücher hineingeschrieben wurde und der dir, Wilfried sehr viel bedeutet, das hat mir Marianne bei unserem Gespräch erzählt. Und dieser Spruch war auch dein Konfirmationsspruch.
Im Eingangspsalm haben wir ihn vorhin gesprochen. Es ist der 5. Vers aus Psalm 37, da heißt es:

„Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohl machen“

Ein wunderschöner Psalmvers ist das. Und dieser Vers sagt so viel über dich lieber Wilfried und deinen tiefen Glauben aus. In deinem Leben war es dir immer wichtig das der „Herr Gott“ dabei ist und das er in allen Lebenslagen eine Rolle spielt. So war es auch klar, dass es heute diesen Dankgottesdienst gibt. Dir war es wichtig heute „DANKE“ zu sagen und das mit allen die dir wichtig sind.
Wenn ich an Wilfried denke, denke ich sofort an einen Menschen der sich auch in dunklen Tagen von Gott nicht abgewandt hat. Ein Mensch der wie es heute bei vielen leider verloren gegangen ist, das Christentum lebt und prägt.

Als du am 07.10.1937 als 1. Sohn deiner Eltern zur Welt gekommen bist, wurdest du in eine schwierige kriegerische Zeit hinein geborne. Du hast noch einen Bruder Heinz. Es war nicht leicht in den Kriegswirren und das hat dich auch geprägt. Schon früh hast du gelernt zu kochen und zu backen und hast im Haushalt mitgeholfen. Eigentlich wolltest du ja KFZ Schlosser werden, das war dein Traumjob, aber das wollte deine Mutter nicht. So bist du für 2 Wintersemester auf die Landwirtschaftsschule gegangen wo du als Jahrgangsbester geehrt wurdest. Danach bist du in den Polizeidienst gegangen und hast der Allgemeinheit, dem Allgemeinwohl gedient. Von 1957 bis zum Ausscheiden 1997 hast du vierzig Jahre als Polizist gearbeitet und davon 36 Jahre in Bad Orb.
Deine Liebe fürs leben hast du 1956 kennen gelernt und 1960 hast du Marianne geheiratet. Das heißt ihr seid 57 Jahre ein Ehepaar. 1965 kam eure Tochter Elke zur Welt und 1969 eure Tochter Ingrid. Das du deine Töchter liebst spürt man auf jeder Feier und bei jedem zusammen treffen. Aber nicht nur deine Frau und deine Töchter sind dir wichtig. Auch deine Schwiegersöhne Jürgen und Ralf und sind dir wichtig und aus deinem Leben nicht weg zu denken. Und ganz besonders stolz bist du auf deine drei Enkelkinder, Stefan, Doreen und Steven, dass sie alle beruflich so gut gelungen sind. Auch die Partner deiner Enkelkinder Dirk und Aki sind dir ans Herz gewachsen und gehören zu dir so als seien sie deine eigenen Kinder. Ein besonderes Highlight war der Flug mit deinem Enkel Stefan. Familie ist für dich schon immer sehr wichtig gewesen, das ist nicht erst heute so. Deine Schwiegermutter hast du geliebt und es war für dich selbstverständlich dass sie mit in den Urlaub fuhr. Jetzt wartest du sehnsüchtigste auf Urenkel. Also ihr drei…….hahahahahahahaha……..los geht’s…..

Du hast alles in Gottes Hände befohlen und ihm vertraut dass es wohl gelingen wird. Und ja es hat auch geholfen dass Gottvertrauen besonders damals als in eurem Keller ein Schwelbrand herrschte und ihr dank Frau Matz vor schlimmerem bewahrt worden seid. Der eine mag sagen das war Schicksal, du als Christ sagst, da hatte Gott seine hand im Spiel und hat uns diese Frau geschickt. Deine große Leidenschaft ist das schrauben an Autos und das Orgelspielen. Du angagierst dich heute in der Flüchtlingsarbeit und tust somit etwas für andere, so wie in deinem ganzen Leben schon. Du hast auf all deinen Wegen Gott immer an deine Seite gelassen und das hat dir oft Kraft gegeben und Mut gemacht. Auch das du und Marianne vor 8 Jahren euren Lebensmittelpunkt von Steinau nach Aufenau verlagert habt ist im Vertrauen auf deinen Vers aus dem 37 Psalm gegründet. Dein Vertrauen auf Gott ist stark und trägt dich auch heute noch.
Seit 6 Jahren darf ich nun bei euren Feiern und Anlässen Gast sein und da spürte ich immer wieder den starken Zusammenhalt eurer Familie, die Achtung und den Respekt den ihr euch gegenseitig zollt. So wünscht man sich Familie im 21. Jahrhundert.
Ich habe großen Respekt und Achtung vor deiner Lebensleistung und deinem Gottvertrauen lieber Wilfried. Auch wenn die ein oder andere Erkrankung in den letzten Jahren bei dir spuren hinterlassen hat, hast du deinen Glauben als Hilfe, halt und Stärkung gesehen.

Ich wünsche dir noch viele schöne Jahre mit deiner Frau Marianne, deinen Kindern und Enkeln, den Schwiegersöhnen und allen die dir wichtig sind und vor allem Gesundheit. Und Wilfried, bleibe bitte so, wie du bist. Amen.

*Lied EG 407 Stern auf den ich schaue

* Segnung des Jubilars: Thomas
Gott der Liebe und der Barmherzigkeit segne dich heute an deinem 80. Geburtstag. -----FREIE WORTE-----

*Orgelmusik

* Fürbittengebet: Thomas
Liebender Vater, so vieles Bewegt uns heute Morgen an Wilfrieds 80. Geburtstag. Viele Dinge über die wir gemeinsam lachten aber auch über viele Dinge die uns schwer vielen.
Du Herr hast deine schützende Hand nicht von uns genommen und warst immer ein Segen in Wilfrieds Leben.
Wilfried ist dankbar für deine Frau Marianne die ihm uneingeschränkt in all den Jahrzehnten in Liebe zur Seite steht und auch die negativen Eigenschaften von ihm erträgt.
Wilfried ist dankbar für seine Kinder Inge und Elke, deren Männer Ralf und Jürgen die eine Familie sind.
Wilfried ist dankbar für seine Enkel Doreen, Stefan und Steven und deren Partner Dirk und Aki.
Wilfried ist dankbar für die ganze Verwandtschaft und für die vielen Freundschaften die sein Leben prägt.
Guter Gott, dir danken wir das es noch Familien gibt wie diese, die zusammen halten und die ein Vorbild für diese Gesellschaft ist.
Bitte Herr sei du auch weiter bei Wilfried und bekleide ihn auf all seinen Wegen. Segne seine tage im Kreise derer die er liebt und die er gerne um sich hat. Sei du der Morgen und der Abend und gebe ihm die Kraft seinen Weg im Vertrauen auf deine Liebe weiter zu gehen.
Wir wollen heute Morgen auch an die unter uns denken die schwer an der Last der Trauer zu tragen haben und mit denen wir uns vereinen in der Hoffnung das am Ende Gott uns die Kraft gibt neuen Lebensmut zu fassen.

Wir vertrauen uns Gott an mit den Worten des Vaterunsers und beten gemeinsam:

* Vater unser: Thomas
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

*Lied EG 562 Segen und behüte

* Votum: Thomas
Gott,
sei über uns und segne uns,
sei unter uns und trage uns,
sei neben uns und stärke uns,
sei vor uns und führe uns.
Sei du die Freude, die uns belebt,
die Ruhe, die uns erfüllt,
das Vertrauen, das uns stärkt,
die Liebe, die uns begeistert,
der Mut, der uns beflügelt.

Du bist da,
wenn ich mich von allen verlassen fühle;
wenn ich meine,
vor Angst sterben zu müssen;
wenn mich alle verachten;
wenn ich vor Schmerzen weine;
wenn es dunkel wird um mich;
wenn ich arm bin und sich alle abwenden von mir;
wenn ich zu schwach bin,
um zum Gebet meine Hände zu falten;
Du bist da,
und faltest meine Hände zum Gebet.
Gott, halte deine Hand über uns
und behüte uns.

* Segen: Thomas
So gehet hin im Frieden in die kommende Woche.
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.

*Orgelmusik zum Auszug (Prädikant, Wilfried und Inge)
  Thema: Erntedankfest mit Abendmahl am 01.10.2017
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 01.10.2017 19:44   Titel: Erntedankfest mit Abendmahl am 01.10.2017
Erntedankgottesdienst mit Abendmahl
01.10.2017
09.00 Uhr Ev. Kirche Lettgenbrunn
10.30 Uhr Ev. Kirche Lohrhaupten
Text: Hebräer 13, 15-16

* Orgelvorspiel
* Lied vom Liedzettel: Komm heiliger Geist mit deiner Kraft

* Begrüßung: Thomas
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Liebe Gemeinde, zum Gottesdienst an Erntedank in dem wir das heilige Abendmahl feiern wollen, heiße ich sie und euch alle ganz herzlich willkommen. Das Thema heute lautet: Wir können Gott danken und seinem Namen loben, auch heute bei all dem was in der Welt passiert.
Ich wünsche uns einen mutmachenden Gottesdienst.

* Lied EG 508, 1+3 Wir pflügen und wir streuen

*Eingangspsalm: Inge
Wir beten mit Worten des Franziskus von Assisi:

Höchster, allmächtiger, guter Herr,
dein sind die Loblieder,
der Ruhm, die Ehre und alles Preisen.
Dir nur, Höchster, stehen sie zu,
und kein Mensch ist würdig,
deinen Namen zu nennen.

Gelobt sei, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen,
besonders dem hohen Herrn, Bruder Sonne,
der den Tag bringt und durch den du uns leuchtest,
schön ist er und strahlend in großem Glanz,
dein Gleichnis, Höchster.

Gelobt sei, mein Herr, durch Schwester Mond und die Sterne,
am Himmel hast du sie geformt, hell, kostbar und schön.

Gelobt sei, mein Herr, durch Bruder Wind und die Luft,
trübes und heiteres und jedes Wetter,
wodurch du deine Geschöpfe erhältst.

Gelobt sei, mein Herr, durch Schwester Wasser,
sehr nützlich ist sie und demütig, kostbar und rein.
Gelobt sei, mein Herr, durch Bruder Feuer,
durch den du die Nacht erhellst,
schön ist er und lustig, kräftig und stark.

Gelobt sei, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde,
die uns erhält und regiert,
die vielerlei Frucht bringt mit bunten Blumen und Kraut.

Gelobt sei, mein Herr, durch jene,
die verzeihen durch deine Liebe
und ertragen Schwachheit und Not.
Selig, die dulden in Frieden,
denn, Höchster, du wirst sie krönen.

Lobt und preist meinen Herrn,
danket und dient ihm in großer Demut.
Kommt lasst uns anbeten

*Aufforderung zum Bittruf: Thomas
Wir danken Gott
für die Ernte auf den Feldern,
für den Ertrag unserer Arbeit.
Wir wissen,
dass wir ihm unseren Dank oft schuldig bleiben
und gedankenlos hinnehmen,
was er uns schenkt.
Wir bitten ihn um Vergebung und rufen:

*Aufforderung zum Lobpreis: Thomas
Gott gibt uns, was wir brauchen,
und mehr als wir brauchen.
"Er lässt seine Sonne aufgehen
über Böse und Gute
und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte."
Er beschämt uns mit seiner Geduld.
Wir danken ihm für seine unbeirrbare Liebe
und singen:

*Kollektengebet: Thomas
Gott, du bist Schöpfer,
du hast die Welt weise geordnet,
dass sie Nahrung gibt für alle.
Wir Menschen haben diese Ordnung gestört
und aus dem Gleichgewicht gebracht.
Wir bitten dich:
Verwandle unseren Dank für deine Gaben
in liebende Taten.
Mache unsere Freude an deiner Schöpfung
zur Quelle der Barmherzigkeit.
Lehre uns teilen, solange noch Zeit ist,
durch Jesus Christus.
G: AMEN

* Schriftlesung: Lukas 12, 15-21 Inge
Und er sprach zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor aller Hab-gier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.
Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, dessen Feld hatte gut getragen.
Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle.
Und sprach: Das will ich tun: ich will meine Scheunen abbre-chen und größere bauen, und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorräte
und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und ha-be guten Mut!
Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du an-gehäuft hast? So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott.

(Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren - Halleluja)

* Glaubensbekenntnis: Thomas
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.

*Lied EG 321 Nun danket alle Gott

* PREDIGT: Thomas
- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Textlesung später : Hebr. 13, 15 - 16

Zielsatz: Wir können Gott danken und seinem Namen lo-ben, auch heute bei all dem was in der Welt passiert.

1. Nichts vergessen, bloß an alles denken

Liebe Gemeinde am Erntedankfest,

Ich überlegte, wie fange ich denn heute an? An Erntedank 2017.
Es ist eine Zeit, in der es für viele Menschen im Arbeits- aber auch im Privatleben ohne Terminkalender nicht mehr geht. Die einen gebrauchen Zettel, die sie überall hinlegen oder kleben und dabei den Überblick verlieren. Andere können ohne ihr ach so tolles Smartphone nicht einmal einen privaten Termin zusa-gen, weil der ganze Misst erst mal überprüft und dann eingetra-gen werden muss. Wann muss ich wohin und warum. Der Mensch heute will und darf nichts vergessen, liebe Gemeinde. Da ist der Geburtstag vom besten Kumpel, von der Tante die wir mal beerben, das Fußballspiel des Lieblingsvereines und so weiter. Es gibt sogar in meinem Bekanntenkreis jemanden, der sich die Sonderangebote von Aldi und Lidl auf sein Smartphone lädt um auch ja kein Schnäppchen zu vergessen.

Nun, liebe Gemeinde, das ist alles keine Erfindung von mir, sondern Realität. In der Tat, gibt es Dinge, die wir nicht verges-sen sollten, an die wir uns erinnern sollen. Nur welche sind das? Die eben alle genannten sicher nicht, oder? Unser heuti-ger kurzer, aber wie ich finde, schöner Predigtext aus dem Brief an die Hebräer im 13 Kapitel, die Verse 14+15 sind für mich das, was wir nicht vergessen sollten. Das sollten wir uns auf-schreiben und ins Smartphon einspeichern. Da heißt es:
„So lasst uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Na-men bekennen. Gutes zu tun und mit andern zu teilen, ver-gesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott“.

2. Erntedank in einer bedrohten Zeit

Liebe Gemeinde,
wirklich wunderschöne Verse die uns da heute für Erntedank vorgegeben sind. Diese Zeit ist eine sehr schwere Zeit. Überall ist Krieg, Terrorismus beherrscht die Welt. Menschen werden entführt, gefoltert und umgebracht. Das Verbrechen ist sehr na-he auch in unserer Gegend. Dauernd lesen und hören wir von Gewalt in unserer Region hier. Die furchtbare Ebola tobt in Südafrika und die Angst, dass es zu uns überschwappt, ist groß. Dauernd neue Naturkatastrophen überall. Hochwasser, Erdbeben und Orkane auch in Hessen. Dafür können wir doch nicht DANKE sagen.

Und trotz alle dem ist es heute wieder Erntedank geworden, lie-be Gemeinde. Und diese schlimmen Dinge, die gab es schon immer in allen Zeiten, damals zur Zeit Jesu, danach und nun auch heute. Der erste Vers unser Predigttext ermutigt uns, bei all dem schlimmen nicht aufzugeben und den Dank nicht zu vergessen. Ich lese ihn uns noch einmal.
„So lasst uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Na-men bekennen“.

Und im zweiten Vers, da wird klar beschrieben dass wir es tun sollen und können. Gutes tun, zu teilen. Ich lese uns den Vers noch einmal.
„Gutes zu tun und mit andern zu teilen, vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott“.
Wir können Gott für diese wunderbare Schöpfung, für diese Vielfalt, die wir haben, allzeit danke. Und das nicht nur an Ern-tedank, liebe Gemeinde. Nein an jedem Tag in unserem Leben. Denn das, was wir haben, haben wir an 365 Tagen im Jahr.

3. Im Alltag fällt es uns schwer, danke zu sagen

Wir müssen ganz ehrlich sein, uns Menschen fällt es zuneh-mend schwer, Gott danke zu sagen und andere Menschen, die etwas Besonders tun, zu loben. Es geht heut nur noch um ei-nen selbst.
Danke zu sagen finde ich, heißt zugeben, dass wir das, was wir haben, nicht von uns selbst erreicht haben, sondern dass es da einen gibt, der für uns sorgt. Dass ich auch andere Menschen brauche, um leben zu können. Jede und jeder trägt in unserer Gesellschaft mit seinem Talent dazu bei, dass es so reichlich von allem gibt. Und das Talent von uns allen haben wir vom Va-ter in die Wiege gelegt bekommen. Nichts erreichen wir aus uns selbst alleine. Das ist nicht leicht wenn wir zugeben müssen das es da einen Menschen gibt, der Recht hat mit dem, was er uns an Kritik äußert, oder wenn er uns einen guten Ratsschlag gibt. Dass ging mir nicht anders, ich wollte das auch nicht hö-ren, das ich auf dem Holzweg war, den falschen Leuten vertrau-te, das wirklich wesentliche aus den Augen verloren habe. Das tut auch weh. Aber heute kann ich denen, die es gut mit mir meinten, Danke sagen und auch Gott danken dass es diese Menschen an meiner Seite gab. Der Dank ist nicht schwer, wenn wir über unseren Schatten springen und ihn zulassen. Und wenn es uns schon schwer fällt danke zu sagen wenn uns ein Mensch etwas Gutes tut und uns hilft, wie schwer ist es dann, Gott zu danken. Das kostet manchmal Überwindung, danke zu sagen. Aber wir können es, ja wir sollen es, dankbar sein. Das heißt, liebe Gemeinde, wir sollen unsere Talente, Be-gabungen und Fähigkeiten nicht aus dem Blick verlieren, weiter daran arbeiten und sie für andere einsetzten. Erntedank heißt: „Beten und Gott danken, für alles das wir haben und für alles das was wir können“.
Liebe Gemeinde, ein Landwirt, der Tag ein, Tag aus seine Ar-beit verrichtet, der Höhen und Tiefen erleben muss; mal ist das Korn zu nass und es gibt deutlich weniger Geld, mal zu trocken. Dann ein Sturm der die Felder ummäht. Dann ein Jahr wo alles gut läuft und der Ertrag stimmt, weiß was es heißt Gott zu dan-ke, zu loben und nicht aufzugeben. Er hat gelernt dass es nicht alleine an ihm liegt wie die Ernte ausfällt. Und das Gott, auch wenn er allmächtig ist, nicht die Schuld trägt, wenn es mal schlechter läuft. Er weiß dass er alles in Gottes gütige und gnä-dige Hand legen kann.

4. Zusammenfassung

Jetzt liebe Gemeinde, sind wir wieder am Anfang angekommen, bei den Zetteln und dem Smartphone. Bei den Dingen, die wir zum Erinnern und zum Terminieren benötigen. Bei den Dingen, die wir alle sicherlich brauchen, sollten wir aber das Wesentli-che nicht vergessen. Dieses getrieben - Sein von den Zettel, dem Terminkalender, da muss ich an mir arbeiten, um das wirk-lich Wichtige nicht aus dem Auge zu verlieren. Das Danken und das dank sagen. Nicht nur an Erntedank, sondern das ganze Jahr hindurch. Ruhig mal danke sagen wenn der Nachbar uns ein Paket angenommen hat. Danke sagen, wenn ein Freund versucht uns, vor einer riesen Dummheit zu bewahren. Den Mut haben, dem Partner zu danken, wenn wir uns entfernt haben und merken dass wir uns verlieren. Gott danke sagen, für das, was er uns jeden Tag aufs Neue gibt. Wenn ich Liebe weiterge-be, dann kann ich sie auch empfangen. Wenn ich Hoffnung ge-be, bekomme ich sie auch. Wenn ich auf Gott vertraue, gelingt uns unser Leben und das Miteinander.
Lasst uns Gott danken, er, der uns das alles, was wir hier se-hen an Gaben gegeben hat. Wenn uns das gelingt, sind wir ein Stück weiter und sind dem, was uns der Predigttext sagen möchte, ganz nah. Ich lese uns noch einmal die beiden Verse.
„So lasst uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Na-men bekennen. Gutes zu tun und mit andern zu teilen, ver-gesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott“.

Gebe uns Gott dazu die Kraft, den Mut, die Liebe und die Hoff-nung. AMEN

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

* Lied EG 325, 1+3+6 Sollt ich meinem Gott nicht singen

ABENDMAHL
Sündenbekenntnis: Thomas
Gott, Schöpfer alles Lebendigen,
du hast uns zugetraut,
deine Erde zu bebauen und zu bewahren.
Wie oft scheitern wir an diesem Auftrag.
Wie oft wird dieses Gebot mit Füßen getreten.

Vergib uns unsere Schuld.

Von dir erbitten wir neu die Kraft,
das Leben zu lieben, zu schützen, zu bewahren.

Gott, Schöpfer alles Lebendigen,
deinen Frieden hat Jesus Christus uns gebracht.
Doch Gerechtigkeit und Friede leuchten selten auf unter uns,
unter Unrecht und Hass leiden Menschen und Völker.

Absolution: Thomas
Hört und vertraut auf das Wort der Vergebung:
Gott, der Schöpfer alles Lebendigen,
traut uns viel zu - all unserer Sünde zum Trotz.
Er schenkt uns einen neuen Anfang:
"Solange die Erde steht, soll nicht aufhören
Saat und Ernte, Frost uns Hitze,
Sommer und Winter, Tag und Nacht."
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geis-tes. AMEN.

Danksagung (Präfation): Inge
Unser Gott lädt uns zum Mahl Jesu,
zum Brot des Lebens, zum Trank der Freude.

Wir danken Gott für die ganze Schöpfung
und für alle Menschen,
die uns schützen und helfen.

Wir danken Gott für Jesus,
seinen Sohn, der uns befreit
von Angst und Schuld.

Wir danken Gott für
seinen guten Geist,
der uns Mut macht
zum Glauben und Hoffen.

Wir loben unseren Gott
mit allen seinen Geschöpfen;
mit allen, die vor uns waren, stimmen wir ein
und singen:

* Lied EG 185, 3 Heilig, Heilig, Heilig

Einsetzungsworte: Thomas
Unser Herr Jesus Christus / in der Nacht, da er verraten ward / nahm er das Brot / dankte und brach's / und gab's seinen Jüngern / und sprach: Nehmet hin und esset / das ist mein Leib (+) / der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis.
Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl / dankte / gab ihnen den / und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus / dieser Kelch ist das neue Testament (+) in meinem Blut / das für euch vergossen wird / zur Vergebung der Sünden . Sol-ches tut, sooft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis.

Vater unser: Thomas
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

Lied EG 190.2 "Christe, du Lamm Gottes"

Friedensgruß: Thomas
Der Friede des Herrn sei mit euch allen. Keiner sei gegen den an-deren, keiner in sich verschlossen. Vergebt, wie euch vergeben ist, nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zum Lobe Gottes.

Liebe Schwestern und Brüder in Christo,
Wir laden Sie alle zum Tisch des Herrn zu ein.
Alle sind willkommen: Katholiken, Protestanten, alle Glieder ei-ner Kirche, Erwachsene und Kinder. Sie alle ruft Jesus Christus an seinen Tisch.
So kommt sehet und schmecket wie freundlich der Herr ist

Austeilung: Inge: Brot und Thomas: Wein

Lobpreis: Inge
Gott, unser Vater,
du bist unser Schöpfer
und lässt das Korn wachsen
für unser Brot.
Wir danken dir und beten dich an.
Jesus Christus, unser Herr,
du teilst das Brot aus,
dass wir leben.
Wir danken dir und beten dich an.
Heiliger Geist,
du gibst uns den Anstoß
zum Teilen des Brotes mit allen Menschen.
Wir danken dir und beten dich an.
Dreieiniger Gott, sei uns nahe
heute und in Ewigkeit.

* Fürbittengebet: Thomas
Großer, guter Gott, Herr allen Lebens.
Wir danken dir für den Reichtum deiner Schöpfung.
Wir danken dir für die Vielfalt der Stoffe und Kräfte der Natur.
Laß uns die Größe der von dir geschaffenen Natur erkennen
und in der Verflochtenheit unseres Lebens mit allem Leben dieser Erde deinen Willen erkennen, dass wir bei der Arbeit für unsere Ernten nicht die Ehrfurcht vergessen.
Wir danken dir für dein Geschenk, dass wir Pflanzen und Tiere nutzen dürfen.
Du hast uns Verstand, Geschicklichkeit und Willen gegeben,
für unser tägliches Brot zu arbeiten.
Hilf uns, diese Gaben sorgfältig zu gebrauchen.
Heute denken wir vor dir an die Menschen,
die für Aussaat, Pflege und Einbringung unserer Ernten arbeiten,
oft unter großen Mühen, und an alle, die ihnen helfen
durch Forschung, Rat und Bereitstellung von Hilfsmitteln.

Schenke sehende Augen und hörende Ohren,
erleuchtete Gedanken und glückliche Entscheidungen,
geschickte Hände und vernünftigen Gebrauch der Hilfsmittel,
Gesundheit und Kraft zur Arbeit.
Herr, laß uns erkennen, wie kostbar unsere Lebensmittel sind,
daß wir sie nicht verschwenden und missbrauchen,
damit alle Menschen auf unserer Erde,
wir und unsere Kinder wie unsere Väter und Mütter
nach deinem Willen leben können. AMEN

* Lied EG 320, 7+8 Wir bitten deine Güte

* Bekanntmachungen: Inge
Kollekte: Für Hungernde in der Welt und Opfer von Katastro-phen

Nächste Gottesdienste

Sonntag, 08. Oktober 2017 mit Pfrin. Ehlers

9.15 Uhr Gottesdienst in Lettgenbrunn
10.30 Uhr Gottesdienst in Lohrhaupten mit Taufe

In Lohrhaupten ist am Mittwoch, 04. Oktober 2017 um 19.00 Uhr Frauenkreis im Gemeindehaus.


* Segen: Thomas
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Ange-sicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.
  Thema: Erntedank mit Abendmahl und Taufe am 24.09.2017
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 24.09.2017 10:56   Titel: Erntedank mit Abendmahl und Taufe am 24.09.2017
Erntedankgottesdienst mit Abendmahl
und Taufe von Luis Wenzel
24.09.2017
09.30 Uhr Ev. Kirche Kempfenbrunn
Taufe: Psalm 16, 11/ Predigt: Lukas 12, 15-21

* Orgelvorspiel
* Lied vom Liedzettel „Komm heiliger Geist“

* Begrüßung: Thomas
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Liebe Gemeinde,
zum Gottesdienst an Erntedank in dem wir das Abendmahl feiern wollen und in dem wir Luis Wenzel taufen wollen heiße ich sie und euch alle ganz herzlich willkommen. Besonders die Familie Wenzel mit Angehörigen und Freunde begrüße ich heute Morgen.
Ich wünsche uns einen Mutmachenden Gottesdienst.

*Lied EG 506, 1-3 Wenn ich o Schöpfer deine Macht

* Eingangspsalm: Thomas
(Unter Gottes Schutz)
Wer unter dem Schutz des höchsten Gottes lebt
und bleiben darf bei ihm, der alle Macht hat,
der sagt zum HERRN:
»Du bist meine Zuflucht,
bei dir bin ich sicher wie in einer Burg.
Mein Gott, ich vertraue dir!«

Du kannst dich darauf verlassen:
Der HERR wird dich retten vor den Fallen,
die man dir stellt, vor Verrat und Verleumdung.
Er breitet seine Hügel über dich,
ganz nahe bei ihm bist du geborgen.
Wie Schild und Schutzwall deckt dich seine Treue.
Du musst keine Angst mehr haben
vor Gefahren und Schrecken bei Nacht,
auch nicht vor Überfällen bei Tag,
vor der Seuche, die im Dunkeln zuschlägt,
oder dem Fieber, das am Mittag wütet.

Du sagst: »Der HERR ist meine Zuflucht.«
Beim höchsten Gott hast du Schutz gefunden.
Darum wird dir nichts Böses geschehen,
kein Unheil darf dein Haus bedrohen.
Gott hat seinen Engeln befohlen,
dich zu beschützen, wohin du auch gehst.
Sie werden dich auf Händen tragen,
damit du nicht über Steine stolperst.
und Schlangen können dir nicht schaden,
du wirst sie alle niedertreten.

Gott selber sagt:
»Er hängt an mir mit ganzer Liebe,
darum werde ich ihn bewahren.
Weil er mich kennt und ehrt,
werde ich ihn in Sicherheit bringen.
Wenn er mich ruft, dann antworte ich.
Wenn er in Not ist, bin ich bei ihm;
ich hole ihn heraus und bringe ihn zu Ehren.
Ich gebe ihm ein langes, erfülltes Leben;
er wird die Hilfe erfahren, auf die er wartet.«
(Ps. 91,1-6.9-16)
Kommt lasst uns anbeten

*Taufe:

Gebet: Thomas
Herr Jesus Christus, heute bringen wir dir Luis um ihm das Sakrament der Taufe zu spenden. Wir nehmen ihn heute in die Gemeinschaft und in die Nachfolge Jesu Christi auf. An viele Dinge denken wir heute zurück. An den Moment der Geburt von Luis vor knapp 6 Monaten. An die ersten Schritte, an die ersten Tage und Stunden. So vieles bewegt uns heute Morgen hier in Kempfenbrunn. Positives und negatives. Wir wissen aber dass wir alles in deine gnädige Hand legen dürfen und dass Luis geborgen ist in deinem Schutz.
Herr, wir wissen, wie viel Zuwendung, wie viel Liebe Luis braucht, damit er voller Vertrauen aufwachsen kann. Doch wir wissen auch, Herr, dass unsere Liebe begrenzt ist, zeitlich und räumlich, aber auch in ihrer Kraft und Tiefe.
So werden auch Stunden und Tage kommen, wo Luis unsere Liebe entbehren muss, wo wir seinem Herzen ferne sind.

Herr Jesus Christus, lass Luis immer dann, wenn wir ihm nicht nahe sein können, die Wahrheit deiner Verheißung erfahren, die auch heute über seiner Taufe ausgesprochen wird: "Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende".
AMEN

Lesung - Mk 10, 13-16: Inge
Die Bibel erzählt uns, wie Jesus mit Kindern umging:
Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an. Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.

Lesung Mt 28, 18-20: Thomas GEMEINDE STEHT AUF
Hört den Tauf- und Missionsbefehl Jesu am Ende des Matthäusevangeliums:

Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

* Glaubensbekenntnis: Thomas
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.

Tauffrage: Thomas
Liebe Eltern, liebe Patin, Ihr wollt, dass eure Kind Luis getauft wird. Damit übernehmt ihr die Aufgabe, euer Kind im christlichen Glauben zu erziehen und ihm durch Wort und Beispiel zu helfen, Gott und die Menschen zu lieben. So frage ich euch, die Eltern und die Patin:
Seid ihr dazu bereit, so antwortet: "Ja, mit Gottes Hilfe"

Eltern und Patin: "Ja, mit Gottes Hilfe".

Taufe: Thomas
Im Namen dessen, der uns bei unserem Namen ruft,
(etwas Wasser ins Taufbecken füllen)
im Namen dessen, zu dem Gott bei seiner Taufe sprach: »An dir habe ich Wohlgefallen!«,
(weiteres Füllen des Taufbeckens mit Wasser)
im Namen dessen, der in der Taufe gegenwärtig ist und Gemeinschaft wirkt –,
(noch einmal Wasser ins Taufbecken gießen)
im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Taufe Luis: Thomas
Als Zeichen dafür, dass Gott dieses Kind ganz persönlich ruft, nennen Sie als Patin den Namen des Kindes.
Patin::
Luis

Verlesen des Taufspruchs: Thomas
Luis, über Dir wird in der Taufe diese Verheißung ausgesprochen: Dein Taufspruch lautet:
„Du tust mir kund den Weg zum Leben. Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.“. (Psalm 16, 11)

Luis, ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gott Vater Sohn und heiliger Geist gebe dir seinen Gnade, Schutz und Schirm vor allem Argen, stärke und Hilfe zu allem guten, das du bewart wirst zum ewigen Leben,
Friede sei mit dir (+).
AMEN.

Anzünden der Taufkerzen von Luis: Thomas
Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Die Taufkerze brennt heute bei der Taufe unserem Täuflinge und soll sie immer daran erinnern, dass mit der Taufe ihr das Licht des Lebens versprochen wird.
Damit wir die Kerzen alle noch sehen, bitte ich sie, sie auf den Altar zu stellen.

Tauferinnerung von Liam: Thomas
Freie Worte:
Mit Wasser segnen

Taufkerze entzünden.

Segen für die Eltern und Paten: Thomas
- Gott segne euch die Eltern. Er hat euch diese Kinder geschenkt. Er helfe euch, ihnen zu zeigen, Gott und die Menschen zu lieben.
- Gott segne die Patin, Sie hat eine große Verantwortung übernommen. Er helfe ihr, diese Aufgabe zu erfüllen.
- Gott segne seinen Bruder. Er helfe ihm für Luis da zu sein und ihm ein Bruder im Glauben zu sein. Amen.

* Lied EG 577 Kind du bist uns anvertraut

*Taufansprache: Thomas
Liebe Tauffamilie,
es gibt verschiedene Wunschreiseziele, die wir so gerne einmal im Leben ansteuern, sehen und erleben würden. Die Ziele sind ganz verschieden voneinander - das ist wohl biografisch bedingt und je nach Interessenslage anders. Der eine will vielleicht für einige Monate seine Ruhe in der Einsamkeit abgelegener Bergwelten haben, die andere interessiert sich für kulturelle Besichtigungsziele, Kunst, Architektur oder Religion, der nächste mehr für extreme Sportarten in den besten Freizeit- und Outdoor-„paradiesen“. Andere wollen eine gesunde Mischung aus Kulinarischem und Kultur. Wieder andere wandern am liebsten auf altbekannten Pfaden, auf denen sie schon immer gegangen sind.
Und dann gibt es noch die, die, aus welchen anderen Gründen auch immer, oder am liebsten aus Überzeugung daheim bleiben: weil es hier bei uns im Spessart- halt doch am schönsten ist. Wie eine Redensart frei nach Goethe lautet: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah!
Wohin die Reise auch geht, ob hier- oder dahin, ob in der Ferne oder in der Heimat – überall soll es uns auf unseren Wegen gut gehen.
Und darüber hinaus noch mehr, wie es der Taufspruch von Luis im Psalmvers sagt, der lautet:
Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.
So heißt es im Psalm 16, 11. Der Psalm 16 ist ein Vertrauenspsalm, in dem der Beter sich über sein Leben im Angesichte Gottes freut und es gut dabei hat. Er freut sich und frohlockt in Sicherheit und Geborgenheit. Er ist sich gewiss, auf dem Weg des Lebens zu gehen und Freuden und Wonnen zu finden.
Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.
Liebe Tauffamilie,
es gibt Konfirmanden, aber auch Brautpaare, die diesen Spruch als Leitspruch für ihr Leben auswählen. Heute darf ich das erste Mal bei einer Taufe über diesen Vers predigen. Und ich finde er passt auch an den Anfang eines Lebens.
Denn: wohin die Reise auch geht, das ist ja nicht nur ein Tourismusthema.
Es ist ein Lebensthema. Es ist das Thema jedes persönlichen Lebensweges. Von klein auf, von Geburt an durch die verschiedenen Phasen der Kindheit, der Jugend bis zum Erwachsenwerden und bis ins mittlere und höhere Erwachsenenalter hinein. Und am Ende? Wohin geht da die Reise? Was für Wege wird Luis einmal gehen. Wohin wird es ihn verschlagen?
Hinter der Vorstellung vom Weg zum Leben – es heißt nicht: Weg des Lebens – steckt die wohl uralte Märchenvorstellung vom Weg ins Lebensland, in dem es den Menschen umfassend, ja voll gut geht, geistlich und leiblich: Wohlstand, Gesundheit, Sicherheit, Geborgenheit, alles nur erdenkliche Gute, alle Güter. Und Freude die Fülle genießt der Mensch, der so sein Leben vor Gott wahrnimmt, und darauf baut, dass er – bei allem eigenen Planen, Machen und Bemühen – letztlich von Gott zum vollen Leben geführt wird. Sein Weg zum Leben wird ihm gezeigt.
Die alte Vorstellung, dass der Mensch auf dem Weg zum Leben ist, beinhaltet ja auch, liebe Tauffamilie, dass dieses schöne Ziel noch nicht erreicht ist. Luis steht am Anfang seines Lebens und mit seiner Taufe eben, hat Gott ja zu ihm gesagt. Ja ich nehme dieses Kind an. Ich lege meine schützende Hand auf Luis und begleite ihn, so wie Gott auch seinen Bruder Liam angenommen hat und begleitet. Luis ist ein Sonnenschein, er weint kaum und ist sehr ruhig und sehr gelassen. Dafür ist sein Bruder der wilde. Luis lacht sehr gerne und sehr viel. Bei unserem Taufgespräch hat er mich angestrahlt und gelacht. Eben einfach ein Sonnenschein,
Der Psalm ist ja auch ein Gebet an Gott: er ist es, der den Weg zum Leben weist, wenn wir nicht mehr weiter wissen.
Ein Gebet an Gott, der mit „Du“ angeredet wird, wie eine Vertrauensperson, der man sich ganz öffnen und hingeben kann: DAS wünsche ich Luis, dass er in Gott immer seinen Halt und seine Stütze findet.

Wer so glaubt, liebe Tauffamilie, der kann gar nicht anders beten:
Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.

Ich bewundere den Psalmbeter für sein Gottvertrauen.
Wer so glaubt, der kann gelassen auf sich zukommen lassen, wohin die Reise geht, was kommen wird, was er erleben wird, wie es ihm ergehen wird, ob auf Reisen, zu Hause, im Leben, auf dem Weg zum Leben, ins „Lebensland“. Luis kann mit seinem Taufspruch zuversichtlich in sein Leben starten, weil er bei Ihnen liebe Eltern, bei seinem Bruder, der Patin und der ganzen Familie wo der Rückhalt vorbildlich ist, das bekommt was er zu, Leben braucht. Liebe, Achtung, Respekt, Vertrauen und Hoffnung. Amen.

*Lied EG 200, 1+2+4 Ich bin getauft auf deinen Namen

* PREDIGT: Thomas und Inge

- Kanzelgruß: Thomas
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Predigtext aus Lukas 12, 15-21 Inge
15 Und er sprach zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.
Der reiche Kornbauer
16 Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, dessen Feld hatte gut getragen.
17 Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle.
18 Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorräte
19 und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut!
20 Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast?
21 So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott.

Thomas
Liebe Gemeinde an Erntedank,

über 20 Jahre predige ich nun schon von der Kanzel. Und doch habe ich bisher noch kein einziges Mal über das hier beschriebene Gleichnis Jesu vom sog. Reichen Kornbauer zum Erntedankfest gepredigt. An anderen Sonntagen schon, aber nicht an Erntedank.
Ich bin selber in der Landwirtschaft mit groß geworden und das Gleichnis vom reichen Kornbauern war mir immer zu moralisch. Oder zu moralisch ausgelegt. In Geislitz wo ich groß wurde und bei Familie Viehmann auf dem Bauernhof mit half, waren nur kleine meist Nebenerwerbslandwirte. Damals war die Welt noch in Ordnung und der Landwirt war etwas Besonderes und wurde wertgeschätzt und geachtet. Da bekam man für die harte Arbeit noch etwas. Und heute? Die Milchpreise sinken und die anderen Einnahmequellen in der heutigen Landwirtschaft sind auch immer Wettereinflüssen und immer mehr Angebots- und Nachfragesituationen der Weltwirtschaft ausgesetzt. Landwirtschaft ist schwer heutzutage und wir müssen und sollten unseren Landwirten dankbar dafür sein, was alles aus Gottes Erde in Saat und Ernte für uns angebaut und geerntet wird. Getreide, Gemüse, Kartoffeln, Rüben und Kraut, das uns satt macht und uns Gottes Lebensspendende Fülle aus der Natur schenkt. Das ist nicht selbstverständlich. Dafür sollten wir dankbar sein. Den Bauern die 365 Tage im Jahr für uns da sind zu aller erst.
Doch ein Thema des Gleichnisses ist unbestritten die unermessliche und selbstgefällige Gier in uns Menschen. Aber auch dümmlicher Größenwahn und korrupte Selbstgefälligkeit werden im Gleichnis angesprochen.

Heutzutage ginge das Gleichnis vielleicht so: Inge
Es war einmal ein bekannter Autobauer, der schon lange viele gute Autos herstellte. Ursprünglich waren es kleine und robuste Fahrzeuge, liebevoll „Käfer“ genannte Autos, die zum „Volkswagen“ für viele wurden. Und der Autobauer wurde damit und durch dieses Auto und noch Millionen anderer reich und berühmt. Denn dieses Auto, dieser Volkswagen lief, und läuft und wird wahrscheinlich noch laufen. Er war einfach "das Auto".
Doch das reichte dem Autobauer innerlich nicht: Er wollte der größte und wichtigste Autobauer der Welt werden. Er wollte einfach nur das „Auto“ sein. Und so produzierte er immer mehr Autos und kaufte alle prominenten Automarken. Und führte sie alle unter seinem Dach. Und er erweiterte und vergrößerte seinen Fuhrpark auch gegen die fernöstliche Konkurrenz. Schließlich war er fast am Ziel: der größte Autobauer der Welt zu sein. Und das Geschäft lief gut. Da wurde er noch gieriger und sprach zu sich selbst und durch seine unzufriedene Managerseelen in sich selbst: Noch mehr Gewinn und Profit wäre möglich, wenn Du in deine Dieselmotoren, die sauber sein sollen, einfach Dinge nicht einbaust oder die Software so manipulierst, dass die Emissionen und Abgase sauber scheinen, ohne zu sein. Das war eine schlaue Idee! sagte sich die „Profit- und Gier Seele im Autobauer. Und noch besser ist es, wenn du deinem Auto das Image eines besonderen Umweltwagens gibst. Und am besten machst du dies im Land des Kapitalismus, denn dann sind noch mehr Profite möglich. Lügen und Betrügen gehört irgendwie zum Geschäft, dachte sich der Autobauer. Und macht sein Geschäft.
Doch eines Tages kam allerdings die nicht korrumpierbare und strenge Aufsichtsbehörde im Land des Kapitalismus hinter diesen Betrug. Und so musste der Chefmanager und noch andere Manager des Autobauers zurücktreten. Und das Image des Autobauers liegt nun am Boden. Seine Seele hatte er an den teuflischen Profit und die Gier verkauft. Und vergessen hatte er, dass wer sich solche Schätze sammelt, dann durch seinem Hochmut tief fällt und auf dem Boden liegen bleibt und daran wirtschaftlich sterben kann.

Thomas
Soweit liebe Gemeinde, das aktuelle Gleichnis über diese in uns wachsende und gedeihende unersättliche Gier. Gier mit Größenwahnsinn gepaart.
Auf hessisch: „Was mer hat, das hat mer. Hat mers net, dann fehlts eim!
An Moral, Gewissen und Verantwortung fehlte es dort wohl. Am Gewinn nicht.
Auch an Ehrlichkeit, Zufriedenheit und Selbstbescheidenheit mangelte es.
Uns allen könnte das natürlich nicht passieren, denn wir sind ja keine reichen Kornbauern oder betrügerische Autobauer?!
Man könnte jetzt noch mehr darüber nach sinnieren, was im Gleichnis noch so alles drinsteht und welche Lehre daraus zu ziehen sei?!
Doch heute geht es um Dankbarkeit, die wir als Geschöpfe und mit und in der Schöpfung lebende, hoffentlich mit Gewissen und Verantwortung ausgestattete Menschen, empfinden können und dürfen.
Der Fehler und die Sünde, die im Gleichnis vom reichen Kornbauer oder im aktuellen Beispiel vom betrügerischen Autobauer zum Ausdruck kommen, sind doch nicht der Reichtum oder der Gewinn an sich. Es sind vielmehr die unersättliche Gier und unerträgliche Selbstgefälligkeit, die in einem schlimmen und tödlichen Egoismus enden.
Dieser selbstgefällige und gierige Mensch sieht doch nur sich und sein selbst gefälliges Werk. Alles wird dem Profit unterworfen. Mitmensch und Gott werden total ausgeblendet.
Der Gott Mammon ist der Abgott dieser Menschen.
Gewinn, Profit, Rendite, Kostenoptimierung, Effizienz und Dividende so heißen die anderen Abgötter dazu.
Doch es gibt auch noch eine Moral und Lehre aus dem Gleichnis, das ganz zum Schluss von den Schätzen vor und bei Gott redet.
Und dazu möchte ich auch noch ein Beispiel nennen.
Es ist ein gutes Beispiel für Nächstenliebe, barmherziger Hilfe und nicht Profitgeleiteter Mitmenschlichkeit und Humanität, wenn wir in unserem Land für die da sind die nichts haben, die Obdachlosen, die Kinder auf der Straße. Damit sammelt man Schätze im Himmel.
Denn das was ihr einem meiner geringsten Brüder tut sagt Jesus, das tut ihr mir.
Wer aus Dankbarkeit und Demut weiß und tief aus seiner inneren Glaubensüberzeugung heraus lebt, dass wir nur Gäste auf der Erde sind und Verantwortung für unsere Kinder und Kindeskinder haben.
Auch ehrfürchtig vor dem Leben und demütig vor Gott und auch natürlich wieder dankbar, dass Kinder solche große Geschenke sind und ein jedes Kind und jeder Mensch ein Ebenbild Gott.
Aus dieser Dankbarkeit wächst auch die Freude von seinem eigenen, persönlichen Reichtum, von seiner durch Gottes Gnade empfangenen Gutsituierten Leben etwas abzugeben, zuteilen und für andere dazu sein.
Nicht das dümmliche Werbe-Motto der Millionärsfamilie Geißen: „Wer hat; der hat!“ sollte unser Motivationscredo sein, sondern Jesu Diktum. Wer gibt, der empfängt.
Und wer gerne gibt, der empfängt nicht nur Dankbarkeit oder freut sich an dankbaren, großen Kinderaugen, sondern sammelt diese Schätze, die im Himmel zählen. Und so können wir Gott heute danken für alles sein, was er uns zum Leben schenkt.
Dafür danken wir Gott, dem Schöpfer allen Lebens, Jesus Christus unserem Erlöser und dem Heiligen Geist, der uns in Nächstenliebe verbindet.

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn. AMEN.

* Lied EG 321 Nun danket alle Gott

ABENDMAHL
Beichtbekenntnis: Thomas
Herr, oftmals interessieren wir uns nicht für dich und deine Wege.
Meist sind uns unsere eigenen Wünsche wichtiger, als das Wohl unserer Mitmenschen.
Aus Neid oder Angst werden wir gewalttätig, verletzen andere Menschen.
Wir verleugnen dich vor Bekannten und Freunden.
HERR, wir bitten dich, vergib uns unsere Sünden
und unsere Schuld!!!

Absolution: Thomas
Hört und vertraut auf das Wort der Vergebung:
Gott, der das Leben liebt
Und Mensch geworden ist,
vergibt Euch Eure Sünden
zum Leben in Frieden
und Gerechtigkeit.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
AMEN.

Danksagung (Präfation): Inge
Wahrhaft würdig und recht ist es,
dich zu loben, Gott
und dir für die Gaben zu danken,
die wir an deinem Tisch empfangen:
Kraft und Mut,
um aufzutanken für den Alltag,
Brot und Wein,
die uns ein Stückchen Himmel öffnen,
überall dort,
wo wir´s in deinem Namen teilen.
Dafür loben wir dich, Gott und singen!

Lied EG 185, 3 Heilig, Heilig Heilig

Einsetzungsworte: Thomas
Unser Herr Jesus Christus / in der Nacht, da er verraten ward / nahm er das Brot / dankte und brach's / und gab's seinen Jüngern / und sprach: Nehmet hin und esset / das ist mein Leib (+) / der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis.
Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl / dankte / gab ihnen den / und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus / dieser Kelch ist das neue Testament (+) in meinem Blut / das für euch vergossen wird / zur Vergebung der Sünden . Solches tut, sooft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis.

Vater unser: Thomas
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. AMEN.
Lied EG 190.2 "Christe, du Lamm Gottes"

Friedensgruß: Thomas
Der Friede des Herrn sei mit euch allen. Keiner sei gegen den anderen, keiner in sich verschlossen. Vergebt, wie euch vergeben ist, nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zum Lobe Gottes.

Austeilung Thomas (Wein) und Inge (Brot)

Lobpreis: Inge
Danke Gott,
dass du es bist,
der uns mit unseren Schwächen versöhnt.
Danke,
dass du es bist,
der auch das Kleine
zum Leuchten und Glänzen bringt.
Danke,
dass du uns in Wein und Brot so nahe bist
und ein Wort der Versöhnung für uns übrig hast.

* Fürbittengebet:

Thomas
Dank sei dir, du Schöpfer des Lebens.
Luft gabst du zum Atmen, zum Leben.
Erwecke unsere Sinne für das Atmen des Lebens:
zu nehmen und zu geben,
zu schaffen und zu ruhen,
zu kommen und zu gehen
und aufzuatmen in deiner unendlichen Güte.
Wir bitten:

G: Herr erbarme dich

Inge
Dank sei dir, du Schöpfer des Lebens.
Du gabst uns zum Leben die Erde.
Doch ihr Antlitz ist zerfurcht;
tiefe Wunden haben wir ihr geschlagen.
Öffne du unsere Herzen und Hände,
zu säen die Saat der Gerechtigkeit,
zu pflegen das wachsende Leben,
zu ernten die Früchte des Friedens.
Wir bitten:

G: Herr erbarme dich

Thomas
Uns allen sind als Eltern und Bruder, als Großeltern und Patin und Freunden denen dieses Kind anvertraut ist, bewusst dass wir große Verantwortung übernommen haben. In dieser Verantwortung beten wir zu dir, Herr. Dass wir uns immer genügend Zeit für Luis nehmen, damit er nicht ohne unsere Hilfe und Fürsorge in dieser Welt leben muss.
Hilf uns Herr, dass wir als Erwachsene wenn wir Fehler machen, sie auch zugeben und dass wir unsere Schwächen eingestehen, damit Luis fähig wird, zur Wahrheit und zur Liebe und zum gegenseitigen Respekt.
Liebender Vater, wir bitten dich lass uns darauf achten das wir Luis den Raum schenken, den er braucht um seine Fähigkeiten und Talente ausleben zu können. Lass ihn zu einer Persönlichkeit heranwachsen.
Wir danken dir, dass du Luis mit Namen gerufen und in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen hast.
AMEN.

* Lied EG 508, 1+2 Wir pflügen und wir streuen

* Bekanntmachungen:
Sonntag, 01. Oktober 2017 mit Lektorin Weigelt

9.30 Uhr Gottesdienst

Abkündigungen

Ist zwar in Lohrhaupten, wir freuen uns aber auch über Kinder aus Kempfenbrunn und Flörsbach

Samstag, 30. September 2017

16.00 Uhr Kindergottesdienst in Lohrhaupten im Gemeindehaus

Kollekte: Für Hungernde in der Welt und Opfer von Katastrophen

* Segen: Thomas
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.
  Thema: Kirchliche Trauung der Eheleute Poggenburg am 23.09.2017
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 23.09.2017 21:27   Titel: Kirchliche Trauung der Eheleute Poggenburg am 23.09.2017
Hochzeit von Katy und David Poggenburg
am 23. September 2017 um 13.00 Uhr
in der Fürstlichen Remise Mittel Gründau
Text: 1. Korinther 13, 13

Musik zum Einzug der Braut mit dem Brautvater

Begrüßung:

Im Namen Gottes des Vater und des Sohnes und des heiligen Geistes. AMEN

Herzlich willkommen zur Trauung von Katy und David.

Mit dir will ich bauen an unserem gemeinsamen Leben,
nicht an etwas Leerem, sondern mit offenem Blick zur Welt.

Mit dir will ich bauen an einem Zuhause für dich und mich, für Emily unseren Sonnenschein, das neue Leben was in dir gera-de heranwächst und jeden, der unseren Weg kreuzt, einen Platz, wo Wärme und Ruhe für viele ist.

Mit dir will ich bauen an einem vielseitigen Zusammenleben
wo jeder, welche Hautfarbe, Sprache oder Überzeugung er auch hat, zusammen mit Anderen glücklich sein darf.

Mit dir will ich bauen an einer Welt, wie Gott sie sich erdacht hat. Ich möchte dich unentwegt anschauen, aber dann ständen wir immer gegeneinander.
Ich möchte dich umarmen und meine Arme nie mehr öffnen,
doch dann kämen wir keinen Schritt weiter.
Drum wollen wir einander bei der Hand nehmen,
in dieselbe Richtung schauen und auf dasselbe Ziel zugehen.
Ich werde verstehen, wie du denkst und fühlst,
wie du die Menschen siehst und das Leben.
Ich werde lernen, mit dir zu denken, mit deinen Augen zu sehen
und mit deinem Herzen zu empfinden.
Ich werde nicht versuchen, dich nach meinen Wünschen
umzuformen.
So werden wir aneinander wachsen und einander immer tiefer lieben und achten.
Du wirst durch mich mehr du selber werden
und ich mehr ich selbst durch dich.
Der Andere ist anders:
Er denkt anders, als ich denke.
Er handelt anders, als ich handle.
Er meint etwas anderes, als ich verstanden habe.
Er tut etwas anderes, als ich es von ihm erwartet hätte.
Er sagt etwas anderes, als ich es für passend finde.
Er lacht und trauert anders, als ich augenblicklich gestimmt bin.
Er schlussfolgert anders, als ich es für logisch halte.
Er äußert sich anders, als ich es hören wollte.
Er lebt anders als ich und doch sind wir eins, verbunden
in Liebe.

Psalm:
HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel
ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes
und dein Recht wie die große Tiefe. HERR, du hilfst
Menschen und Tieren.
Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder
unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!
Sie werden satt von den reichen Gütern deines
Hauses, und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem
Strom.
Denn bei dir ist die Quelle des Lebens,
und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
(Ps. 36,6-10)
AMEN.

Gebet:
Lasst uns beten:
Lieber himmlischer Vater,
du hast Katy und David bis hier her begleitet.
Wir bitten dich, sei du der Wegbegleiter auf dem
Weg der Liebe von unseren beiden. Segne und begleite
was du begonnen hast und stärke unser Paar in der Kraft
deiner Liebe. Sei du der gute Hirte auf dem Weg der Liebe und sei du der das Vorbild. AMEN

Musik

PREDIGT

Liebe Katy, lieber David, liebe Festgemeinde!

Ein altes Ehepaar wurde einmal von einem Reporter gefragt: "Sie sind jetzt 60 Jahre verheiratet. Wie kommt es, dass Sie all die Jahre eine so harmonische Ehe geführt haben?"
Der Ehemann nahm zart die Hand seiner Frau und sagte sanft:
"Es begann alles auf unserer Hochzeitsreise. Wir waren mit Maultieren zu den Niagara - Wasserfällen unterwegs, als das Tier meiner Frau stolperte. In letzter Sekunde schaffte es meine Frau sich noch auf dem Tier zu halten ohne in den Abgrund zu stürzen und sie murmelte nur "Eins".
Einige Kilometer später strauchelte das Tier ein zweites Mal, meine Frau konnte den Sturz in die Tiefe auch dieses mal wie-der in letzter Sekunde verhindern und murmelte nur "Zwei".
Es kam wie es kommen musste, das Tier strauchelte ein drittes Mal. Wieder konnte meine Frau nur mit größter Mühe den Sturz in die Tiefe verhindern. Dieses Mal sagte sie laut "Drei", stieg von Ihrem Maultier zog eine 45er Magnum aus Ihrem Rucksack und erschoss das Tier.
Ich habe natürlich sofort meinen Unmut über Ihr Verhalten dem Tier gegenüber kundgetan. Da schaute mich meine Frau nur an und sagte leise "Eins...". lachen…….

Liebe Katy, lieber David,
auch wir wünschen euch heute, dass ihr mindestens 60 Jahre lang glücklich verheiratet sein werdet. Damit das gelingt muss man Kompromisse eingehen und gewisse Eigenschaften es anderen hinnehmen. Verändern darf man sich nie so dass man sich dann verbiegt und man nicht mehr der/die selbe ist. Denn ihr ertrag die positiven und die negativen Eigenschaften des anderen. David mag es nicht wenn Katy beim einkaufen die Tonlage in den Befehlston erhebt und Katy ist da klassisch und mag es nicht wenn David den Klodeckel offen stehen lässt und die Klamotten in der ganzen Wohnung verteilt sind. Ein wenig mehr Sauberkeit fände sie auch ganz schön. Und David mag an seiner Katy ihr meckern, ihre verrückte und offene art und ihr lächeln. Katy mag an ihrem David einfach alles, den ganzen Kerl mit Haut und Haaren. Damit es auch glückt das ihr in 60 Jahren Diamantene Hochzeit feiern könnt ist ein wichtiger Bau-stein schon mal dieser Traugottesdienst. Und für diesen Got-tesdienst habt ihr euch einen Bibelvers als Leitwort ausgesucht, bei dem man auch bis drei zählen muss und dann zu dem Ge-heimnis einer glücklichen Ehe kommt.

Er steht im 1.Brief an die Korinther in Kapitel 13, Vers 13 Da heißt es:
„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei – aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“

„Aller guten Dinge sind drei!“ so sagt man, und ich denke, das passt auf jeden Fall sehr gut im Hinblick auf euren Trauspruch.
Glaube, Hoffnung und Liebe nennt man in der Theologie die göttlichen Tugenden und ich möchte sie heute einmal die drei Geheimnisse einer glücklichen Ehe nennen.
Glaube, Hoffnung und Liebe, sagt die Bibel, sind die drei Dinge, die wirklich bleiben, die alles überdauern und wirklich Bestand haben über dieses Leben hinaus. Ein Leben und eine Ehe, die von Glauben, Hoffnung und Liebe geprägt ist, die hat wirklich Ewigkeitswert. Und deshalb ist es genau der richtige Start für eine Ehe, sich über diese drei Fundamente einmal Gedanken zu machen.

Zum Ersten
1. Der Glaube
Das biblische Wort „Glauben“ heißt eigentlich soviel wie „Be-dingungslos vertrauen“. Darum geht es in der Beziehung zu Gott, dass wir ihm bedingungslos vertrauen, aber genau das hat sich Gott auch als Basis einer christlichen Ehe gedacht. Ehe soll heißen, dass wir einander glauben, dass wir einander bedingungslos vertrauen können.
Ihr seid ja erst seit ganz kurzer zeit zusammen. Am 30.04.2017 warst du David beim Grillen bei deiner Oma in Deggendorf. Im selben Haus wohnen auch Katy`s Eltern und so traft ihr beim Grillen aufeinander. Am nächsten Tag am 01.05. entschied Ka-ty ihre langjährige Beziehung zu beenden. Auch du David hat-test eine langjährige Beziehung und diese beendet. Für Katy war am 1. Mai klar, mit David will ich ein Leben aufbauen und eine Familie gründen. Das nennt man „Liebe auf den ersten Blick“. Ihr seid nach so kurzer Zeit schon so eng wie es viele Paare nach Jahren noch nicht geschafft haben. Und deswegen ist euer Ja-Wort heute wirklich mehr als ein Bauchgefühl im Überschwang irgendeiner Verliebtheit. Was ihr euch heute ver-sprecht ist der wohldurchdachte Entschluss, zu dem Menschen, den man mit all seinen Fehlern und Macken nur allzu gut kennt trotzdem bedingungslos zu sagen: „Ich glaube dir!“, Ich steh zu dir, ich vertraue dir und ich werde dir immer die Treue halten bis ans Ende unserer Liebe. Und wenn mir eines Tages vielleicht manches komisch vorkommen wird, was du erzählst oder tust, dann werde ich immer das Beste glauben und vertrauen, dass alles mit uns gut wird. Das heißt Glauben.

2. Die Hoffnung
Ein gläubiger Schiffskapitän wurde einmal gefragt, worauf er denn seinen Glauben an Gott bauen würde, obwohl er ihn doch noch nie gesehen habe.
Der Kapitän antwortete:
„Wenn Sie mit ihrem Schiff in einem Sturm eine rettende Bucht anlaufen, welchen Sinn macht es da, den Befehl zu geben den Anker auszuwerfen auf einen Meeresgrund, den sie noch nie gesehen haben und niemals sehen werden?“
„Oh“ sagte der Mann, „das macht Sinn, wenn man eine gute Seekarte hat!“
„Exakt!“ sagte der Kapitän, „Wer eine gute Karte hat, der hat ei-ne begründete Hoffnung, gerettet zu werden! Und diese Karte, die mich in den Stürmen des Lebens sicher ans Ziel leitet, ist für mich die Bibel!“
Nicht stehen zu bleiben und gemeinsam Wege gehen die bei-den wichtig sind. Dieser Blick nach vorne ist der Wind in den Segeln einer Beziehung, der einen in immer wieder neue Situationen führt und die Ehe frisch hält. Und ich wünsche euch, dass eure Ehe tatsächlich auch von einer Hoffnung getragen wird, die über eure kleine Welt hinausreicht. Dass ihr für andere hoffen und für sie da sein könnt und dass ihr Gottes Träume für euer Leben finden und verwirklichen könnt.
Er möchte euch ein sinnvolles Leben und eine sinnvolle und er-füllte Ehe schenken, indem er euer Herz mit Liebe füllt.
Das ist das dritte Fundament einer glücklichen Ehe

3. Die Liebe
Wenn ihr euch in eurer Traubibel demnächst vielleicht mal das ganze Kapitel durchlest, in dem euer Trauspruch steht, dann findet ihr dort in 1.Korinther 13 eine ausführliche Beschreibung, dessen, was Liebe eigentlich ist. Selbst unter Nichtchristen zählt dieses so genannte „Hohelied der Liebe“ zu den Höhe-punkten der Weltliteratur. Dort heißt es:
„Liebe ist geduldig und freundlich. Sie kennt keinen Neid, keine Selbstsucht, sie prahlt nicht und ist nicht überheblich. Liebe ist weder verletzend noch auf sich selbst bedacht, weder reizbar noch nachtragend. Sei freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles und hält allem stand.“
Soweit mal ein Auszug aus 1.Korinther 13.
Eine solche Liebe ist wirklich mehr als ein Bauchgefühl. Ein Ge-fühl trägt ein paar Tage, Wochen und vielleicht sogar manchmal ein paar Monate durch. Aber ein Versprechen treu zu sein, so-lang euch eure Liebe trägt, das braucht eine solche Liebe, von der die Bibel redet, voller Hingabe und Nachsicht und Verge-bungsbereitschaft. Das heißt nicht, dass man alles, was einen nervt, einfach runterschlucken muss, sondern es bedeutet ge-rade, dass man ehrlich voreinander sein kann und auch streiten kann, in dem Wissen: bei allem, was uns gerade Probleme macht, werden wir bedingungslos zueinander stehen.
Gott selbst ist diese Liebe in Person. Gerade dieses Geheim-nis, dass dieser eine Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist ist, soll uns deutlich machen, dass Gottes innerstes Wesen Liebe ist. Vater, Sohn und Heiliger Geist begegnen sich in ewiger Lie-be und diese Liebe will von Gott zu uns Menschen und auch in eure Ehe hineinfließen. Er möchte euch beschenken mit dieser Liebe die nicht nachträgt und immer wieder vergeben kann. Und dies Liebe hat Katy bei ihren Eltern Barbara und Siegfried erfahren denen sie heute danke für alles sagen will, auch für die tolle Unterstützung bei der Erziehung von Emily. Und David möchte seiner Oma Waltraud danke sagen für die Gespräche und Unterstützung. Das ist gelebte Liebe und das ist Zusam-menhalt.

Und wenn ihr vielleicht in den nächsten 60 Jahren manchmal an Punkte kommt, wo ihr am liebsten dem anderen die Pistole auf die Brust setzen und „Eins...“ sagen wollt, dann erinnert euch an euren Trauspruch und bittet Gott, dass er euch mit Glauben, Hoffnung und Liebe erfüllt und ihr damit wieder zuein-ander findet. Gott segne euch dazu. Amen.

Musik

Lesung:
Und der Apostel Paulus sagt in seinem Hohelied über die Liebe:
Man kann sich auf jede Sprache verstehen – ohne Liebe bleibt es leeres Getön.
Man kann die Verhältnisse durchschauen, kann die Folgen ab-sehen, kann sehr fromm sein – ohne Liebe nützt das nichts.
Man kann hergeben was man hat, zuletzt sich selbst – ohne Liebe wird dadurch nichts besser.

Liebe ist ausdauernd und gütig, sie ist nicht eifersüchtig und macht nicht große Worte.
Liebe stellt sich nicht schamlos zur Schau.
Liebe will nicht auf ihre Kosten kommen, sie fragt nicht: Was hab’ ich davon?
Liebe lässt sich nicht zu Zank verleiten, sie trägt nicht nach. Sie bedauert Unrecht und freut sich an Wahrheit.
Liebe kann ertragen; sie hat immer noch Vertrauen, hat immer noch Hoffnung , hat immer noch Geduld.

Diese Liebe kennt kein Ende. Alle Weisheit kann am Ende sein, alles Träumen, alle Kunst.
Diese Liebe kennt kein Ende.
(1. Kor. 13,1-8a)

Traufrage:
Nun bitte ich euch Katy und David, erhebt euch.

Katy und David, Ihr wollt eure Ehe vor Gott und der Gemeinde bezeugen und den Segen empfangen und ihr wollt dass Ihr eu-re Ehe in der Verantwortung gegenüber Gott führen und nach Gottes Willen fragen wollt.

So frage ich Dich, Katy Poggenburg geb. Maksymiuk vor der hier anwesenden Gemeinde, vor Gott und in diesem wunder-schönen Raum in der Fürstlichen Remise, in der er jetzt ganz nahe bei dir ist: Ist es Dein Wunsch, David Poggenburg als Deinen Mann anzunehmen, wie Gott ihn geschaffen hat in sei-ner Liebe? Und hoffst Du, dass weder Wohlstand noch Armut, weder Gesundheit noch Krankheit Euch trennen kann? Und ist es dein Wille im Gebet, dass Eure Liebe sich weiterentfalte, nicht stehen bleibe und so zum Zeichen der Gottesliebe werden kann, solange eure Liebe euch trägt? So antworte: Ja, David, ich verspreche es!

Katy antwortet: Ja, David, ich verspreche es!

So frage ich Dich, David Poggenburg, vor der anwesenden Gemeinde, vor Gott und in diesem wunderschönen Raum in der Fürstlichen Remise, in der er jetzt ganz nahe bei dir ist: Ist es Dein Wunsch, Katy Poggenburg, geb. Maksymiuk als Deine Frau anzunehmen, wie Gott sie geschaffen hat in seiner Liebe? Und hoffst Du, dass weder Wohlstand noch Armut, weder Ge-sundheit noch Krankheit Euch trennen kann? Und ist es dein Wille im Gebet, dass Eure Liebe sich weiterentfalte, nicht ste-hen bleibe und so zum Zeichen der Gottesliebe werden kann, solange eure Liebe euch trägt? So antworte: Ja, Katy ich ver-spreche es!

David antwortet: Ja, Katy ich verspreche es!

Ringwechsel:
Ein Ring ist rund,
er hat keinen Anfang und kein Ende.
Deshalb ist er ein altes Symbol
für die Liebe Gottes,
die das Leben rund werden lässt
und kein Ende findet.

Tragt in Zukunft Eure Ringe
Mit den eingefügten Namen
Zum Zeichen, dass auch Eure Liebe
alle Grenzen überwindet
und Euch immer wieder verbindet,
bis Gott Euch zu sich ruft.

Gebet zum Trausegen:
(Zum Segen reicht euch nun die [rechte] Hand.)
Barmherziger Gott, siehe gnädig auf diese Eheleute.
Lass sie unter deinem Schutz ihr Leben führen, in der Liebe wachsen und in guten und bösen Tagen beieinander die Treue halten. Dein Segen sei und bleibe bei ihnen. Wir bitten dich durch Jesus Christus, unseren Herrn. AMEN

Trausegen (stehend):
GOTT, Vater, Sohn und Heiliger Geist segne eure Ehe. Er er-leuchte euch durch sein Wort und erfülle euch mit seiner Gna-de, dass ihr bleibt in seiner Gemeinde und das ewige Leben er-langt.

Fürbitten:
Menschenfreundlicher Gott, wir wenden uns dir zu und wir bit-ten dich:
- Für Katy und David, die sich in dieser Feier das Ja-Wort ge-geben haben: dass sie einander lieben, achten und ehren und sich so gegenseitig zu einem geglückten Leben verhelfen. Das ihnen Glaube, Hoffnung und Liebe immer begegnen.

- Für die Eltern und Verwanden, die sich mit euch freuen das ihr den heiligen Bund der Ehe hier in der Fürstlichen Remise ge-gangen seid.

- Für alle Eheleute, die es schwer miteinander haben: dass sie Gesprächsbereitschaft entwickeln und Wege zur Versöhnung finden.

- Für Emily, die mit David einen guten Papa bekommt der sie lieb hat und ihr halt und stütze sein will.

- Für das in dir Katy heranwachsende Leben, euer erstes ge-meinsames Kind bitten wir, dass es gesund zur Welt kommt und euch euer Leben bereichert.
Gott, du bist unser Glück, und du willst das Glück der Men-schen. Wir loben und preisen dich, jetzt und in Ewigkeit.
AMEN.

Und gemeinsam beten wir mit den Worten die uns Jesus gelehrt hat

Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. AMEN.

Bekanntmachung:

Die Kollekte ist für die Eigene Gemeinde bestimmt.

Segen:
(Gehet hin im Frieden des Herrn.)
Der Herr segne dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht
leuchten über dir und sei dir gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich
und gebe dir Frieden.
AMEN.

Auszug mit Brautpaar, Prädikant und Musik
  Thema: Verabschiedung Prädikant Wagner am 09.09.2017
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 09.09.2017 20:58   Titel: Verabschiedung Prädikant Wagner am 09.09.2017
Gottesdienst am Vorabend des 13. Sonntag nach Trinitatis mit Verabschiedung von Prädikant Wagner
17.00 Uhr Ev. Johanneskirche Neudorf
Samstag, 09.09.2017
Text: Mathäus 6, 1-4

* Lied EG 136, 1 O komm du Geist der Wahrheit

* Votum und Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Der Wort und Treue hält und der nicht
Fahren lässt das Werk seiner Hände. AMEN

Liebe Gemeinde, zum Gottesdienst am Vorabend des 13. Sonntag nach Trinitatis heiße ich Sie und Euch alle ganz herzlich Willkommen. Das ist heute Abend mein letzter Gottesdienst in dieser Kirchengemeinde die ich nach 20 Jahren und auf den Tag genau 9 Monaten zum heutigen Tag verlassen werde. Meinen ersten Gottesdienst hatte ich hier am 08.12.1996 am 2. Advent. Das Thema heute Abend lautet: Tu es einfach. Ich wünsche uns allen einen Mutmachenden Gottesdienst.

*Lied EG 473, 1+2 Mein schönste Zier

*Eingangspsalm:

Psalm 119 EG 748 im Wechsel mit der Gemeinde
Kommt lasst uns anbeten:

*Aufforderung zum Bittruf:
Wir wissen nicht, was wir tun sollen. Das Gute sehen wir nicht. Und wenn wir es sehen, fehlt uns die Kraft, es zu tun.
Wir bitten Gott um erbarmen und rufen:

*Aufforderung zum Lobpreis:
Christus spricht: Lass dir an meiner Gnade genügen, meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!
Wir loben Gott und singen:

*Kollektengebet:
Lasst uns beten:
Herr Jesus Christus,
öffne uns die Ohren, dass wir dein Wort hören. Erleuchte uns den Verstand, damit wir es verstehen. Und bewege unser Herz, damit wir tun, was wir durch deine Gnade als richtig erkennen. Das bitten wir dich, der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist bei uns bist von Ewigkeit zu Ewigkeit.

G: AMEN
* Schriftlesung: Lukas 10, 25-37
Jesus gibt auf eine schwere Frage eine einfache Antwort: Tu das Gute, das nötig ist, um des Nächsten willen. Im Lukasevangelium im 10 Kapitel heißt es:

25 Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe?
26 Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du?
27 Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst«
28 Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu das, so wirst du leben.
29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Wer ist denn mein Nächster?
30 Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halb tot liegen.
31 Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er vorüber.
32 Desgleichen auch ein Levit: Als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber.
33 Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte er ihn;
34 und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.
35 Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme.
36 Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste gewesen dem, der unter die Räuber gefallen war?
37 Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen!

(Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren - Halleluja)

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

* Lied EG 316, 1-4 Lobe den Herren

* PREDIGT:

- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Predigttext: Matthäus 6, 1-4
Habt Acht auf eure Frömmigkeit, dass ihr die nicht übt vor den Leuten, um von ihnen gesehen zu werden; ihr habt sonst keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du es nicht vor dir ausposaunen lassen, wie es die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen, damit sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, [4] damit dein Almosen verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten.

Liebe Gemeinde!
Was soll ich in meiner letzten Predigt sagen. Es fällt mir doch nicht so leicht wie ich dachte nach so langer Zeit zu gehen. Nun, ich denke aber das wir heute Abend leichter als sonst durch die Verse, die wir als Predigttext gehört haben kommen und über die ich mir vorgenommen habe zu predigen. Wir müssen dabei nur drei Wörter in die Sprache unserer Tage übersetzen: Vielleicht sagen wir für „Habt acht auf eure Frömmigkeit...“ - „habt acht auf euer Tun für eure Mitmenschen“, „dass ihr es nicht übt vor den Leuten, um von ihnen gesehen zu werden“. Für „Synagoge“ setzen wir „Kirche“ ein oder vielleicht „Kirchengemeinde“. Und statt „Almosen“ sagen wir „Spenden“. - Und schon beginnen die Worte Jesu auch mit uns zu reden, oder etwa nicht?

Ich hatte schon oft bei dem, was Menschen in der Gemeinde oder auch in der Gesellschaft für andere tun, das Gefühl, es ginge dabei oft mehr um den Menschen selbst, der sich da für andere einsetzt, als um die, denen er hilft, die er unterstützt oder fördert. Man merkt das z.B. daran, dass der Einsatz für den Mitmenschen schwächer wird und die begonnene Hilfe einschläft, nachdem eine gewisse Zeit vergangen ist und die Öffentlichkeit der Gemeinde oder Gesellschaft sich sozusagen an die guten Taten gewöhnt hat. Es fehlt der lange Atem, der sich nicht aus der Beachtung von außen, sondern nur aus dem eigenen Herzen speisen kann. Oder man sieht es eben daran, dass ein Spender sichtbar oder hörbar darauf aus ist, dass die Leute seine Wohltaten nur ja gebührend wahrnehmen und würdigen.

Sollen wir, die das bei anderen sehen und spüren, diese Menschen dann rügen, dass sie so sind und sich so deutlich anders verhalten als Jesus es seinen Nachfolgerinnen und Nachfolgern empfiehlt?
Drei Gedanken sprechen dagegen: Einmal müssen wir aufpassen, dass wir nicht andere dessen bezichtigen, was auch uns selbst gar nicht so fremd ist. Dabei nämlich würden wir selbst zu Heuchlern und zu Leuten, die wir gern mit „Pharisäer“ bezeichnen. Zum zweiten dient das nicht gerade dem Gemeinschaftsgeist und einem guten Miteinander. Wir hätten bald schon keine Freunde mehr und würden als hochmütig und überheblich gelten - auch und gerade dann, wenn wir mit unserer Kritik Recht hätten. Aber das dritte, da bin ich ganz offen, ist für mich das wichtigste Argument dagegen, dass wir die Mitmenschen auf ihr Verhalten ansprechen, das doch nur ihrem eigenen Ansehen dienen soll: Was wäre denn gewonnen, wenn sie ihre Hilfe, die sie ja immerhin tun, einstellen und ihren Einsatz, den sie - vielleicht um ihrer selbst willen - bringen, aufgeben? Nichts wäre gewonnen, aber viel wäre verloren, wen die Hilfe aufhört.
Das Ziel kann also nur sein, dass die Menschen selbst ihre Einstellung ändern und der Antrieb zu ihrem Tun aus ihrem Herzen kommt und sie ihre Hilfe um der anderen Menschen willen leisten. - Aber wie soll das gehen?
Ich denke dabei an eine Sache, die wir heute etwas hochtrabend, aber wie ich finde nicht unpassend, mit „Anerkennungskultur“ bezeichnen. Allerdings leidet diese „Kultur“ in der Praxis unseres wirklichen Lebens Mangel und Not. Dabei sehnen wir uns alle danach, in dem, was wir tun und wo wir helfen und die Liebe zum Nächsten leben, auch angemessen „anerkannt“ zu werden, was am leichtesten mit einem „Vielen Dank!“ oder „Dankeschön!“ ausgedrückt werden könnte. Aber diese Worte hört man wenig, viel zu wenig!
Und da will ich heute einmal nicht zuerst davon sprechen, wie das bei Ihnen um die Anerkennung anderer und das Danken bestellt ist, sondern ich fange einmal bei der Kirche an und in unserer Gemeinde: Ob die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Gemeindekreisen und -gruppen und in unserem Kirchenvorstand wohl immer wieder einmal ein Dankeschön bekommen - außer wenn sie aus dem Dienst scheiden? Und wie mag es bei unserer Organistin sein? Ob sie hin und wieder gelobt wird, wenn sie uns bei einem neuen Lied so begleitet hat, dass wir schnell die Melodie erfassen, so dass wir mitsingen können, oder ein tolles Vor- oder Nachspiel gespielt wurde? Ach und die Küsterin... Wir könnten sie ja jetzt fragen, wann zuletzt jemand bemerkt und dankbar angesprochen hat, wie schön sie immer wieder den Altar schmückt und alles so liebevoll vorbereitet.
Da wir schon einmal dabei sind, will auch ich selbst jetzt aus meinem Herzen keine Mördergrube machen. Es wäre schon schön, wenn wenigstens hin und wieder jemand „Danke“ gesagt hätte, bei all dem was so in fast 21 Jahren ehrenamtlich von mir gemacht wurde.“ Es wäre auch schön gewesen, am 2. Advent 2016 eine kleine Ehrung zu meinem 20 jährigen Mitarbeiterjubiläum in dieser Kirchengemeinde zu bekommen, doch bis heute hat daran keiner gedacht.
Da ich nun schon einmal bei mir angekommen bin, will ich auch das noch sagen: Ich fasse mich hier - wie immer! - auch an die eigene Nase, wenn wir das jetzt einmal von der anderen Seite her sehen: Wir hören eben nicht nur selbst zu wenig Lob und Dank - wir geben davon auch den Mitmenschen zu wenig. Mit dem hochtrabenden Begriff von vorhin ausgedrückt: Die Anerkennungskultur leidet auch durch uns selbst Mangel und Not, liebe Gemeinde.
Aber ich glaube wirklich, dass der Mangel an Anerkennung, den wir selbst erfahren und empfinden, damit zu tun hat, wie viel Lob und Anerkennung wir den anderen Menschen gönnen. Wenn wir einem anderen, der das ja meist kaum erwartet hat, ein Lob sagen oder ein Dankeschön, wo wir sonst immer geschwiegen haben, dann wird dieser andere ganz gewiss erst staunen und dann darüber nachdenken, ob er nicht demnächst auch einem Mitmenschen, der damit gar nicht rechnet, für das danken sollte, was er tut und wo er anderen oder uns hilfreich ist oder unserer Freude dient. So wie ich am
30.07.2017 bei meinem letzten Eventgottesdienst in Aufenau Ralf und Doreen Brill und deren Freund Dirk danke gesagt habe, für die Hilfe der letzten 2 Jahre bei allen größeren Gottesdiensten. Ingrid Brill die aus dem Kirchenvorstand ausgeschieden ist und ich waren froh und dankbar für die Hilfe. Es braucht einfach einmal eine oder einen, die oder der damit anfängt. Nach und nach werden sicher weitere Menschen aufmerksamer in Sachen Anerkennungskultur werden!
Einen ganz wichtigen Gedanken in den Worten Jesu, die wir heute bedenken, habe ich bisher noch gar nicht angesprochen. Ich meine diesen, von dem hier gleich zweimal die Rede ist, nämlich dass uns auch „Lohn“ von „unserem Vater im Himmel“ verheißen ist, der Lohn, den wir verlieren, wenn wir unsere guten Taten nur tun, um „von den Leuten gepriesen zu werden“. Denn dann haben wir, wie Jesus sagt, „unseren Lohn schon gehabt“.
Ich bin ganz ehrlich: Ich habe diesen Gedanken um den Lohn unserer Taten bewusst ans Ende der Predigt „verlegt“. Ich finde ihn - um es so auszudrücken - unevangelisch. Denn wir wissen es ja, dass Jesus Christus der einzige ist, der bei unserem himmlischen Vater etwas verdient hat, was Lohnes wert ist, nämlich durch sein unschuldiges Leiden und Sterben für uns und alle Menschen. Trotzdem soll es nicht ganz vergessen werden, dass uns auch ein Lohn versprochen ist, wenn wir nicht aus unserem Streben nach Beachtung und um von den Leuten gepriesen zu werden, denken, reden und Gutes tun. Wer nämlich nicht um des Lohnes Gottes willen für seine Mitmenschen da ist und sich für sie in Hilfe und Beistand einsetzt, der wird diesen Lohn spüren - und er soll ihn auch sehen und beachten! Dieser Lohn ist vielleicht das wunderbare Gefühl, für einen Menschen wichtig zu sein. Oder es ist der Glanz in den Augen eines Kindes, wenn es fühlt: Hier ist jemand, der kann mich leiden, der kümmert sich um mich, der hat es gern mit mir zu tun. Immerhin erfahren Kinder in unserer Gesellschaft ja oft genug, dass sie nicht willkommen oder gar lästig sind. Schließlich ist „Lohn“ auch der Händedruck und der dankbare Blick eines alten Menschen, der uns sagen will, wie sehr er sich freut, dass wir ihm helfen, auch die letzte Lebensphase würdig zu bestehen. Aber auch bei allen anderen Menschen, ob sie jung sind oder alt, kommt echte Nächstenliebe, die in unserem Herzen gewachsen ist, gut an. Sie merken es sehr genau, ob wir dabei um ihretwillen oder für uns selbst handeln, wenn wir ihnen Hilfe, Begleitung in schwerer Zeit oder auch Spenden geben. Es kommt jedenfalls zu uns selbst immer etwas zurück, auch und gerade dann, wenn wir selbstlos für andere da sind. Wenn wir dann noch ein ehrliches Dankeschön und ein Unerwahrtes Lob hören, haben wir verstanden, warum Jesus uns heute sagt: Habt acht auf euer Tun für eure Mitmenschen, „dass ihr es nicht übt vor den Leuten, um von ihnen gesehen zu werden“. Das wünsche ich allen Ehrenamtlichen die das Fundament einer Kirchengemeinde sind und ohne die Gemeinde nicht mehr funktioniert, das sie wertgeschätzt und geachtet werden und das sie ein Dankeschön bekommen für das was sie leisten. AMEN

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

* Lied EG 262, 1-4 Sonne der Gerechtigkeit

* Verabschiedung:
Nach 20 Jahren und 9 Monaten heißt es heute Abend Adieu zu sagen. Dass ich das in Neudorf tun kann freut mich besonders, liebe ich doch diese wunderschöne Kirche. Besonders bedanke ich mich bei den Kirchenvorständen der letzten 19 Jahre. Den Kirchenältesten besonders bei Elimar Goller und seiner Familie die wir doch auch freundschaftlich verbunden sind und bleiben werden. Ich danke Ingrid Brill die heute leider nicht hier sein kann, da sie ihrs Familie in Japan besucht, für die große Unterstützung und Hilfe bei so vielen Projekten und in vielen Gottesdiensten. Ich bedanke mich bei unseren drei Organistinnen Frau Bölting die heute Abend auch spielt, bei Frau Tkachova und besonders bei Ilse Dorka die nach 19 Jahren am 30.11.2017 auch die Kirchengemeinde Aufenau verlässt. Uns verbinden eine 20 Jährige Freundschaft und viele wunderbare Gottesdienste. Ilse Dorka war an vielen Wegpunkten Begleitung Hilfe und Stütze. Ich danke unseren drei Küsterinnen Frau Salmen aus Aufenau, Frau Fink aus Kassel und Frau Wegmann hier aus Neudorf (Ihre Schwester vertritt sie Frau Seitz). Ich danke den Kreisen und Gruppen unserer Gemeinde für die gute und schöne Zusammenarbeit. Besonders möchte ich da die Churchies und die Ökumenischen Frauen heute nicht vergessen. Ich danke unserer Gemeindesekretärin Astrid Althaus für die Jahrzehnte lange Unterstützung und Freundschaft. Ich danke ihnen der Gemeinde für die Begleitung auch in der dunklen Zeit in meinem Leben und in der zeit meiner Fort- und Weiterbildung zum Prädikanten. Ich habe so viele Freundschaften schließen dürfen die auch bleiben.
Danke sagen möchte ich auch meinem Ehemaligen Chef, Mentor und bis heute guten Freund Pfarrer Matthias Fischer ohne den ich nicht das wäre was ich heute bin.
In dieser Kirche hier habe ich meine erste Taufe gemacht. Am Pfingstfest 2014 taufte ich hier mein Patenkind der mir wie ein Sohn ans Herz gewachsen ist. Dafür danke ich seiner Pflegemama meiner besten Freundin, ohne die ich Tobin nicht kennen gelernt hätte. Hier taufte ich Jans ersten Sohn und die Kinder meiner Freunde Familie Jung aus Wächtersbach. Viele andere Kinder taufte ich hier. Hier traute ich Paare und Konfirmierte Kinder und Jugendliche. Hier feierten wir Jubiläen. Wir nahmen Abschiede in Totengedenkgottesdiensten, wir lachten und wir weinten zusammen.
Danke dass ihr alle heute Abend gekommen seid um Adieu zu sagen. Ab morgen bin ich dann als Prädikant an der Evangelischen Kirche Wächtersbach tätig. Ich freue mich auf meine neue Gemeinde und auf viele Begegnungen. Dieser Kirchengemeinde aus der ich nun gehe wünsche ich Gottes Segen und alles Gute.

* Lied EG 329 Bis hierher hat mich Gott

* Fürbittengebet:

Lasst uns beten:

Allmächtiger Vater,
wie du allen Menschen das Leben gibst,
so gibst du auch uns das Leben.
Du rufst uns in die Kirche,
dass wir als Frauen und Männer
verschiedener Rassen, Farben und Sprachen
und als Menschen unterschiedlicher Erfahrungen und Traditionen
ein Leib seien zur Ehre Christi auf Erden.
Hilf uns sein, wozu du uns berufen hast.
Du bist der Geber des Lebens.
Vater, erneuere uns durch deinen Geist.

Vater aller Menschen,
du gibst uns Überfluss auf der Erde und in den Meeren,
in den Wäldern und auf den fruchtbaren Ebenen.
Du gibst uns Luft zum Atmen, Wasser zum Trinken
und alles, was nötig ist für ein menschliches Leben:
Wir bitten dich für die,
die wenig wissen von deiner Großzügigkeit,
für die diese Erde eine grauenhafte Wüste ist
und Leben ein dauernder Kampf gegen erdrückende Misslichkeiten.
Wir geben zu, dass ihre Lasten unsere Lasten sein sollten,
gehören wir doch zusammen zu einer Menschheit.
Du bist der Geber des Lebens.
Vater,
du hast uns so geschaffen,
dass wir einander brauchen.
Weil wir nicht alle Menschen zu lieben vermögen,
hast du uns aufgetragen,
mit der Schwester und dem Bruder an unserer Seite zu beginnen.
Wir bitten dich für alle, die uns fremd geworden sind:
Segne sie
und segne uns in unserem zukünftigen Verhalten zu ihnen.
Wir bitten dich für unsere Familie,
für die alten Menschen, die uns nahestehen,
und für alle, denen wir Tag für Tag begegnen.
Wir bitten dich: Segne sie und unsere Gemeinschaft mit ihnen.
Du bist der Geber des Lebens.

Vater,
du bist gegenwärtig in allen Bereichen des Lebens.
Wir bringen vor dich
das Kind, das im Arm seiner Mutter liegt;
die jungen Liebenden, die gemeinsam ihr erstes Heim planen;
die Kranken und Kraftlosen,
die mit Schwäche und Hilflosigkeit kämpfen;
die Sterbenden, die bald vor der Erfahrung eines neuen Lebens stehen.
Du bist der Geber des Lebens.
Ewiger Vater,
vor dir denken wir an die,
die aus dieser Welt geschieden sind
und wie wir alle von dir die Gabe des Lebens empfangen haben.
So bitten wir dich:
Führe uns in das ewige Leben.
Du bist der Geber des Lebens.

Denn dein Geist ist es,
der uns das Leben schafft und erhält
in Ewigkeit.

Wir beten in der Stille weiter was uns in dieser Gottesdienstlichen Stunde besonderes am Herzen liegt......

Stilles Gebet

Das Unaussprechliche und Namenlose legen wir in die Worte, die Jesus Christus uns gelehrt hat und beten:

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Lied EG 562 Segne und behüte uns

* Bekanntmachungen:

* Votum:
Nicht, dass jedes Leid dich verschonen möge,
noch dass dein zukünftiger Weg stets Rosen trage,
keine bittere Träne über deine Wege komme
und kein Schmerz dich quäle -
dies alles wünsche ich dir nicht.
Sondern:
dass dankbar du allzeit bewahrst die Erinnerung an gute Tage.
Dass mutig du gehst durch Prüfungen,
auch wenn das Kreuz auf deinen Schultern lastet,
auch wenn das Licht der Hoffnung schwindet.
Was ich dir wünsche:
dass jede Gabe Gottes in dir wachse,
dass einen Freund du hast,
der deiner Freundschaft wert.
Und dass in Freud und Leid
das Lächeln des Mensch gewordenen Gotteskindes
dich begleiten möge.

* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.

* Lied EG 487 Abend ward bald kommt die Nacht
  Thema: Diamantene Hochzeit Müller am 03.09.2017
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 03.09.2017 13:51   Titel: Diamantene Hochzeit Müller am 03.09.2017
Diamantene Hochzeit
der Eheleute Inge und Kurti Müller
03.09.2017
11.00 Uhr Ev. Johanneskirche Neudorf
Text: Offenbarung des Johannes 2, 10

Orgelvorspiel und Einzug des Jubelpaares

*Lied EG 136, 1 O komm du Geist der Wahrheit

Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat,
der Wort und Treue hält und der nicht
fahren lässt das Werk seiner gnädigen Hände. AMEN

Liebe Inge, lieber Kurti, dies ist der Tag den der Herr macht. Heute feiern wir euer Diamantenes Hochzeitsjubiläum, wir wollen mit Gott, euren Familien, den Angehörigen und mit euren Freunden diesen besondern Tag feiern. In unserer schnelllebigen Zeit ist es schon etwas Besonderes wenn ein Paar ein Ehejubiläum feiert, 60 Jahre seid ihr zwei nun als verheiratetes Paar unterwegs, zusammen seid ihr schon seit 65 Jahren. Ich freue mich dass ich diesen Tag mit euch gemeinsam begehen darf.

*Lied EG 329 Bis hierher hat mich Gott gebracht

*Eingangspsalm:
Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir
folgen mein Leben lang, und ich werde
bleiben im Hause des HERRN immerdar.

*Bittruf:
Inge und Kurti sind viele Wege gemeinsam gegangen. Nach so vielen Jahren sind sie immer noch eine Einheit. Sie tragen und ertragen die guten und die schweren Momente als Paar. Sie sind sich stütze und halt, Weg und Hoffnung, Glaube und Liebe.
Wir rufen zu dir:
G: Herr erbarme dich

*Lobpreis:
Siehe ich bin bei dir alle Tage bis an der Welt Ende, so heißt es in der Bibel und so leben es Inge und Kurti. Egal was war, egal was kommt, ihr seid und ihr geht alle Wege gemeinsam, so wie ihr es euch am 31.08.1957 bei Pfarrer Malkemus versprochen habt in guten und in schlechten Tagen.
Wir loben Gott und singen:
G: Ehre sei Gott in der Höhe

*Gebet:
Herr Jesus Christus, in dir begegnen wir dem guten und treuen Gott. Voll Vertrauen bitten wir dich für die Eheleute Inge und Kurti, die sich vor fünfzig Jahren das Jawort gegeben haben.
• Für Inge und Kurti, die voll Dankbarkeit auf sechzig Jahre schauen, in denen sie in Liebe einander verbunden sind: dass sie noch viele Jahre füreinander ein Segen sind!
• Für ihre Tochter Heike und ihren Sohn Achim, für die Enkel und Urenkel bitten wir dich Herr, lass sie Zeugen der Gemeinschaft und des Zusammenhaltes sein.
• Für alle jungen Menschen, die sich auf die Ehe vorbereiten: dass sie lernen, was eheliche Liebe und Treue bedeuten!
Vater im Himmel, in deiner Hand stehen wir alle verzeichnet. Wir bitten dich: Sei den Eheleuten Inge und Kurti, die heute ihre Diamanten Hochzeit feiern, weiterhin nahe! Und gib uns allen die Kraft, einander beizustehen! Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN

* Lesung aus 1. Korinther 13, 1-13
1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.
2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts.
3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze.
4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf,
5 sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu,
6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit;
7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.
8 Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird.
9 Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk.
10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören.
11 Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war.
12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin.
13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. AMEN

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

* Lied EG 617 Ich bete an die Macht der Liebe

* Ansprache:

- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Textlesung: Offenbarung des Johannes 2, 10

Liebe Inge, lieber Kurti, liebe Festgemeinde.

Wer sich aufmacht, so wie ihr beide, Inge und Kurti, der überlegt, wo er lang gehen will im Leben. Der macht sich Gedanken um die Richtung, um das Ziel. Inge und Kurti, dieser Tag heute, die Feier eurer Diamanten Hochzeit, lässt zurückschauen und lässt gleichzeitig den Blick in die vor euch liegende Zukunft schweifen. Ihr seid beides Neudörfer Urgesteine und seid eurem Ort treu geblieben. 1952 habt ihr euch kennen gelernt. Inge war bei der Tante im Garten am arbeiten und abends dann standest du, Kurti dann da. Ihr seid ins Kino gegangen. Das habt ihr dann immer regelmäßig gemacht. 5 Jahre hat es gedauert bis ihr euch dann am 31.08.1957 das „Ja“ Wort gegeben habt.
Es war nicht einfach in den ersten Jahren. Kurti arbeitete 23 Jahre lang im Holz und Inge hatte zuhause den Stall mit 5 Kühen. Mit Hände Arbeit und viel Fleiß habt ihr dann den Grundstein für den heutigen Weidenhof gelegt. In wirtschaftlich schweren Zeiten den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Was ihr geschaffen und aufgebaut habt ist eurer Leben und der Inhalt eures Lebens. Euer Sohn Achim und seine Frau Claudia führen das fort und auch hier darf man sagen, in schwierigen Zeiten. Denn es ist für die Landwirtschaft nicht leichter und auch nicht besser geworden. Kurti arbeitet immer noch gerne mit und Inge backt für ihr Leben gerne. Davon durfte ich mich bei unserem Gespräch für den Gottesdienst heute selbst überzeugen. Der Kuchen war eine „eins“ mit Sternchen. Kurti meinte ich solle Inge nicht zu viel loben, sonst hebt sie ab. Aber wenn es so schmeckt, dann darf das auch gesagt werden.
Als Spruch für euer Ehejubiläum wünschte sich Kurti einen Vers aus der Offenbarung des Johannes Kapitel 2, Vers 10
„Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben“.
Ich finde das ist ein wunderbarer Vers. Die Kraft eurer Bindung war bei unserem Gespräch zu spüren und in eurem reden war immer noch so viel Liebe zu spüren. Und das dies heute der Tag ist den der Herr macht, daran haben wir alle keinen Zweifel. Nach 60 Jahren sah ich in euren beiden Augen immer noch so ein funkeln. Und auch feucht waren die Augen bei der ein oder anderen Geschichte die ihr mir erzählt habt.
Eure Liebe ist euch vom Himmel gegeben worden, Inge und Kurti und diese Liebe wird noch immer vom Vater im Himmel getragen. Ihr ward und ihr seid euch treu geblieben und das wollt ihr auch bis zu eurem letzten Atemzug. So viele Junge Paare hätte ich bei unserem Gespräch gerne dabei gehabt, damit sie sehen und hören wie es geht einen so langen Weg gemeinsam zu gehen. Ohne den Glauben kann eine Liebe nicht wachsen und reifen. Heutzutage ist es schon ein großes Geschenk wenn man auf ein Ehejubiläum zurück schauen kann. Bei all den Dingen die das miteinander schwer machen, habt ihr es aber geschafft euer „Ja“ zueinander bis heute gemeinsam zu leben.
Was den Rückblick angeht, so habe ich bei unserem langen und sehr angenehmen Gespräch viel Grund zur Dankbarkeit und zur Zufriedenheit gehört:
- Eure Ehe hatte Bestand und ist bis heute von großer Liebe getragen, gegen viele Höhen und Tiefen die ein Leben so bereitet hat, aber eure Liebe hat gesiegt. Auch wenn der Alltag Einzug erhalten hat, achtet ihr beide aufeinander und seid füreinander da. In guten und in schweren Tagen.
- die Gemeinschaft eurer Kinder, der ganzen Familie ist euch sehr wichtig. Dankbar seid ihr für die schönen Momente mit den Enkeln und Urenkel die ihr liebt.
- das Miteinander als Ehepaar habt ihr gemeistert. Auch die ein oder andere Sinnkrise die ihr beide sicherlich schon hatten, haben euch als Paar getragen und gelebt und ihr habt euch und eure Liebe nicht aufgegeben, sondern habt den Weg der Liebe nicht aus den Augen verloren. Gemeinsam seid ihr, Inge und Kurti stark.
- Zu der Dankbarkeit kann deshalb auch der Stolz auf das Geleistete kommen. Ihr beide habt für eure Liebe gekämpft und den Kampf gewonnen. Ihr habt euch ein schönes Zuhause geschaffen und leben mit denen die euch wichtig sind auf eurem Weidenhof zusammen.
Das was ihr beide bis heute erreicht habt auf eurem gemeinsamen Weg war nicht immer leicht. Aber ihr habt es geschafft. Da können sich so mansche Paare eine Scheibe abschneiden. Ihr ziehe meinen Hut vor Menschen die durch alle Höhen und Tiefen hindurch nie vergessen, dass ein Band, das Band der Liebe immer zwischen euch steht. Wohin der Weg geht ist ungewiss, aber im Vertrauen auf Gott, auf seine Liebe und auf seinen Schutz auf dem Weg seid ihr nicht alleine, Inge und Kurti. Er ist euer Wegbegleiter, er, euer Gott.

So wünsche ich euch beiden das eure Liebe zueinander niemals aufhört, das sie auch in den nächsten Jahren getragen wird von dem Vers den wir über eure Diamanten Hochzeit gestellt haben.

„Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben“.

Gottes Segen begleite, behüte und beschützte euch, er gebe euch Kraft und Halt, vertrauen und noch viele schöne Jahre im Kreise eurer Lieben.
AMEN

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

*Lied EG 376 So nimm denn meine Hände

*Trauerneuerung und Versprechen:
Liebe Inge, lieber Kurti, wenn Ihr nun Euer Eheversprechen erneuert, versprecht Ihr Euch hier im Angesicht Gottes von neuem die Liebe und Treue, wie Ihr es an Eurem Hochzeitstag am 31.08.1957 getan habt.
Versprecht Ihr Euch, auch weiterhin in guten und in schlechten Tagen füreinander da zu sein, den Weg eurer Ehe gemeinsam zu gehen, so lange Euch eure Liebe trägt? Dann antwortet „JA“ mit Gottes Hilfe

Inge und Kurti antworten:
„JA“ mit Gottes Hilfe

Vor sechzig Jahren habt Ihr, Inge und Kurti, versprochen, einander zu lieben, zu achten und zu ehren, in guten und in schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit, so lange euch eure liebe trägt.

Wir wollen beten:
Herr und Gott, Schöpfer der Welt, du hast den Menschen als Mann und Frau erschaffen. Wir danken dir, dass Inge und Kurti heute sechzig Jahre in der Ehe verbunden sind, und bitten dich:
Stärke ihren Glauben, festige sie in der Hoffnung und lass sie weiter in der Liebe wachsen, damit sie weiterhin eine gute Ehe führen und ihren lieben das Beispiel eines christlichen Lebens geben. Herr, lass sie in der Gemeinschaft deiner Kirche mit dir verbunden bleiben, alle Tage ihres Lebens deinen Namen preisen und der Welt Zeugnis von dir geben. Amen.

Sänger: Solo: Ich bete an die Macht der liebe

* Segen für das Jubiläumspaar:
Der Herr
voller Liebe wie eine Mutter und gut wie ein Vater
Er segne dich
er lasse dein Leben gedeihen, er lasse deine Hoffnung erblühen, er lasse deine Früchte reifen.
Der Herr behüte dich
er umarme dich in deiner Angst, er stelle sich vor dich in deiner Not.
Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir
wie ein zärtlicher Blick erwärmt, so überwinde er bei dir, was erstarrt ist.
Er sei dir gnädig
wenn Schuld dich drückt, dann lasse er dich aufatmen und mache dich frei.
Der Herr erhebe sein Angesicht über dich
er sehe dein Leid, er tröste und heile dich.
Er gebe dir Frieden
das Wohl des Leibes, das Heil deiner Seele, die Zukunft deinen Kindern.
Amen.
So sei es.

*Lied EG 316, 1-4 Lobe den Herren

* Fürbittengebet:

Von dir, Gott, kommt alles Gute, so lass uns vor dir erinnern,
was du uns geschenkt hast, dass wir Inges und Kurti`s Liebe erlebten, dass uns Verzeihung widerfuhr, dass wir uns miteinander freuten, dass wir miteinander lachten.
Gott der Allmächtige hat euren Weg vor 60 Jahren zusammengeführt.

Lasst uns Bitten, dass Inge und Kurti glücklich bleiben.
Er hat Ihnen den Weg gezeigt, miteinander zu gehen, zusammen zu fühlen, zu denken, und in guter Ehe zu leben.

Lasst uns Bitten, dass Inge und Kurti sich weiterhin aufrichtig lieben und nicht in der Alltäglichkeit der Gewohnheit erstarren. Das sie auch weiter die richtigen Worte finden und sich gegenseitig die helfende Hand schenken.

Es war ein langer Weg, voll gegenseitigem Vertrauen, mit viel Freude, wohl aber auch mit Entbehrungen, Mühe und Arbeit. Auch die ein oder andere Erkrankung kreuzte euren Weg.
Lasst uns bitten, für "Alle" die Inge und Kurti wohlwollend begleitet haben, die Kinder, Enkel und den Urenkel, die ganze Familie und die Freunde.

Für alle die Ihnen Halt, Unterstützung und Freundschaft geben. Dass sie gute Freunde haben mit denen Sie über vieles und geradeaus reden können, dass sie Abstand halten, wenn nur Zweisamkeit gewünscht wird, dass Sie aber da sind wenn Sie gebraucht werden.

Der Herr versöhne Euch, denn das Leben bringt immer auch Enttäuschungen mit sich, trotz allem guten Willen, er möge zum Besten wenden was nicht zu ändern ist.
Er gebe Euch ein großes Maß an Zuversicht für eure weiteren Lebensjahre. Er schenke Euch Gesundheit.

Vor dich bringen wir in der Stille, was uns bewegt und belastet, was uns glücklich und dankbar macht:...

Stilles Gebet

Und gemeinsam beten wir mit den Worten unseres Herrn,

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

*Lied EG 391 Jesus geh voran

* Bekanntmachung:
Auf Wunsch von Inge und Kurti ist die Kollekte für die Johanneskirche in Neudorf bestimmt.

Herzliche Einladung zu meiner Verabschiedung am kommenden Samstagabend, 09.09.2017 um 17.00 Uhr hier in der Neudorfer Johanneskirche. In dem Gottesdienst verabschiede ich mich nach 20 Jahren und 9 Monaten und wechsele an die Ev. Kirche Wächtersbach.

* Votum:
Der Herr sei vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen.
Der Herr sein neben dir,
um dich in die Arme zu schließen
und dich zu schützen.
Der Herr sei hinter dir,
um dich zu bewahren
vor der Heimtücke böser Menschen.
Der Herr sei unter dir,
um dich aufzufangen,
wenn du fällst
und dich aus der Schlinge zu ziehen.
Der Herr sei in dir,
um dich zu trösten,
wenn du traurig bist.
Der Herr sei um dich herum,
um dich zu verteidigen,
wenn andere über dich herfallen.
Der Herr sei über dir,
um dich zu segnen.
So segne dich der gütige Gott.

* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.

Orgelnachspiel und Auszug des Paares
  Thema: Gottesdienste am 11. Sonntag nach Trinitatis, 27.08.17
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 27.08.2017 10:37   Titel: Gottesdienste am 11. Sonntag nach Trinitatis, 27.08.17
Gottesdienst am 11. Sonntag nach Trinitatis
9.15 Uhr Ev. Martin Luther Kirche Aufenau
10.30 Uhr Ev. Johanneskirche Neudorf
mit Aufgebot Müller
27.05.2017
Text: Matthäus 21, 28-31


* Lied EG 136, 1 O komm du Geist der Wahrheit

* Votum:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Der Wort und Treue hält und der nicht
Fahren lässt das Werk seiner Hände. AMEN

* Begrüßung:
Liebe Gemeinde, ich heiße Sie alle und Euch alle ganz herzlich willkommen zum Gottesdienst am 11. Sonntag nach Trinitatis. Das Thema unseres Gottesdienstes heute Morgen lautet: Wenn du ja sagst, steh auch dazu.
Ich wünsche uns allen hier, heute Morgen einen mutmachenden Gottesdienst.

*Lied EG 455 Morgenlicht leuchtet

*Eingangspsalm:
Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang
sei gelobet der Name des Herrn!

Lobet, ihr Knechte des Herrn,
lobet den Namen des Herrn!
Gelobt sei der Name des Herrn
von nun an bis in Ewigkeit!
Der Herr ist hoch über alle Völker;
seine Herrlichkeit reicht, so weit der Himmel ist.
Wer ist wie der Herr, unser Gott,
im Himmel und auf Erden?
Der oben thront in der Höhe,
der herniederschaut in die Tiefe,
der den Geringen aufrichtet aus dem Staube
und erhöht den Armen aus dem Schmutz,
dass er ihn setze neben die Fürsten,
neben die Fürsten seines Volkes;
der die Unfruchtbare im Hause zu Ehren bringt,
dass sie eine fröhliche Kindermutter wird.

Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang
sei gelobet der Name des Herrn!

Kommt lasst uns anbeten:


*Aufforderung zum Bittruf:
Gottes Barmherzigkeit hat kein Ende.
Sie weist uns ins Leben.
Wir wollen ihre heilige Gabe, das Leben, bewahren
und bitten um Gottes Erbarmen:

*Aufforderung zum Lobpreis:
„Aus Gnade sind wir gerettet worden durch den Glauben.
Gottes Werk sind wir,
geschaffen in Jesus Christus zu guten Werken.“
Wir singen:

*Kollektengebet:
Lasst uns beten:
Gott, wir müssen mit deinem Widerstand rechnen,
wenn wir überheblich werden
und gnadenlos miteinander umgehen.
Wir bitten dich:
Stecke unsere Grenzen ab.
Dass wir auf deine Gnade angewiesen bleiben,
lass uns begreifen im Glauben an Jesus Christus.

G: AMEN

* Schriftlesung: Lukas 7, 36-50
36 Es bat ihn aber einer der Pharisäer, bei ihm zu essen. Und er ging hinein in das Haus des Pharisäers und setzte sich zu Tisch.
37 Und siehe, eine Frau war in der Stadt, die war eine Sünderin. Als die vernahm, dass er zu Tisch saß im Haus des Pharisäers, brachte sie ein Glas mit Salböl
38 und trat von hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen und mit den Haaren ihres Hauptes zu trocknen, und küsste seine Füße und salbte sie mit Salböl.
39 Als aber das der Pharisäer sah, der ihn eingeladen hatte, sprach er bei sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüsste er, wer und was für eine Frau das ist, die ihn anrührt; denn sie ist eine Sünderin.
40 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sprach: Meister, sag es!
41 Ein Gläubiger hatte zwei Schuldner. Einer war fünfhundert Silbergroschen schuldig, der andere fünfzig.
42 Da sie aber nicht bezahlen konnten, schenkte er's beiden. Wer von ihnen wird ihn am meisten lieben?
43 Simon antwortete und sprach: Ich denke, der, dem er am meisten geschenkt hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geurteilt.
44 Und er wandte sich zu der Frau und sprach zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen; du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben; diese aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit ihren Haaren getrocknet.
45 Du hast mir keinen Kuss gegeben; diese aber hat, seit ich hereingekommen bin, nicht abgelassen, meine Füße zu küssen.
46 Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt; sie aber hat meine Füße mit Salböl gesalbt.
47 Deshalb sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel Liebe gezeigt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.
48 Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sünden vergeben.
49 Da fingen die an, die mit zu Tisch saßen, und sprachen bei sich selbst: Wer ist dieser, der auch die Sünden vergibt?
50 Er aber sprach zu der Frau: [a]Dein Glaube hat dir geholfen; geh hin in Frieden!

(Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren - Halleluja)

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

* Lied EG 299, 1-3 Aus tiefer Not schrei ich zu dir

* PREDIGT:

- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Textlesung: Mt. 21, 28 - 31
Was meint ihr aber? Es hatte ein Mann zwei Söhne und ging zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, geh hin und arbeite heute im Weinberg. Er antwortete aber und sprach: Nein, ich will nicht. Danach reute es ihn, und er ging hin.
Und der Vater ging zum zweiten Sohn und sagte dasselbe. Der aber antwortete und sprach: Ja, Herr! und ging nicht hin. Wer von den beiden hat des Vaters Willen getan? Sie antworteten: Der erste. Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Die Zöllner und Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr. Denn Johannes kam zu euch und lehrte euch den rechten Weg, und ihr glaubtet ihm nicht; aber die Zöllner und Huren glaubten ihm. Und obwohl ihr’s saht, tatet ihr dennoch nicht Buße, so dass ihr ihm dann auch geglaubt hättet.

Liebe Gemeinde!
Wir, die wir noch hin und wieder mit den Worten der Bibel in Kontakt kommen, wollen uns das vielleicht nicht eingestehen, aber Geschichten wie diese werden von vielen Menschen unserer Zeit und unserer Gesellschaft nicht mehr auf Anhieb verstanden. Dabei denke ich an junge Leute, die - selbst wenn sie konfirmiert sind - oft ganz geringe Bibelkenntnisse mitbringen. Und ich denke an die vielen Erwachsenen, die in Kindheit und Jugend, in Schule, Kindergottesdienst und Konfirmandenunterricht wohl einmal biblische Geschichten gehört, sie aber in den langen Jahren seitdem schlicht vergessen haben. Und die Geschichte „Von den zwei Söhnen“ oder dem „Ja und Nein zum Vater“, wie sie auch heißt, ist zum einen eine weniger bekannte Geschichte, zum andern hat sie auch noch ein paar Klippen, an denen das Verständnis heutiger Menschen scheitern kann.
So wird vielleicht an Rhein und Mosel oder in sonst einem Weinbaugebiet unseres Landes das Bild von der „Arbeit im Weinberg“ noch einigermaßen anschaulich sein. Aber dass hier das Leben und Handeln für Gottes Sache und nach seinem Willen gemeint ist, hat einer dann noch lange nicht begriffen. Auch ist es sehr fraglich, ob es viele Zeitgenossen sind, die bei „Johannes“ an den Täufer denken. Und man muss schon gar zweifeln, dass ihnen dann in den Sinn kommt, dass Johannes die Menschen zur Buße, also zur Umkehr aufgerufen hat, weil - wie er sagt - das Reich Gottes „nahe herbeigekommen“ ist (Mt.3,2). Schließlich sind auch „Zöllner und Huren“ heute für die meisten Mitmenschen keine Leute, denen sie auf Schritt und Tritt begegnen und ihre Bußfertigkeit ist sicher nicht größer als beim Rest der Bevölkerung.
Was ich sagen will: Diese Geschichte müsste in unseren Tagen anders erzählt werden, eben so, dass sie von den Menschen unserer Zeit verstanden werden kann - auch von denen, die nicht so bewandert in der Bibel sind und vielleicht sogar von jenen, die sich nicht einmal Christen nennen würden. Dass uns eine solche Geschichte sicher zunächst befremdlich erscheint, ist dabei zu erwarten. Aber ich frage mich halt immer wieder, wenn ich die wunderbaren Texte der Heiligen Schrift lese oder wie heute vortrage, ist es genug, wenn wir - als mehr oder weniger Eingeweihte - etwas mit ihnen anfangen können? Oder wollen sie nicht auch von denen verstanden werden, die weniger bibelfest und christlich sind? Anders gefragt: Entspricht es nicht auch dem Missionsbefehl, den wir bei jeder Taufe hören, wenn wir mit den wunderbaren biblischen Geschichten auch Menschen für die Sache Gottes zu gewinnen versuchen? Was anderes sollte denn gemeint sein, wenn es bei Matthäus heißt: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker...“ (Mt 28,19) Und im Markusevangelium steht es sogar so: „Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.“ (Mk.16,15) Was liegt also näher, als auch die heutige Geschichte so in unsere Welt und unsere Zeit zu übertragen, dass sie alle unsere Zeitgenossen auch verstehen - und vielleicht befolgen können?
Hier ist die Geschichte „Von den zwei Söhnen“ übertragen für unsere Zeit:
Kennt ihr das nicht auch: Es gibt Menschen, die sagen auf die meisten Fragen erst einmal immer ja! Ob sie sich allerdings später an ihr Ja halten, ist nicht sicher. Jesus, den die Christen ihren Herrn nennen, hat solchen Menschen einmal eine Geschichte erzählt, die ich jetzt für uns ein wenig verändert wiedergeben will: Ein Mann hatte zwei Söhne und ging zu dem ersten und sprach: „Mein Sohn, du weißt, mir liegt daran, dass du auch im Glauben an Gott vorankommst, dich zur Kirchengemeinde hältst und auch in den Gottesdienst gehst. Du bist schließlich konfirmiert und hast einmal versprochen, dich zur Christengemeinde zu halten. Mach das doch jetzt auch wahr und nimm neu mit deiner Gemeinde Kontakt auf!“ Der Sohn aber sagte: „Nein, dazu habe ich keine Lust!“ Nachdem er aber länger über die Worte seines Vaters nachgedacht hatte, spürte er, dass sein Vater Recht hatte. Er beschloss, einen Versuch zu machen, sich seiner Gemeinde wieder anzunähern, sprach mit seinem Pfarrer darüber, wo vielleicht Mitarbeiter in der Gemeindearbeit gebraucht würden und ging auch wieder regelmäßig zum Gottesdienst.
Der Vater war inzwischen auch zu seinem zweiten Sohn gegangen und hatte zu ihm genauso gesprochen wie zu dem ersten. Der aber musste nicht lange nachdenken, antwortete vielmehr sofort: „Ja, Vater, ich will tun, was du dir von mir wünschst! Aber er tat nichts davon!
Jesus hat nun damals gefragt, was er auch uns heute fragen würde, nämlich: Wer von den beiden hat eigentlich getan, was der Vater wollte? Damals haben die Zeitgenossen Jesu geantwortet: „Der erste.“ Und Jesus hat das bestätigt und hinzugefügt: Menschen, die sich gar nicht für besonders fromm, ja, vielleicht sogar für gottlos halten, sind Gott näher als solche, die von ihrem Glauben und ihrem guten Verhältnis zu Gott nur schön reden. Ihr wisst doch ganz genau, dass es darauf ankommt, wie man den Glauben lebt und was man für Gottes Sache und die Mitmenschen tut. Es gibt viele, die wissen gar nicht viel über den Glauben und über Gott, aber sie handeln doch so, wie es Gott gefällt! Wenn ihr das wisst und begriffen habt, was wichtiger ist: Schön reden oder das Rechte tun, dann solltet ihr euer Leben ändern!

Liebe Gemeinde, sicher ist Ihnen aufgefallen, dass ich die Frage an uns, wer von den beiden Söhnen denn den Willen des Vaters getan hat, gar nicht mehr gestellt habe. Das ist ja doch auch völlig klar! Was ich uns fragen will, ist das: Ist es nicht wirklich oft so in ganz weltlichen, alltäglichen Dingen, dass die Leute, die uns ja gesagt und etwas versprochen haben, dann ihr Wort nicht halten?
Vielleicht, wenn wir noch zur Schule gehen, wollte uns ein Klassenkamerad in Mathematik helfen, weil wir die Hausaufgaben allein einfach nicht lösen können. Oder ein Kollege hat uns Erwachsenen zugesagt, bei unserem Umzug in die neue Wohnung mit zuzupacken und sogar seinen Kombi zur Verfügung zu stellen? Oder die Älteren unter uns haben von einem Nachbarn gehört, er würde jetzt immer einmal für einen Besuch vorbeikommen, da könnte man doch ein bisschen schwätzen und zusammen Kaffee trinken. Aus all diesen Versprechen ist aber nichts geworden. Wir wissen bis heute nicht warum; es hat uns aber sehr traurig gemacht.
Wieviel mehr ist wohl Gott traurig darüber, wenn wir das Ja, das wir ihm gesagt haben, vergessen und uns an die Versprechen, die wir ihm gegeben haben, nicht halten! Sei es das Ja bei unserer Konfirmation oder das vor dem Traualtar. Sei es das Vorhaben, nach der gelungenen Operation, vor der wir so bange waren, unser Leben ganz neu auszurichten oder das, was wir Gott in ungezählten Gebeten geschworen haben, wenn er uns nur schenken will - was er uns dann auch wirklich geschenkt hat!
Ich glaube schon, dass Gott die anderen, die es ja auch sehr zahlreich gibt, lieber sind, die ihm nichts versprechen - vielleicht weil sie gar nicht an ihn glauben -, die dann aber doch - aus welchem inneren Antrieb auch immer - das tun, was auch Gott von ihnen fordern würde und was ihren Mitmenschen hilft und gut tut.
Liebe Gemeinde, was ich uns heute mitgeben möchte ist zweierlei: Denen die immer wieder vollmundig und vorschnell Gott und ihren Mitmenschen Versprechungen machen, wünsche ich, dass sie mit ihrem Ja künftig verantwortlicher umgehen: Dass sie sich an ihr Ja gebunden fühlen und es nicht nur sagen, sondern dann auch im Leben umsetzen, sodass sie keinen Menschen enttäuschen und Gott seine Liebe nicht schlecht vergelten.
Den anderen, die das Ja tun, vielleicht ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass es so auch richtig ist und Gott gefällt, wünsche ich, dass Gott ihnen auch das Bewusstsein und Verständnis dafür gibt, wie nah sie schon seinem Willen sind und wie klein der Schritt ist, der in ein Leben im Glauben und Vertrauen zum Vater im Himmel führt. AMEN

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

* Lied EG 326, 5-7 Sei Lob und Ehr

* Aufgebot Diamantene Hochzeit:
Am kommenden Sonntag, 03.0.2017 feiern wir hier in der Johanneskirche die Diamantene Hochzeit von Inge und Kurti Müller. 60 Jahre Ehe in Liebe und Dankbarkeit. Der Gottesdienst beginnt am 03.09.2017 um 11.00 Uhr.

* Fürbittengebet:
Lasst uns beten:
Herr, ewiger und allmächtiger Gott.
Wir danken dir für das Licht und die Kraft deines Wortes.
Wir danken dir, dass wir auf deiner Erde leben dürfen.
Wir danken dir, dass wir in aller Angst und Verzweiflung
auf dich und dein Reich hoffen dürfen.

Weil du ein gnädiger und ein mächtiger Gott bist,
bitten wir demütig um dein Erbarmen:
für deine bedrohte Erde,
für Luft und Wasser und Boden und Wälder,
für Tiere und Pflanzen;
für uns Menschen bitten wir:
für Hungernde und Unterdrückte,
für Arbeitslose und Arme,
für Kranke und Sterbende,
für Verzweifelte und Verwirrte.

Weil du ein gnädiger und ein mächtiger Gott bist,
bitten wir demütig um dein Erbarmen:
dass die Macht des Bösen gebrochen wird,
dass die Zerstörung der Schöpfung aufhört,
dass alle, die aus Habgier und Dummheit,
aus Machtstreben und Forschungsdrang
Leben gefährden,
von ihrem Irrweg abgebracht werden.
Gib uns Kraft und Mut, von Umkehr nicht nur zu reden,
sondern mit der Änderung unseres Lebens zu beginnen.

Weil du ein gnädiger und ein mächtiger Gott bist,
bitten wir demütig um dein Erbarmen:
für alle Männer und Frauen,
die schwierige Entscheidungen treffen müssen,
an den Schaltstellen der Macht,
in Wirtschaft und Gerichten,
an den Hochschulen und in den Medien;
lass sie alle dem Frieden und der Wahrheit
und der Gerechtigkeit dienen,
dass ihre und aller Menschen Arbeit das Leben befördert.
Wir bitten dich auch für alle,
die dein Wort verkündigen,
die deine Schöpfung verteidigen,
dass sie im Kampf wachsam
und im Leiden menschlich bleiben.

Wir bitten dich für uns alle,
dass wir kritisch bleiben in aller Versuchung,
dass wir nicht selbstgerecht werden gegenüber anderen,
dass wir nicht zynisch werden in unserer Enttäuschung,
dass wir ohne Selbstmitleid leben
auf dieser Erde
in der Hoffnung auf dein herrliches Reich.

In aller Not rufen wir dich an um Hilfe.
In allem Glück danken wir dir für deinen Segen.
Mit jedem Atemzug loben wir deinen herrlichen Namen,
dich, den ewigen und allmächtigen Gott,
den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.

Nur Neudorf
Wir bitten dich für Inge und Kurti Müller die am 31.08.2017 auf 60 Jahre Ehe zurück blicken. Du hast deine Hand nicht von Inge und Kurti genommen. Wir bitten dich halte auch weiterhin deine Hand über unserem Jubelpaar und segne ihren Weg der noch vor ihnen liegt.

Das Unaussprechliche und Namenlose legen wir in die Worte, die Jesus Christus uns gelehrt hat und beten:

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Lied EG 347, 4+6 Ach bleib mit deinem Segen

* Bekanntmachungen:

* Votum:
Nicht, dass jedes Leid dich verschonen möge,
noch dass dein zukünftiger Weg stets Rosen trage,
keine bittere Träne über deine Wege komme
und kein Schmerz dich quäle -
dies alles wünsche ich dir nicht.
Sondern:
dass dankbar du allzeit bewahrst die Erinnerung an gute Tage.
Dass mutig du gehst durch Prüfungen,
auch wenn das Kreuz auf deinen Schultern lastet,
auch wenn das Licht der Hoffnung schwindet.
Was ich dir wünsche:
dass jede Gabe Gottes in dir wachse,
dass einen Freund du hast,
der deiner Freundschaft wert.
Und dass in Freud und Leid
das Lächeln des Mensch gewordenen Gotteskindes
dich begleiten möge.

* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.
  Thema: Kirchliche Trauung der Eheleute Lein am 26.08.2017
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 26.08.2017 17:30   Titel: Kirchliche Trauung der Eheleute Lein am 26.08.2017
Hochzeit von Verena und Björn Lein
am 26. August 2017 um 15.00 Uhr
im Vogelsberger Dom Unterreichenbach
Text: Hebräer 10, 24

Orgelvorspiel mit Einzug der Braut und des Brautvaters

Lied EG 136, 1 O komm du Geist der Wahrheit

Begrüßung:

Im Namen Gottes des Vater und des Sohnes und des heiligen Geistes. AMEN

Herzlich willkommen zur Trauung von Verena und Björn.

Mit dir will ich bauen an unserem gemeinsamen Leben,
nicht an etwas Leerem, sondern mit offenem Blick zur Welt.

Mit dir will ich bauen an einem Zuhause für dich und mich und jeden, der unseren Weg kreuzt, für einen Platz wo Wärme und Ruhe für viele ist.

Mit dir will ich bauen an einem vielseitigen Zusammenleben
wo jeder, welche Hautfarbe, Sprache oder Überzeugung er auch hat, zusammen mit Anderen glücklich sein darf.

Mit dir will ich bauen an einer Welt, wie Gott sie sich erdacht hat. Ich möchte dich unentwegt anschauen, aber dann ständen wir immer gegeneinander.
Ich möchte dich umarmen und meine Arme nie mehr öffnen,
doch dann kämen wir keinen Schritt weiter.
Drum wollen wir einander bei der Hand nehmen,
in dieselbe Richtung schauen und auf dasselbe Ziel zugehen.
Ich werde verstehen, wie du denkst und fühlst,
wie du die Menschen siehst und das Leben.
Ich werde lernen, mit dir zu denken, mit deinen Augen zu sehen
und mit deinem Herzen zu empfinden.
Ich werde nicht versuchen, dich nach meinen Wünschen
umzuformen.
So werden wir aneinander wachsen und einander immer tiefer lieben und achten.
Du wirst durch mich mehr du selber werden
und ich mehr ich selbst durch dich.
Der Andere ist anders:
Er denkt anders, als ich denke.
Er handelt anders, als ich handle.
Er meint etwas anderes, als ich verstanden habe.
Er tut etwas anderes, als ich es von ihm erwartet hätte.
Er sagt etwas anderes, als ich es für passend finde.
Er lacht und trauert anders, als ich augenblicklich gestimmt bin.
Er schlussfolgert anders, als ich es für logisch halte.
Er äußert sich anders, als ich es hören wollte.
Er lebt anders als ich und doch sind wir eins, verbunden
in Liebe.

Psalm:
HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel
ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes
und dein Recht wie die große Tiefe. HERR, du hilfst
Menschen und Tieren.
Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder
unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!
Sie werden satt von den reichen Gütern deines
Hauses, und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem
Strom.
Denn bei dir ist die Quelle des Lebens,
und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
(Ps. 36,6-10)
AMEN.

Gebet:
Lasst uns beten:
Lieber himmlischer Vater,
du hast Verena und Björn bis hier her begleitet.
Wir bitten dich, sei du der Wegbegleiter auf dem
Weg der Liebe von unseren beiden. Segne und begleite
was du begonnen hast und stärke unser Paar in der Kraft
deiner Liebe. Sei du der gute Hirte auf dem Weg der Liebe und sei du der das Vorbild. AMEN


Lied EG 316, 1-3 Großer Gott wir loben dich

PREDIGT zu Hebräer 10, 24

Liebe Verena, lieber Björn, liebe Festgemeinde!

"und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken."

das Wort, das ihr euch für eure Trauung aus dem Hebräerbrief ausgesucht habt ist eine gute Grundlage für gelingende Liebe in spannender Gemeinschaft. Denn spannend ist es ja allemal wenn Mann und Frau sich reizen, anreizen wie bei Zündholz und der Reibfläche. Wenn das richtig miteinander in Berührung kommt, dann gibt es Feuer, leuchtendes wärmendes Feuer. Das Feuer der Liebe, ein Segen für den, der achtsam damit umgeht. Unachtsame dagegen verbrennen sich die Finger, er-zeugen hässliche Brandflecken auf dem Tisch oder fackeln gar das Haus ab.
Ihr beiden habt einen langen Weg gehabt, bis ihr ein Paar wur-det. Denn bereits 2007 habt ihr euch beim Fußballturnier in Ka-tholisch Willenrot kennen gelernt. Das heißt Björn nahm Verena wahr und Verena interessierte es erst einmal nicht wirklich. Und dann dauerte es ganze 4 Jahre und dank Facebook, Björn sah das Verena Singel ist und dann traute er sich und schrieb sie an. Auf jeder Musikveranstaltung die Verena teilte und kundtat da zu sein war Björn dann auch.
Euer Trauspruch aus dem Hebräerbrief ist wunderschön. Auf-einander Acht haben und anreizen alles in Liebe zu tun. Ihr geht euren Weg als Paar heute auf den Tag genau seit 6 Jah-ren. Also heute ist euer 6. Jahrestag und eure Kirchliche Trau-ung. Der Weg zu eurer Partnerschaft war nicht so ein gerader Weg. Auf der Romstaler Kerb 2011, so erzähltet ihr es mir und es erzeugte in unserem Gespräch eine heitere Runde. Mit dem herantanzen klappte es ja so einigermaßen, aber um die Han-dynummer von Verena einzugeben bedarf es einem klaren Kopf, den Björn nicht mehr hatte. Vor lauter Nervosität musste er sich Mut antrinken. Doch das ging etwas schief, denn er war dann so voll, das er die Nummer nicht mehr ins Handy einge-ben konnte, was dann Verena übernahm. Aber nun war der Anfang gemacht und euer erstes Essen gehen auf der Rimbach Farm war dann auch der Anfang eurer Liebe. Euer Trauspruch verkündet die christliche Botschaft: Das Allerheiligste ist die Liebe. Wer Liebe im Herzen hat, so wie sie sich in Jesus offen-bart, der kann Liebe auch weitergeben. Dem ist Gottes Gebot schon ins Herz geschrieben. Er hat einen Sinn für das Schöne und wertvollste, er weiß aber auch wie zerbrechlich das alles ist. Aufeinander Acht haben, sich die Achtung des anderen er-arbeiten, damit beginnt die Geschichte einer Liebe. Ein erstes gutes Werk ist, sich schön zu machen für den anderen, reizvoll sein, die Reize zeigen. Der Andere soll einen sehen, staunen und Lust bekommen. Seine Augen sollen zu der gehen, die ihn erwählt hat.
Bei der Hochzeit heute wird das noch einmal nachgespielt: Das wunderschöne Brautkleid, die Blumen, die Frisur und die Schminke. Aber auch der Anzug und „gewaschen am Leib mit reinem Wasser“. Heute sollen es alle sehen, was der Bräuti-gam längst an ihr entdeckt hat: Diese Schönheit! Und alle dür-fen mit staunen und sich freuen. Dieser Mann Björn! Sein Charme, seine Weisheit und Klugheit. Es gibt so viel zu ent-decken. Ja, da ist es zunächst ganz selbstverständlich, dass einer auf den anderen achtet.

Natürlich müssen sich Paare auch daran gewöhnen das es un-terschiede gibt und das es Eigenarten gibt die Mann und Frau mit lieben müssen. Björn mag es nicht wenn Verena stress auf der Arbeit hat, da kann sie schon ganz schön ätzend sein und zickig sagte Björn im Gespräch. Und Verena mag es nicht dass Björn so schlecht Kritik vertragen kann. Ist dann oft beleidigt und bezieht alles auf sich.
Und genau das ist es doch, was ein Paar zusammen bringt. Das zu ertragen und zu akzeptieren. Wer dass kann feiert 25 Jahre später Silberne Hochzeit.
„Lasst uns aufeinander Acht haben“, ermahnt der Hebräer-brief. Und ihr habt Acht aufeinander und wollt nun als Eheleute euren Weg weiter gehen. Das könnt ihr im Vertrauen darauf dass ihr das in Liebe tut. Miteinander und füreinander. Denn ihr habt ja auch Grund zur Freude denn Verena liebt an ihrem Björn seine Ehrlichkeit. Er ist Authentisch und Liebenswert. Er sagt alles gerade heraus. Als du das gesagt hast sah ich deine Augen funkeln Verena. Und Björn liebt an Verena ihre ganze Art, wie sie spricht, wie sie lacht, einfach alles an ihr, eben die ganze Frau, da funkelten auch deine Augen Björn.
Eine Ehe ist nicht immer einfach und leicht, aber mit gegensei-tigem Respekt und Achtung, mit anerkennen der ein oder ande-ren Macke des Partners die eben zur Person gehört ist ein Weg in Liebe möglich. So wie es in eurem Trauvers auch heißt.

Ein altes kampferprobtes Ehepaar erzählt mir zur goldenen Hochzeit mit einem Augenzwingern: „Nein, an Scheidung ha-ben wir nie gedacht - nur an Mord.“ Es ist aber bei dem Ge-danken an den finalen Streit geblieben - auch schon deshalb, weil man schließlich noch für andere verantwortlich ist, die zu der Liebe zweier Menschen dazu gehören.

Diese Gedanken kennen bestimmt viele hier heute Nachmittag. Nein ich frage jetzt nicht wer schon einmal gedacht hat seinen Partner um die Ecke zu bringen. Da wo zwei Menschen mit-einander einen Weg gehen die so unterschiedlich sind, wie wir Menschen nun mal sind, entstehen Konflikte. Eine gute Ehe ist wenn man immer miteinander redet und Achtsam auf den ande-ren ist. Wenn man lernt mit den kleinen Ecken und Kanten des anderen zu leben und sie irgendwann zu lieben. Wenn man bei den negativen Dingen die stören immer doch das positive sieht und nicht versucht den Partner zu verändern.
Ich wünsche euch dass ihr alles das was ihr tut in der Liebe macht, die euch hier her gebracht hat. Dazu gebe Gott euch seinen Segen.
AMEN

Lied EG 331, 1-3 Großer Gott wir loben dich

Lesung:
Der Apostel Paulus sagt in seinem Hohelied über die Liebe:
Man kann sich auf jede Sprache verstehen – ohne Liebe bleibt es leeres Getön.
Man kann die Verhältnisse durchschauen, kann die Folgen ab-sehen, kann sehr fromm sein – ohne Liebe nützt das nichts.
Man kann hergeben was man hat, zuletzt sich selbst – ohne Liebe wird dadurch nichts besser.

Liebe ist ausdauernd und gütig, sie ist nicht eifersüchtig und macht nicht große Worte.
Liebe stellt sich nicht schamlos zur Schau.
Liebe will nicht auf ihre Kosten kommen, sie fragt nicht: Was hab’ ich davon?
Liebe lässt sich nicht zu Zank verleiten, sie trägt nicht nach. Sie bedauert Unrecht und freut sich an Wahrheit.
Liebe kann ertragen; sie hat immer noch Vertrauen, hat immer noch Hoffnung , hat immer noch Geduld.

Diese Liebe kennt kein Ende. Alle Weisheit kann am Ende sein, alles Träumen, alle Kunst.
Diese Liebe kennt kein Ende.
(1. Kor. 13,1-8a)

Sängerin

Traufrage:
Nun bitte ich euch, Verena und Björn, erhebt euch.

Verena und Björn, Ihr wollt eure Ehe vor Gott und der Gemein-de bezeugen und den Segen empfangen und ihr wollt dass Ihr eure Ehe in der Verantwortung gegenüber Gott führen und nach Gottes Willen fragen wollt.

So frage ich Dich, Verena Lein, geb. Zimmer vor der hier anwe-senden Gemeinde, vor Gott und in dieser wunderschönen Kir-che, in der er jetzt ganz nahe bei dir ist: Ist es Dein Wunsch, Björn Lein als Deinen Mann anzunehmen, wie Gott ihn geschaf-fen hat in seiner Liebe? Und hoffst Du, dass weder Wohlstand noch Armut, weder Gesundheit noch Krankheit Euch trennen kann? Und ist es dein Wille im Gebet, dass Eure Liebe sich weiterentfalte, nicht stehen bleibe und so zum Zeichen der Got-tesliebe werden kann, solange eure Liebe euch trägt? So ant-worte: Ja, Björn, ich verspreche es!

Verena antwortet: Ja, Björn, ich verspreche es!

So frage ich Dich, Björn Lein, vor der anwesenden Gemeinde, vor Gott und in dieser wunderschönen Kirche, in der er jetzt ganz nahe bei dir ist: Ist es Dein Wunsch, Verena Lein, geb. Zimmer als Deine Frau anzunehmen, wie Gott sie geschaffen hat in seiner Liebe? Und hoffst Du, dass weder Wohlstand noch Armut, weder Gesundheit noch Krankheit Euch trennen kann? Und ist es dein Wille im Gebet, dass Eure Liebe sich weiterent-falte, nicht stehen bleibe und so zum Zeichen der Gottesliebe werden kann, solange eure Liebe euch trägt? So antworte: Ja, Carina ich verspreche es!

Björn antwortet: Ja, Verena ich verspreche es!

Ringwechsel:
Ein Ring ist rund,
er hat keinen Anfang und kein Ende.
Deshalb ist er ein altes Symbol
für die Liebe Gottes,
die das Leben rund werden lässt
und kein Ende findet.

Tragt in Zukunft Eure Ringe
Mit den eingefügten Namen
Zum Zeichen, dass auch Eure Liebe
alle Grenzen überwindet
und Euch immer wieder verbindet,
bis Gott Euch zu sich ruft.

Gebet zum Trausegen:
(Zum Segen reicht euch nun die [rechte] Hand.)
Barmherziger Gott, siehe gnädig auf diese Eheleute.
Lass sie unter deinem Schutz ihr Leben führen, in der Liebe wachsen und in guten und bösen Tagen beieinander die Treue halten. Dein Segen sei und bleibe bei ihnen. Wir bitten dich durch Jesus Christus, unseren Herrn. AMEN

Trausegen (stehend):
GOTT, Vater, Sohn und Heiliger Geist segne eure Ehe. Er er-leuchte euch durch sein Wort und erfülle euch mit seiner Gna-de, dass ihr bleibt in seiner Gemeinde und das ewige Leben er-langt.

Sängerin

Fürbitten:
Prädikant:
Menschenfreundlicher Gott, wir wenden uns dir zu und wir bit-ten dich:
Für Verena und Björn, die sich in dieser Feier das Ja-Wort ge-geben haben: dass sie einander lieben, achten und ehren und sich so gegenseitig zu einem geglückten Leben verhelfen. Das ihnen Glaube, Hoffnung und Liebe immer begegnen.

Thorsten:
Für die Eltern und Verwanden, die sich mit euch freuen das ihr den heiligen Bund der Ehe hier im Vogelsberger Dom Unterrei-chenbach gegangen seid. Dies ist euer Tag, der Tag an dem Gott euren Bund gesegnet hat und mit euch geht. Ihr seid eins in der Liebe die über allem steht. Verena und Björn sind von Gott angenommen und geliebt und einzigartig und wertvoll.

Janina:
Für alle Eheleute, die es schwer miteinander haben: dass sie Gesprächsbereitschaft entwickeln und Wege zur Versöhnung finden. Die Liebe vermag über alle schweren Tage und Stunden hinweg zu helfen, wenn man bereit ist auf den anderen zuzu-gehen.

Marius:
Für alle die sich in Liebe begegnet sind und diese Liebe weni-ger wird, dass sie es schaffen das Funkeln wieder zu finden.
Für alle, die nicht mehr an dich glauben können, und für alle, die unsicher geworden sind in ihrem Glauben an dich: dass sie die Zeichen erkennen, die du uns immer neu schenkst.


Prädikant:
Gott, du bist unser Glück, und du willst das Glück der Men-schen. Vor dir sind wir alle eins und in dir sind wir geborgen.

Und gemeinsam beten wir mit den Worten die uns Jesus gelehrt hat

Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

Bekanntmachung:

Die Kollekte ist für zu 1/3 für die Eigene Gemeinde bestimmt.
Und zu 2/3 für die DKMS, für Leukämiekranke Kinder.

Segen:
(Gehet hin im Frieden des Herrn.)
Der Herr segne dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht
leuchten über dir und sei dir gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich
und gebe dir Frieden.
AMEN.

Auszug mit Brautpaar, Prädikant und Orgel
  Thema: Silberhochtzeitsgottesdienst am 19.08.2017
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 19.08.2017 20:38   Titel: Silberhochtzeitsgottesdienst am 19.08.2017
Silberhochzeitsfestgottesdienst der Eheleute Fabrizius
Am Samstag, 19.08.2017
17.30 Uhr Freiensteinau/Vulcanscheune Nieder Moos
Text: 1. Korinther 16, 14


Musik zum Einzug

* Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat,
der Wort und Treue hält und der nicht
fahren lässt das Werk seiner gnädigen Hände. AMEN

Liebe Isolde, lieber Jakob, dies ist der Tag den der Herr macht. Heute an eurem Silbernen Hochzeitsjubiläum wollen wir hier in Gottes Natur mit eurer Familie, den Angehörigen und den Freunden diesen besondern Tag feiern. In unserer schnelllebigen Zeit ist es schon etwas Besonderes wenn ein Paar ein Ehejubiläum feiert. Ich freue mich dass ich diesen Tag mit Euch gemeinsam begehen darf.

*Eingangspsalm:
Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
2 Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
3 Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
5 Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.
6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

* Gebet:
Herr Jesus Christus, in dir begegnen wir dem guten und treuen Gott. Voll Vertrauen bitten wir dich für die Eheleute Isolde und Jakob Fabrizius, die sich vor fünfundzwanzig Jahren das Jawort gegeben haben.
• Für Isolde und Jakob, die voll Dankbarkeit auf fünfundzwanzig Jahre schauen, in denen sie in Liebe einander verbunden sind: dass sie noch viele Jahre füreinander ein Segen sind!
• Für ihre Tochter Julia und ihren Freund Eric, dass sie nach dem Vorbild ihrer Eltern und Schwiegereltern zueinander stehen und einander helfen! Dass sie auch einen Weg dieser Liebe gehen können und du ihnen ein Segen bist.
• Für alle jungen Menschen, die sich auf die Ehe vorbereiten: dass sie lernen, was eheliche Liebe und Treue bedeuten!
Vater im Himmel, in deiner Hand stehen wir alle verzeichnet. Wir bitten dich: Sei den Isolde und Jakob, die heute ihre Silber-Hochzeit feiern, weiterhin nahe! Und gib uns allen die Kraft, einander beizustehen! Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
AMEN

* Ansprache:

- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Textlesung: 1. Korinther 16, 14

Liebe Isolde, lieber Jakob, liebe Festgemeinde.

Euer Trauspruch den ihr vor 25 Jahren ausgesucht hattet, steht auch heute in eurem Jubelgottesdienst mit Eheversprechensauffrischung wieder im Mittelpunkt. Im 1. Korinther 16 heißt es im Vers 14: „Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen“. Wunderschön, dieser Vers. Alles in Liebe zu tun. Und ihr wisst was es heißt einen schweren Weg gemeinsam zu gehen und zu merken dass eure Liebe fast zerbricht. Zehn Jahre hat die Krise eure Beziehung auf die Probe gestellt. In unserem schönen Vorgespräch hast du mir das Isolde gesagt, dass nach dem Tod eurer Tochter Emma die mit erst sieben Jahren gehen musste, dass da eure Liebe fast erloschen sei. Dank einer Frau die deine Seele aufbauen konnte und dir zurück ins Leben geholfen hat, hatte eure Liebe wieder eine Chance. Ihr habt das dunkelste und schlimmste was Eltern passieren kann erlebt, gelebt, getragen und es hat euch am Ende doch nicht auseinander gerissen, sondern es hat euch doch wieder zusammen gebracht, ganz nahe. Hier habt ihr euren Trauspruch das erste Mal anwenden müssen und ihn auch gebraucht. Ihr habt aber auch viel Freude an schönen Dingen in eurem Leben. Eure Tochter Julia auf die ihr sehr stolz seid. Auf eure Familie die euch Stütze, Halt und Kraft ist. Als ich euch kennen gelernt habt, war es für Jakob klar, das ist die Frau meines Lebens. Für Isolde war das nicht klar, die dachte, der ist doch viel zu Jung, der sieht aus wie 15. Was soll ich mit so einem Kind? Aber Jakob lies nicht locker. Er gewann am Ende und eroberte Isoldes herz im Sturm. Im Mai 1992 habt ihr euch kennen gelernt und im August 1992 in Hellstein das „Ja“ Wort gegeben. Ihr beide habt bei unserem Gespräch immer noch das Funkeln in euren Augen gehabt. Ich spürte das da zwei Menschen sitzen die in Liebe miteinander verbunden sind und wie ihr Trauspruch es sagt alles in Liebe tun. Ihr seid eine Einheit. Ihr zwei Isolde und Jakob seit so eng miteinander verbunden und nichts konnte euch trennen. Die Liebe geht manchmal schwere Wege, ihr aber habt euch nicht vom Weg eurer Liebe abbringen lassen. Auch die kleinen Dinge die euch aneinander stören schaffen das nicht. Isolde mag es nicht wenn Jakob einen über den Durst getrunken hat und dann alles vergisst. Und Jakob mag es nicht das Isolde immer recht haben will und nicht mal zugeben kann, dass sie da falsch liegt.
( grinsen: Dazu sage ich dir Jakob: §1 Isolde hat immer recht, §2 wenn Isolde nicht recht hat, tritt automatisch §1 in Kraft)
Jakob sagte in unseren Gespräch das er einfach alles an seiner Isolde Liebt und Isolde sagte, dass sie Jakobs freundliche und einfache Art sowie seine Treue ihr und der Familie gegenüber liebt. Auch hier setzt ihr euren Trauspruch um, ihr tut alles in der Liebe.
Liebes Silberhochzeitspaar, dieser Tag heute, die Feier der silbernen Hochzeit, lässt zurückschauen und lässt gleichzeitig den Blick in die vor Ihnen liegende Zukunft schweifen. Dir Isolde war dieser Tag heute ganz besonders wichtig und eine Herzenssache. Du wolltest danke sagen, einmal an die Frau die dir in dieser schweren Krise geholfen jhat, einmal Gott der seine schützende Hand nicht von dir genommen hat und deinem Jakob, mit dem du heute sehr glücklich bist und der für dich der Mann und die Liebe ist für dein Leben. Nichts kann diesen Glauben erschüttern. Wie Wandersleute, die sich nach anstrengendem Marsch am Abend am Feuer versammeln, sich von den Geschehnissen des Tages erzählen und auf den kommenden Tag blicken, so halten ihr zusammen mit eurer Familie und anderen lieben Menschen.
Nie aufgehört zu Lieben, das ist harte Arbeit für beide. Die Schwächen und die Stärken des Partners und der Partnerin ertragen, lernen damit klar zu kommen. Die kleinen Dinge die im Alltag manchmal nerven zu ertragen, einen Weg zu finden damit zu leben, alles das habt ihr geschafft.
Das was Sie beide bis heute erreicht haben auf eurem gemeinsamen Weg war nicht immer leicht. Aber ihr lebt eurer Leben in gegenseitigem Respekt. Jakob liebt seinen Garten und geht darin auf. Isolde hat ihr Hobby zum beruf gemacht und geht in ihrer Arbeit als Physiotherapeutin auf. Wohin der Weg geht ist ungewiss, aber im Vertrauen auf Gott, auf seine Liebe und auf seinen Schutz auf dem Weg seid ihr nicht alleine. Er ist der Wegbegleiter.

So wünsche ich euch beiden das eure Liebe zueinander niemals aufhört, das sie auch in den nächsten 25 Jahren getragen wird von dem Vers den wir über eure Silberhochzeit stellen. „Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen“ Gottes Segen begleite, behüte und beschützte dich Isolde und dich Jakob. AMEN

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

Musik

*Trauerneuerung und Versprechen:
Liebe Isolde, lieber Jakob, wenn Ihr nun Euer Eheversprechen erneuert, versprecht Ihr Euch hier im Angesicht Gottes von neuem die Liebe und Treue, wie Ihr es an Eurem Hochzeitstag getan haben.
Versprecht Ihr Euch, auch weiterhin in guten und in schlechten Tagen füreinander da zu sein, den Weg eurer Partnerschaft gemeinsam zu gehen, so lange Euch eure Liebe trägt? Dann antwortet „JA“ mit Gottes Hilfe

Isolde und Jakob antworten:
„JA“ mit Gottes Hilfe
Vor fünfundzwanzig Jahren habt Ihr, Isolde und Jakob, versprochen, einander zu lieben, zu achten und zu ehren, in guten und in schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit, so lange euch eure liebe trägt.

Wir wollen beten:
Herr und Gott, Schöpfer der Welt, du hast den Menschen als Mann und Frau erschaffen. Wir danken dir, dass Isolde und Jakob heute fünfundzwanzig Jahre im der Ehe verbunden sind, und bitten dich:
Stärke ihren Glauben, festige sie in der Hoffnung und lass sie in der Liebe wachsen, damit sie eine gute Ehe führen und ihren Kindern das Beispiel eines christlichen Lebens geben. Herr, lass sie in der Gemeinschaft deiner Kirche mit dir verbunden bleiben, alle Tage ihres Lebens deinen Namen preisen und der Welt Zeugnis von dir geben. Amen.


* Segen für das Jubiläumspaar:
Der Herr
voller Liebe wie eine Mutter und gut wie ein Vater
Er segne dich
er lasse dein Leben gedeihen, er lasse deine Hoffnung erblühen, er lasse deine Früchte reifen.
Der Herr behüte dich
er umarme dich in deiner Angst, er stelle sich vor dich in deiner Not.
Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir
wie ein zärtlicher Blick erwärmt, so überwinde er bei dir, was erstarrt ist.
Er sei dir gnädig
wenn Schuld dich drückt, dann lasse er dich aufatmen und mache dich frei.
Der Herr erhebe sein Angesicht über dich
er sehe dein Leid, er tröste und heile dich.
Er gebe dir Frieden
das Wohl des Leibes, das Heil deiner Seele, die Zukunft deinen Kindern.
Amen.
So sei es.

* Fürbittengebet:
Von dir, Gott, kommt alles Gute, so lass uns vor dir erinnern,
was du uns geschenkt hast, dass wir Isolde und Jakobs Liebe erlebten, dass uns Verzeihung widerfuhr, dass wir uns miteinander freuten, dass wir miteinander lachten.
Gott der Allmächtige hat euren Weg vor 25 Jahren zusammengeführt.
Lasst uns Bitten, dass Isolde und Jakob glücklich bleiben.
Er hat euch den Weg gezeigt, miteinander zu gehen, zusammen zu fühlen, zu denken, zusammen zu leiden und in guter Ehe zu leben. Lasst uns Bitten, dass Isolde und Jakob sich weiterhin aufrichtig lieben und nicht in der Alltäglichkeit erstarren. Das sie immer die richtigen Worte finden und sich gegenseitig die helfende Hand schenken. Es war ein langer Weg, voll gegenseitigem Vertrauen, mit viel Freude,
wohl aber auch mit Entbehrungen, Mühe und Arbeit.
Lasst uns bitten, für "Alle" die Isolde und Jakob wohlwollend begleitet haben, die Eltern, die Geschwister und Verwandten mit denen Sie aufgewachsen sind.
Von dir, Gott, kommt alles Leben, so lass uns dir danken, was wir von dir erhielten: die trauten Stunden des Friedens, die Sorgen um das Wachsen der Tochter Julia, den verlust von Emma, die schöpferischen Ideen, die Mühen des alltäglichen Arbeitens.
Danke dass wir diesen Tag heute hier feiern dürfen in deinem Angesicht, bleibe du bei uns auf dem Weg unserer Liebe und sei bei uns.
Vor dich bringen wir in der Stille, was uns bewegt und belastet, was uns glücklich und dankbar macht:...
Stilles Gebet

Und gemeinsam beten wir mit den Worten unseres Herrn,

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Votum:
Der Herr sei vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen.
Der Herr sein neben dir,
um dich in die Arme zu schließen
und dich zu schützen.
Der Herr sei hinter dir,
um dich zu bewahren
vor der Heimtücke böser Menschen.
Der Herr sei unter dir,
um dich aufzufangen,
wenn du fällst
und dich aus der Schlinge zu ziehen.
Der Herr sei in dir,
um dich zu trösten,
wenn du traurig bist.
Der Herr sei um dich herum,
um dich zu verteidigen,
wenn andere über dich herfallen.
Der Herr sei über dir,
um dich zu segnen.
So segne dich der gütige Gott.

* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.

Musik zum Ausgang
  Thema: Kirchliche Trauung Ott am 19.08.2017
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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 19.08.2017 12:09   Titel: Kirchliche Trauung Ott am 19.08.2017
Hochzeit von Jessica und Alex Ott
am 19. August 2017 um 12.00 Uhr
in der Ev. Luth. Johanneskirche Neudorf
Text: Ruth 1, 16 und einem Russischen Sprichwort “Die Liebe gleicht einem Ring und der Ring hat kein Ende“


Orgelvorspiel mit Einzug der Braut und des Brautvaters

Lied EG 621 Ins Wasser fällt ein Stein

Begrüßung:

Im Namen Gottes des Vater und des Sohnes und des heiligen Geistes. AMEN

Herzlich willkommen zur Trauung von Jessica und Alex.

Mit dir will ich bauen an unserem gemeinsamen Leben,
nicht an etwas Leerem, sondern mit offenem Blick zur Welt.

Mit dir will ich bauen an einem Zuhause für dich und mich und jeden, der unseren Weg kreuzt, für einen Platz wo Wärme und Ruhe für viele ist.

Mit dir will ich bauen an einem vielseitigen Zusammenleben
wo jeder, welche Hautfarbe, Sprache oder Überzeugung er auch hat, zusammen mit Anderen glücklich sein darf.

Mit dir will ich bauen an der Zukunft für unseren Sonnenschein Alisha, damit sie in Liebe und Achtung aufwachsen kann.

Mit dir will ich bauen an einer Welt, wie Gott sie sich erdacht hat. Ich möchte dich unentwegt anschauen, aber dann ständen wir immer gegeneinander.
Ich möchte dich umarmen und meine Arme nie mehr öffnen,
doch dann kämen wir keinen Schritt weiter.
Drum wollen wir einander bei der Hand nehmen,
in dieselbe Richtung schauen und auf dasselbe Ziel zugehen.
Ich werde verstehen, wie du denkst und fühlst,
wie du die Menschen siehst und das Leben.
Ich werde lernen, mit dir zu denken, mit deinen Augen zu sehen
und mit deinem Herzen zu empfinden.
Ich werde nicht versuchen, dich nach meinen Wünschen
umzuformen.
So werden wir aneinander wachsen und einander immer tiefer lieben und achten.
Du wirst durch mich mehr du selber werden
und ich mehr ich selbst durch dich.
Der Andere ist anders:
Er denkt anders, als ich denke.
Er handelt anders, als ich handle.
Er meint etwas anderes, als ich verstanden habe.
Er tut etwas anderes, als ich es von ihm erwartet hätte.
Er sagt etwas anderes, als ich es für passend finde.
Er lacht und trauert anders, als ich augenblicklich gestimmt bin.
Er schlussfolgert anders, als ich es für logisch halte.
Er äußert sich anders, als ich es hören wollte.
Er lebt anders als ich und doch sind wir eins, verbunden
in Liebe.

Psalm:
HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel
ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes
und dein Recht wie die große Tiefe. HERR, du hilfst
Menschen und Tieren.
Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder
unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!
Sie werden satt von den reichen Gütern deines
Hauses, und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem
Strom.
Denn bei dir ist die Quelle des Lebens,
und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
(Ps. 36,6-10)
AMEN.

Gebet:
Lasst uns beten:
Lieber himmlischer Vater,
du hast Jessica und Alex bis hier her begleitet.
Wir bitten dich, sei du der Wegbegleiter auf dem
Weg der Liebe von unseren beiden. Segne und begleite
was du begonnen hast und stärke unser Paar in der Kraft
deiner Liebe. Sei du der gute Hirte auf dem Weg der Liebe und sei du der das Vorbild. AMEN

Lied EG 610, 1-3 Herr deine Liebe

PREDIGT

Liebe Jessica, lieber Alex, liebe Festgemeinde!

Euer Trauspruch für diesen Tag heute steht im Buch Ruth im 1. Kapitel Vers 16. "Ruth antwortete: Rede mir nicht ein, dass ich dich verlasse und von dir umkehren sollte. Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Euer Wunsch war es auch das zu eurem Trauspruch dieses Russische Sprichwort dazu kommt „Die Liebe gleicht einem Ring und der Ring hat kein Ende“.und einem Russischen Sprichwort “Die Liebe gleicht einem Ring und der Ring hat kein

Liebes Brautpaar, liebe Eltern, liebe Hochzeitsgemeinde.
So spricht Ruth aus dem Alten Testament. Ruth die Moabiterin, die nach dem Tod ihres Mannes in das fremde Land Israel wandert und so eine der Großmütter des Königs David wird. So spricht Ruth zu ihrer Schwiegermutter, die Ruth wieder nach Hause schicken will.
So ist das manchmal mit Bibelsprüchen, sie klingen so schön und passen zunächst einmal gar nicht zu unserer Situation.
Trotzdem: Die Worte der Ruth passen auch für ein Brautpaar. Denn auch Eure Situation hat mit der der Ruth manches ge-meinsam. Ihr habt nun einen gemeinsamen Lebensweg als verheiratete vor Euch. Seit 2015 seit ihr ein Paar. Also 2 Jahre nun schon, eine Tochter, euren Sonnenschein Alisha habt ihr auch schon, sie kam im Februar 2017 zur Welt. Wo genau Euer Weg in 5, 10, 20 Jahren hinführen wird, das wisst Ihr nicht. Auch die Zukunft ist ein fremdes Land.

Und gerade weil wir so immer wieder aus dem Vertrauten in die Fremde unterwegs sind, brauchen und suchen wir uns Men-schen, die mit uns gehen und bei denen wir in jeder Fremde geborgen und daheim sind. Wo du hingehst, da will ich auch hingehen und wo du bleibst, da bleibe ich auch. Das ist so schön. Das hat bei euch ein halbes Jahr gedauert bis ihr ein Paar ward. Kennen gelernt habt ihr euch über Freunde. Ihr habt euch gefunden und ihr gehört zusammen. Glücklich der Mensch der die Liebe fürs Leben gefunden hat, bei dem man Zuhause sein kann in guten, wie in bösen Tagen. Und genau das sagt Ihr, liebes Brautpaar heute zueinander. Das ist und bleibt nicht nur heute ein Grund zum Feiern. Und das Russi-sche Sprichwort soll als Symbol für eure Ehe stehen. Das eure Liebe kein ende hat und ewig dauert. So wie es heißt: „Die Liebe gleicht einem Ring und der Ring hat kein Ende“.
Auch wenn ihr euch über die Macken des anderen Mal ärgert, Alex über Jessica weil sie furchtbar ungeduldig ist und manch-mal die Dinge nicht macht die sie machen wollte. Und Jessica über Alex der so schnarcht dass sie ihm manchmal am liebsten ein Kissen aufs Gesicht drücken würde, was sie aber nicht macht. Sie tritt ihn lieber. So habt ihr mir das erzählt und dabei gelächelt. Und dann gibt es aber auch die Vorzüge die ihr habt. Jessica, sagte sie liebt an ihrem Alex sein lachen und seine Augen. Und Alex liebt an seiner Jessica ihre positive Ausstrah-lung und ihre Art.

Und Gott gibt seinen Segen dazu. Als Ruth in die Fremde auf-bricht, ist es alles andere als klar, dass eine gute Zukunft auf sie wartet. Und wenn sie auf ihre Vergangenheit zurückblickt, muss ihr der Mut noch mehr sinken. Aber Ruth verliert den Mut nicht. Ruth schaut nach vorn. Und Gott gibt seinen Segen dazu.

Ihr, liebe Jessica, lieber Alex tut gut daran, wenn Ihr heute dem Beispiel von Ruth folgt und nicht zurück, sondern in die Zukunft schaut. Nicht im Vertrauen auf Euere eigene Kraft, sondern im Vertrauen auf den Gott, der seinen Segen dazu gibt. Dein Gott soll auch mein Gott sein, so heißt es in Euerem Trauspruch. Und damit ist eine Quelle angesprochen, die Eurer Beziehung mehr Kraft schenken kann, als gemeinsame Neigungen, Hob-bys oder Interessen. Einen gemeinsamen Glauben haben heißt, sich nicht nur beieinander sondern auch in der gleichen Hoffnung geborgen wissen, bei dem Gott, der versprochen hat alle Tage bei Euch zu sein bis ans Ende der Welt. Und deshalb sagt ihr dann nicht einfach nur Ja zueinander: Sondern Ja, mit Gottes Hilfe.
Gottes Hilfe haben wir nötig. Auch die Liebe zwischen zwei Menschen braucht sie. Denn unsere Liebe hat Höhen und Ab-gründe.
Aber ohne Liebe funktioniert das Leben nicht.

Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich, Verantwortung ohne Lie-be rücksichtslos; Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart, Freund-lichkeit ohne Liebe heuchlerisch; Klugheit ohne Liebe macht grausam, Ordnung ohne Liebe kleinlich; Besitz ohne Liebe macht geizig, Ehre ohne Liebe hochmütig; Glaube ohne Liebe macht fanatisch. Ein Leben ohne Liebe ist sinnlos.

Deshalb darf die Liebe nicht fehlen.
Daran erinnert euch immer wieder auf Euerem gemeinsamen Weg. Und stellt Euer Leben und Eure Liebe zueinander immer wieder unter den Schutz und Segen Gottes. Unter den Schutz des Gottes, der auf der Seite der Liebenden steht und alles tun will, damit Eure Liebe nicht stirbt, sondern wächst und gedeiht zu Eurer Freude und zur Freude Eurer Freunde und Verwand-ten.

Dann wird Euch Euer gemeinsamer Gott davor bewahren, dass Ihr über allem Guten und Schönen im Leben, über Alltag und Arbeit das vergesst, was Euerem Leben wirklich Sinn und Zu-kunft gibt. Dann wird Euch Gott davor bewahren, dass Ihr ein-ander und Eure Liebe aus den Augen verliert.

Dass Ihr Euch bei aller Liebe Platz lasst, auch dazu will der Glaube Euch helfen. Denn der Glaube nimmt der Liebe die Angst. Jeder von Euch darf den anderen in der Hand Gottes geborgen wissen. Dem gehört Euer Leben, Euer Anfang und Euer Ende.
Deshalb wünschen wir Euch, dass ihr Euch darauf freut und ge-lassen bleibt, und dass Ihr wie Ruth einmal zurückschauen und feststellen könnt, dass Euer gemeinsames Leben trotz aller Höhen und Tiefen von dem Gott gesegnet war, der seine Barmherzigkeit nicht von uns abwendet.
Amen.

Lied EG 316, 1-3 Lobe den Herren

Lesung:
Der Apostel Paulus sagt in seinem Hohelied über die Liebe:
Man kann sich auf jede Sprache verstehen – ohne Liebe bleibt es leeres Getön.
Man kann die Verhältnisse durchschauen, kann die Folgen ab-sehen, kann sehr fromm sein – ohne Liebe nützt das nichts.
Man kann hergeben was man hat, zuletzt sich selbst – ohne Liebe wird dadurch nichts besser.

Liebe ist ausdauernd und gütig, sie ist nicht eifersüchtig und macht nicht große Worte.
Liebe stellt sich nicht schamlos zur Schau.
Liebe will nicht auf ihre Kosten kommen, sie fragt nicht: Was hab’ ich davon?
Liebe lässt sich nicht zu Zank verleiten, sie trägt nicht nach. Sie bedauert Unrecht und freut sich an Wahrheit.
Liebe kann ertragen; sie hat immer noch Vertrauen, hat immer noch Hoffnung , hat immer noch Geduld.

Diese Liebe kennt kein Ende. Alle Weisheit kann am Ende sein, alles Träumen, alle Kunst.
Diese Liebe kennt kein Ende.
(1. Kor. 13,1-8a)

Orgelsolo:

Traufrage:
Nun bitte ich euch, Jessica und Alex, erhebt euch.

Jessica und Alex, Ihr wollt eure Ehe vor Gott und der Gemeinde bezeugen und den Segen empfangen und ihr wollt dass Ihr eu-re Ehe in der Verantwortung gegenüber Gott führen und nach Gottes Willen fragen wollt.

So frage ich Dich, Jessica Ott, geb. Schweigert vor der hier an-wesenden Gemeinde, vor Gott und in dieser wunderschönen Kirche, in der er jetzt ganz nahe bei dir ist: Ist es Dein Wunsch, Alex Ott als Deinen Mann anzunehmen, wie Gott ihn geschaf-fen hat in seiner Liebe? Und hoffst Du, dass weder Wohlstand noch Armut, weder Gesundheit noch Krankheit Euch trennen kann? Und ist es dein Wille im Gebet, dass Eure Liebe sich weiterentfalte, nicht stehen bleibe und so zum Zeichen der Got-tesliebe werden kann, solange eure Liebe euch trägt? So ant-worte: Ja, Alex, ich verspreche es!

Jessica antwortet: Ja, Alex, ich verspreche es!

So frage ich Dich, Alex Ott, vor der anwesenden Gemeinde, vor Gott und in dieser wunderschönen Kirche, in der er jetzt ganz nahe bei dir ist: Ist es Dein Wunsch, Jessica Ott geb. Schwei-gert als Deine Frau anzunehmen, wie Gott sie geschaffen hat in seiner Liebe? Und hoffst Du, dass weder Wohlstand noch Ar-mut, weder Gesundheit noch Krankheit Euch trennen kann? Und ist es dein Wille im Gebet, dass Eure Liebe sich weiterent-falte, nicht stehen bleibe und so zum Zeichen der Gottesliebe werden kann, solange eure Liebe euch trägt? So antworte: Ja, Jessica ich verspreche es!

Alex antwortet: Ja, Jessica ich verspreche es!

Ringwechsel:
Ein Ring ist rund,
er hat keinen Anfang und kein Ende.
Deshalb ist er ein altes Symbol
für die Liebe Gottes,
die das Leben rund werden lässt
und kein Ende findet.

Tragt in Zukunft Eure Ringe
Mit den eingefügten Namen
Zum Zeichen, dass auch Eure Liebe
alle Grenzen überwindet
und Euch immer wieder verbindet,
bis Gott Euch zu sich ruft.

Gebet zum Trausegen:
(Zum Segen reicht euch nun die [rechte] Hand.)
Barmherziger Gott, siehe gnädig auf diese Eheleute.
Lass sie unter deinem Schutz ihr Leben führen, in der Liebe wachsen und in guten und bösen Tagen beieinander die Treue halten. Dein Segen sei und bleibe bei ihnen. Wir bitten dich durch Jesus Christus, unseren Herrn. AMEN

Trausegen (stehend):
GOTT, Vater, Sohn und Heiliger Geist segne eure Ehe. Er er-leuchte euch durch sein Wort und erfülle euch mit seiner Gna-de, dass ihr bleibt in seiner Gemeinde und das ewige Leben er-langt.

Lied EG 331, 1+2 Großer Gott wir loben dich

Fürbitten:
Menschenfreundlicher Gott, wir wenden uns dir zu und wir bit-ten dich:
Für Jessica und Alex, die sich in dieser Feier das Ja-Wort ge-geben haben: dass sie einander lieben, achten und ehren und sich so gegenseitig zu einem geglückten Leben verhelfen. Das ihnen Glaube, Hoffnung und Liebe immer begegnen.
Für die Eltern und Verwanden, die sich mit euch freuen das ihr den heiligen Bund der Ehe hier in der Johanneskirche Neudorf gegangen seid. Dies ist euer Tag, der Tag an dem Gott euren Bund gesegnet hat und mit euch geht. Ihr seid eins in der Liebe die über allem steht. Jessica und Alex sind von Gott angenom-men und geliebt und einzigartig und wertvoll.

Für alle Eheleute, die es schwer miteinander haben: dass sie Gesprächsbereitschaft entwickeln und Wege zur Versöhnung finden. Die Liebe vermag über alle schweren Tage und Stunden hinweg zu helfen, wenn man bereit ist auf den anderen zuzu-gehen.

Für alle, die nicht mehr an dich glauben können, und für alle, die unsicher geworden sind in ihrem Glauben an dich: dass sie die Zeichen erkennen, die du uns immer neu schenkst.

Gott, du bist unser Glück, und du willst das Glück der Men-schen. Vor dir sind wir alle eins und in dir sind wir geborgen.

Und gemeinsam beten wir mit den Worten die uns Jesus gelehrt hat

Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. AMEN.

Lied: 557 Ein Licht geht uns auf

Bekanntmachung:

Die Kollekte ist für die Eigene Gemeinde bestimmt.

Segen:
(Gehet hin im Frieden des Herrn.)
Der Herr segne dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht
leuchten über dir und sei dir gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich
und gebe dir Frieden.
AMEN.

Auszug mit Brautpaar, Prädikant und Orgel
  Thema: Taufgottesdienst am 8. Sonntag nach Trinitatis, 06.08.2017
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 06.08.2017 17:10   Titel: Taufgottesdienst am 8. Sonntag nach Trinitatis, 06.08.2017
Taufgottesdienst am 8. Sonntag nach Trinitatis
am 6. August 2017 um 10.30 Uhr
in der Ev. Laurentius Kirche Hain Gründau
Text: Ps. 91,11f. & Sprüche 2, 10f
Thema: Größer werden (Zollstock)

Lied EG 161 Liebster Jesu wir sind hier

Begrüßung: Wagner
Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen des Vaters, der uns auf allen Wegen begleitet,
im Namen Jesu, der uns alle kennt und für uns da sein will,
und im Namen des Heiligen Geistes, der mitten unter uns ist. Amen.

Wir wollen in diesem Gottesdienst heute Merle, Henrie und Hanna taufen.
Diese kleinen Täuflinge, ihre Eltern, Geschwister, Großeltern, Paten, Verwandten und Freunde begrüße ich deshalb ganz be-sonders herzlich heute in unserer Laurentius Kirche zum Tauf-gottesdienst. Heute sagt Gott ja zu unseren drei kleinen die wir taufen wollen.

Herr Menzel
Vorstellung Prädikant Wagner (Ich bin seit 20 Jahren im Amt und komme aus Wächtersbach und bin dort an der Ev. Kirche tätig. Bis 2015 als Lektor und seit 2016 als Prädikant. Hauptbe-ruflich arbeite ich in der Praxis Dr. Rohn in Gründau Lieblos und bin 49 Jahre alt.) Wenn sie mehr Infos benötigen sagen sie be-scheid.

Lied EG 331, 1-3+6 Großer Gott wir loben dich


Eingangspsalm:
(Unter Gottes Schutz)
Wer unter dem Schutz des höchsten Gottes lebt
und bleiben darf bei ihm, der alle Macht hat,
der sagt zum HERRN:
»Du bist meine Zuflucht,
bei dir bin ich sicher wie in einer Burg.
Mein Gott, ich vertraue dir!«

Du kannst dich darauf verlassen:
Der HERR wird dich retten vor den Fallen,
die man dir stellt, vor Verrat und Verleumdung.
Er breitet seine Hügel über dich,
ganz nahe bei ihm bist du geborgen.
Wie Schild und Schutzwall deckt dich seine Treue.
Du musst keine Angst mehr haben
vor Gefahren und Schrecken bei Nacht,
auch nicht vor Überfällen bei Tag,
vor der Seuche, die im Dunkeln zuschlägt,
oder dem Fieber, das am Mittag wütet.

Du sagst: »Der HERR ist meine Zuflucht.«
Beim höchsten Gott hast du Schutz gefunden.
Darum wird dir nichts Böses geschehen,
kein Unheil darf dein Haus bedrohen.
Gott hat seinen Engeln befohlen,
dich zu beschützen, wohin du auch gehst.
Sie werden dich auf Händen tragen,
damit du nicht über Steine stolperst.
und Schlangen können dir nicht schaden,
du wirst sie alle niedertreten.

Gott selber sagt:
»Er hängt an mir mit ganzer Liebe,
darum werde ich ihn bewahren.
Weil er mich kennt und ehrt,
werde ich ihn in Sicherheit bringen.
Wenn er mich ruft, dann antworte ich.
Wenn er in Not ist, bin ich bei ihm;
ich hole ihn heraus und bringe ihn zu Ehren.
Ich gebe ihm ein langes, erfülltes Leben;
er wird die Hilfe erfahren, auf die er wartet.«
(Ps. 91,1-6.9-16)
Kommt lasst uns anbeten

Gebet
Herr Jesus Christus,
so vieles bewegt uns heute,
am Tag der Taufe unserer Kinder, Merle, Henrie und Hanna.
Wir denken an all das, was nun hinter uns liegt,
an die Freunde und Aufregung, als die drei zu den Familie ge-kommen sind, an die Hoffnungen und Ängste in den ersten Ta-gen. Wir denken auch an das, was vor uns liegt,
an die Verantwortung, die wir für Merle, Henrie und Hanna tra-gen.

Herr, wir wissen, wie viel Zuwendung, wie viel Liebe diese Kin-der brauchen, damit sie voller Vertrauen aufwächsen können.
Doch wir wissen auch, Herr, dass unsere Liebe begrenzt ist,
zeitlich und räumlich, aber auch in ihrer Kraft und Tiefe.

So werden auch Stunden und Tage kommen, wo dieses Kinder unsere Liebe entbehren müssen, wo wir ihren Herzen ferne sind.

Herr Jesus Christus, lass Merle, Henrie und Hanna immer dann, wenn wir ihnen nicht nahe sind, die Wahrheit deiner Ver-heißung erfahren, die auch heute über diesen dreien ausge-sprochen wird:
"Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende".
AMEN

Lesung - Mk 10, 13-16: Herr Menzel
Die Bibel erzählt uns, wie Jesus mit Kindern umging:
Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jün-ger aber fuhren sie an. Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen und weh-ret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahr-lich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.

Lesung Mt 28, 18-20:
Hört den Tauf- und Missionsbefehl Jesu am Ende des Mat-thäusevangeliums:
Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befoh-len habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Tauffrage:
Liebe Eltern, liebe Paten.
Ihr wollt, dass eure Kinder Merle, Henrie und Hanna getauft werden. Damit übernehmt ihr die Aufgabe, eure Kinder Merle, Henrie und Hanna im christlichen Glauben zu erziehen und ih-nen durch Wort und Beispiel zu helfen, Gott und die Menschen zu lieben. So frage ich euch, Eltern und Paten:
Seid ihr dazu bereit, so antwortet: "Ja"

Eltern und Paten: "Ja".

Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

Musik vom Laptop

Taufe:
Im Namen dessen, der uns bei unserem Namen ruft,
(etwas Wasser ins Taufbecken füllen)
im Namen dessen, zu dem Gott bei seiner Taufe sprach: »An dir habe ich Wohlgefallen!«,
(weiteres Füllen des Taufbeckens mit Wasser)
im Namen dessen, der in der Taufe gegenwärtig ist und Ge-meinschaft wirkt –,
(noch einmal Wasser ins Taufbecken gießen)
im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geis-tes.

Taufe Merle:
Als Zeichen dafür, dass Gott dieses Kind ganz persönlich ruft, nennen Sie als Pate/Patin/Paten den Namen des Kindes.
Pate/Patin/Paten:
MERLE

Verlesen des Taufspruchs:
Merle, über Dir wird in der Taufe diese Verheißung ausgespro-chen: Dein Taufspruch lautet:
Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.
(Ps. 91,11f.)
Merle, ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Soh-nes und des Heiligen Geistes.
Gott Vater Sohn und heiliger Geist gebe dir seinen Gnade, Schutz und Schirm vor allem Argen, stärke und Hilfe zu allem guten, das du bewart wirst zum ewigen Leben,
Friede sei mit dir (+).
AMEN.

Anzünden der Taufkerzen:
Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Die Taufkerze brennt heute bei der Taufe unserer Täuflinge und soll sie immer darin erinnern, dass mit der Taufe ihnen das Licht des Lebens versprochen wird.
Damit wir die Kerzen alle noch sehen, bitte ich sie, sie auf den Altar zu stellen.

Segen für die Eltern und Paten:
- Gott segne euch Eltern. Er hat euch euer Kind geschenkt. Er helfe euch, ihm zu zeigen, Gott und die Menschen zu lieben.
- Gott segne euch Paten. Ihr habt eine große Verantwortung übernommen. Er helfe euch, eure Aufgabe zu erfüllen.
- Gott segne uns alle. Er helfe uns, dass wir sein Wort in der Gemeinde hören und nach seiner Liebe leben. Amen.

Taufe Henrie:
Als Zeichen dafür, dass Gott dieses Kind ganz persönlich ruft, nennen Sie als Pate/Patin/Paten den Namen des Kindes.
Pate/Patin/Paten:
HENRIE

Verlesen des Taufspruchs:
Henrie, über Dir wird in der Taufe diese Verheißung ausge-sprochen: DeinTaufspruch lautet:
Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.
(Ps. 91,11f.)

Henrie, ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Soh-nes und des Heiligen Geistes.
Gott Vater Sohn und heiliger Geist gebe dir seinen Gnade, Schutz und Schirm vor allem Argen, stärke und Hilfe zu allem guten, das du bewart wirst zum ewigen Leben,
Friede sei mit dir (+).
AMEN.

Anzünden der Taufkerzen:
Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Die Taufkerze brennt heute bei der Taufe unserer Täuflinge und soll sie immer darin erinnern, dass mit der Taufe ihnen das Licht des Lebens versprochen wird.
Damit wir die Kerzen alle noch sehen, bitte ich sie, sie auf den Altar zu stellen.

Segen für die Eltern und Paten:
- Gott segne euch Eltern. Er hat euch euer Kind geschenkt. Er helfe euch, ihm zu zeigen, Gott und die Menschen zu lieben.
- Gott segne euch Paten. Ihr habt eine große Verantwortung übernommen. Er helfe euch, eure Aufgabe zu erfüllen.
- Gott segne uns alle. Er helfe uns, dass wir sein Wort in der Gemeinde hören und nach seiner Liebe leben. Amen.

Taufe Hanna:
Als Zeichen dafür, dass Gott dieses Kind ganz persönlich ruft, nennen Sie als Pate/Patin/Paten den Namen des Kindes.
Mutter:
HANNA

Verlesen des Taufspruchs:
Hanna, über Dir wird in der Taufe diese Verheißung ausge-sprochen: Dein Taufspruch lautet:
Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen, und Erkenntnis wird deiner Seele lieblich sein.
(Sprüche 2, 10f)
Hanna, ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Soh-nes und des Heiligen Geistes.
Gott Vater Sohn und heiliger Geist gebe dir seinen Gnade, Schutz und Schirm vor allem Argen, stärke und Hilfe zu allem guten, das du bewart wirst zum ewigen Leben,
Friede sei mit dir (+).
AMEN.

Anzünden der Taufkerzen:
Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Die Taufkerze brennt heute bei der Taufe unserer Täuflinge und soll sie immer darin erinnern, dass mit der Taufe ihnen das Licht des Lebens versprochen wird.
Damit wir die Kerzen alle noch sehen, bitte ich sie, sie auf den Altar zu stellen.

Segen für die Eltern und Paten:
- Gott segne euch Eltern. Er hat euch euer Kind geschenkt. Er helfe euch, ihm zu zeigen, Gott und die Menschen zu lieben.
- Gott segne euch Paten. Ihr habt eine große Verantwortung übernommen. Er helfe euch, eure Aufgabe zu erfüllen.
- Gott segne uns alle. Er helfe uns, dass wir sein Wort in der Gemeinde hören und nach seiner Liebe leben. Amen.

Anrede KV: Herr Menzel

Lied EG 577 Kind du bist uns anvertraut

PREDIGT:
- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Liebe Tauffamilien, liebe Paten, liebe Verwandte und Freunde von Merle, Henrie und Hanna, liebe Gemeinde!

I. Einmaligkeit und Dankbarkeit
Es gibt wunderschöne Worte, die ausdrücken, was viele von uns beim Anblick eines kleinen Kindes bewegt.
»Du bist zur Welt gekommen, Merle, Henrie und Hanna.
Einmalig, mit einem unverwechselbaren Äußeren,
einem Wesen, das nur du hast.
Wir schauen dich an und wissen,
dass wir vor einem Geheimnis stehen,
vor dem Geschenk deines Lebens.
Dafür empfinden wir tiefe Dankbarkeit,
und wie vor deiner Geburt spüren wir jetzt,
dass wir das Eigentliche deines Lebens nicht in Händen hal-ten.«

Ja, einmalig und unverwechselbar sind unsere drei Täuflinge. Sie sind noch ganz klein. Merle ist 11Monate und einen Tag alt, Henrie ist 3 Monate und 7 Tage alt und Hanna ist 1 Jahr, fünf Monate und und vier Tage alt. Also ist Henrie das küken heutre Morgen.
Das ganze Leben liegt noch vor ihnen.
(Zollstock hochheben)

Wachsen
Ich habe unseren drei Täuflingen einen Zollstock mitgebracht.
In vielen Kinderzimmern gibt es Meßlatten, an denen man ein-tragen kann, wie groß ein Kind ist.
Kleine Kinder finden es immer wieder spannend zu schauen, wieviel sie wieder in welchem Zeitraum gewachsen sind.

Wissen Sie, wie groß ihre Kinder sind?
(Eltern antworten lassen und laut wiederholen, dann am Zollstock zeigen.)

II. Phasen des Wachsens
Seit Merle, Henrie und Hanna auf der Welt sind, werden sie größer, manchmal nicht wirklich wahrnehmbar. Dann sieht man es erst an den Kleidern, die plötzlich in der Waschmaschine ge-schrumpft zu sein scheinen. Wir Erwachsenen kennen das auch, das unsere Sachen schrumpfen, dass hat aber andere ursachen. Wachsen, das Größerwerden Ihres Kindes, damit sind Sie vertraut.
Sie werden auch in der Zukunft immer erleben, wie Merle, Hen-rie und Hanna größer und größer werden – immer ein Stück mehr wachsen. Und irgendwann können sie bei allen drei schon im Stehen Markierungen auf dem Zollstock machen.

III. Wachsen in vielerlei Hinsicht
In den ersten Lebensjahren eines Kindes gibt es unterschiedli-che Wachsstumsschübe. Von einem Tag auf den anderen ler-nen Babies und Kleinkinder ganz viel. So viel wie der Mensch in den ersten Lebensjahren wächst, sich weiterentwickelt und lernt – so viel lernt er in seinem ganzen Leben nicht mehr in so kur-zer Zeit.
Merle, Henrie und Hanna werden immer ein Stückchen größer, sie werden immer mehr lernen und verstehen, immer ein bi-schen selbständiger werden.
Sie lernen Laufen und Sprechen, den Löffel selber halten, sie gehen in den Kindergarten, dann irgendwann die erste Übernachtung bei Oma oder Opa oder bei den Paten.
Später gehen sie in die Schule und danach kommen die vielen eigenen Wege.
In den ersten Lebensjahren wächst ein Mensch in vielerlei Hin-sicht. Wenn unserer Kinder dann auf eigenen Füßen stehen und ihr eigenes Leben führen, dann sind sie erwachsen.

Viele Markierungen können sie im Laufe dieser Zeit bei den Zollstöcken von Merle, Henrie und Hanna machen.

Wir alle, auch Erwachsene, wachsen! Ab einem bestimmten Alter wachsen wir Menschen zwar körperlich nicht mehr. Aber es gibt Momente in unserem Leben, in denen auch wir Erwach-sene die Erfahrung machen, mit unseren Aufgaben zu wach-sen.

IV. Situation der Tauffamilien
Sie, liebe Tauffamilien haben erlebt, was es heißt von einem Tag auf den anderen, einen Säugling zu haben, den Sie ständig im Blick haben müssen.
Vieles worüber Sie sich vor der Geburt Ihres Kindes Gedanken gemacht haben, ist nicht mehr von Bedeutung. Denn sie sind in die neue Familiensituation hineingewachsen.
Nicht nur ihre Kinder sind im Bauch der Mutter gewachsen und wachsen mit jedem Tag nun weiter, sondern auch innerhalb ih-rer Familie ist mit dem neuen Erdenbürger etwas gewachsen, was vorher nicht da war. Es ist so wunderbar und einzigartig wenn die drei kleinen durchs Leben turnen. Zu sehen wie sie wachsen und ihre Umwelt wahrnehmen.
Sie machen die Erfahrung, dass es geht, ein Kind zu lieben und gleichzeitig Ihrer Liebe und Zuwendung zum Partner auch noch Raum zu geben.
Und Sie erleben: Da gibt es nicht nur die Liebe, die sie als El-tern Merle, Henrie und Hanna entgegenbringen, sondern auch die Liebe, die von diesen drei Kindern an Sie zurückgegeben wird. Die strahlenden Augen der Kinder, wenn sie weinen und sie sie dann hoch nehmen, sie trösten, sie knuddeln. Es ist so schön wenn sie als Eltern dann die Liebe ihres Kindes spüren.

VI. Im Glauben wachsen
Heute mit der Taufe von Merle, Henrie und Hanna beginnt der Weg des Glaubens für diese drei keinen Sonnenscheine. Denn in der Taufe sagt Gott ganz klar „ja“ zu ihnen: Du bist mein Kind, du gehörst zu mir.
Um in den Glauben hineinzuwachsen brauchen Merle, Henrie und Hanna ihre Eltern und Paten, ihre Großeltern, Verwandte und Freunde, die ihnen von Gott erzählen. In die Fußstapfen von Jesus zu treten und den Weg in ein Leben als Christ zu ge-hen, ist ein wachstumsprozess den die drei, Merle, Henrie und Hanna nicht ohne die Hlfe der Erwachsenen schaffen.
Die mit ihnen singen, die mit ihnen Kinderbibeln anschauen und mit ihnen beten.
Denn nur wenn der Weg des Glaubens für sie weitergeht, wenn sie den Glauben in ihrem Alltag mit den Menschen, die sie lie-ben erleben, können sie im Glauben wachsen.
Der Glaube lebt von der Gemeinschaft, die wir miteinander tei-len.
Dort, wo Menschen zusammen sind und über Gott nachdenken, ihm einen Platz in ihrem Leben geben, da wächst unser Glau-be.
Das kann im Gottesdienst geschehen oder zu Hause beim ge-meinsamen Gebet oder aber in der Natur, wo wir Gottes Schöp-fung ganz unmittelbar erleben. Bei mir ist es oft auf meinem Motorrad, wo ich eins bin mit meinem Chef wie ich ihn liebevoll nenne.
Wie groß unser Glaube ist, läßt sich nicht messen.
Auch der Glaube von Merle, Henrie und Hanna wird, wenn sie größer sind, nicht mit einer Markierung an ihren Zollstöcken festzumachen sein.

Liebe Gemeinde,
Taufsprüche können helfen im Glauben zu wachsen!
Die Taufsprüche, die sie, liebe Eltern für ihre Kinder ausgesucht haben, können Merle, Henrie und Hanna helfen, im Glauben zu wachsen.
Die Worte aus Psalm 91, Vers 11, dem Taufspruch für Merle und Henrie, heißt es:
Denn Gott hat seinen Engeln befohlen,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.
(Ps. 91,11)
Ich denke diese Worte des 91. Psalms sie sprechen aus, wor-auf der christliche Glaube vertraut: Dass Gott uns auf allen un-seren Wegen behüten und beschützen will. Das du nicht alleine bist in dieser Welt und das du dem vertrauen darfst der dich heute mit der Taufe angenommen hat, so einzigartig wie du bist. So war doch die Schwangerschaft bei Henries Mama ab dem 4. Monat recht schweirig und kamst du doch etwas früher als geplant zur Welt, es war nach dem Klitschkokampf in der Nacht zwei minuten nach Mitternacht ging es los und dann ging es ratz fatz, nach 3,5 Stunden warst du da. Ein Geschenk der liebe und mit dem Symbol das deine Eltern Silvie und Markus lieben, den Schmetterlingen, sie stehen als Symbol über deiner Taufe. Denn du kamst in der Denkerpose mit der linken Hand am Kinn zur Welt und noch heute zeigst du diese Denkerpose immer wieder gerne.
Auch bei Merle gilt: Dass Gott uns auf allen unseren Wegen behüten und beschützen will. Das du nicht alleine bist in dieser Welt und das du dem vertrauen darfst der dich heute mit der Taufe angenommen hat, so einzigartig wie du bist. Sie ist der Sonnenschein und wie sie liebe Sylvia mir gesagt haben ist Merle ein kleiner Duracelhase. Ihr Akku ist nie leer. Und das merkte man auch zum Ende unseres Taufgespräches. Sie sind dankbar als Eltern die beiden Paten zu haben, einmal ihre Schwester Sylvia und ihre beste Freundin.

Auch der Taufspruch von Hanna kann für ihren Glauben rich-tungsweisend sein.
In den Sprüchen heißt es:
Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen, und Erkenntnis wird deiner Seele lieblich sein.
(Sprüche 2, 10f)
Wunderschöne Worte aus den Sprüchen die über Hanna heute stehen.
Wenn es uns gelingt unsere Kinder zu Menschen zu erziehen, die sich für den Frieden einsetzen, für andere da zu sein, keine Vorurteile zu haben, jeden so anzunehmen wie er ist, dann hat Hanna Weisheit im Herz und eine Seele der Liebe. Die Erfah-rungen von Hass, Gewalt, Leid und Trauer können überwunden werden mit dem gelebten Glauben an die Liebe Gottes, die für uns in Jesus Christus Mensch geworden ist. Auch wenn Hanna ihrer Mama seit 15 Monaten wenig schlaf beschert und als „Wilde Hilde“ sich einen Namen gemacht hat, ist sie euer zwei-ter Sonnenschein. Genau so geliebt wie ihre ältere Schwester Emelie. Hanna ist euer kleiner Wirbelwind der euer Leben be-reichert.

Mögen unsere Täuflinge Merle, Henrie und Hanna in ihrem Le-ben immer wieder erfahren, dass Gott sie liebt, mögen sie Men-schen zur Seite haben, die sie auf dem Weg des Glaubens be-gleiten und stärken.

Möge Gott uns allen immer wieder den Mut und die Kraft schenkt, uns für sein Wort zu öffnen und im Glauben zu wach-sen. Amen.

Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eu-re Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn. AMEN.

Lied: EG 200,1+2+4 Ich bin getauft auf deinen Namen

Fürbittengebet:
Patin Nadja:
Wir bitten dich, liebender Gott, für Merle, Henrie und Hanna.
dass sie deine Liebe stets spüren,
dass stets Menschen da sind, die zuhören können,
dass Menschen da sind, die ihren Glauben stärken,
dass sie offen sind für deine frohe Botschaft
und darin Hilfe für ihr Leben finden,
dass sie deinen Segen spüren und ein Segen für
andere Menschen sein können.

Prädikant:
Wir bitten dich, sanfter Gott, für Merle, Henrie und Hanna,
dass sie viel Liebe und Geborgenheit durch die
Menschen erfahren, die sie so annehmen wie sie sind,
denen sie vertrauen können und die für sie immer da sind
und ihnen zu helfen, dass in ihnen Vertrauen wachsen kann
und dass sie lieben lernen von ganzem Herzen.

Patin Nadja:
Wir bitten dich, lieber Gott, für die Familien und die Paten
um deinen Beistand, damit sie Merle, Henrie und Hanna
mit Güte, Weisheit und Geduld begleiten und
dass sie für sie beten und ihnen Christsein vorleben.

Prädikant:
Wir bitten dich, lieber Gott, für uns alle,
dass wir uns der Verantwortung bewusst sind,
die wir für diese Welt haben und dass wir den Kindern eine Welt übergeben, in der sie gut und gerne leben mögen.
Wir danken dir, dass du Merle, Henrie und Elias mit Namen ge-rufen und in die Gemeinschaft der Kirche eingeführt hast.

Wir wollen heute auch für Anna Hartmann und Sebastian Eibl beten die am 10.09.2017 hier getauft werden. Herr, nimm diese Kinder an und in deiner Gemeinschaft auf. Du hast diese Kinder ins Leben gerufen, darum bitten wir dich begleite behüte und bescchütze sie.
Amen

In der Stille bringen wir vor dich Herr, was uns in dieser Gottesdienstlichen Stunde besonders am herzen liegt.

Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

Lied EG 562 Segne und behüte

Bekanntmachungen:

Votum:
Schwestern und Brüder,
erhebt euch zum Segen,
fasst die Hände der Menschen zu beiden Seiten:
Geht hin im Namen des lebendigen und fürsorgenden Gottes,
der uns seinen Geist schenkt.
Geht hin, um euch allem entgegenzustellen,
was das Leben von Kindern, Frauen und Männer versklavt.
Geht hin, um euch daran zu freuen,
dass wir einander haben,
geht hin, um das neue Leben aus Gottes Geist zu feiern.
Gott segne euch!

Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein An-gesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.
  Thema: Gottesdienst am 8.Sonntag nach Trinitatis, 06.08.17
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 06.08.2017 17:08   Titel: Gottesdienst am 8.Sonntag nach Trinitatis, 06.08.17
Gottesdienst am 8. Sonntag nach Trinitatis
9.15 Uhr Ev. Kirchraum Mittel Gründau
06.08.2017
Text: Jesaja 2, 1-5

* Lied EG 136, 1 O komm du Geist der Wahrheit

* Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat. AMEN

Liebe Gemeinde,
ich heiße sie und euch alle herzlich willkommen zum Gottesdienst am 8. Sonntag nach Trinitatis. Das Thema heute Morgen lautet: „Gott braucht uns als Christen.“

Ich wünsche uns allen einen mutmachenden Gottesdienst.

*Lied EG 455 Morgenlicht leuchte

*Eingangspsalm:
Du, Herr, segnest die Gerechten,
du deckest sie mit Gnade wie mit einem Schilde.

Herr, höre meine Worte, merke auf mein Reden!
Vernimm mein Schreien, mein König und mein Gott;
denn ich will zu dir beten.
Herr, frühe wollest du meine Stimme hören,
frühe will ich mich zu dir wenden und aufmerken.
Denn du bist nicht ein Gott, dem gottloses Wesen gefällt;
wer böse ist, bleibt nicht vor dir.
Die Ruhmredigen bestehen nicht vor deinen Augen;
du bist feind allen Übeltätern.
Du bringst die Lügner um;
dem Herrn sind ein Greuel die Blutgierigen und Falschen.
Ich aber darf in dein Haus gehen durch deine große Güte
und anbeten vor deinem heiligen Tempel in deiner Furcht.
Herr, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen; ebne vor mir deinen Weg!
Lass sich freuen alle, die auf dich trauen;
ewiglich lass sie rühmen, denn du beschirmest sie.
Fröhlich lass sein in dir, die deinen Namen lieben!

Du, Herr, segnest die Gerechten,
du deckest sie mit Gnade wie mit einem Schilde.

Kommt lasst uns anbeten:

*Aufforderung zum Bittruf:
Wie Salz, das kraftlos geworden,
wie Licht, das dem Verlöschen nahe ist,
so fühlen wir Christen uns oft:
entmutigt und hilflos.
Weil viele nichts von uns erwarten,
trauen wir uns selbst nichts zu,
lassen unsere Gaben und Kräfte verderben.
Wir rufen:

*Aufforderung zum Lobpreis:
Christus traut uns viel zu:
mit seiner Liebe die Erde verwandeln,
so wie Salz die Speisen würzt;
mit seiner Wahrheit die Welt erhellen,
so wie Licht die Finsternis durchbricht.
Weil er uns erleuchtet,
können wir Licht sein für andere.
Wir singen:

*Kollektengebet:
Herr Jesus Christus,
du hast deine Gemeinde berufen,
Salz der Erde und Licht der Welt zu sein.
Wir bitten dich:
Erwecke uns aus aller Trägheit und mach uns bereit,
dir zu dienen und deinen Namen zu bezeugen.
Der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regierst
von Ewigkeit zu Ewigkeit.
G: AMEN

* Schriftlesung: Epheser 5, 8b-14
8 b Lebt als Kinder des Lichts;
9 die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
10 Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist,
11 und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf.
12 Denn was von ihnen heimlich getan wird, davon auch nur zu reden ist schändlich.
13 Das alles aber wird offenbar, wenn's vom Licht aufgedeckt wird;
14 denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum heißt es: Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.
(Herr, dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege - Halleluja)

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

* Lied EG 262, 1-4 Sonne der Gerechtigkeit

* PREDIGT:

- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Reisen bildet, liebe Gemeinde, Reisen macht Spaß, Reisen schafft Abwechslung. Reisen schenkt Erholung und neue Eindrücke.
Sommerzeit- Reisezeit. Ich war schon und fahre auch bald wieder, andere sind noch und wieder andere fahren bald auf Reisen in den Urlaub. Ja natürlich auch das gehört dazu, dass Urlaub auch Stress sein kann, Strapazen, dass viele sich einen Urlaub kaum mehr leisten können, weil ein Eis, ein Kaffee oder ein Mittagessen irgendwo in den Urlaubsregionen für viele unbezahlbar geworden ist. Und man manchmal auch enttäuscht von einer Reise zurückkehrt.
Und doch gilt die Sommerzeit ist dies schönste Zeit im Jahr und, mit den Schulferien hat die große Reisewelle begonnen und wenn wir ehrlich sind, reden wir auch sonst im Jahr gern darüber wo wir waren, wo wir gern mal hin möchten und was wir als nächstes planen, wir sind mobil geworden. In alle Richtungen bewegen sich Menschen, verlassen ihren Alltag und ihre vertraute Umgebung, verlassen Trott und Routine, um in, 50, 300,1000 oder mehr Kilometern Entfernung aufzutanken oder abzuschalten. Es zieht uns in die Sonne, an das Meer, in die Berge, wir suchen Abenteuer, oder Langeweile uns reizt das Vertraute, oder das ganz Fremde. Noch nie konnten wir so viel und so weit Reisen.
Es gab Zeiten, die sind noch gar nicht so lange her, da gab es das nicht Urlaub und auch verreisen mit der ganzen Familie. Da blieb man in der Ferien zuhause, oder im Schrebergarten un das höchste aller Gefühle war ein Verwandtenbesuch. Jedenfalls für die Mehrzahl der Menschen, den weit größeren Teil der Gesellschaft.
Reisen, als Weg zu Gott. Als Weg zu einem Ort, von dem man glaubt, dort Gott näher zu sein, als zuhause.
Vielleicht haben sie auch schon vom Jakobsweg gehört, oder sind ihn selbst abgewandert oder gefahren, dieser Pilgerweg führt als Zielpunkt nach Santiago de Compostela einem Ort an der spanischen Atlantikküste. Ich selbst war noch nie dort, aber ich habe Freunde, die sich sehr intensiv mit dieser Route befasst haben. Und soviel habe ich verstanden, es ist ein beschwerlicher Weg, wenn man ihn läuft oder radelt und man reist mit leichtem Gepäck. Alles lassen, sich reduzieren auf das wesentliche, keine fünf Taschen ins Auto oder in den Flieger, nur das nötigste, das aller nötigste geht mit auf den Weg. Und überall bieten Menschen den Pilgern ihre Gastfreundschaft an, aber auch das, keine kuschelige Pension, sondern einfachste Quartiere, mal so eben ein Dach über dem Kopf an manchen Stellen. Ein Weg zu Gott der besonderen Art.

1 Dies ist's, was Jesaja, der Sohn des Amoz, geschaut hat über Juda und Jerusalem:
2 Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen,
3 und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns auf den Berg des HERRN gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem.
4 Und er wird richten unter den Heiden und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.
5 Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, lasst uns wandeln im Licht des HERRN!
So lesen wir es bei Jesaja.

Vielleicht ist das so, dass wir uns bewegen, in den Urlaub fahren, Reisen, weil wir dann den Kopf frei haben, weil wir dann nicht sehen, was noch alles zu tun ist, wo eigentlich wieder gestrichen werden müsste, wo der Garten guckt oder der Keller, wo Arbeit liegen geblieben ist, oder Einladungen nun endlich ausgesprochen werden sollten. Vielleicht ist es so, dass sich bewegen, reisen auch frei macht, für eine Zeit, von dem was uns im Alltag gefangen nimmt.
Und vielleicht ist es auch so, dass wir uns am Sonntag auch bewegen uns aufmachen an einen besonderen Ort, in die Kirche, um auch ein wenig zu verreisen aus dem Alltag. Weil wir hier abschalten können und still sitzen und ruhig sein, was zuhause nicht geht, oder auch um etwas mit anderen zu tun, zu erleben, was zuhause fehlt. Wir machen uns auf, wir bewegen uns, nicht nur mit dem Kopf, nicht nur mit dem Herzen Gott zu, sondern auch mit unseren Füssen. Alles, der ganze Mensch ist in Bewegung zu Gott.
Wir bewegen uns sozusagen auf Gott zu, wenn wir losgehen, nicht mit großem Gepäck, aber doch bewusst mit Schlüssel, manchmal auch mit eigenem Gesangbuch und gehen los. Und auf dem Weg schon, lassen wir etwas hinter uns, den Frühstückstisch, das Gespräch am Morgen, vielleicht auch die erste Hektik des Tages, bis wir hier in der Kirche ankommen, um Gott zu begegnen.
Und sicher ist so eine Wallfahrt, ob nach Taize, nach Rom, nach Jerusalem oder auf dem Jakobsweg eine noch intensivere und eindrücklicher Form sich Gott zu nähern, die einmal oder auch mehrfach im Leben erlebt, die Kraftreserven oder die Glaubensfreude noch auf eine ganz andere besondere Art und Weise auftanken lässt, als ein Sonntagsgottesdienst es vermag.
Jesaja denkt, träumt, sieht und hofft noch weiter, Alle Völker, wirklich alle Völker, aller Glaubensrichtungen und Nationalitäten werden zum Zion ziehen. Wie die Ameisen vom Zucker, wie die Bienen zu duftenden Blüten, die Schmetterlinge zu Leuchtfarben, die Motten ins Licht, die Schnecken zum Salat, die Durstigen zur Wasserader, die Hungrigen zu den Töpfen. Was sie allle zieht, ist der elementare Wunsch aller Geschöpfe, es ist der Wunsch zu Leben, der Lebensdurst, der Lebenshunger, die Sehnsucht nach einem gelungenen Leben.
Und niemand braucht, so Jesaja, wenn alle Völker und Menschen so vereint sind, noch die speziellen Regeln und Gesetze des eigenen Landes, der eigenen Religion, denn alles ist auf einmal klar und offensichtlich. Ein schönes Bild, alle Menschen friedlich vereint, Schwerter umgeschmiedet zu Pflugscharen, doch kaum zu glauben für uns. Sind wir schon so skeptisch geworden, so ernüchtert so realistisch, das das Träumen nicht mehr in Frage kommt. Und wenn es denn so käme, wie Jesaja es beschreibt.
Dann wären wir nichts besonderes mehr, wir wären keine der führenden Nationen dieser Welt, sondern nur eine unter vielen. Und auch das ,die Weisung vom Zion ist kein Missionsbefehl, ist nicht der Ruf Christ oder Jude zu sein. Die Weisung von Zion, sie ist ein Geschenk an alle Völker, sie soll den globalen Hunger nach Gerechtigkeit stillen, Grenzen überschreitend erweist sie sich als Recht für alle. Was für ein Traum, was für ein Gott, was für eine Hoffnung. Aber was auch für ein Rätsel, wird damit der christliche Glaube möglicherweise in Frage gestellt.
Und doch irgendwie bringt dieser Aufbruch etwas mit sich. Bewegung.
Ja und so wie man im Alltagsfrust kurz vor dem Urlaub für sich denkt, ach was soll es denn, alles wird schlechter, nichts ist mehr wie früher, die Aufgaben werden immer mehr, das Geld immer weniger und alles ist irgendwie kraftlos und mutlos. Dann die Wahlen, die Weltwirtschaft, alles ist zu spät. Kommt man dann aus so einem Urlaub zurück und denkt, es geht auch anders.
Und es geht tatsächlich auch anders. So haben Menschen vor bald 150 Jahren gedacht, dass ganz unmöglich sei, dass es einmal Frieden zwischen Bayern und Preußen geben könnte. Vor 60 Jahren war ein Dauerhafter Friede zwischen Frankreich und Deutschland noch ganz undenkbar. Vor 20 Jahren hätte man jeden für verrückt erklärt, der behauptet hat, das Polen und ein vereintes Deutschland gemeinsam Teil einer europäischen Gemeinschaft ist. Niemand hat an Frieden in Südafrika oder auch an Demokratie in manchen Ländern Südamerikas geglaubt.
Und warum sollen wir dann nicht auch auf Frieden in Israel und Palästina, im Irak, im Sudan oder auf dem Balkan träumen dürfen?
Ja und auch das gehört dazu, irgendwann nach jedem Urlaub hat der Alltag uns wieder und es wird mühsamer den täglichen Botschaften der Fernsehbilder stand zu halten und nicht zu resignieren. Und es wird mühsamer, trotz kleiner werdender Gemeinden noch von grossen Wallfahrten zu träumen, weil doch der Abschied von vielem, was vertraut und gut war, schwer fällt.
Und doch, so bleibe ich im Bild, geht es wie nach jedem Urlaub darum sich neue Ziele zu suchen, wann auch immer sie erreichbar sein werden, aber sie in den Blick zu nehmen, darauf zu sparen, sich zu freuen, sich für ein Gelingen einzusetzen und das heißt schon sich auf den Weg machen. Und warum, soll es nicht auch mit leichterem Gepäck und kleineren Unterkünften möglich sein Gott zu begegnen, oder vielleicht ja gerade da, wenn man den Pilgern glaubt.
Ein Ziel, eine Sehnsucht, die uns dazu führt, dass wir aufstehen nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Herz und mit den Füssen, auf Gott zu, ihm entgegen. Eintreten für eine Umgestaltung den Welt in Gottes Sinne.
So eine Sehnsucht, wünsche ich uns, denn sie ist spannender und lockender als der schönste Urlaubsort.

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

* Lied EG 557 Ein Licht geht uns auf

* Fürbittengebet:
Gott, du bist das Licht,
das uns allen neues Leben eröffnet.
Mach uns zu Kindern des Lichtes,
daß wir einander nicht als Feinde,
sondern als Partner begegnen;
daß wir einander nicht ängstigen,
sondern vertrauen;
daß wir einander Leben nicht verwehren,
sondern Leben erschließen.
Erleuchte uns mit deiner Wahrheit,
daß wir es wagen, loszulassen,
womit wir einander beschweren,
und miteinander suchen,
was unser Leben trägt und erfüllt.
Mach unsere Fantasie fruchtbar,
Grenzen, die uns trennen,
zu überwinden;
Waffen, mit denen wir drohen,
zu begraben;
Gesetze, die aus Angst entstanden,
zu verwandeln
in einer Gemeinschaft,
die der Liebe Gottes vertraut

Und gemeinsam beten wir mit den Worten unseres Herrn,

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Lied EG 562 Segne und behüte

* Bekanntmachungen:

* Votum:
Mit uns nehmen wir Gottes Segen und teilen ihn aus, wem immer wir begegnen:
Gott allen Trostes und aller Verheißung, segne uns und behüte uns.
Begleite uns mit deiner Liebe, die uns trägt und fordert.
Lass dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
denn deine Gnade schafft neues Leben.
Wende dein Angesicht uns zu und schenke uns Frieden.

* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden. AMEN.
  Thema: Abendgottesdienst am 7. Sonntag nach Trinitatis, 30.07.2017
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 30.07.2017 20:48   Titel: Abendgottesdienst am 7. Sonntag nach Trinitatis, 30.07.2017
Abendgottesdienste am 7. Sonntag nach Trinitatis mit Trauaufgebot von Verena Zimmer und Björn Lein
und Jessica und Alex Ott
17.00 Uhr Ev. Martin Luther Kirche Aufenau
30.07.2017
Text: Apostelgeschichte 2, 42-47

* Lied EG 136, 1 O komm du Geist der Wahrheit

* Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
AMEN.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Liebe Gemeinde, herzlich Willkommen zum Abendgottesdienst heute am 7. Sonntag nach Trinitatis. Das Thema heute Abend lautet: Wir bleiben in der Gemeinschaft.
Besonders herzlich begrüße ich zwei Brautpaare, Jessica und Alex Ott aus Wirtheim und Verena Zimmer und Björn Lein aus Romsthal.
Im Anschluss an den Abendgottesdienst wollen wir zusammen ein wenig Apfelwein trinken und etwas essen.

*Lied EG 473, 1+2 Mein schönste Zier

*Eingangspsalm:
Psalm 34 EG 718 im Wechsel mit der Gemeinde
Kommt lasst uns anbeten:

*Aufforderung zum Bittruf:
Wir bedenken unsere Armut,
unseren Hunger nach Liebe,
nach Verständnis und Anerkennung
und unsere Unfähigkeit,
anderen diesen Hunger zu stillen.
Wir rufen um erbarmen:

*Aufforderung zum Lobpreis:
Christus spricht:
"Selig sind, die hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit,
denn sie sollen satt werden."
Daraus schöpfen wir Hoffnung;
wir werden ermutigt,
unser Leben neu zu sehen
in den Zusammenhängen dieser Welt,
und wir singen:

*Kollektengebet:
Gott, unser Schöpfer,
du hast uns alles geschenkt,
was wir sind und haben:
Befreie uns von Eigensucht
und befähige uns zu teilen,
was wir sind, was wir wissen, was wir haben,
untereinander und mit der von dir geliebten Welt
in Christi Namen.
G: AMEN

* Schriftlesung: Markus 10, 17-27
Und als er sich auf den Weg machte, lief einer herbei, kniete vor ihm nieder und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe?
18 Aber Jesus sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein.
19 Du kennst die Gebote: [a ] »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst niemanden berauben; ehre Vater und Mutter.«
20 Er aber sprach zu ihm: Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf.
21 Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eines fehlt dir. Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm und [a ] folge mir nach![A]
22 Er aber wurde unmutig über das Wort und ging traurig davon; denn er hatte viele Güter.
23 Und Jesus sah um sich und sprach zu seinen Jüngern: [a ] Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen!
24 Die Jünger aber entsetzten sich über seine Worte. Aber Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwer ist's, ins Reich Gottes zu kommen!
25 Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme.
26 Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann dann selig werden?
27 Jesus aber sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist's unmöglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott.

(Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren - Halleluja)

* Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

* Lied EG 632 Wenn das Brot das wir

* PREDIGT:

- Kanzelgruß:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN.

Textlesung: Apostelgeschichte 2,41a. 42 - 47
Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tage wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen. Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. Es kam aber Furcht über alle Seelen, und es geschahen auch viele Wunder und Zeichen durch die Apostel. Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam. Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nachdem es einer nötig hatte. Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.

Liebe Gemeinde!
Vielleicht haben Sie ja auch schon einmal eine Freizeit einer Kirchengemeinde mitgemacht. Vielleicht als Konfirmandin oder Konfirmand. Vielleicht eine Bibelfreizeit oder - die Älteren - eine Freizeit der Senioren. Ich habe mich beim Lesen dieser Bibelverse jedenfalls an meine Erfahrungen mit verschiedenen Gemeindefreizeiten erinnert. "Sie blieben in der Gemeinschaft", heißt es hier und "alle, die gläubig geworden waren, waren beieinander" und "sie teilten alles und brachen das Brot miteinander" und "sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel", um miteinander zu beten und den Gottesdienst zu feiern. Und schließlich hören wir am Ende etwas von Freude und davon, dass Gott täglich Menschen zur Gemeinde hinzufügte.
Doch: Das erinnert mich sehr an die vielen Konfi Freizeiten mit Jugendlichen in den letzten 23 Jahren. So lange mache ich schon Konfifreizeiten. Das ist für die Betreuer der Freizeit immer auch viel Arbeit und Mühe, aber es macht doch auch immer wahnsinnig viel Spaß und große Freude. Wenn ich auch nach den 4 Tagen Freizeit immer Schlags kaputt bin. Vier Tage lang in der Gruppe beieinander sein, viel miteinander erleben, zu beten, zu singen, gemeinsam zu essen und zu spielen und auch streiche spielen.
Aber ich will gar nicht nur von solchen Freizeiten schwärmen. Ich möchte gern etwas davon an uns alle weitergeben. Was die Teilnehmer dieser Freizeiten in den Freizeittagen immer wieder besonders spüren und erfahren, sind besonders zwei Dinge. Das erste: Wir brauchen die Gemeinschaft mit anderen Christen - heute mehr denn je! Wir können nicht leben von Geld und Gütern, von Arbeit und Konsum, von Luxus und Fernsehen. Wir brauchen einer den anderen.
Und das zweite ist: Wir brauchen Gott, der unserem Leben Ziel, Maß und Richtung gibt, der uns lieb hat und uns allen einen unendlichen Wert schenkt und zuspricht.
Nun können sich einige hier wahrscheinlich nicht so recht vorstellen, wie das auf einer Freizeit so ist und zugeht. Ihnen fehlt die Erfahrung einer solchen längeren Zeit in der Gruppe. Aber auch schon ein Gemeindekreis (Ökumenische Frauen, Churchies) kann ja etwas davon vermitteln, was das heißt: Mitmenschen zu haben, die für mich da sind und für die ich da sein kann, Mitchristen, die im gleichen Glauben stehen oder auch die gleichen Zweifel und Schwierigkeiten mit manchen Dingen des Glaubens haben.
Weil Ihnen vielleicht aber auch diese Erfahrungen noch neu oder nicht so vertraut sind, will ich jetzt einfach ein wenig von Erfahrungen auf Gemeindefreizeiten und in Gemeindekreisen erzählen:
- Einmal meinte eine Frau in einer Gesprächsgruppe über "die Werte, die heute unbedingt gelten müssten": Jeder würde sich doch seine Werte selbst setzen und zwar so, wie es ihm am besten gefällt. Aber, das fügte sie dann hinzu, so könnte es doch wohl nicht sein. Gemeinsam haben wir dann festgestellt, was für mich sehr schön den besten Grund und stärksten Antrieb ausdrückt, warum wir immer wieder nach Gott fragen und den Halt für unser Leben im Glauben suchen müssen: "Es muss einen Maßstab außerhalb unserer selbst geben, für Gut und Böse, für Lüge und Wahrheit... Es muss etwas oder einen geben, der das Maß setzt für gelungenes oder verdorbenes Leben, für ein Tun und Lassen, das recht ist und sich lohnt und auf der anderen Seite für ein Handeln, das verkehrt ist und unsere Gaben und Kräfte nur vergeudet."
Und wir konnten in diesem Gespräch dann sehr dankbar erkennen, dass wir diesen Maßstab ja schon haben. Gott ist das Maß für all unsere Werte, sein Wort, seine Gebote sind uns vorgegeben, sein guter Wille über uns und allen Menschen läuft unserem Suchen voraus und ist Antwort für uns, noch bevor wir fragen.
- Ein anderes Mal meinte ein Mann im Bibelkreis seiner Gemeinde: Er glaube nicht, dass man auf Dauer überhaupt ohne Gott leben könne und ohne die Gemeinschaft mit den Menschen, die sich auf diesen Gott berufen. Dem Gegenargument, es gäbe doch aber so viele Leute, die ohne Gott auskommen und ihn gar nicht kennen, hielt er entgegen, was Ihnen beim ersten Hören vielleicht ein wenig zu stark erscheint: "Das ist doch kein Leben! Die vegetieren doch nur dahin, ohne Sinn und ohne Erfüllung." Als wirklich treffende Beweise hat er dann ein paar sehr reiche Leute genannt, die sich teils trotz allen Reichtums das Leben genommen, teils auch noch am Leben sind, sich aber in den Alkohol, in Drogen oder auch zahlreiche Affären geflüchtet haben. Ein Leben in Saus und Braus, Reichtum und Luxus, aber einsam, ohne Menschen, mit denen ich gute Gemeinschaft habe, scheint nur schwer erträglich!
Für mich war das ein klares, überzeugendes Wort für die Gemeinde und die Gemeinschaft. Es ist wohl so: Wenn Gott und die Gemeinschaft mit den Mitchristen fehlen, dann rettet kein Geld und kein Gut und nicht die Popularität, wie sie ein Weltstar "genießt". Lassen sie sich dazu ruhig ein paar der Größen aus Finanzwelt und Wirtschaft, dem Film- und Showgeschäft einfallen, um die Wahrheit dieser Gedanken zu überprüfen. Mit Marilyn Monroe und Elvis Presley möchte ich sie auf die Fährte führen...
Liebe Gemeinde!
Eine ganz wichtige Erfahrung in Sachen "Gemeinschaft" war für mich immer wieder, dass auch Mitfahrer, die zum ersten Mal bei einer Freizeit dabei waren, sich sofort und sehr gern in die eben auch christliche Gemeinschaft eingefügt haben. Manchmal rechnet man am Anfang nicht bei allen Teilnehmern damit. Aber dann fehlt nicht einer bei den sieben oder 14 Morgenandachten einer Freizeit und alle kommen auch zu den anderen gemeinsamen Veranstaltungen - und sie tun das gern.
Auch bei den Gesprächen über christliche Zeitprobleme, wie sie im Bibelkreis oder auch anderen Gruppen geführt werden, kommt selten der Eindruck auf, das müsste ja schließlich auch in einem christlichen Kreis besprochen werden, zumal wenn die Bibel im Mittelpunkt steht. Nein, nach meiner Erfahrung ist das immer erwünscht und wird sehr gern, interessiert und engagiert wahrgenommen!
Alles das zeigt mir: Wir brauchen die Gemeinschaft unter Gottes Wort und seinen Leuten. Und ich sage das, obgleich ich sehr wohl sehe und weiß, wie viele Menschen - und es werden anscheinend immer noch mehr - wie viele Menschen heute vor Gott und seiner Sache davonlaufen.
Und genau das war einmal das etwas bittere Gesprächsergebnis einer Freizeit: "Die Menschen unserer Tage ziehen sich mehr und mehr in ihre kleine Welt des Privaten zurück. Sie vereinzeln sich vor dem Fernsehschirm, vor dem Computer, in Luxushotels auf sündhaft teuren Fernreisen oder bei Hobbies, an denen nicht einmal die anderen in der Familie teilhaben können."
Aber das ist nur die eine Seite. Die andere ist die: Gerade daran werden die Menschen krank an Leib und Seele, gerade das, was sie doch selbst wählen und erstrebenswert finden, macht sie unglücklich, führt sie in seelische Leiden und treibt manche gar in den Gedanken, aus diesem Leben zu scheiden. Dagegen kann man auf Freizeiten und in christlichen Gemeindekreisen immer wieder erleben, wie schön das ist, alles "miteinander zu teilen, beieinander zu sein, Gott zu loben und alles gemeinsam zu haben", wie es in den Worten des Bibeltextes heißt, den wir am Anfang dieser Predigt gehört haben. Und wie viel Freude schenkt das doch auch!
Wir brauchen Gott und die Gemeinschaft mit denen, die zu ihm gehören. Wer die Freude erfahren hat, die in der christlichen Gemeinschaft liegt, der kann gar nicht mehr von Gott, seiner Sache und seinen Leuten lassen! Diese alle bitte ich heute, auch dafür zu zeugen und mit mir auch andere einzuladen. Oft fehlt bei unseren Mitmenschen zumal Mitchristen nur noch ein kleiner Anstoß, dass sie mitmachen bei uns.
Wie schön, wenn das auch in unserer Gemeinde mehr und mehr wahr würde, was in den Versen der Apostelgeschichte am Ende steht: "Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden." Ich halte es nicht für übertrieben, von Rettung zu sprechen, wenn ein Mensch aus seiner Einsamkeit und Vereinzelung herauskommt und zu Gott und seiner Gemeinde findet! AMEN

-Kanzelsegen:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN.

* Lied EG 316, 1-4 Lobe den Herren

Trauaufgebot
Am 19. August 2017 um 12.00 Uhr traue ich Jessica und Alex Ott aus Wirtheim in der Johanneskirche Neudorf. Jessica und Alex sagen „Ja“ zur ihrer Liebe im Angesicht Gottes und bitten um seinen Segen.
Am 26. August 2017 um 15.00 Uhr traue ich Verena Zimmer und Björn Lein aus Romsthal ím Vogelsberger Dom Unterreichenbach. Verena und Björn sagen „Ja“ zueinander und zu ihrer Liebe und bitten Gott um seinen Segen.
Wir wollen für die Paar beten:
Du Gott der Liebe, wir danken dir für die gemeinsame Zeit die Jessica, Alex, Verena und Björn erleben dürfen. Segen du den Weg von Jessica, Alex, Verena und Björn auch in Zukunft. Halte du deine schützende Hand über den beiden Paaren. Sei du der Weg auf dem sie gehen. Lass sie auch weiterhin alle Lasten des Lebens gemeinsam tragen. Schenke unseren Paaren gute und fröhliche Jahre. Diese Liebe zeigt uns allen, dass es die Liebe auch heute noch gibt. Dafür danken wir dir.
AMEN

* Lied EG 401, 1+2 Liebe die du mich zum Bilde

* Fürbittengebet:

Vater Jesu Christi, dir verdanken wir, dass wir sind. Wir loben dich und beten dich an. Dir danken wir, dass wir uns deine Kinder verstehen dürfen. Wir loben dich und beten dich an. Dir danken wir, dass wir eine Zukunft bei dir haben. Wir loben dich und beten dich an. Du tröstest uns mit deinem Wort. Dein Sohn Jesus Christus ist dein Wort, die Zusage deiner Liebe. Wir loben dich und beten dich an.

Vater Jesu Christi, dein Sohn hat sein Leben für uns gegeben. Seine Liebe vermehrte sich, indem er sie verströmte. Herr, gib uns Anteil an deiner Liebe, denn der Hunger nach Liebe, der Durst nach Gerechtigkeit in unserer Welt ist groß. Hilf uns, dass wir dein Brot weiterreichen. Hilf, dass wir aus Brot und Wein die Kraft gewinnen, das Schwere im Leben zu tragen.

Herr, du kennst die Unruhe unserer Zeit und unserer Herzen. Lass uns doch immer wieder zur Stille kommen, in der unsere Nerven sich erholen können, in der ein gutes Wort gefunden wird, aus der heraus gute Gedanken erwachsen. Dir befehlen wir die Menschen an, die an sich selber leiden, die eine Enttäuschung nach der anderen
hinnehmen müssen, die von sich selbst nichts mehr halten und in der Gefahr stehen, ihr Leben wegzuwerfen. Herr, lass sie nicht in Bitterkeit und Verzweiflung stürzen, sondern gib ihnen Menschen an die Seite, die ihnen helfen können.

Wir bitten dich heute Abend für unsere beiden Paare, gib ihnen Kraft und Mut für den Weg ihrer Liebe. Es werden Tage kommen wo der Alltag sie einholt und wo es schwer ist an der Liebe festzuhalten. Mache sie stark und gib ihnen immer einen Neuanfang in Liebe und Respekt.

Und gemeinsam beten wir mit den Worten unseres Herrn,

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Lied EG 562 Segne und behüte

* Bekanntmachungen:

* Votum:
Lasst uns diesen Gottesdienst beschließen mit der Bitte um Gottes Segen.
Lasst uns bewahren, was wir gesehen und gehört haben.
Lasst uns bezeugen, wovon wir selbst überwunden sind.
Lasst uns leben, wozu wir von Gott befreit sind, und den Segen empfangen, wozu er uns berufen hat.

* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.
AMEN.

* Lied EG 487 Abend ward bald kommt die Nacht
  Thema: Taufgottesdienst am 7. Sonntag nach Trinitatis, 30.07.2017
-thommy-

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BeitragForum: Predigten   Verfasst am: 30.07.2017 11:46   Titel: Taufgottesdienst am 7. Sonntag nach Trinitatis, 30.07.2017
Taufgottesdienst am 7. Sonntag nach Trinitatis
10.30 Uhr Alte Schule Obersotzbach
Taufe von Lenn Henri Eschke und Totengedenken von Heinrich Jung
30.07.2017
Text: Markus 9, 23

* Lied EG 136, 1 O komm du Geist der Wahrheit

* Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
AMEN. Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat. AMEN

Liebe Gemeinde,
ich begrüße Sie und Euch alle ganz herzlich zum Taufgottesdienst heute am 7. Sonntag nach Trinitatis.
Heute taufen wir Lenn Henri Eschke, den ich ganz herzlich begrüße mit seinen Eltern, Jasmin und Tobias, seinen Paten Franziska, Florian und Christian, den Großeltern, den Verwanden und den Freunde. Ich wünsche uns allen einen mutmachenden Taufgottesdienst

*Lied EG 334 Danke für diesen guten Morgen

Eingangspsalm:
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

Gott du kennst mich. Du achtest auf mich Herr.
Nie gibst du mich verloren.
Ich sitze oder stehe, ich liege oder gehe,
du hältst deine Hand über mir.

Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

Alle meine Wege sind dir bekannt, alles was ich denke und sage. Du kennst es. Mein ganzes Leben liegt offen wie ein Buch vor dir.
Wenn ich in Schwierigkeiten bin, willst du mich begleiten.
Wenn ich nicht aus noch ein weiß und mich am liebsten
Verstecken möchte, so bleibt dir meine Not nicht verborgen.

Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

Du achtest auch mich.
Du gibst mich nicht verloren.
(Nach Psalm 139)
Kommt lasst uns anbeten:

*Taufe:

Gebet:
Herr Jesus Christus, heute bringen wir dir Lenn Henri um ihm das Sakrament der Taufe zu spenden. Wir nehmen ihn heute in die Gemeinschaft und in die Nachfolge Jesu Christi auf. An viele Dinge denken wir heute zurück. An den Moment der Geburt von Lenn Henri genau heute vor 13 Monaten. An die ersten Schritte, an die ersten Tage und Stunden. So vieles bewegt uns heute Morgen hier in Obersotzbach. Positives und negatives. Wir wissen aber dass wir alles in deine gnädige Hand legen dürfen und dass Lenn Henri geborgen ist in deinem Schutz.
Herr, wir wissen, wie viel Zuwendung, wie viel Liebe Lenn Henri braucht, damit er voller Vertrauen aufwachsen kann. Doch wir wissen auch, Herr, dass unsere Liebe begrenzt ist, zeitlich und räumlich, aber auch in ihrer Kraft und Tiefe.
So werden auch Stunden und Tage kommen, wo Lenn Henri unsere Liebe entbehren muss, wo wir seinem Herzen ferne sind.

Herr Jesus Christus, lass Lenn Henri immer dann, wenn wir ihm nicht nahe sein können, die Wahrheit deiner Verheißung erfahren, die auch heute über seiner Taufe ausgesprochen wird: "Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende".
AMEN

Lesung - Mk 10, 13-16:
Die Bibel erzählt uns, wie Jesus mit Kindern umging:
Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an. Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.

Lesung Mt 28, 18-20:
Hört den Tauf- und Missionsbefehl Jesu am Ende des Matthäusevangeliums:

Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Tauffrage:
Liebe Jasmin, lieber tobias, liebe Paten Franziska, Florian und Christian, Ihr wollt, dass eure Kind Lenn Henri getauft wird. Damit übernehmt ihr die Aufgabe, euer Kind im christlichen Glauben zu erziehen und ihm durch Wort und Beispiel zu helfen, Gott und die Menschen zu lieben. So frage ich euch, die Eltern und die Paten:
Seid ihr dazu bereit, so antwortet: "Ja, mit Gottes Hilfe"

Eltern und Paten: "Ja, mit Gottes Hilfe".

Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

* Lied EG 621 Ins Wasser fällt ein Stein

Taufe:
Im Namen dessen, der uns bei unserem Namen ruft,
(etwas Wasser ins Taufbecken füllen)
im Namen dessen, zu dem Gott bei seiner Taufe sprach: »An dir habe ich Wohlgefallen!«,
(weiteres Füllen des Taufbeckens mit Wasser)
im Namen dessen, der in der Taufe gegenwärtig ist und Gemeinschaft wirkt –,
(noch einmal Wasser ins Taufbecken gießen)
im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Taufe Lenn Henri:
Als Zeichen dafür, dass Gott dieses Kind ganz persönlich ruft, nennen Sie als Pate den Namen des Kindes.
Pate::
Lenn Henri

Verlesen des Taufspruchs:
Lenn Henri, über Dir wird in der Taufe diese Verheißung ausgesprochen: Dein Taufspruch lautet:
„Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“. (Markus 9, 23)

Lenn Henri, ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gott Vater Sohn und heiliger Geist gebe dir seinen Gnade, Schutz und Schirm vor allem Argen, stärke und Hilfe zu allem guten, das du bewart wirst zum ewigen Leben,
Friede sei mit dir (+).
AMEN.

Anzünden der Taufkerzen von Lenn Henri:
Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Die Taufkerze brennt heute bei der Taufe unserem Täuflinge und soll sie immer daran erinnern, dass mit der Taufe ihr das Licht des Lebens versprochen wird.
Damit wir die Kerzen alle noch sehen, bitte ich sie, sie auf den Altar zu stellen.

Solo Gesang: Petra Eschke

Segen für die Eltern und Paten:
- Gott segne euch die Eltern Jasmin und Tobias. Er hat euch diese Kinder geschenkt. Er helfe euch, ihnen zu zeigen, Gott und die Menschen zu lieben.
Gott segne euch die Paten, Franziska, Florian und Christian. Ihr habt eine große Verantwortung übernommen. Er helfe euch, diese Aufgabe zu erfüllen.
- Gott segne uns alle. Er helfe uns, dass wir sein Wort in der Gemeinde hören und nach seiner Liebe leben. Amen.

* Lied EG 577 Kind du bist uns anvertraut

* PREDIGT:

- Kanzelgruß:
„Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen“. AMEN.

Lieber Lenn Henri, liebe Jasmin, Lieber Tobias, liebe Gemeinde,

DER TRAUM VOM „ALLES IST MÖGLICH”
„Alles ist möglich, dem, der da glaubt”, der Taufspruch von Lenn Henri, den sie sich ausgesucht haben, ist einer, der grundsätzlich Hoffnung verbreitet. Weil er in einer Begebenheit passiert, in der wirklich Wunderbares passiert. Und ehrlich gesagt, das hätte ich auch gerne. Dass alles möglich ist, und dabei meine ich nicht irgendeinen Firlefanz, sondern wirklich sinnvolle Hoffnungen und Wünsche. Und davon haben Sie, habe ich, haben wir alle wahrscheinlich so einige in Petto.
Wenn das alles sehen würde”, dass wäre was! Dass es nichts gibt, wo man sagen muss:
– das geht nicht
– das schaffst du nicht
– das klappt doch nie
– dafür fehlen uns die Mittel oder Fähigkeiten.
Wenn alles möglich wäre, die Türen zu meinen Hoffnungen sperrangelweit offen – „alles ist möglich, dem, der da glaubt” – ein Traum. Aber oft genug ist es halt ein Traum – ganz so einfach klappt es anscheinend nicht.

So ergings aus Bruce Nolan, der Hauptperson in dem nach ihm benannten Kinofilm „Bruce allmächtig”. Bei dem hat das eben nicht geklappt . Und er macht etwas, was wir uns oft nicht trauen: Er legt sich mit Gott an, er schimpft, tobt und macht seinem Herrgott alle möglichen Vorwürfe. Denn Gott kümmert sich ja nicht um ihn. Kein einziger seiner großen Wünsche ist im letzten Jahr in Erfüllung gegangen. Seine Karriere bei einem Fernsehsender ist gescheitert, mit der Freundin gibt’s nur noch Streit und der Hund pinkelt in die Wohnung. Und an allem ist Gott schuld, weil er ja offenbar nur Zeit hat, die Wünsche der anderen zu erfüllen. Aber er, Bruce, ist der Angeschmierte und muss mit seinem 08/15 Leben weitermachen.
Und dabei wünscht er es sich doch so sehr, dass Gott endlich mal alle seine Wünsche und Hoffnungen erfüllt. Dass er endlich mal Karriere macht, dass alles funktioniert, er herauskommt aus seinem kleinbürgerlichen Mief!
Bis das Telefon klingelt, und Gott persönlich anruft, um da mal einiges mit ihm zu besprechen…
ROLLE DES GLAUBENS
Liebe Familie Eschke, liebe Gemeinde,
halten wir den Film mal an, und überlegen selber, was da los ist. Auf der einen Seite viele Wünsche die haben wir doch alle auch, denke ich zumindest, auf der anderen Seite machen wir nicht die Erfahrung, dass alles klappt wie erhofft. Woran liegts? – Am Glauben? Wer zu wenig glaubt, hat Pech? Schließlich sagt Jesus: „alles ist möglich, dem, der da glaubt”. Glauben wir zu wenig?
Aber da passiert doch in dieser biblischen Heilungs-Geschichte etwas ganz anderes: Der Vater des Kindes ist ja gerade nicht der Held, der über jeden Zweifel erhaben ist; eigentlich ist er völlig verzweifelt, ein Häufchen Elend, das sich über seinen Sohn riesige Sorgen macht. Da ist auch nur begrenzt Hoffnung: „Hab doch Erbarmen mit uns! Hilf uns, wenn du kannst!” – „Wenn du kannst” sagt er, das ist ja nicht gerade Ausdruck des alltertiefsten Vertrauens. Nachher hören wir ihn sagen. „Ich vertraue dir ja – hilf mir doch gegen meinen Zweifel”
Und: Es gelingt! Der Junge wird geheilt, obwohl auf den ersten Blick der Glaube des Vaters ein dünnes Fädchen war. Geht es etwa gar nicht um „viel“ oder „wenig“ Glauben? Sondern um die grundsätzliche Frage:

– Worauf stehe ich?
– Was ist das Fundament meines Lebens?
– Auf wen will ich mich verlassen?

Glaube heißt für mich: Ich baue mein Leben auf Gott, weiß mich in seiner Hand und erwarte, dass letztlich von ihm kommt, was ich zum Leben brauche.
Wer glaubt hat darum eine offene Tür in seinem Leben, durch die Gott in sein Leben tritt und es verändern kann.
Wo ein Mensch diese offene Tür für Gott hat, durch die der Allmächtige eintreten darf, da sind dann auch alle Dinge möglich.
Da muss mein Glaube gar nichts weiter aufzuweisen haben, als dass ich mich an diesem Gott festhalte.
Wo Gott im Spiel ist, da ist eben nichts unmöglich.
Und die Geburt von Lenn Henri ist doch ein Beweis dass Gott seine Hände im Spiel hatte. Lenn Henri ist in Liebe gezeugt und in liebevolle Hände gekommen. Er ist ein Sonnenschein, kaum ein Kind das ich getauft habe hat mich so lange und so süß angelächelt und seinen Charme spielen lassen beim Taufgespräch. Er ist schon gut zu Fuß unterwegs, hat früh laufen gelernt und klebt seiner Cousine Malea die 4 Jahre alt ist sprichwörtlich am Po, Jasmin sie meinten beim Taufgespräch das die kleine einen Magnet am Po hat. Lenn Henri ist von Gott angenommen so wie wir alle. Weil er und weil wir einzigartig sind und weil wir alle besonders sind.
Glaube als Festhalten an Gottes Möglichkeiten … nicht an meinen Leistungen. Das ist ganz wichtig. Ich muss kein toller Hecht sein und etwas Besonderes tun. Gott liebt mich so wie ich bin.
Vielleicht sind die Jünger Jesu mit ihren Heilungsversuchen gescheitert, weil sie diese offene Tür zu Gott verschlossen hatten. Wollten sie im Vertrauen auf eigene Vollmacht den Jungen heilen? Immerhin sind sie ja Jesu ausgewählte Jüngerschar. Haben sie vergessen: Nicht die Glaubenshelden vollbringen die Heilung, das Wunder, sondern Gott selber.
WAS IST DENN DAS WUNDER?
Dabei komme ich zu einem zweiten Punkt. Was ist denn das Wunder, wie sehen die Sensationen aus, die auf denjenigen zukommt, dem alles möglich ist, weil er glaubt? Manchmal sind wir da ja recht einfach gestrickt in unseren Erwartungen, alles soll schön und gut werden. Sauber und glänzend. Naja, viellelicht so ähnlich wie bei diesem Bruce, in diesem Film, von dem ich vorhin erzählt habe.
Ich habe ihn ja noch nicht zu Ende erzählt. Das will ich jetzt noch tun:
Nachdem Bruce sich so bitter über seine Nichterfüllten Wünsche beklagt hat, kam Gottes Antwort. Er begegnet ihm in Form eines Manns im weißen Anzug, und überträgt auf Bruce für ein paar Tage die Macht, die wir bei Gott vermuten: Die Macht, alles so zu beeinflussen, wie er es eben will.
Bruce versucht es und stürzt dabei seine Heimatstadt in ein unglaubliches Chaos. Zwar bekommt jeder seine Wünsche irgendwie erfüllt, aber weil diese Wünsche oft recht eigensinnig sind geht letztlich alles drunter und drüber. Als dann schließlich offene Straßenkämpfe ausbrechen, weil Tausende einen 6er im Lotto haben, aber dafür eben nur ein paar Dollar bekommen, da zieht Bruce die Notbremse und ruft Gott zu Hilfe.
Der kommt und hört sich die Klagen von Bruce an … dass alles so schrecklich schief geht, dass er doch alles gut machen wollte, aber es gar nicht so einfach ist. Er seufzt: Wenn man jedem das gibt, was er sich wünscht, tut man ihm eigentlich auch keinen Gefallen.
Willkommen in meiner Welt” sagt Gott. Und er erklärt Bruce, was wirklich Wunder sind:

– Eine allein erziehende Mutter die zwei Jobs hat und noch die Zeit hat ihren Jungen zum Fussballtrainung zu fahren das ist ein Wunder.
– Ein Teenager der Nein zu Drogen und Ja zu seinem Schulabschluss sagt das ist ein Wunder.
- Der Behinderte, der gelernt hat, mit seiner Einschränkung zu leben und wieder aufblüht, der ist ein Wunder.
– Wo einer spürt, dass er auch mit Übergewicht und einer viel zu großen Nase viele gute Freunde haben kann, der ist ein Wunder.
Vielleicht suchen wir die Wunder manchmal an den falschen Stellen. Und vergessen was wirklich wichtig ist.
Liebe Familie Eschke, liebe Gemeinde,
„alles ist möglich, dem, der da glaubt”. Jesus hat da einen Satz gesagt, der uns herausfordert, der ist nicht so einfach und harmlos, wie er auf dem ersten Blick erscheint. Denn erstens stuppst er mich, Sie und ihren Lenn Henri an und sagt: Vertraue auf Gott, halte dich an ihm fest, erwarte dass er dir im Leben helfen kann.
Und zweitens warnt er mich: Auch wenn theoretisch alles möglich ist, musst du lernen, mit den Gegebenheiten des Leben umzugehen, aber genau dabei will Gott dir helfen. Ich wünsche Lenn Henri dass er gute Erfahrungen mit Gott und seinem Glauben macht und dass er an seinem Glauben wachsen kann.
-Kanzelsegen:
„Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft / bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
AMEN“.

*Lied EG 200, 1+4 Ich bin getauft auf deinen Namen

*Totengedenken:
Aus unserer Gemeinde ist am 09.07.2017 verstorben
Heinrich Jung im Alter von 87 Jahren.

Bei der Trauerfeier gedachten wir dem 6. Vers aus Johannes 14 wo es heißt:

„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“.

Voll Trauer suchten wir Trost bei Gott. Wir hörten auf Worte aus der Bibel die uns Kraft geben sollen und uns stärken sollen für unseren Weg in der Trauer. Immer dann wenn wir am Ende eines Menschenlebens angekommen sind, fragen wir nach dem Sinn und dem Unsinn von Leben und sterben. Bei der einen war es Erlösung, ein anderer musste viel zu früh gehen. Wir legen dir unseren verstorbenen Heinrich Jung in deine Hand Gott, da wissen wir ihn gut behütet und beschützt.

Wir wollen hier, in diesem Gottesdienst, unsere Trauer und unsere Hoffnung mit den Worten des 121. Psalms vor Gott bringen und an unseren verstorbenen Bruder Heinrich Jung denken:

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?
2 Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.
3 Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht.
4 Siehe, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht.
5 Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand,
6 dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.
7 Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.
8 Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang
von nun an bis in Ewigkeit!

„Der Tod ist nicht das Ende, er ist die Wende, beginn der Ewigkeit in Gottes gnädigen Händen“. AMEN

* Lied EG 376, 1+3 So nimm denn meine Hände

* Fürbittengebet:
Prädikant:
Uns allen sind als Eltern und Großeltern, als Paten und Freunden denen dieses Kind anvertraut, bewusst das wir große Verantwortung übernommen haben. In dieser Verantwortung beten wir zu dir, Herr. Dass wir uns immer genügend Zeit für Lenn Henri nehmen, damit er nicht ohne unsere Hilfe und Fürsorge in dieser Welt leben muss.

Sarah:
Hilf uns Herr, dass wir als Erwachsene wenn wir Fehler machen, sie auch zugeben und dass wir unsere Schwächen eingestehen, damit Lenn Henri fähig wird, zur Wahrheit und zur Liebe und zum gegenseitigen Respekt.

Christian:
Schenke den Eltern Jasmin und Tobias die Kraft Lenn Henri immer in Liebe und Achtung zu begegnen, auch wenn einmal dunkle Wolken über sein Leben hinweg ziehen, wenn er Wege geht die es uns schwer machen.

Franziska:
Liebender Vater, wir bitten dich lass uns darauf achten das wir Lenn Henri den Raum schenken, den er braucht um seine Fähigkeiten und Talente ausleben zu können. Lass ihn zu einer Persönlichkeit heranwachsen.

Christian:
Liebender Vater, du hast Lenn Henri ein Leben geschenkt, gib den Jasmin und Tobias, den Großeltern und uns Paten Franziska, Florian und Christian die Kraft und den Mut dieses Kind im Christlichen Glauben zu erziehen, denn das haben wir heute in der Taufe versprochen.

Prädikant:
Wir danken dir, dass du Lenn Henri mit Namen gerufen und in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen hast.

Für unseren verstorbenen Bruder Heinrich Jung bitten wir dich, tröste uns und gib uns in der Erinnerung die schönen und guten Momente. Stärke uns in der Trauer und gib unserem verstorbenen die ewige Ruhe in deiner Liebe. Lass uns begreifen das wir sterben müssen und das wir in Jesus Christus geborgen sind. AMEN

Und gemeinsam beten wir mit den Worten unseres Herrn,

* Vater unser:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
AMEN.

* Lied EG 557 Ein Licht geht uns auf

* Bekanntmachungen:
Am kommenden Sonntag 6.8.: 10.30h Gottesdienst in Radmühl
Nächster Gottesdienst in Unterreichenbach: 13.8. 14h Jubiläumskonfirmation mit Abendmahl und Mitwirkung des Kirchenchores im Dom
Nächster Gottesdienst in Obersotzbach: 20.8. um 9.15h

Vertretung Pfarrerin Engelkamp: 24.7.-2.8.: Arno Fischer, 3.8.-7.8.: Frau Dürmeier

Kollekte: Hospiz Lichtbogen

* Votum:
Der GOTT der Liebe, der uns seine Gnade zugewandt hat,
festige in uns die Liebe zu unseren Schwestern und Brüdern, zu Freundinnen und Freunden.
Herr, segne meine Hände, dass sie behutsam seien,
dass sie halten können, ohne zur Fessel zu werden,
dass sie geben können ohne Berechnung,
dass ihnen innewohne die Kraft, zu segnen
und zu trösten.

Herr, segne meine Augen, dass sie Bedürftigkeit wahrnehmen,
dass sie das Unscheinbare nicht übersehen, dass sie hindurchschauen durch das Vordergründige, dass andere sich Wohlfühlen können unter meinem Blick.

Herr, segne meine Ohren, dass sie deine Stimme zu erhorchen vermögen, dass sie hellhörig seien für die Stimme der Not,
dass sie verschlossen seien für den Lärm und das Geschwätz,
dass sie das Unbequeme nicht überhören.

Herr, segne meinen Mund, dass er dich bezeuge, dass nichts von ihm ausgehe, was verletzt und zerstört, dass er heilende Worte spreche, dass er Anvertrautes bewahre.

Herr, segne mein Herz, dass es Wohnstatt sei Deinem Geist,
dass es Wärme schenken und bergen kann, dass es reich sei an Verzeihung, dass es Leiden und Freude teilen kann.
Lass mich DIR verfügbar sein, mein Gott, mit allem, was ich habe und bin.

* Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe ein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden. AMEN.
 
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